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ManuelRomeike
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Mein erster Post war über eine Magenspiegelung hier. Meine körperlichen Beschwerden sind bestimmt auch zusammenhängend mit meinen psychischen „Beschwerden“. Ich wollte das einfach mal niederschrieben, eigentlich gibt es keinen Grund mir zu antworten. Wenn ihr natürlich wollt, sehr gerne lachen.

Ich befinde mich meiner Meinung nach gerade in einer Lebenssackgasse. Oder besser gesagt: in mehreren Sackgassen gleichzeitig.
Die erste Sackgasse ist zum Beispiel mein nicht vorhandenes Liebesleben a- das belastet mich an
Meisten. Vor ungefähr zwei Jahren haben meine Ex-Freundin und ich uns getrennt. Die Trennung ging am Ende von ihr aus, auch im Nachhinein absolut verständlich. Wir hatten sogar Paartherapie miteinander, wir haben viel versucht. Allerdings sind wir beide am Ende zum Schluss gekommen, dass es nichts mehr wird, dass es nicht hilft. Ich hätte vielleicht noch eine Chance (nach fast 10 Chancen, die wir uns vorher gegeben hatten), aber sie nicht.
Und ich habe wirklich auch ein paar Sachen gemacht, die absolut gar nicht gehen. Ich habe mich eben teilweise auch echt gar nicht gut in der Beziehung verhalten. Also ich habe sie nie betrogen oder so, aber ich habe sie einfach nicht so gut behandelt. Nicht in dem Sinne, dass ich sie absolut schlecht behandelt habe, aber ich habe sie einfach nicht gut genug behandelt für das, was sie geleistet hat und für uns getan hat in der Beziehung. Und das tut mir bis heute weh und ich vermisse sie bis heute extrem stark. Und im Nachhinein betrachtet ist sie halt einfach, ich wusste es auch damals schon (deshalb konnte ich/wir uns auch nicht trennen) die absolute Traumfrau. Aber ich habe es einfach nicht geschafft, genug in die Beziehung zu investieren, trotz Therapie. Und ich bin auch der Meinung, dass meine Therapeutin einen großen Anteil daran beigetragen hat, dass wir uns getrennt haben, leider. Die Therapeutin meinte immer „es sind meine eigenen Bedürfnisse zu denen ich stehen muss“. Wie dem auch sei, kann man jetzt nicht mehr rückgängig machen.

Und das Problem seitdem im Liebesleben ist, dass hier in Deutschland halt Männerüberschuss in meiner Altersklasse herrscht. Ich bin halt jetzt 32 und nicht mehr der Jüngste, und es wird immer schwieriger, eine Partnerin zu finden, da immer mehr Leute vergeben sind und/oder auch vielleicht gar keine Beziehung suchen.

Ich hatte sogar vor einem Jahr die Chance, eine Beziehung einzugehen mit einer neuen Dame, die ich kennenlernte mit der ich längerfristig was hatte, aber ich war wirklich einfach nicht bereit, weil ich immer noch an meiner Ex hing.
Plus, ich vergleiche dann immer mit meiner Ex und sehe dann immer „Probleme“, die meine Ex halt viel besser gemacht oder gehandelt hat (z.B. Zuneigung, Stärke, Positivität etc.)

Die weitere Sackgasse ist die berufliche Sackgasse. Ich verdiene zwar ganz knapp sechsstellig, also gerade über sechsstellig im Jahr, aber nichtsdestotrotz hilft mir das nicht wirklich, weil ich aktuell beruflich in einer absoluten Sackgasse befinde. Sprich, ich bin in einem japanischen Unternehmen, das ganz gut bezahlt und das Problem dort ist, dass die ganzen höheren Stellen, sogar schon Teamlead-Stellen, ausschließlich für Japaner gedacht sind. Die Europäer hier in Deutschland werden eher für die Kundenzwecke benutzt, wenn man mit Kunden viel spricht und so.
Deswegen gibt es eigentlich keine Chance, mich entwickeln oder aufzusteigen. Zudem ist ein Wechsel gerade auch schwierig, weil die Marktsituation absolut am Ar. ist und auch für die nächsten zwei, drei Jahre bestimmt am Ar. ist.

