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Hallo zusammen,
seit 1 Woche hat es mich wieder voll erwischt, mittlerweile habe ich sogar Angst zuhause. Seit ich weiß, dass mein Freund wahrscheinlich seine Tochter zu sich nehmen wird und unsere Beziehung sich dann auf ein 14tägiges Wochenende beschränken wird, habe ich wieder fürchterliche Panikattacken. Ich habe schon immer große Verlustängste gehabt, ich glaube es geht mir jetzt so übel, weil ich glaube dann ganz alleine zu sein. Ich bekomme kein Essen mehr runter, habe nur noch Schwindel und Kopfschmerzen, Kribbeln in den Armen und bin zu nichts fähig. Auf der Arbeit habe ich so viel zu tun und kann mich auf nichts konzentrieren, weil ich nur noch müde bin. Habe gestern wieder mit Tabletten angefangen, weil ich dachte, verrückt zu werden. Wie soll ich so nur arbeiten gehen?? Mein Therpeut sagte mir, kein Wunder, das mir schwindelig ist bei der Gesamtsituation (Freund ist Ex-Mann meiner Freundin) aber das hilft mir auch nicht, ich kriege die Panik nicht in den Griff!! Am liebsten würde ich mich zuhause verkriechen. Was soll ich nur machen?

19.08.2007 10:58 • 04.09.2007 #1


13 Antworten ↓


hallo Conny,
das kann ich voll nachvollziehen; wenn man so plötzlich seinen Freund quasi verliert.So was wie Wut und Verlust schürt bei mir auch die Panik. Kannst du versuchen, dir den Alltag ohne ihn aufzubauen? Vielleicht in eine Selbsthilfegruppe gehen? Bei mir hilft es, wie wild zuhause zu putzen oder immer im Zimmer hin und herzulaufen.
Sonja

20.08.2007 09:17 • #2



Schlimmer Rückfall

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mir geht es genauso..

habe seit ca. einer woche einen so schlimmen rückfall..schlimmer als je zuvor...

habe seit einem monat tägl mit meinem freund gestritten aber richtig übel.habe jede nacht, JEDE, geheult und tagsüber auch und war einfach nur fertig mit denn nerven.
dann haben wir uns getrennt für nur einen tag und ich hatte den kompletten zusammenbruch als ich zeit hatte richtig drüber nachzudenken, dass ich jetzt komplett alleine dastehe usw.

seitdem bin ich krankgeschrieben,da ich über einen ganzen tag panikattacken hatte und nicht mehr arbeiten konnte.
hatte noch nie zuhause welche und habe sie da jetzt auch.den ganzen
tag.überall.und ständig.ganz schlimm.
kann mich zu nichts aufraffen und ablenken erst recht nicht.
meine beziehung leidet grad mal wieder richtig arg drunter...

lg steffi

21.08.2007 12:55 • #3


Hallo und Danke für deine Rückmeldung!
Ja, leider male ich mir die Zukunft manchmal schon ohne ihn aus.
Es ist im Moment so eine verdrehte Situation. Ich glaube, ich muss einfach schauen, wenn es soweit ist, wie ich damit klar komme. Dir alles Gute,liebe Grüße Conny

21.08.2007 18:19 • #4


Hallo Steffi,
siehst du, wir sind nicht alleine
Panikattacken in der gewohnten Umgebung, in der "sicheren Käseglocke" - das war mir auch neu und schlimm. Mittlerweile geht es mir wieder etwas besser, ich nehme ja auch seit Samstag wieder Seroxat, obwohl ich keine Tabletten mehr nehmen wollte. Gestern konnte ich noch nicht arbeiten, war viel zu kaputt und habe fast den ganzen Tag geschlafen. Und wieder sämtliche Ratgeber zum Thema "Angst und Panik" hervorgeholt und gelesen.
Heute war ich wieder arbeiten und es ging ganz gut.
Für Beziehungen ist unsere Krankheit übel, so habe ich es leider feststellen müssen. Weil keine/r nachvollziehen kann, wie es ist mit Angst leben zu müssen, der es nicht selbst erlebt hat.
Ich drücke dir feste die Daumen, dass du dich wieder am Schopf packen kannst. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Angst auch wieder verschwindet, ich war nämllich fast 5 Jahre lang beschwerdefrei! Wir schaffen dass!
Alles Liebe für dich, Conny

