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Hallo erst einmal.

Ich weiß nicht warum ich hier schreibe, ich denke weil ich doch noch irgendeinen anderen Ausweg suche, aber naja

Ich war noch nie ein wirklich unterhaltsamer Mensch mit vielen Freunden, aber in letzter Zeit ist es unaushaltbar geworden. Die letzte Woche war ich zuhause und habe nur geweint (ich weiß, es klingt unmöglich. Ich habe selbst nie gedacht, dass das überhaupt möglich sei). Die letzten Tage habe ich nichts gegessen und fast nichts getrunken und ich habe mittlerweile auch Angst ich könne mir etwas antun.

Ich habe schon seit einiger Zeit daran gedacht und ich möchte mir mittlerweile professionelle Hilfe holen. Allerdings lässt sich schwer ein Platz bei einem Therapeuten finden auf die Kürze und eine stationäre Behandlung geht schon aus finanziellen Gründen nicht. Ich habe auch niemanden mit denen ich reden könnte. Wie würdet ihr so eine Situation handhaben? Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe jahrelang gegen meine Ängste nichts getan weil ich dachte, dass Suizid mehr oder weniger mein Schicksal sei (mein Leben ist auch so ein Scherbenhaufen) , aber so kurz davor habe ich viel zu große Angst davor.

12.07.2020 17:22 • 12.07.2020 #1


9 Antworten ↓


Mariebelle
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum

Bist du jemand, der in einer aktuellen Lebenskrise ist ? Ggfs Jobverlust,Trennung ,Missbrauch oder leidest du schon laenger an ggfs Depressionen u/o Aengsten?
Da du noch recht jung bist,koenntest du dich ggfs erstmal den Eltern/eine Beratungstelle fuer junge Erwachsene in Krisensituationen anvertrauen oder ist das nicht moeglich.?

12.07.2020 17:32 • x 1 #2


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Schwere Krise und starke Depressionen - brauche Hilfe

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Danke sehr,

Naja, wahrscheinlich habe ich schon seit ich 16 bin so richtig Depressionen. Allerdings würde dies nicht diagnostiziert sondern basiert mehr auf meiner eigenen Wahrnehmung. Seit Anfang letzter Woche jedoch ist sie wirklich schlimm geworden. Zusammen mit der Einsamkeit bin ich mittlerweile an einen Zeitpunkt gelangt, an dem ich einfach nichts mehr tun kann. Die Wochen davor ging es mir zeitweise schlecht wie immer, aber das ist wirklich nichts im Gegensatz zur jetzigen Situation.

Keine richtige Lebenskrise bis auf die Einsamkeit. Zurzeit mache ich eine Ausbildung und die Ferien haben begonnen, mein Zeugnis war gut. Bedeutet aber leider auch, dass ich seitdem jeden Tag in meinem Zimmer verbracht habe.
Ich lebe bei meinen Eltern, aber ich habe zu denen ein wohl einmaliges Verhältnis. Ich liebe sie, aber meine Probleme vertraue ich ihnen nicht an und selbst zeigen sie überhaupt kein Interesse an mir (ich könnte mich in meinem eigenen Zimmer umbringen und mehrere Tage unbemerkt dort liegen bleiben).
Ich weiß nicht, ob es so eine Anlaufstelle gibt, aber werde nachschauen. Danke

12.07.2020 17:42 • #3


FeuerWasser
Zitat von Ersyl:
Wie würdet ihr so eine Situation handhaben?

Sollte bei dir bereits eine Diagnose vorliegen dann hast du jede Möglichkeit dir über die Krankenkasse eine außervertraglichen Therapeuten bezahlen zu lassen wenn du nicht innerhalb von 6 Monaten einen freien Therapieplatz bekommst. Zudem solltest du dir einen Termin beim Facharzt holen um dich eventuell medikamentös einstellen- und diagnostizieren zu lassen (sollte keine Diagnose vorliegen). Wichtig ist auch die Ernährung und das du viel trinkst (bestenfalls Wasser). Nichts trinken verstärkt Depressionen, genauso wie zuviel Zucker und Fastfood. Untertags viel schlafen verstärkt Depressionen. Geh raus in die Sonne und wenn du dich nur auf den Balkon setzt oder mit Decke in einen Park. Das ist alles besser als sich zuhause verkriechen.

12.07.2020 17:49 • x 1 #4


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Grüße dich ebenfalls,dass hôrt sich schon ziemlich traurig an und ich finde du solltest nochmals mit deinen Eltern reden dann könnt ihr gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Keine Mutter möchte das ihr Kind unglücklich ist.....im Normalfall,dies wäre für mich der erste Schritt und wenn das nicht fruchtet wäre ein Gespräch mit einem Jugendtherapeuten ein guter Ansatz,für ein Erstgespräch muss man nicht solange warten.
Vielleicht siehst du dann etwas klarer aber Versuche nochmal mit deiner Mutter zu reden.
Liebe Grüße

12.07.2020 17:52 • x 1 #5


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Zitat von FeuerWasser:
Sollte bei dir bereits eine Diagnose vorliegen dann hast du jede Möglichkeit dir über die Krankenkasse eine außervertraglichen Therapeuten bezahlen zu lassen wenn du nicht innerhalb von 6 Monaten einen freien Therapieplatz bekommst. Zudem solltest du dir einen Termin beim Facharzt holen um dich eventuell medikamentös einstellen- und diagnostizieren zu lassen (sollte keine Diagnose vorliegen). Wichtig ist auch die Ernährung und das du viel trinkst (bestenfalls Wasser). Nichts trinken verstärkt Depressionen, genauso wie zuviel Zucker und Fastfood. Untertags viel schlafen verstärkt Depressionen. Geh raus in die Sonne und wenn du dich nur auf den Balkon setzt oder mit Decke in einen Park. Das ist alles besser als sich zuhause verkriechen.


