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21

E

Angststörung heilbar?

Hallo gibt es hier jemanden unter euch der seine Ängste besiegt hat weil ich mache mir schrecklich sorgen ob ich jemals wieder normal werde

#41


Safira
hallo Ehhhooo6262 , bist Du denn in Behandlung?

Ich denke schon das man Ängste besiegen kann ja

#42


A


Kann man die Angst besiegen - Lebenslang?

x 3


E
Ich habe nur Tabletten verschrieben bekommem

#43


Safira
helfen sie denn?

#44


E
Zurzeit nicht

#45


Safira
Hast Du denn schon an Therapie ambulant / stationär gedacht? Das würde Dir bestimmt helfen

#46


Gorilla
Das frage ich mich auch die ganze Zeit ob Ängste wirklich heilbar sind. Mir macht die Angst immer noch zu schaffen. Und das trotz Therapie.

#47


Sonja77
Ich glaube und denke nicht das man die Ängste wieder komplett verlieren kann,also geheilt werden nein daran glaube ich nicht..
Man lernt damit zu leben und die Ängste zu kontrollieren..aber besiegen wird man sie nicht mehr zu 100%

#48


Icefalki
Zitat von Ehhhooo6262:
Hallo gibt es hier jemanden unter euch der seine Ängste besiegt hat weil ich mache mir schrecklich sorgen ob ich jemals wieder normal werde


Du bist doch normal. Was einem unnormal erscheint, ist diese Angst vor nicht Erklärbarem, das wiederum Angst auslöst.

Wer versteht, warum er mit scheinbar unerklärlicher Angst reagiert, und sei es nur, weil man wenig Selbstbewusstsein hat, nicht für sich selbst einstehen kann, weil man in der Jugend mit negativen Erfahrungen konfrontiert wurde, oder schlicht und einfach zuviel wegstecken musste, kann verstehen, dass man insgeheim um sein Leben fürchtet.

Und so blöd es auch klingt, ich denke, dass die meisten Angsterkrankten sich zusätzlich im eigenen Kampf erschöpfen, normal sein zu wollen und natürlich auch viel Kraft für die Symtome brauchen.

Mehr Stress geht gar nicht. Wenn deine Medis anschlagen, du ruhiger wirst, dann mach unbedingt eine Therapie. Der Weg aus der Angst ist langwierig. Und wird immer ein Thema sein. Allerdings führt er auch zur Gelassenheit, und der Annahme eben ein etwas empfindsamerer Mensch zu sein, als es andere sind. Die haben aber woanders ihre Schwachstelle. Glaub mir, irgendein Päckchen muss jeder tragen.

#49


User30
Zitat von Ehhhooo6262:
Hallo gibt es hier jemanden unter euch der seine Ängste besiegt hat weil ich mache mir schrecklich sorgen ob ich jemals wieder normal werde


Hallo, mach dir keine Sorgen. Eine Therapie kam wirklich helfen. Es ist ein langer Weg und es erfordert viel Kraft, ein angstfreies Leben fahren zu können. ABER, es geht. Es wird immer besser und besser und irgendwann ist alles in Ordnung. Keine Sorge, dir wird es besser gehen. Smile

#50


Mailo2014

Ich habe gelernt mit der Angst zu leben

Hallo Ihr Lieben,

Eigentlich bin ich hier Mitglied seit 2010.
In den letzten Jahren war mein Leben so spannend und abwechslungsreich das ich hier immer mal nur gelesen, aber nicht geschrieben habe.
Eventuell traute ich mich auch nicht!
Ich möchte euch auf einen kleinen Rückblick in meine Angstzeit mitnehmen.
Am 15.2.2010 änderte sich mein Leben schlagartig !
Ich wollte meine Tochter von der Schule abholen, und da war Sie, die erste nie vergessene Panikattacke.
Das wusste ich natürlich zu dieser Zeit noch nicht.
Dann begann für mich ein Ärztemarathon.
Ich glaube mich so ungefähr mit Notaufnahmen -besuchen und Rettungswagen-einsetzen so um die 80 mal wenn nicht noch mehr Arztbesuchen zu erinnern.
Das ist kein Witz und nicht übertrieben!
In diesem Jahr verstarb mein Vater ganz plötzlich im alter von 50 Jahren.
Ich fand Ihn nach 14 Tagen in seiner Wohnung.
Mein Mann erkrankte schwer an einen Herzleiden auf Grund schwerer Vorerkrankungen.
Seine Herzleistung lag damals bei nur 25 Prozent.
Nun könnt Ihr euch ja denken was das für ein Trauma in mir auslöste.
Ich litt an schweren Verlustängsten.
Meine Kindheit und Jugend war auch nicht einfach.
Dort lag der Grundstein für meine Angsterkrankung.
Ich war ein Verdrängungskünstler. Nur so konnte ich soviel schlimme Dinge die mir passiert sind überleben.
Aber auf meine Kindheit möchte ich jetzt nicht näher eingehen, das würde zu lange dauern.
Als wäre das alles nicht genug wurde die von mir gesuchte unentdeckte Krankheit nun endlich gefunden. Ein Schilddrüsenknoten der meine Atemnot verursachte. Oder auch nicht ?

