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Carsten1974
Liebe Männer,

ich möchte meine guten Erfahrungen mit Euch teilen, die ich mit Ejakulationskontrolle bzw. -verzicht gemacht habe, um meine schon langanhaltenden Depressivität und Erschöpfung zu lindern.

Im Yoga und Qi Gong gilt der männliche Samen als die wertvollste Körperessenz, da er am stärksten von allen Körperflüssigkeiten mit Lebensenergie aufgeladen ist. Um den Energieverlust durch Ejakulation zu begrenzen wird daher empfohlen selten zu ejakulieren oder sogar nur dann, wenn ein Kind gezeugt werden soll. Häufiges Ejakulieren wird dort mit Krankheit und Erschöpfung in Zusammenhang gebracht. Dass am Energieverlust durch Ejakulation etwas dran sein muss, kann mann ja schon daran erkennen, dass wir Männer nach einer Ejakulations meist müde werden und je nach Lebensalter Stunden bis Tage brauchen, um das Energieniveau davor zu erreichen.

Da ich schon lange mit Depressivität und mit den Jahren immer stärker werdender Erschöpfung zu tun hatte, beschloss ich irgendwann, mich mit diesem Thema und den Techniken zur Ejakulationskontrolle bzw. dem Verzicht auf Ejakulation zu beschäftigen. Zunächst war dies nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt, weil ich 1. nicht wusste, wie ich auf Dauer mit der immer noch vorhandenen Energie umgehen sollte und ich 2. eine Partnerin hatte, die kein größeres Interesse am Thema hatte.

Jetzt bin ich wieder seit einiger Zeit Single und habe einen Anlauf gestartet und gleichzeitig Atem- und Meditationstechniken ausprobiert, um meine Energie umzulenken bzw. im Körper zu verteilen. Seitdem sind meine Erschöpfung und Depressivität deutlich geringer geworden, wenn auch nicht komplett verschwunden. Sollte ich zukünftig eine Partnerin finden, möchte ich auch mit ihr Tranra praktizieren, die ohne klassischen Org. auskommt und bei der ich weiterhin auf Ejakulation verzichten kann.

Wenn ihr Euch mit dem Thema beschäftigen wollt', empfehle ich Euch das Buch "Tao-Yoga der Liebe" von Mantak Chia bzw. allgemein Bücher zum Thema Tant. oder Slow S.

10.11.2019 18:11 • 02.01.2020 #1


11 Antworten ↓


OBIKO
" Anlauf gestartet und gleichzeitig Atem- und Meditationstechniken ausprobiert, um meine Energie umzulenken bzw. im Körper zu verteilen " Das ist sehr schlecht glaube mir. Meditation kann häufig genau das Gegenteil bewirken. Das Beste ist
BEWEGUNG ! BEWEGUNG ! BEWEGUNG ! Aktivierung ist immer das Beste. Viel in der Natur machen. Auch Sport , joggen, schwimmen ( Ausdauersport ) das hilft von allen Dingen am meisten. Gefolgt von Ernährung.

10.11.2019 18:44 • x 2 #2



Hallo Carsten1974,

Depressivität lindern mit Ejakulationskontrolle

x 3#3


Chingachgook
Hi @Carsten1974 ,
vorweg: wenn Du mit all dem gute Erfahrungen gemacht hast, ist es doch in Ordnung. Ich wäre nur skeptisch bei Verallgmeinerungen.
Vor allem wenn schwer definierbare Begrifflichkeiten wie "Energieverlust" oder "Energieniveau" eine Rolle spielen. Mir scheint ein sehr antiquiertes und mechanistisches Körperbild zugrunde zu liegen.
Der Körper als Werkzeug, das ich durch Nutzung allmählich verschleisse und das man deshalb sparsam verwenden sollte. Die Alltagserfahrung lehrt doch etwas anderes:
Gerade dann ,wenn ich meinen Körper fordere, (ihn nutze) wird er gestärkt und legt nach. Wer regelmässig Ausdauersport betreibt, schwächt seinen Körper nicht, sondern baut mittelfristig seine Kondition aus.
Wer seine Gelenke in möglichst vielen Bewegungswinkeln permanent nutzt baut Athrose vor und schädigt nicht etwa die Gelenke. Der Knorpel "ernährt" sich von Bewegung.
" Wer rastet, der rostet!" sagt der Volksmund. Da ist was dran.

Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es für die eigenen Psyche von Nutzen sein kann, wenn man sich einer "Willensschulung" stellt und klar macht, wer Herr im Hause ist. Allzuviele Dinge haben sich eingeschliffen und es kann sinnvoll sein, sich mal eine Weile von Gewohnheiten zu verabschieden.
Das können aber sehr unterschiedliche Dinge sein, stofflicher und nichtstofflicher Natur.

Je nachdem, was einen am meisten vom eigentlichen Leben abhält.

10.11.2019 19:47 • x 1 #3


Gleichklang
Entschuldigt, wenn ich mich hier dazwischen mogel, aber ist es nicht genau anders herum, das ein Orga. zur Entspannung und somit zum Positiven bei einer Depression beiträgt?
Das mit dem 'Anlauf starten und dann die Energie umleiten', hab ich so auch noch nie gehört.

10.11.2019 20:05 • x 1 #4


Carsten1974
Zitat von Chingachgook:
Hi @Carsten1974 ,
vorweg: wenn Du mit all dem gute Erfahrungen gemacht hast, ist es doch in Ordnung. Ich wäre nur skeptisch bei Verallgmeinerungen.

Es geht mir nicht um Verallgemeinerungen. Ich wollte nur meine positiven Erfahrungen teilen und Anregung geben. Ich wäre nämlich froh gewesen, wenn ich schon früher auf dieses Thema aufmerksam gemacht worden wäre. Meines Wissens wird dieses anders als bei vielen anderen Möglichkeiten Depressivität zu lindern, so gut wie nie erwähnt.

11.11.2019 10:57 • #5


Carsten1974
Zitat von Gleichklang:
Entschuldigt, wenn ich mich hier dazwischen mogel, aber ist es nicht genau anders herum, das ein Orga. zur Entspannung und somit zum Positiven bei einer Depression beiträgt?


Jein. Einerseits führt er zur Entspannung, aber gleichzeitig eben auch zu Energieverlust/Müdigkeit. Wenn ich nun immer häufiger Entspannung auf diese Weise suche, bin ich immer häufiger müde und es fällt mir auch immer schwerer zum Orga. zu kommen. Wahrscheinlich brauche ich dann irgendwann auch immer mehr Stimulation dafür, was letztendlich in ein Suchtverhalten münden kann (so war es jedenfalls bei mir).

Wenn ich nun mittels der Techniken aus dem Tao-und Tant. die gleiche Entspannung und positiven Gefühle (Endorphinausschüttung) ohne Energieverlust und die Gefahr eines Suchtverhaltens erreichen kann, dann ist es doch besser, oder?

Jedenfalls geht es mir persönlich damit wesentlich besser. Ich muss nicht auf die Entspannung, die ich sonst durch einen Orga. erreiche, verzichten und laufe gleichzeitig nicht in Gefahr in der Sexsucht zu landen bzw. immer depressiver und erschöpfter zu werden.

Zitat von Gleichklang:
Das mit dem 'Anlauf starten und dann die Energie umleiten', hab ich so auch noch nie gehört.


Genau deswegen habe ich dieses Thema aufgemacht, um mal über diese bei uns, im Westen weitgehend unbekannte Möglichkeit zu informieren. In Fernost, im Yoga und Qi Gong sind diese Möglichkeiten schon seit Jahrtausenden praktiziert worden, wenn auch früher nur von der Herrscher- und religiösen Elite.