21.08.2007 18:25 • #5


hallo,
ich lese hier immer wieder von schlimmen "rückfällen" bzw. plötzlichen panik-und angstattacken, obwohl der-oder diejenige
medis nimmt oder auch in einer therapie ist.
da ich selbst seit vielen jahren betroffen bin, dachte ich bisher, daß ich es vielleicht doch mal mit "hilfsmitteln" versuchen sollte...
allerdings ist meine erkenntnis, die chemie wohl besser aus dem körper zu lassen und auf therapeutische hilfe auch verzichten zu können!
denn mit oder ohne - eine dauerhafte "befreiung" gibt es wohl für keinen von uns...
mal geht es lange gut, dann ist "es" auf ein mal wieder da!
also, wofür die ganze pillenschluckerei und die termine bei den therapeuten?
mir hat oft allein dieses forum und der austausch mit betroffenen geholfen.
danke.

gast aus duisburg.

21.08.2007 21:16 • #6


Hallo zusammen,

nur Mut!
Leicht gesagt, .... mir geht es auch seit ein paar Wochen wieder schlecht, obwohl ich dachte, ich hätte das mit den Angstzuständen und Agoraphobie seit einem Jahr durch. Ich habe zwar noch keine ausgewachsenen Attacken oder so, aber ich habe immer mehr Angst, das Haus zu verlassen und dass andere meine Unsicherheit bemerken könnten. Echt übel das.

Da meine Therapie jetzt zu Ende ist (nur noch eine Sitzung) überlege ich , ob ich wieder mit den Medikamenten anfangen werde. Ich trau mich aber noch nicht. Andererseits ist da die Angst, dass alles was ich mir bis jetzt erkämpft habe, wieder verloren geht. Arbeitsplatz, alleine rausgehen, einkaufen und shoppen gehen können.

Wenn man von der Theorie ausgeht, dass Panikattacken was damit zu tun haben, das wir uns negative Gedanken machen, negative Verhaltensmuster haben, die sich seit unserer Kindheit etabliert haben, dann macht mich das auch langsam frustiert. Bekommt man diese negativen Denkweisen nie weg? Was sag ich mir wohl unterbewusst nur die ganze Zeit, dass es mir jetzt so ganz ohne Anlass wieder dreckig geht.

Manche von Euch scheinen ja wenigstens den Auslöser ihrer Rückfälle zu kennen. (Stress in der Familie, Freund usw.) ich dagegen weiß nicht wo das her kommt.

Grüße
hummingbird

22.08.2007 12:11 • #7


HAllo Conny!
Das muss echt schlimm sein wenn man in einer glücklichen Beziehung steckt und einem dann sehr viel Zeit mit dem Liebsten genommen wird. Schade dass es anscheinend keine andere Möglichkeit gibt, zB dass du auch ab und zu bei ihm bist auch wenn seine Tochter da ist, sonst hättet ihr die vermutlich schon gefunden

@ gast aus duisburg: Ich finde du siehst das sehr einseitig. Ich würde mal sagen, in dieses Forum kommen hauptsächlich Leute, die nach Lösungen und Rat suchen um ihre Situation zu verbessern. Die Leute, denen die Therapie geholfen hat, die ihre Ängste und Depressionen und was nicht noch alles losgeworden sind werden sich eher selten ein solches Forum suchen. Es ist ja schließlich ein Forum (hauptsächlich) für diejenigen die noch Hilfe brauchen und nicht in erster Linie eins, in dem alle denen es jetzt gut geht, der Welt ein Feedback geben.

22.08.2007 19:15 • #8


hallo jackie,
ich habe das , was ich hier geschrieben habe, nicht in einem forum gesagt, weil es mir gut geht , oder um allen anderen zu erklären : kopf hoch - wird schon wieder...
vielleicht solltest du mein posting richtig lesen...immer noch und immer wieder habe ich diese angst-u.panikattacken! gehöre also keinesfalls zu den "geheilten", und es sollte auch nicht so eine aussage wie "stellt-euch-mal-nicht-so-an!" sein.
eigentlich wollte ich nur MEINE art der behandlung darstellen.
habe mich vielleicht nicht ganz so gut ausgedrückt.(geschrieben und abgeschickt ist ja schnell mal was...)
zum besseren verständnis noch:
bin 52 jahre alt, habe seit 1980 eine odysse von ärzte und therapievorschlägen durch...letztendlich mache ich seit ein paar jahren fast alles mit mir selbst aus...hatte schließlich genügend anleitungen genossen...und irgendwie funktioniert das auch!
auch dieses forum hat mir sehr geholfen.
LG.