Super dachte ich, raus damit dann ist Ruhe, Nein leider nicht! Dann wurde es erst recht lustig!
Mein Immunsystem war nach der Operation so geschwächt das sich Allergien bis hin zum Asthma, Magenschleimhautentzündungen usw. entwickelten. Ich hatte von da ab regelmäßig Notärzte bei mir zuhause, da ich keine Luft bekam bzw. bin ich mir da heute nicht mehr so sicher.
Ich hatte so schlimme Panikattacken das man mein Blutdruck im Rettungswagen senken musste, weil man dachte ich bekomme einen Schlaganfall.
Ich konnte ohne Begleitung nicht mal die Post aus dem Briefkasten holen.
Schrecklich wenn man heute so liest was man sich selbst angetan hat.
Mein Leben war völlig außer Kontrolle.
Ich wusste nicht was mit mir passiert. Aber eins wusste ich, ich musste handeln und zwar jetzt!
Ich fing an mein Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Ich trank keinen Kaffee mehr, ich gab das rauchen auf.
(zwei Schachteln am Tag)
Ich änderte meine Ernährung!
Auch fing ich eine Verhaltenstherapie an. Ich habe in dieser ganzen Zeit nie Medikamente genommen. Es war in meiner Lebenssituation nicht möglich, und ich hatte dank meiner Angst Angst davor.
Ich musste mich schon damals um mein Kind und meinen schwerkranken Mann alleine kümmern.
Es war alles so schon schwer genug, wenn Medikamente hinzugekommen wären hätte ich noch ein Problem mehr gehabt.
In dieser Zeit machte ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Ich wurde ständig mit meinen Ängsten konfrontiert, manchmal war ich so kaputt davon das ich im stehen hätte schlafen können.
Es ging von da an auf und ab.
Meine Ausbildung schloß ich mit 1,3 ab.
Stolz verspürte ich nicht. Ich hatte es auch nicht gelernt wie sich sowas anfühlt.
Wie ich heute weiss liegt der Ursprung hierfür in meiner Kindheit.
Ich musste also nochmal genau dahin zurückreisen um alles aufzulösen um einzuordnen.
Genau das tat ich!
Wenn ich heute mit meiner Therapeutin telefoniere, ist es ein Gespräch unter Kollegen sagt Sie. Ich habe über die Jahre meinen eigenen inneren Therapeuten entwickelt.
Und den weiss ich heute gut für mich und andere zu nutzen.
Ich bin überzeugt das ich genau das Erleben musste sonst, wäre aus mir nie das was ich jetzt bin geworden.
Und So sieht mein Leben heute aus.
10 Jahre später!

Ich habe gelernt mit meiner Angst zu leben ,auf Sie zu hören und Sie anzunehmen. Sie ist nicht mehr als mein Feind sondern mein Freund zu sehen.
2015 erfüllte ich mir mein Kindheitstraum. Ich machte eine Ausbildung zum Tierheilpraktikerin an der Paracelsus-Schule .
Dies gestaltete sich schwierig da mein Mann auf Pflege angewiesen ist, und die Schule 120 Kilometer entfernt war. Ich konnte nicht täglich dort hinfahren. Auch finanziell war mir das nicht möglich.
Also suchte ich mir ein Praktikumsplatz hier in meinen Wohnort. Ich hatte großes Glück, meine liebe Chefin kennenzulernen .Alles darüber erfahrt Ihr in meinen Profil.
Dort arbeite ich nun seit 5 Jahren und ich liebe meinen Beruf.
Ich schloß selbstverständlich meine Ausbildung ab und bin nun gelernte Tierheilpraktikerin und Tierarzthelferin.
In den Jahren habe ich gemerkt ,das es immer mehr Menschen gibt die schreckliche Ängste besitzen. Diesen Menschen nehme ich mir an, da ich weiss wie es sich anfühlt, da ich weiss wie verrückt man sich fühlt. Auch die Sorge um seinen kleinen Liebling.
Ich hatte auch schon immer Tiere. Und wenn Sie krank waren ging und geht es mir heute auch nicht gut, und ich muss gut auf mich aufpassen sonst falle ich in alte Muster zurück.
Aus all mein Wissen , dem Schubs meiner Therapeutin ,meiner Chefin und Freunden habe ich mich dafür entschieden mich einer neuen Lebensaufgabe zu stellen und neben meinen Beruf Menschen und Tieren zu helfen, Ihre Ängste zu überwinden.
Ich lehre nicht aus einem Lehrbuch sondern einzig aus meiner jahrelangen Erfahrung und Therapie an mir selbst.

