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mit nur mein ich wirklich nur...ich weiss wie dir zumute ist,aber wir müssen diesen Schalter umdrehen..Du bist so stark,wärste das nicht,würdeste nicht so heftig kämpfen.Es hilft mir wirklich,so zu denken,niemand kann einen paniker besser verstehen als ein paniker..Denk DIr mal,was Du alles schon hinter Dir hast,trotz der störung.Es ist für mich keine Krankheit,nur ne störung..es ist nich schlimmer,als was wir daraus machen.Od er meinste nicht? ganz liebe Grüsse hetepet

16.03.2009 18:02 • #21


Hallo hete,

ja, das denke ich auch. Dass wir einfach alles zu sehr dramatisieren. Hast Du es geschafft, den Schalter umzulegen?

Liebe Grüße
bollywood

16.03.2009 19:49 • #22



Ein ehemaliger Paniker erzählt. . . .

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Ich versuche so gut wie möglich,mich davon zu distanzieren.Sehe es nicht mehr so eng,wenn mir etwas Angst macht,davon gibt es ja genügend wie z.b. Ubahn, fahren ,Freunde treffen,Menschenmassen,Konzerte,Kino etc.mach ich es einfach trotzdem,das nächste mal ist es einfacher.Kommt schon mal vor,dass ich auf einmal massive Angstzustände bekomme,dass ich zittrig und mit hochrotem Kopf da sitze,und die Leute sich wundern,was mit mir los ist.Aber ich mache weiter und merke beim nächstenmal ist es nicht soooo extrem,Was ich Dir auf jeden Fall empfehlen kann ist,SPORT!!hab ich auch nicht gedacht,aber danach hat man richtige Glücksgefühle,wenn Du ausgepowert bist,hast Du gar keine Energie um Angst zu entwickeln. grüsse hetepete

16.03.2009 21:15 • #23


Durch einen *beep* kann auch eine Psychose ausgelöst werden.Das ist schlimm.
Auch ich versuche,mich nicht soooooooo ernst zu nehmen,wenn ich so leichte Vorzeichen bemerke.Ich bin nun schon ca 8 Jahre ohne Medikamente.mir hat auch geholfen,dass ich mir irgendwie meinen Humor noch behalten habe.
BrudaSven einfach toll und weiter so.Liebe Grüße

16.03.2009 21:40 • #24


Hallo frau,na klar genau richtig,was meinste wie andere Menschen für komische Schwächen haben,was viele tolerieren ,statt sich selber bischen zu kritisieren.Menschen mit Angst sind peinlichst drauf bedacht,immer alles richtig zu machen,das hab ich in meiner Therapie rausgefunden,tut ma gut,zu sagen,na und,is halt so.UUUUnd ganz wichtig,es ist mein Kopf,ich tue mir das alles selber an.Wieso setzt ich mir son Druck auf,wofür?Nimm Dich nicht ernst,damit der Ernst Dich nicht mitnimmt!! grüsse hetepete

16.03.2009 21:48 • #25



Liebe Grüße

16.03.2009 21:53 • #26


BrudaSven
So ihr lieben, nach längerer Zeit melde ich mich hier mal wieder zu Wort.
Es freut mich, das dieser Thread solch regen Zuspruch findet
Ich kann meiner "Erfolgsliste" seit letztem Mittwoch wieder einen kleinen Punkt hinzufügen.
Ich hab mich in ein Flugzeug gesetzt und meinen besten Freund in Wien besucht.
Auch wenn natürlich anfangs ein wenig Angst zu spüren war, bin ich doch insgesamt froh diesen Schritt getan zu haben.
Für Mai ist nun der nächste Schritt geplant: Ein Flug in die USA, nach Florida.
Im moment geht mir zwar noch ein wenig der A*** auf Grundeis allein bei dem Gedanken, aber es wird schon irgendwie klappen

Liebe Grüße an euch alle

Sven

27.03.2009 00:54 • #27


Hallo, ich habe keine Ahnung, wo diese Nachricht landet.

