Zitat von RainmanX: Ich denke, das wird sehr häufig missverstanden (auch hier): Wer sich von der "allgemeinen Gesellschaft" zurückzieht, hält sich nicht für etwas besseres oder übernimmt keine Selbstverantwortung, im Gegenteil, er arbeitet (eben mehr durch innere Einkehr und dadurch zwangsweise mehr Alleinsein) mehr an sich als viele andere das tun, übernimmt mehr Selbstverantwortung, übt mehr Reflektion und Selbstkritik, um in der Folge irgendwann im Verbund mit anderen (kompatiblen) Menschen neue Wege in der Kommunikation, in Freundschaft und Partnerschaft zu beschreiten.
Hmm, da ist schon was dran....alleine sein ist auch eine Art von Arbeit....eigene Entscheidungen, Werte hinterfragen, mit sich klar kommen statt sich iwo anschließen....sich soweit vertrauen können, dass man alleine auch ok ist...
Aber was du ansprichst, kenne ich, also dass ich dann meinen eigenen Wert/Nutzen hinterfrage, weil ich denke, für andere bin ich ja dann kaum da oder präsent. Also für die Familie so weit möglich (Herkunftsfamilie, mit Tendenz zu braucht auch Grenzen), schon, auf der Arbeit auch....ab und an ergeben sich Gespräche....
Nur oft entstand das Gefühl, wenn man nicht mit der lauten Masse dabei ist....so einen z B Saufkumpanenfreundeskreis hat ect...ist man irgendwie ein Niemand....oder wenn man keine Partnerschaft hat, wo man viel rumreist ect....das Gefühl hatte ich damals- eine Art FOMO....hat sich aber soweit erübrigt, als ich es dann gelebt hatte....
Es ändert nämlich innerlich kaum was, wenn man die äußeren Dinge dann so reproduziert, da sind andere Dinge wichtiger, mit denen ich mich verbinden kann. (oder nicht, wenn sie nicht da sind).
Tjaaaa - andere kompatible Menschen und Wege in der Freundschaft, Partnerschaft, Austausch.....da sehe ich irgendwie kein Land in Sicht
🤔🤓Bzw ich war ja auch in SHGs, Ehrenamt und so verschiedenes....damals gabs auch mal ne Kontaktanzeige für Austauschsuche....heute hat die Funktion vermutlich das Forum/die Foren....in der Hoffnung dass ab und an mal ein interessanter Austausch entsteht
Zitat von RainmanX: Misanthropen sind nicht nur häufig Idealisten, sondern auch überaus selbstkritische Menschen..
Kann ich nachvollziehen, die Messlatte ist schon sehr hoch....also was einen alles an Menschen nervt....Verhaltensweisen, unbedachtes, Lautstärke ect....
Der "Pool des Gefallenfindens" ist da etwas kleiner oder ziemlich klein, aber wenn es denn mal eintritt, ist es auch ein sehr gutes Gefühl, als könnte man mal in seinem Element sein.
In gewisser Weise hat es eine leichte Tragikomik.
😅