Ich möchte mich eigentlich verändern, sprich auch umziehen, aber ich weiß nicht wohin. Es gibt einfach fast keine Jobs, keine Angebote.

Also ich stehe in beiden Fällen einfach nicht da, wo ich eigentlich stehen möchte.

Und ferner habe ich auch den Wunsch, eine Familie zu gründen. Das geht eher dann hin und her mit Baustelle 1 und 2 quasi.

Darüber hinaus fehlt mir einfach eine absolute Leidenschaft, die ich nicht habe.
Im Endeffekt ist halt irgendwie gerade alles doof. Ich weiß nicht, was ich machen soll.

Ich weiß auch gar nicht, warum ich diesen Post mache. Vielleicht will ich einfach nur ein bisschen Zuspruch, um mich ein bisschen irgendwo auszuholen, weil ich noch niemanden habe.

Zusätzlich ist auch mein ganzer Freundeskreis in meiner Stadt weggebrochen. Zwei, drei meiner richtig guten Freunde sind komplett weggezogen. Und es ist einfach sehr mühselig und fast unmöglich ist, jetzt nochmal einen neuen aufzubauen. Ich habe meinen Freundeskreis eigentlich sehr gemocht!.

So. Und ja, genau, das sind einfach meine Gedanken und das wollte ich einfach mal loswerden.
Muss auch niemand spezifisch etwas dazu schreiben. lachen Ich danke allen, die sich die Zeit nehmen lachen

Achja Ps: ich bin gerade nicht mehr in Therapie, war aber 2 Jahre lang, v.a. Während der Beziehung mit meiner ex (und dass ich die Beziehung nicht richtig genießen konnte bzw. immer boykottiert habe). Offizielle Diagnose war „leichte Depression“. Aktuell bin ich nicht mehr in Therapie, hab auch irgendwie keine Lust, Weil es mirnkaum was zu bringen scheint.

• • 18.09.2026 #1


25 Antworten ↓

User_0815_4711
Zitat von ManuelRomeike:
Offizielle Diagnose war „leichte Depression“

Würde ich auch sagen. Ähnlich wie bei mir, wenn auch ohne Diagnose ("Wozu?")

Also:
Anstatt sich darauf zu konzentrieren, was nicht geht und nicht ist:
Konzentriere dich darauf was geht und was ist.
Du scheinst körperlich gesund zu sein.
Du verdienst weit überdurchschnittlich gut.

Du bist also gesund und reich statt krank und arm.
Das ist soooo viel mehr, als viele hier haben.

• x 4 #2


A


Mein Leben ist nur noch eine Sackgasse

x 3


Abendschein
Für mich ist das echt Jammern auf hohem Niveau. Wie Du selber schon sagst, bist Du an manchen
Dingen selber dran beteiligt und vielleicht könntest Du mal glücklich und dankbar sein, mit dem was Du hast. ☺

• x 1 #3


M
@User_0815_4711 du hast absolut recht. Man sollte sich mehr auf das besinnen was man hat. „Reich“ würde ich mich absolut nicht bezeichnen, da ich in einer Großstadt lebe und das Leben mittlerweile durchaus sehr teuer geworden ist durch die Inflation

So oder so könnte es mir schlechter gehen klar, aber ich denke es ist meine „psychische Krankheit“, die mich da immer wieder runterzieht. Zum Glück bin ich körperlich gesund ja, danke dir für deine aufmunternden Worte!

• x 1 #4


M
@Abendschein ja du hast absolut recht. Dennoch ist es oft einfach schwer für mich die positiven Dinge zu sehen, weißt du. Ich danke dir für deinen Beitrag und wünsche dir alles Gute! 🍀

• x 1 #5


User_0815_4711
Zitat von ManuelRomeike:
aber ich denke es ist meine „psychische Krankheit“, die mich da immer wieder runterzieht.