Am Donnerstag hat mein Chef mir verkündet, dass ich auf eine andere Position soll. Ich bin verbeamtet und habe eigentlich nichts zu fürchten. Zuerst habe ich auch sehr rational reagiert. Es wäre theoretisch sogar ein Aufstieg gewesen. Aber am Freitag im Kino, nachdem ich das Thema 3 Stunden mit einer Freundin breitgewalzt hatte, bekam ich die Panikattacke meines Lebens. Ich verließ das Kino und konnte mich kaum aufrecht halten. Was mir früher (bislang: 3 Panikattacken in 7 Jahren !) geholfen hatte: Bewegung, Luft- funktionierte nicht mehr. Ein Angestellter des Kinos bot mir ein Glas Wasser an. Ich konnte es nicht halten, stolperte aus dem Kino ins Taxi und nach Hause. Wo ich gegen 23:00 meine üblichen Tabletten (Zopiclon) einpfiff. Obwohl ich schlief, war die Attacke am nächsten Tag noch da. Und das ist sie auch jetzt noch, nach 4 Tagen ! Fröhliche Ostern ! Versuchte ein Treffen in der Stadt mit einem Kollegen, musste wieder abbrechen und mit Taxi nach Hause. Naja, wenigstens die Kellnerin habe ich noch angeraunzt, weil der Brownie so lange dauerte. Vor einer Woche habe ich noch problemlos funktioniert. Bin Single, weiß nicht, wo ich hin soll und fahre morgen zur Arbeit. Psychosomatische Klinik hatte ich wegen Schlafstörungen schon 2 Mal, brachte nichts. Wie haltet Ihr das nur aus ? Was kann man tun ?

13.04.2009 21:15 • #28


hi sven. ich habe den selben auslöser wie du gehabt. naja, neben der speziellen zigarettte hatte ich auch noch einen pilz gehabt. ich sach nur einmal und nie wieder naja jedenfalls habe ich wie viele andere deinen beitrag gelesen und er macht mir auch furchtbar viel mut! Ich habe auch im mai eine USA reise vor mir. nach NY mit einer freundin. so ganz ohne freund und famile und ich habe auch angst! ich werd dann einfach im flugzeug an deinen eintrag denken und den von und hete und dass sich tapferkeit immer lohnt! vielen dank dass du dir überhaupt die mühe gemacht hast hier so viel zu schreiben. ich glaube viele die sich von dem thema "befreit" sehen würden sich nicht nochmal extra in so einem forum begeben und schreiben.

18.04.2009 17:48 • #29


Hi Sven!
Ich habe da nochmal eine Frage zu dem "trigger".
Bei mir war es genauso...nur war es keine "besondere Zig."...schon etwas schlimmer.
Es war das erste Mal...und ging sowas von in die Hose...
Panikattacken über Tage...endete mit einem Besuch in der Notaufnahme und einer Valium...die auch erst Stunden später wirkte.
Meine Frage...inwiefern Trigger?
An was erinnert so ein Zustand?
Das frage ich mich schon seit einem Jahr....vielleicht kannst du mir ja eine Antwort geben.
Ich wäre sehr Dankbar.
LG sunshine

03.05.2009 10:16 • #30


Danke für diesen Beitrag.
Meine Angst wurde, genau wie bei Dir, durch's "*beep*" verursacht. Ich denke das hat was mit der Angst vor Kontrollverlust zu tun. Ich habe zwar keine Panikattacken bekommen, sondern eher eine Dauerangst, daß eine Panikattacke kommen kann, die ich stattdessen dauernd unterdrücke.

Die Angst vor einem Herzanfall und plötzlichen Herztod, kenne ich nur zu genüge. Bei mir hat Ausdauersport gut geholfen.

Es ist erstaunlich, wenn man liest, daß es bei anderen ähnlich ist. Meistens denke ich, ich habe als Einziger dieses Schicksal

03.05.2009 14:10 • #31


BrudaSven
Hallo ihr lieben, da bin ich mal wieder
Es freut mich, das dieser Beitrag sich immernoch großer Beliebtheit zu erfreuen scheint.
Diesen Sonntag werde ich zum zweiten mal in diesem Jahr in ein Flugzeug steigen.
Bereits im März bin ich ja nach Wien geflogen.
Kurz vor dem Flug ging mir auch, gelinde gesagt, der Ar. auf Grundeis
Aber hey. . . ich habs überlebt und hatte dafür ein paar tolle Tage in Wien.
Nun gehts am Sonntag Nach Florida. Das st schon ein anderes Kaliber.
Der erste Flug dauert knapp 9.5 Stunden, der Anschlussflug von Charlotte nach Ft. Myers nochmal 2 Stunden.
So ein wneig geht mir ja jetzt schon der Stift. . . . . aber naja, mit dem OnBoard-Entertainment, der PSP meines Schwagers und meinem neuen Handy werd ich die Zeit schon irgendwie rumkriegen.
Ich werd' eine Menge Fotos machen, die dann irgendwo hochladen und Euch dann hier einen Link dazu posten