11.11.2019 11:07 • #6


Timeless76
Hallo,

dazu habe ich mal eine Frage. Geht es primär um das Ejakulat oder um die Samen darin? Grund ist, dass bei einer Vasektomie keine Samen im Ejakulat wären. d.h. die Samen bleiben ja bei der Produktionsstätte und der Körper geht von einem Energiegewinn aus?

Grüße

14.11.2019 08:53 • #7


Carsten1974
Zitat von Timeless76:
Geht es primär um das Ejakulat oder um die Samen darin?


Meine persönliche Erfahrung ist es, dass es um das Ejakulieren geht, wo der Energieverlust auftritt. Diesen erlebe ich, obwohl ich selbst auch vasektomiert bin. Theoretisch soll der Energieverlust ohne Vasektomie noch größer sein. Etwas geringer ist der Energieverlust bei mir, wenn der Orga. durch die Stimulation der Prostata erfolgt. Ich würde sagen, einfach mal selbst ausprobieren...

14.11.2019 11:15 • x 1 #8


Acipulbiber
Zitat von Chingachgook:
Hi @Carsten1974 ,vorweg: wenn Du mit all dem gute Erfahrungen gemacht hast, ist es doch in Ordnung. Ich wäre nur skeptisch bei Verallgmeinerungen.Vor allem wenn schwer definierbare Begrifflichkeiten wie "Energieverlust" oder "Energieniveau" eine Rolle spielen. Mir scheint ein sehr antiquiertes und mechanistisches Körperbild zugrunde zu liegen.Der Körper als Werkzeug, das ich durch Nutzung allmählich verschleisse und das man deshalb sparsam verwenden sollte. Die Alltagserfahrung lehrt doch etwas anderes:Gerade dann ,wenn ich meinen Körper fordere, (ihn nutze) wird er gestärkt und legt nach. Wer regelmässig Ausdauersport ...




sehr schön geschrieben

14.11.2019 11:24 • #9


Timeless76
Hallo,

danke für Deine Antwort. Von welcher Zeitspanne reden wir, bis ein Energiegewinn spürbar wird? Eigentlich ist das ja ähnlich wie die NOFAP Bewegung, oder?

14.11.2019 13:35 • x 1 #10


Carsten1974
Zitat von Timeless76:
Von welcher Zeitspanne reden wir, bis ein Energiegewinn spürbar wird?


Das ist wahrcheinlich individuell verschieden. Ich merke ihn nach 3 Tagen.

Zitat von Timeless76:
Eigentlich ist das ja ähnlich wie die NOFAP Bewegung, oder?


Ich kenne jetzt nicht die Hintergründe bzw. die Motivation von NOFAP. Anders ist meiner Meinung nach, dass es beim Tao-/Tant. - Yoga nicht einfach nur darum geht nicht mehr zu ejakulieren, sondern gleichzeitig auch darum, mit sexueller Energie konstruktiver umzugehen und sie im Körper umzulenken, d.h. in die oberen Chakren.

14.11.2019 14:09 • x 1 #11


Outpost
Das bringt was, aber nich soo ^^
Konsequente Enthaltsamkeit (kann ich jetzt im Augenblick nicht fahren, da ich plane, mein Hämmorridenproblem anzugehen, man möchte ja nicht unpassend reagieren, das wäre megapeinlich) also das Aushalten über einen ganzen Monat! Die kritische Phase ist so der 17., 18. Tag herum, da muß ich beim Gehen aufpassen, ganz schrill ^^ Man hat unglaublich Energie, ist gut gelaunt und ich mag das quälend drängelige Gefühl echt gerne! Vom Gemüt bin ich dann sonnig, kaum "Jets" eines Pulsars (Aufreger, Spannungsspitzen)
Aber ne Religion oder Yoga oder der gleichen brauche ich dazu nicht. Mit "Shakren" und so was, das geht mir büsch´n in die Richtung Zuckerkügelchen vom Homöopaten.

02.01.2020 20:01 • #12