Ich gebe all meine Werkzeuge weiter, die ich besitze.
Da meine Homepage noch im Aufbau ist erreicht ihr mich über meine email oder hier.
Mein Profil ist so ausgefüllt das Ihr euch ein wenig über mich informieren könnt.
Warum ich ausgerechnet hier schreibe? Weil alles für mich hier vor 10 Jahren begonnen hat, als ich verstanden habe das ich nicht körperlich krank bin.
Und ich mir genau hier jemanden gewünscht hätte der mir gesagt hätte es geht vorbei.

Ich danke euch fürs Lesen.


Nicht aus Angst entsteht Mut, sondern aus dem begreifen das es etwas wichtigeres gibt als die Angst!

x 5 #51


Zephyr
Kurze Nachfrage:
Mitglied seit 2010, aber registriert seit 17.05.2020.
Wie kommt es dazu?

#52


Mailo2014
guten morgen
Leider habe ich meine Anmeldedaten von damals nicht mehr.
Mit freundlichen Grüßen

#53


J

Angst vor der Angst - wie besiegen?

Hallo Leute,

kennt ihr den klassischen Teufelskreis der Angst? Z.B. wenn ein Reiz entsteht (Gedanke, körperliche Empfindung) und der Körper dann diesen Reiz als bedrohlich empfindet, wodurch Angst entsteht, was ebenso zu einem körperlichen Symptom führt, welche wieder wahrgenommen wird und es dann wieder von vorne losgeht?

Jedenfalls befinde ich mich in diesem Teufelskreis jeden Tag und das leider schon sehr lange.

Angefangen hat es mit Panikattacken, die aufgrund von Schmerzen ausgelöst worden sind. Dadurch habe ich eine Angst vor den Schmerzen/Panikattacken eintwickelt. Die Schmerzen sind irgendwann weniger geworden und sind mittlerweile eig. nicht mehr vorhanden (gott sei dank) aber dadurch, dass ich viele Jahre Angst vor Panikattacken hatte, ist heute eine Angst vor der Angst geblieben, die sich verselbstständigt hat. Ich wache morgens auf und verspüre direkt eine Angst vor der Angst, so dass meine Hände schwitzig werden und ich zusammen zucke. Leider hat sich dadurch auch ein Zwang entwickelt, ständig zu checken ob ich gerade irgendwelche Symptome habe. Da es mir sehr schwer fällt zu entspannen, begleiten mich dann diverse Angstsymptome über den Tag, mal stärker, mal schwächer und ich kann nicht zur Ruhe kommen und loslassen.

Ist es nicht komisch, dass der eigentlich Angstauslöser gar nicht mehr vorhanden ist, aber trotzdem die Angst vor der Angst sich verselbständigt hat, obwohl ihr Dasein total sinnlos ist? Das ständige Kontrollieren und Reinhorchen in den Körper hält sie aufrecht bzw. verstärkt sie, aber wie kann ich die Angst loslassen, wenn ich doch gerade vor ihr Angst habe?

Habt ihr eine Idee, was man hier machen kann?

#54


M
Hi,
jupp da kenne ich mich ein wenig aus Smile
Hab da auch einiges hinter mir.

Gehst zur Therapie oder sowas?

Üben, üben und noch mal üben Smile

#55


I
Ja, habe es auch geschafft, diesen zu durchbrechen. War viel Arbeit, hat lange gedauert. Achtsamkeit und immer wieder die Frage in derartigen Momenten an mich selbst gestellt: was ist jetzt gerade das Problem? Mit der Vergangenheit abgeschlossen und den Fokus auf den Moment gelegt. Meditation, Achtsamkeitsübungen, die Annahme der Angst, nicht verharren in der Angst, sondern sie akzeptieren und die Dinge weiter tun. Hörbücher, geführte Übungen...puh es gibt so einiges, was man dafür tun kann...

#56


Nora5
Unendlich viel Selbstliebe und Akzeptanz hilft mir sehr

#57


A


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