@Esel:
Ich wünsche Dir schonmal viel Spaß in NY. Meine Schwester war dort vor ein paar Wochen und ich konnte sogar per Webcam sehen, wie sie auf dem Time Square stand ^^.
Freut mich das Dir mein Beitrag gefallen hat.
Ich finde es eigentlich fast "normal", das ich mich hier angemeldet und geschrieben habe.
Zu meiner akuten Panikzeit war ich ziemlich auf mich allein gestellt.
Ich kannte niemanden sonst mit diesem Problem, und die Familie kann einem da auch nur begrenzt helfen.
Also dachte ich mir, das ich vielleicht hier dem einen oder anderen eine kleine Hilfestellung geben kann.

@asunshine108:
Hmm. . . inwiefern Trigger.
Die meisten Menschen tragen den Ansatz zu Panikattacken schon in sich, es fehlt nur die "Zündschnur" um die Bombe hochgehen zu lassen.
Das kann bei jedem unterschiedlich sein, meist ist es jedoch etwas, das stark in den normalen Ablauf des Menschlichen Körpers eingreift.
Also einen vielleicht RICHTIG entspannt, für ein paar Minuten komplett aus der hiesigen Welt hebt oder was auch immer.
Und genau in diesem Moment können diese Gefühle, Ängste und Beklemmungen endlich ausbrechen und sich bemerkbar machen.
Normalerweise bzw. bei vielen ist es ja so, das einen die erste Panikattacke in Todesangst versetzt.
Und genau daran erinnert sich der eigene Körper immer und immer wieder.
Auch wenn man garnicht daran denken will. . . . . wenn man vor etwas Angst hat, dann kommt das automatisch immer und immer wieder hoch.
Und dann beginnt die Angstspirale, die sich eine gewisse Zeit lang immer weiter dreht.
Also um das ganze zusammenzufassen:
Dein Körper bzw. DU erinnerst dich daran, "fast gestorben zu sein" und hast Angst davor. Du willst diese Situation nie wieder erleben und genau deshalb schwirrt sie in deinem Kopf herum.


@LJ:

ahja, noch ein Opfer der "Zig."
Stimmt wohl, es hat sicher etwas mit der Angst vor Kontrollverlust zu tun.
Schließlich hat man sich im Moment einer Panikattacke nicht bzw. nur schwer unter Kontrolle. Und wer will das schon ?
Dieses Problem haben sehr, sehr, SEHR viele Menschen. . . . . . aber viele verstecken das irgendwie und leiden lieber innerlich, als das ganze "Publik" zu machen.
Schließlich ist das ja was psychisches und man will ja nicht als Psycho dastehen
Wenn die wüssten, das 90% der Menschheit eigentlich "Psychos" sind (denn wer hat denn bitte keine psychischen Probleme?).

So, ich hoffe ich habe hier niemanden vergessen.
Ich werd jetzt noch ein paar mails schreiben, dann nochmal vor Sonntag hier reinschauen und mich dann wieder nach dem 20.05. melden wenn ich zurück bin.

Viele liebe Grüße

Euer Sven

06.05.2009 23:37 • #32


Ja das verstehe ich...also Paniker neigen ja meist zur Selbstkontrolle...schon vorm Ausbruch der Angststörung.
Kann also in so einem Moment Dro. der Trigger für Kontrollverlust sein?
Weil es einem die größte Sicherheit nimmt...und zwar den Verlass auf sich selbst?
Also ich habe ja schon für mich herausgefunden wofür ich meine Angst brauche...ich habe immer schon zu viel Verantwortung für alle übernommen, meine Angst sollte mir wohl den Nutzen bringen Verantwortung abzugeben....klappte nicht so gut...grins.
Jetzt finde ich grade heraus inwiefern Traumata eine Rolle spielen....
Ganz schön komplex das ganze...aber naja...Panik kommt ja nicht von irgendwo her...
Ich danke dir vielmals für deine Antwort...
Und ein dickes Lob an dich....du beschäftigst dich mit deiner Angst, du verdrängst sie nicht...das ist auch in meinen Augen der Weg!
LG sunshine

07.05.2009 09:51 • #33


ich würde mich freuen wie eine bekloppte wenn du es vorher schaffst noch was zu schreiben wie der flug war denn am 23ten geht meiner und mir geht auch, wie du so schön sagst, "der stift" (sehr gut!)

