Tja, auch schon wieder länger her das ich hier was geschrieben habe.
Was gibts es Neues? Eigentlich nicht viel. Mein ganz persönlicher Lockdown dauert an aber das tut er ja schon immer. Ich habe wieder mal Urlaub, habe aber meine Strategie geändert und sitze den jetzt in kleinen Einzeletappen ab, damit die sinnlosen Phasen mit Leerlauf nicht so lang werden. Morgen darf ich Gott sei Dank wieder zu Arbeit.
Natürlich hat sich sonst auch nichts getan, ich habe niemanden kennengelernt, mit niemandem privat geredet. Alles also weiterhin so wie gehabt und so wie erwartet. Keine Verbesserung in Sicht.
Den Unsinn mit dem Online-Dating hab ich endgültig eingestellt, mich überall abgemeldet es hatte eh keinen Sinn, da dort nie auch nur ein Kontakt zustande kam.
Einen kleinen Lichtblick gab es in den vergangenen fünf Monaten doch noch, das darf man ja auch nicht unterschlagen. Eher aus Zufall heraus hatte ich intensiveren Kontakt per Whatsapp mit einer ehemaligen Kollegin. Dabei stellte sich lustigerweise heraus, dass wir uns sehr ähnlich sind, in vielen, kleinen und auch verschrobenen Details. Das Ganze führte soweit, dass wir beide der Ansicht waren, dass wir eigentlich ein Date haben müssten um zu sehen ob da mehr dahinter wäre aber sie hat natürlich seit mehreren Jahren einen Partner. Auch das war klar, was anderes hätte ich nie erwartet. Nichts desto trotz war es ein Stimmungsaufheller, auch wenn es natürlich wie immer - zu nichts führt.
Zitat von Shigar:Was ich für mich auf meinem turbulenten Weg aus der Isolation gelernt habe ist, dass wenn ich dem nachgehe, was mir Freude bereitet, worin ich aufging und Fokus mal weg von Fragen und der damit verbundenen Suche- nach Gelegenheiten, potenziellen Partnerinnen, Freunde und wonach auch immer ich mich sehnte- legte, sich Probleme von selbst gelöst, neue Wege aufgezeigt die ich so niemals in Betracht gezogen hätte und das Glück oft unerwartet zugschlagen hat.
Ich fand deinen Beitrag durchaus ganz interessant, nein auch nicht zu esoterisch, man hört zumindest heraus das du weißt wovon du dabei redest und es nicht nur die üblichen Eingaben von Leuten sind, die sich das Problem nicht mal ansatzweise vorstellen können.
Ich habe das Gleiche versucht wie du, nach dem Motto "Das Leben kann mich mal, lass dich nicht stressen, mach was dir Spaß macht" leider führte das nur nie zu der von dir beschriebenen Situation dass alleine dadurch sich irgendetwas von selbst verändert hätte und plötzlich einfach so etwas unverhofft vom Himmel fiel. Leider.
Zitat von Annalehna:In die Ukraine zu fahren um eine Frau kennenzulernen......nee das würde ich nicht machen dass hört sich merkwürdig an.....so nach Bestellung

