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Hallo,
Ich bin neu hier.
Ich heiße Chris, bin 22 Jahre, komme aus Bergisch Gladbach (bei Köln) und bin auf der Suche nach einer Freundin, nach jemanden der mich versteht, nach Liebe, nach Geborgenheit.
Ich fühle mich schrecklich einsam, auch wenn Menschen um mich herum sind. Ich bin anders als alle anderen. Ich bin hochsensibel und leide jeden Tag so doll, dass die Worte die dies beschreiben würden, erst noch erfunden werden müssten. Ich leide an Depressionen, an einer Depersonalisation/Derealisation und ich halte es einfach nicht mehr aus. Gibt es ein Mädchen die auch so einsam ist und/oder die auch daran leidet?

30.12.2016 20:48 • 31.12.2016 #1


10 Antworten ↓


Hier noch ein Nachtrag.
Ich habe in den letzten Jahren unzählig viele Lieder auf Englisch verfasst.
Hier ist von einem die Deutsche Übersetzung.
Es soll meine Gedanken und meine Gefühle etwas verdeutlichen.


Ich bekam meine Augen weit geöffnet
Ich bekam die Dunkelheit in mich tief hinein
Ich bin eine Hülle ohne Geist
Seitdem das Grauen
Überall um mich herum und hinter...

...Meinen Hochsensiblen Augen
Sie sehen eine tote Welt
Sie sind Müde davon
Sie sind Müde von all dem Grauen
Sie sind des Lebens müde

Ich hasse diese Zeilen zu schreiben
Ich hasse mich selbst
Ich hasse das Leben
Das Leben weil es so grausam zu mir ist
Und mich selbst für meine ganzen Fehler

Wurde einer Welt ausgesetzt
In der ich mich nur wie Dreck fühlen kann
Und seit mein ich so weit weg ist
Weiß ich dass es eine Hölle gibt

Ich bin längst dort angekommen
Mittlerweile hat diese Hölle ihren Schrecken verloren
Doch dennoch tut diese so weh
Es mangelt an Worten diese Schmerzen zu beschreiben

Ich hasse die Menschheit also diese Welt
Weil ich keine Chance habe aus dem Dreck zu gelangen
Oder eher fehlt es an Möglichkeiten Dinge zu erleben
Die ich erleben will

Das Glück ist so weit weg von mir
Obwohl es nur an einer Sache mangelt um das Licht zu sehen
Doch nein es gibt einfach keine Hoffnung
Und um eine Chance zu bekommen bin ich einfach zu schwach

Ich halte es nicht aus
Ich fühle mich immer so schei.
Und je mehr Zeit vergeht desto schwächer meine Kraft
Ich halte es nicht aus

Egal was ich tue
Sie werden immer schlimmer meine Probleme
Denn je mehr Zeit vergeht desto schwächer meine Kraft
Umso schlimmer fühle ich mich

Und es schlägt herum
Und ich liege flach
Es erdrückt mich es quält mich wenn immer es will
Die Grausamkeit des Lebens

Und es schlägt herum
Und ich liege flach
Was ist Glück was ist Licht
Ich kenne nur das Gegenteil und ich fühle mich so einsam

30.12.2016 21:30 • #2


Hotin
Hallo Chris,

schön, dass Du hier ins Forum gefunden hast.
Ich denke viele hier verstehen Dich wirklich gut. Das was Du machst und sagst
zu verstehen, bedeutet aber nicht es gut und richtig zu finden.
So bin ich davon überzeugt, wenn Du willst, kannst Du Dich bald etwas befreien.
Deshalb würde ich nicht eine Freundin mit einer ähnlichen Angstgeschichte suchen.
Besser wäre meiner Meinung nach, zuerst Deine persönliche Lösung, im Umgang mit Deinen Ängsten zu suchen.

Einen aussagekräftigen Liedtext hast Du hier eingestellt. Leider wirkt er auf
mich viel zu traurig. Unser Leben hat viel mehr Farbe und warme Töne.

Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, wie schwer es ist, schönes zu denken, wenn man gerade
in einer negativen Phase denkt.
Zitat:
Ich leide an Depressionen, an einer Depersonalisation/Derealisation und ich halte es einfach nicht mehr aus.


Grundsätzlich ist das gar nicht so schlimm. Wenn Du es nur noch schlecht aushältst,
hast Du hoffentlich jetzt die Energie, endlich Deinem Denken und Deinem Verhalten eine Wende zu geben.

Pack es an.

Viele Grüße

Bernhard

30.12.2016 21:54 • #3


Danke für die Antwort!

Nach Lösungen suche ich schon seit Jahren, aber finden tuen sich keine.
Und was das mit den "Farben und warmen Tönen" angeht, jeder lebt in einer anderen "Welt".
In meiner ist alles grau und nicht nur kalt sondern alles fühlt sich furchtbar an.
Mein Wille ist groß, doch egal was ich mache, es ändert sich nichts, sondern es verschlimmert sich, je mehr Zeit vergeht.
Da ist die Energie und die Hoffnung schnell aufgebraucht.
Und wenn man nur negatives denkt und fühlt und das schon seit einer gefühlten Ewigkeit, kann man daran nicht so einfach etwas ändern.

30.12.2016 22:13 • #4


alfred
Zitat von MorassOfSuffering:
Und wenn man nur negatives denkt und fühlt und das schon seit einer gefühlten Ewigkeit, kann man daran nicht so einfach etwas ändern.

Aber genau das sind auch einige deiner Probleme.
Gibt es garnichts schönes in deinem Leben?
Klar ist es nicht leicht positiv zu denken wenn man meint die Welt fällt über einem zusammen.
Aber nur das wird sein was dich aus deinem Tief holen kann.

30.12.2016 22:27 • #5


Nein mir geht es so schlecht dass ich nicht mal mehr weiß wie sich etwas Positives anfühlen könnte.
Etwas Schönes gibt es nicht, das ist lange vorbei...

30.12.2016 22:36 • #6


hazyhue
Zitat von MorassOfSuffering:
Nein mir geht es so schlecht dass ich nicht mal mehr weiß wie sich etwas Positives anfühlen könnte.
Etwas Schönes gibt es nicht, das ist lange vorbei...


Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich glaube dass du in deinem Zustand nicht an eine Beziehung denken solltest. Wie willst du jemandem Liebe, Halt, Schutz und Rückhalt bieten, wenn du selbst in einem Vakuum schwebst und weder vor noch zurück weisst?

Ich als Frau finde es ehrlich gesagt nicht besonders erstrebenswert mit jemandem zusammen zu sein der alles nur als "kalt und furchtbar" empfindet und sagt "ich hasse mich selbst und mein Leben".

Natürlich darf man auch schwach sein und mal einfach alles schleifen lassen und sich ausweinen und so weiter, aber es muss in einer Partnerschaft doch auch Liebe, Wärme, Leidenschaft für das Leben und Neugierde geben. Zumindest ist das mein Empfinden und ich hoffe, du fühlst dich dadurch nicht vor den Kopf gestoßen.

Ich glaube du solltest die therapeutische Hilfe suchen (auch wenn es die irgendwann schon mal gab). Wie sieht es mit Antidepressiva aus? Nimmst du was?

Vg

31.12.2016 00:23 • x 4 #7


Wie ich jemandem Liebe, Halt, Schutz und Rückhalt bieten will?
Nun, es ist so das ich sehr viele solcher Dinge in mir habe, diese nur nicht zeigen kann, weil es nie so weit kommt, das ich diese zeigen könnte.
Ich weiß das wenn ich nicht mehr alleine wäre, ganz sicher nicht mehr im "Morast des Leidens" versinken würde, sondern ganz im Gegenteil...
Therapeutische Hilfe habe ich mir in der Vergangenheit schon oft genug gesucht und gebracht hat es nichts.
Ich nehme ein Antidepressivum aber das bringt ebenfalls so gut wie nichts.
Mir geht es halt mittlerweile so schlecht, dass solche Dinge wie darüber reden, Tabletten, Sport machen oder sonst irgendwas in die Richtung keinerlei Veränderung bewirken können.