13.05.2009 18:57 • #34


BrudaSven
Sodele, hier bin ich und gebe mal ein kurzes Lebenszeichen von mir
Der Flug war eigentlich ganz angenehm, an sich kamen mir die 9,5 stunden + 1,5 stunden flug sogar relativ kurz vor.
Ich hab mir 3 Filme angeguckt (gran torino, Walkuere, Beste Feindinnen), ein wenig mit der PSP gespielt die ich mir von meinem Schwager geliehen hab.. . . . . und dann war ich auch schon da .
Also. . .. don't worry Esel, wird schon klappen
Ich hab schonmal ein Foto hochgeladen:

http://img29.imageshack.us/img29/1736/p1020144.jpg

Die restlichen schieb ich dann hoch, wenn ich wieder daheim bin.
.
Jetzt werd ich mich erstmal ins Bett hauen, es ist hier kurz vor 0 Uhr. . . . und trotzdem herrscht eine Bullenhitze

15.05.2009 05:51 • #35


Juhu, nach genau so einem Erfolgsbericht habe ich gesucht! Wirklich sehr mutmachend und aufbauend! Es ist so super zu hören, dass du dich durch deine Angst noch einmal neu und besser kennenlernen konntest. Es scheint gar als hättest du dich durch die Tiefschläge zu neuen Erfolgen und einem bewussteren Leben aufschwingen können.
Im Grunde wünsche ich mir genau das: Das ich mich kennenlerne, meinen Weg finde, beginne Ziele und Wünsche zu verwirklichen und lerne die Angst voll und ganz zu akzeptieren ohne das sie mir weiterhin großartig schaden kann.
Momentan will mein Kopf schon wieder viel mehr als mein ängstlicher Körper zulässt. Die Ungeduld und Sehnsucht in mir drin ist unglaublich stark! Aber das Gras wächst ja nunmal einfach nicht schneller nur weil man genervt und tadelnd an ihm zieht.
Ich gehörte auch zu den anonymen Konsumenten der etwas anderen Zig. die daraufhin von diesem undefinierbaren Gefühl ergriffen wurden und dein Erlebnis kam mir nur allzu bekannt vor. Ich bin zunächst irrend umhergelaufen und habe dann alles Essbare verschlungen was nur irgendwie in Reichweite lag. Zudem habe ich um jeden Preis versucht den "schlechten Trip" zu unterdrücken.
Unglaublich zu welchen Reaktionen der Körper fähig sein kann.
Mein Weg mit der Panik hat im Januar/Februar 2009 begonnen, daher werde ich ihn wohl noch eine Zeit lang gehen und Hürden und Durststrecken in Kauf nehmen müssen.
Ich bin jedoch so erleichtert dieses Forum gefunden zu haben und endlich, endlich nicht nur vom Therapeuten oder der Familie bestätigt zu bekommen, dass alles vorübergehen wird. Diese Erfahrungsberichte sind von Menschen die es tatsächlich schon geschafft haben und mir beweisen, dass die Genesung nicht bloß utopisch sein muss. Wie unglaublich wunderbar!!

Alles Liebe!

Ich fliege im August in die USA und habe auch schon ganz schönes Muffensausen..

17.05.2009 15:37 • #36


Sven, du schreibst mir aus der Seele... Angefangen hat es bei mir auch mit dieser "Zig.". ich dachte, ich sterbe!
3 Monate lang war alles gut, bis ich im Büro wieder von einer Panikattacke überrollt wurde. Ich konnte das alles nicht einschätzen, wusste nicht was es ist. Sofort zum Neurologen. Ja, seit 5 Wochen hab ich jetzt ne Angststörung, und ich hoffe ich krieg sie schnell wieder in den Griff. Professionelle Hilfe habe ich, und eins hab ich mir geschworen: Nie wieder Gras!!