: Dennoch finde ich es sehr Schade das du resegnierst......oft kommt das Glück unverhofft.....also aufzugeben ist keine Option...lasse alles auf dich zukommen....man ...
Ja den Vorschlag mit der osteuropäischen Frau aus dem Katalog finde ich auch unpassend um es mal vorsichtig zu sagen.
Ich habe längst aufgegeben. Denn wenn tatsächlich das was du sagst eintrifft, und einfach irgendwas aus heiterem Himmel passiert, dann ist es völlig egal ob ich aufgegeben habe oder nicht. Es passiert dann so oder so. Glaube ich in meinem Fall aber nicht.
Zitat von portugal:Eben. Aufzugeben ist keine Option. Du fällst 3 mal und stehst 5 mal wieder auf.
Man fällt eher 300 mal und steht 299 mal wieder auf. Aber irgendwann überlegt man sich halt doch ob man nicht gleich liegen bleibt. Spart viel Schmerz, Erniedrigung und Enttäuschung. Und wenn nicht beim 300. dann vielleicht beim 3000. Mal, aber irgendwann hat jeder genug vom auf die Schnauze fallen ohne auch nur einen erkennbaren Erfolg oder Fortschritt.
Zitat von cliffy:Ich habe in meinem Leben auch nie Freunde gehabt bin aus Deutschland nach Österreich gezogen und habe hier außer meinem Verlobten auch wieder keine Freunde. Freunde ja die wenn ich ihnen mein Taschengeld gegeben hätte meine Freunde sein wollten, aber darauf habe ich dankend verzichtet. Ich kenne es nicht anders als ...
Ja da hast du Recht, man gewöhnt sich daran. Aber du hast wenigstens in deinem Verlobten noch einen Menschen gefunden der bei dir ist.
Zitat von Quasinemo:Hallo TXP, in vielen Punkten teile ich deine Meinung - in einem ganz wesentlichen weiche ich jedoch davon ab (ohne mich jetzt unnötig zu wiederholen und in Details verlieren zu wollen): Ablehnungsverhalten ist nicht geschlechtsspezifisch. Warum ich das behaupte? Weil ich eine Frau bin und viele deiner Schilderungen ...
Ich würde auch nicht behaupten dass es geschlechtsspezifisch ist, aber leichter haben es Frauen sicher. Und sei es auch nur für reinen Sex, immerhin irgendeine Form der Zuwendung. Ich bin zwar nicht der Freund von "schnell und belanglos", mittlerweile wäre mir aber sogar das relativ egal wenn es das wäre. Aber natürlich weiß ich, das ich sogar auf sowas keine Aussichten habe.
Was ich mir hier erhoffe? Hm ehrlich gesagt eigentlich auch nichts. Ich brauche auch keine vermeintlich klugen Ratschläge. Ich wollte nur mal irgendwie meinen Frust loswerden und sehen ob das jemand verstehen kann.
Zu der Thematik das fehlende soziale Kompetenz, Rücksichtslosigkeit und Dummheit nicht zu Einsamkeit führt stimme ich dir absolut zu. Solche Leute sind zumeist umschwärmt und beliebt und selbst wenn eingie sich dann wieder abwenden, schwirren sofort neue Leute um sie herum. Eher das Gegenteil dieser Eigenschaften führt zu Einsamkeit, wenn man einigermaßen sozial Kompetent ist, Rücksicht nimmt und auch ein gewisses Maß an Intelligenz überschreitet, wird man sich sehr schwer tun jemanden kennen zu lernen.
Zitat von moddin:Hi TXP, ich verstehe dich.

Bin in einer erstaunlich ähnlichen Situation... bin schon mein Leben lang recht freundelos, wird auch daran liegen dass ich recht oft umgezogen bin, vor einigen Jahren sogar vom Süden in den Westen. Da gibts natürlich auch keinerlei soziales Umfeld mehr. Ich hab aber immerhin ...
Interessanter Beitrag Moddin, du scheinst wirklich ein ähnliches Problem zu haben. Mit der Ausnahme dass es bei dir trotz gescheiterter Ehe immer noch besser mit Frauen klappt als bei mir.
Zitat von portugal:Geht ihr denn nicht mal Essen/Trinken? (vor Corona?). In meiner Führungsposition habe ich das immer vorgeschlagen und los gings.
Wie moddin schon sagte: das ist auch nicht so einfach und wenn, dann ist das mehr eine Teambuildingmaßnahme. Für mich als Chef ist das mehr Arbeit als Freizeit, auch wenns nicht so rüberkommt.
Zitat von moddin:Naja ich verabrede mich doch nicht mit xbeliebigen Kollegen auf ein B.

Und das mit den Freundschaften zu Mitarbeitern ist mir halt schwierig... ich möchte kein vermeintliches Ungleichgewicht verursachen weil dann andere denken jemand würde bevorzugt oder sonstwas. Das ist es halt was einen dann ...
Genau so ist es. Das ist leider Schicksal als Führungskraft, die professionelle Distanz die es zu wahren gilt. Das hängt zwar auch von der Kultur des jeweiligen Unternehmens ab, aber außer in kleineren Firmen oder Startups ist der Chef halt nicht unbedingt der Kumpel mit dem man ein B. trinken geht.