22.08.2007 19:45 • #9


ok, vermutlich aneinander vorbei gelesen;)
ich hab es hier nun schon häufiger im forum gelesen, dass manche sagen: man hört hier immer davon dass es viele rückschläge gibt und eine therapie nicht wirklich hilft.
Dazu wollte ich mal sagen: Hier trifft man (haupsächlcih) die jenigen die trotz therapie oder medis nopch schwer zu kämpfen haben. Und nicht (oder selten) diejenigen denen es gut geholfen hat . Und damit wollte ich anklingen lassen dass nur weil es vielen nicht oder noch nicht geholfen hat, nicht noch viel mehr gibt die dank therapie beschwerdefrei oder nahezu beschwerdefrei leben können.
Ich hoffe du verstehst was ich meine;)
Wäre schlimm wenn viele die hier noch keine Therapie gemacht haben, wegen dem vielen nicht so positiven erfahrungen hier den gang erst gar nicht antreten. das wäre nämlich sehr schade weil es wirklich helfen kann.
wenn du deinen weg gefunden hast auch ohne thera und Medikamente find ich das toll

24.08.2007 22:19 • #10


Ich leide wieder sehr unter Panikattacken. Mein Freund hat mich im Stich gelassen. Ich bin wegen einer Gürtelrose krankgeschrieben. Die Therapie habe ich nicht durchgestanden. Nach jeder Sitzung ging es mir sehr schlecht, mit Panikattacken. Da ich im Oktober einen Kurs anfangen kann versuche ich zur Ruhe zu kommen. Zu mir halten auch nur noch 2 Personen. Der eine ist Prediger, hat viel Verständnis. Und eine Freundin, die mit in der gleichen Gemeinde ist. Gestern rief eine an, die kein Verständnis für meine Panikattacken hatte an und wollte wissen, wie es mir geht. Da habe ich nur gesagt, schlecht und das Gespräch beendet. Sie meinte, ich sollte mich melden, wenn ich Hilfe bräuchte. Da bevorzuge ich den Prediger. Der war immer da, wenn ich ihn brauchte. Gestern morgen war es ganz schlimm. Da jetzt auch noch die Enttäuschung wegen meines Freundes dazukommt, geht es nicht mehr ohne Mittel. Jetzt will ich wenigstens an den weniger schlechten Tagen mit Jacobsen-Entspannung anfangen. Meine Beziehung ist nicht an den Panikattacken zerbrochen. Er war traumatisiert. Ich habe die ganze Zeit (2 Jahre) zu ihm gehalten. Als ich letztes Jahr auch noch familiär Stress bekam (wir haben keinen Kontakt mehr) hat er mir sehr geholfen. Seit ein paar Monaten hat er sein Trauma überwunden, aber wir kommen nicht miteinander zu recht. Er geht mit Worten auf mich los, verletzt mich immer wieder. Es war 7 Monate ein Kommen und Gehen. Sobald es wieder intim und schön war ging er. Als ich die Gürtelrose bekam war es bei mir aus. Er will wieder nur Freundschaft, ich nicht. Ich habe gesagt, dann gehst Du ganz. Tut er leider auch nicht. Im Moment ist Waffenstillstand. Es muß noch finanzielles geregelt werden. Kann Liebeskummer die Attacken verstärken?

Claudia

29.08.2007 04:32 • #11


Hallo gast aus duisburg,

jeder Mensch ist anders als der andere,
der eine schafft es ohne Tabletten und Psychologen der andere halt nicht.
Man kann nicht sagen alle brauchen keine Medikamente!!

Lg

04.09.2007 10:55 • #12


gast aus duisburg hat nie! gesagt: alle brauchen keine medis.
ich habe beschrieben, wie ICH damit umgehe!

weiterhin für jeden einzelnen betroffenen: ich hoffe, daß jeder SEINEN weg findet, mit der jeweiligen situation umzugehen.
MIR hat hilfe in form von medis und therapie nichts! gebracht.

schönen tag euch allen.

04.09.2007 11:14 • #13


Gast,

Gast aber so ähnlich hat sich das angehört,
wie wenn es ohne geht.
An manchen Tagen brauche ich auch nichts,
und dann geht es wieder nicht.

lg

04.09.2007 11:20 • #14



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