19.05.2009 19:45 • #37

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Hallo Sven,

es ist wirklich unglaublich, aber Deine Geschichte ist so vergleichbar mit meiner, dass ich direkt hier was schreiben muss

Auch ich habe nach jetzt fast 3 Jahren meine Herzneurose besiegt und kann wieder angstfrei gehen, Treppen steigen, tanzen, und sogar seit ca. 6 Monaten wieder joggen. Und das war wie bei Dir lange lange undenkbar.

Meine Geschichte begann im Januar 2007. 3 Tage nach dem Abschluss meines Studiums bin ich in der Arbeit von einem Krankenwagen abgeholt worden, weil ich plötzlich Herzrasen, Herzstolpern und Schwindel bekamm. Nach einer fünftätigen Volluntersuchung wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen: "Sie sind gesund. Ihnen fehlt nichts. Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt." Na super. Der konnte mir nicht wirklich weiterhelfen, außer mich erstmal krankschreiben. Zu Hause ging die Hölle los. Meine Panikattacken mit Herzrasen, Herzstolpern und unglaubliche Angst vor einem Herzinfarkt und plötzlichen Herzstillstand wuchs auf ein Pegel, denn ich alleine nicht mehr kontrollieren konnte. Der Notartz musste her. Valium einspritzen. Drei verschiedene Kardiologen mussten mich trotz des kürzlichen Krankenhausaufenthaltes erneut untersuchen. Mit dem immer gleichem gesunden Ergebnis. Doch das konnte mir nur für die nächsten zwei Tage helfen. Was ja auch keine Wunder war, denn mein Herz hörte ja nicht auf zu schlagen oder mir mit den heftigsten Stolpern seine kranke Existenz zu demonstrieren. So ging es ca. 8 Wochen weiter, bis ich nicht mehr konnte und freiwillig in eine psyosomatische Klinki mich habe einweisen lassen.
Dort angekommen, habe ich Anfangs noch geglaubt, dass ich beim Verlassen wieder völlig gesund sein werde, doch die Herzneurose ist keine Erkrankung wie eine Grippe. Dafür gibt es keine Pillen, die dich in den nächsten par Tagen von dem Leid befreien können.
Nach 13 wirklich nicht einfachen Wochen in der Klinik war ich wieder zu Hause. Ich lebte damals schon mit meinem Freund zusammem, so dass ich nicht alleine sein musste. Doch zunächst war ich wieder krankgeschrieben. Wieder arbeiten zu gehen, kam für mich noch nicht in Frage. Was dazu führte, dass aus meiner Herzangst parallel eine starke soziale Phobie entstand. Ich traute mich nicht mehr vor die Tür, nicht mehr ans klingende Telefon, nicht mehr alleine Einkaufen. Ich lag wie Du Sven bis mein Herz mich wieder weckte im Bett und dann den Rest des Tages auf der Couch. Bloß nicht zu viel bewegen, schließlich hatte ich heute Morgen und Gestern und die Wochen davor schon so viel Herzrasen gehabt. Noch mehr Belastung schafft mein Herz bestimmt nicht. Mein Freund meine Eltern mussten sich permanent anhören, dass ich das nicht überlebe, und dass ich eben wieder ganz schlimme Herzstolper hatte und ich schnell einen Arzt brauche.
Irgendwann wollte mein Hausarzt mich nicht mehr krankmelden. Doch ich war noch nicht in der Lage arbeiten zu gehen, nicht mit meiner Herzangst und jetzt auch noch der sozialen Phobie. Ich konnte nicht anders und kündigte meinen Arbeitsplatz, den ich mir direkt nach dem Studium gesichert habe.
Und so ging es immer steil Berg ab. Mir ging es immer schlimmer und das Geld war immer knapper. Die Beziehung zu meinem Freund war fast zerstört. Wir standen permanent vor der Trennung, was meiner Herzneurose erst recht nicht half. Leute treffen auf Parties gehen, das war unmöglich. Mein Leben bestand nur aus Angst und nichts anderem mehr.

Doch ich hatte Glück im Unglück. Ich habe eine tolle Therapeutin gefunden, die mir mit viel Einsatz und Geduld wieder auf die Beine geholfen hat, und mir immer wieder Mut gemacht hat. Ich habe viel gelernt in der schlimmen Phase und weiß jetzt genau warum das alles so bei mir war. Im Moment habe ich bereits seit fast einem jahr einen neuen Job und freue mich das alles so weit geschafft zu haben.