31.12.2016 16:35 • #8


hazyhue
Ich halte es für sehr bedenklich, dein gesamtes Glück auf eine mögliche Beziehung zu projezieren. Das ist doch schon fast zum scheitern verurteilt. Hier mal meine kleine Geschichte dazu:

Ich hatte mal einen Freund, der so ähnlich wie du gedacht hat. Und was mich vertrieben hat war die Verantwortung, die auf meinen Schultern lastete. Die Verantwortung für sein Glück und seinen Lebenssinn. Das war zu viel für mich.

Ich konnte nur daran denken, was für ein vermeintlich schlechter Mensch ich wäre, würde diese Beziehung nicht halten. Ich dachte, dann wäre ich Schuld an all seinem Unglück, weil ich das einzige war, was ihm laut seiner Aussage das Glück und den Willen zum Leben gibt.

Der Druck wurde so groß, dass ich erst meine Tablettendosis hochgesetzt habe, weil ich nur noch Angst und Panik hatte und dann nicht mehr konnte. Ich habe ihn verlassen. Ich wollte nicht der einzige Grund sein, wieso ein Mensch Glück empfindet. Diese Bürde war mir zu schwer.

31.12.2016 16:57 • x 4 #9


ja gut demnach was du da schreibst ist es ja klar das du dies sehr bedenklich findest und meinst es könne eigentlich nur scheitern.
Vielleicht hast du recht, aber solange ich keinerlei Chance für eine Beziehung, noch nicht einmal in irgendeiner Weise Kontakt mit Mädchen habe, werde ich dies nie herausfinden können...
Egal was irgendwer dazu sagt, es bleibt meine einzige Hoffnung die ich noch habe.

31.12.2016 17:54 • #10


Hotin
Hallo MorassofSuffering,

der vorige Beitrag von hazyhue war, so finde ich, sehr hilfreich und auf den Punkt beschrieben.
Zitat:
Egal was irgendwer dazu sagt, es bleibt meine einzige Hoffnung die ich noch habe.


Wenn das hier das einzige ist, was Du dazu zu sagen hast, dann kommst Du nicht mehr aus dieser Denkschleife heraus.
Wenn es egal ist, was wir hier sagen, dann brauche ich für Dich hier nichts mehr in die Tastatur zu tippen.
Lies mal bitte alle Beiträge in Deinem Thema genau durch. Und dann schau mal,
was Du alles verändern kannst und verändern solltest.
Zitat:
Nun, es ist so dass ich sehr viele solcher Dinge in mir habe, diese nur nicht zeigen kann, weil es nie so weit kommt,
das ich diese zeigen könnte.


Du versuchst Dir und uns hier etwas vorzumachen. Du könntest ja hier schon mal etwas von Deinen Fähigkeiten raus lassen.
Zitat:
Therapeutische Hilfe habe ich mir in der Vergangenheit schon oft genug gesucht und gebracht hat es nichts.


Wer wie Du antwortet. " Egal was irgendwer dazu sagt", den würde ich immer fragen,
ob er überhaupt therapiefähig ist.
Zitat:
Ich nehme ein Antidepressivum aber das bringt ebenfalls so gut wie nichts.


Natürlich nicht, wie sollte das auch wirken, bei Dir.
Zitat:
Mir geht es halt mittlerweile so schlecht, dass solche Dinge wie darüber reden, Tabletten, Sport machen oder
sonst irgendwas in die Richtung keinerlei Veränderung bewirken können.


Das ist immer so, wenn Du Dich gegen das verschließt, was andere sagen und Du aufhörst etwas Neues zu lernen.

Ging leider nicht, ohne Dir richtig weh zu tun.

Viele Grüße

Bernhard

31.12.2016 19:28 • x 1 #11




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