Zitat von SunAndMoon: Karma?
Liebe SunAnd Moon
Der Karma-Begriff wird inflationär geäussert und meistens falsch verstanden.
Immer mal wieder taucht die Frage auf, ob schlimme Erfahrungen wie Misshandlung oder Gewalt „Karma“ seien – also eine Art Strafe oder Schicksal für etwas, das man getan hat. Das ist eine weitverbreitete, aber sehr problematische Fehlinterpretation des Karma-Begriffs.
Was bedeutet Karma wirklich?
Karma heißt wörtlich „Handlung“ oder „Tat“ und beschreibt im ursprünglichen Sinn vor allem die Auswirkungen unseres eigenen Handelns auf unser Leben und das anderer.
Es geht dabei um Ursache und Wirkung im eigenen Denken, Reden und Tun – nicht um eine kosmische Bestrafung oder Schuldzuweisung, was die Täter gerne tun
😨Wichtig zu wissen: • Opfer von Gewalt oder Misshandlung zu werden, ist niemals „verdient“ oder „selbstverschuldet“.
• Niemand trägt Schuld daran, misshandelt zu werden. Die Verantwortung liegt immer beim Täter.
• Solche Erfahrungen als „Karma“ zu deuten, kann zu zusätzlichem Leid, Scham und Selbstvorwürfen führen – und das ist weder hilfreich noch gerecht.
Was hilft wirklich?
Wenn du Gewalt erlebt hast, ist es wichtig, dir Mitgefühl und Unterstützung zuzugestehen. Die Verarbeitung solcher Erfahrungen braucht Zeit, Verständnis und oft professionelle Hilfe.
Die Frage nach „Karma“ lenkt von dem ab, was jetzt wichtig ist: Für dich selbst zu sorgen, dich zu schützen und deine Würde zurückzugewinnen.
Fazit:Misshandlung ist niemals „Karma“ im Sinn von Schuld oder Strafe. Du hast ein Recht auf Heilung, Mitgefühl und Unterstützung – unabhängig von allem, was war.