Sorry, dass ich jetzt so viel geschrieben habe, aber ich finde es so toll hier jemanden zu treffen, denn es scheinbar genauso erging.

Ich wünsche Dir alles Liebe für die Zukunft und allen anderen, die das hier lesen und sich gerade ich der schwierigsten Phase Ihres Lebens befinden, möchte ich sagen, dass Ihr nicht aufhören dürft daran zu glaube wieder völlig frei von Angst zu sein. Glaubt an Eure Kraft in Euch!
Eins was mir in den schlimmsten Stunden geholfen hat, war die Einsicht, dass ich eigentlich keine Wahl habe, entweder ich sterbe daran, oder ich stehe wieder auf,kämpfe und glaube an mich und eine wunderschöne Zukunft. Also kämpfte ich und bin heute dankbar denn je das alles bis jetzt geschafft zu haben. Ihr könnt das auch

Viele Grüße

Trusty

21.05.2009 13:13 • #38


du hast wirklich super viel erreich trusty, gerade weil es dir so richtig mies ging. *meinenhutzieh* aber sag, was hat dir denn am meisten geholfen? der abschnitt mit der heilung war mir zu kurz *G* ich hab voller mitgefühl dein leid gelesen und dann so ein kurzes ende tztztz "und dann hab ich ne therapeutin gefunden und es war besser, also glaubt an euch" was hat sie gemacht was du nicht konntest? dir beigebracht? *neugierig*

22.05.2009 14:00 • #39


BrudaSven
Hallo ihr lieben,

wie eigentlich nicht anders zu erwarten, bin ich doch tatsächlich LEBEND aus Florida zurückgekommen !!
Leider ging das alles viel zu schnell vorbei, kommt mir vor als wär ich erst gestern rübergeflogen.
Sowohl der Hin- als auch Rückflug verliefen wirklich wie geschmiert.
Wobei ich auf dem Rückflug 2 Sitze für mich allein hatte, was seeeeeeeeeeehr angenehm war .
Hier schonmal weitere Fotos, die restlichen lad ich dann hoch, wenn die Person kommt die meine Speicherkarte hat (und sich noch in Florida befindet) *hmpf*.

http://picasaweb.google.de/BrudaSven2000/Florida2009

Dann mal weiter im Text:
@Esel: ich hoffe Du hast heute nochmal Zeit und schaust hier rein, ansonsten wünsche ich Dir morgen einen schönen Flug und viel Spaß in NY !
Und wenn Du eh schon da bist, geh mal ins NINJA NEW YORK Restaurant !
Solltest allerdings nicht zu schreckhaft sein
http://www.ninjanewyork.com/

@asunshine:
Ja, ich denke Dro. sind definitiv ein Trigger für den Kontrollverlust.
Sie heben kurzzeitig alle in Dir manifestierten "Regeln" auf, Du nimmst (unbewusst) mehr von Deiner Umwelt wahr. . . . . manchmal halt mehr, als Dir lieb sein kann.

@Mein Ich: Es freut mich, wenn Dir mein Beitrag gefallen und evtl. auch ein wenig Mut gemacht hat.
Du bist ja noch "relativ" neu in den Fängen der Panik, ich hoffe Du kommst damit schnell klar.
Falls Du noch irgendwelche Fragen hast, kannst Du mir natürlich auch immer gern eine PN schreiben.
Ansonsten schonmal viel Spaß in den USA im August. Wird schon werden

@Sternenstäubchen:
Nie wieder Gras ist schonmal ein guter Anfang
Ich wünsche Dir auch, das Du die Angststörung schnellstmöglich in den Griff kriegst.
Und auch wenn es immer wieder mal Rückschläge geben wird, einfach weiter am Ball bleiben.

@Trusty:
Tja. . . . man ist weniger allein mit seinem Schicksal als man manchmal denkt.
Wenn man sich seine Umgebung genauer anschaut, wird man im Laufe der Zeit noch viele Menschen entdecken, die das gleiche oder ein ähnliches Schicksal erleiden
Es freut mich, das Deine Beziehung das alles ausgehalten hat.
Bei mir hats damals leider nicht geklappt. . . . aber wer weiß, wozu es gut war


Sooo. . . . dann werd ich jetzt noch ein paar PN's beantworten und ansonten meinen Jetlag kurieren *hehe*

22.05.2009 14:01 • #40



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