Ja, dass mit dem Essen und Trinken habe ich schon gelesen und leuchtet mir ein, aber es ist wie eine Barriere die mich nicht lässt. Ich hoffe ich kriege das später irgendwie hin.
Heute Abend werde ich denke ich auch probieren aus dem Haus zu gehen, danke.

Das mit dem Facharzt ist auch eine gute Idee. Muss man für eine Diagnose zum Hausarzt gehen und kann er, abergesehen von verbal geäußerten Selbstmordabsichten feststellen, dass ich zwangseingewiesen werden müsse?
Ehrlich gesagt glaube ich nämlich, dass man mich eine lange Zeit lang dort nicht raus lassen würde bei meinem Zustand. Das passt finanziell und auch im Hinblick auf meine Ausbildung nicht wirklich. Ich weiß, Gesundheit geht vor, aber ich habe schon ein Studium abgebrochen und überhaupt keine Möglichkeit den Aufenthalt zu bezahlen.

12.07.2020 18:11 • #6


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Zitat von Annalehna:
Grüße dich ebenfalls,dass hôrt sich schon ziemlich traurig an und ich finde du solltest nochmals mit deinen Eltern reden dann könnt ihr gemeinsam nach einer Lösung suchen.Keine Mutter möchte das ihr Kind unglücklich ist.....im Normalfall,dies wäre für mich der erste Schritt und wenn das nicht fruchtet wäre ein Gespräch mit einem Jugendtherapeuten ein guter Ansatz,für ein Erstgespräch muss man nicht solange warten.Vielleicht siehst du dann etwas klarer aber Versuche nochmal mit deiner Mutter zu reden.Liebe Grüße


Meine Eltern wissen es wahrscheinlich selbst schon und wir haben einfach keinen guten Draht zueinander. Ich weiß, dass wirkt ziemlich unverständlich, aber ich war schon einmal wegen einer herzneurose in einer Klinik und selbst das konnten sie nicht verstehen.
Ich glaube mit 22 bin ich für einen jugendpsychiater leider zu jung

12.07.2020 18:16 • x 1 #7


FeuerWasser
Zitat von Ersyl:
Das mit dem Facharzt ist auch eine gute Idee. Muss man für eine Diagnose zum Hausarzt gehen und kann er, abergesehen von verbal geäußerten Selbstmordabsichten feststellen, dass ich zwangseingewiesen werden müsse?

Über eine Zwangseinweisung musst du dir sicher keine Gedanken machen, auch dann nicht, wenn du Selbstmordgedanken äußerst. Du kannst direkt bei einem Facharzt einen Termin machen und vor dem Termin noch zum Hausarzt gehen und eine Überweisung holen oder du gehst zuerst zum Hausarzt, erzählst ihm deine Beschwerden und nimmst dann eine Überweisung mit. Das ist dir überlassen. Eine Diagnose wird vom Hausarzt nicht gestellt.

Bei akuten Selbstmordgedanken kann ich dir nur anraten in die nächstgelegene Psychiatrie Ambulanz zu fahren. Wenn nötig lass dich dort behandeln. Azubis genießen einen besonderen Schutz. Du kannst dort nicht gekündigt werden wegen einem stationären Aufenthalt.

12.07.2020 18:18 • x 1 #8


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Zitat von FeuerWasser:
Über eine Zwangseinweisung musst du dir sicher keine Gedanken machen, auch dann nicht, wenn du Selbstmordgedanken äußerst. Du kannst direkt bei einem Facharzt einen Termin machen und vor dem Termin noch zum Hausarzt gehen und eine Überweisung holen oder du gehst zuerst zum Hausarzt, erzählst ihm deine Beschwerden und nimmst dann eine Überweisung mit. Das ist dir überlassen. Eine Diagnose wird vom Hausarzt nicht gestellt.Bei akuten Selbstmordgedanken kann ich dir nur anraten in die nächstgelegene Psychiatrie Ambulanz zu fahren. Wenn nötig lass dich dort behandeln. Azubis genießen einen besonderen Schutz. Du kannst dort nicht gekündigt werden wegen einem stationären Aufenthalt.


Dann werde ich denke ich mal so schnell es geht zum Arzt zu gehen, danke.

Eine ambulante Behandlung kann ich überhaupt nicht stemmen. Zurzeit mache ich eine Erzieherausbildung, welche nur schulisch stattfindet. Fehle ich dort, kann ich die Praktika nicht absolvieren und muss ein Jahr wiederholen. Das wäre für mich zu viel...

12.07.2020 18:46 • x 1 #9


Ina2509
Du kannst dir bei Hausarzt eine Überweisung mit einem dringlichkeitsvermerk geben lassen, dann rufst du deine Krankenkasse an und die müssen dir innerhalb vor 4 Wochen einen Termin beim Psychiater besorgen. Der Psychiater kann dir dann bestimmt auch eine Empfehlung geben zu welchem Psychologen du gehen kannst. Mach dir keine Gedanken wegen der Ausbildung solange du eine au hast kannst du nicht gekündigt werden.

12.07.2020 19:02 • #10


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