Auch wenn es dir in vielen Aspekten gut geht, hast du dennoch Leidensdruck, sonst würdest du hier nicht schreiben.

Kannst du die Krankheit näher beschreiben, wie fühlt sie sich an?

• x 1 #6


Azure
Hei, mit 33 bist du keinesfalls zu alt. Im Gegenteil:

Vor dir steht die Bandbreite von Frauen im Alter zwischen 25 bis 40. Schau dich um... Es gibt so viele sympatische Menschen, wenn man die Augen auf macht, den Schritt etwas verlangsamt und einfach mal "Hallo" sagt.

Langfristiger Ausblick: Ich kenne Frauen, die sich mit 36 entscheiden neu anzufangen und eine Famillie zu gründen. Du hast als Mann dafür auch noch 10 Jahre Zeit.

Freundeskreis: es gibt so viele Leute, die traurig sind, dass ihre Freunde nicht mehr verfügbar sind (Familie, weggezogen, hängen nur noch am PC)... Sie warten auf den Mensch, der regelmäßig vorschlägt, was man macht...

Online-Vernetzung: Wenn ich mal nicht weiß, was zu tun, dann gibt es inzwischen über spontacts eine kleine Gruppe von Menschen, denen ich mich anschließen kann. Und sei es nur, um am Anfang des Abends zwei Menschen "Hallo" zu sagen.

Was Job anbelangt kann ich nur sagen: - ich sehe es wie du, dass die Situation schwierig ist.. das Einzige was langfristig Bestand haben wird, sind Leute, die ihren Job mit Leidenschaft angehen und offen sind, von anderen Menschen zu lernen... vielleicht ist die Suche nach einer Beziehung/Bekanntschaft/Liebelei ein guter Ansatzpunkt um auch im Hinblick auf berufliche Veränderung daran zu arbeiten, dass du erkennst, was du willst.

Wie auch immer... Fange klein an: Lerne, dein Leben wieder zu genießen.

• x 2 #7


M
@User_0815_4711 Also ich weiß nicht, ob man das wirklich als Krankheit bezeichnen kann. Allerdings wurde mir immer schon eine leichte Depression attestiert, mit einhergehender genereller Unzufriedenheit, also eigentlich in allen Lebensbereichen, obwohl an und für sich gesehen eigentlich alles in Ordnung ist.

Dementsprechend wurde mir das mal attestiert, also diese generelle Unzufriedenheit. Mir wurden natürlich auch Dinge wie der „wohlwollende Begleiter“ und so weiter an die Hand gegeben. Allerdings kriege ich es einfach nicht weg. Dementsprechend würde ich sagen, dass die Therapie nicht wirklich geholfen hat. Oder vielleicht nur minimal geholfen hat.

• x 1 #8


User_0815_4711
Zitat von ManuelRomeike:
leichte Depression attestiert, mit einhergehender genereller Unzufriedenheit

Bei mir ist es nicht Unzufriedenheit, ich bin sogar sehr zufrieden, sondern ein generelles Sinnlosigkeitsgefühl.
Meine "kleine Existenzdepression" nenne ich das.

• #9


M
@Azure

Also erstmal bezüglich dem einen Punkt: nicht zu alt. Ja gut, das kann man so oder so sehen. Das habe ich halt auch mit 28 schon immer gesagt bekommen und ich werde halt immer älter und immer älter und es ist halt nichts in Sicht. Sprich irgendwann ist die chance auch vorbei. Es gibt viele Frauen wenn ich mich umschaue, ja. okay. Aber die 25 bis 40, der Großteil ist halt einfach vergeben und/oder nicht interessiert. Wenn man sich Dating-Apps anguckt, ist das fast eigentlich nur sehr traurig. In Deutschland herrscht in dieser von dir genannten Altersgruppe halt extrem am Männerüberschuss (fast 10%). Dementsprechend muss man das natürlich auch bedenken, dass manche Männer einfach auf der Strecke bleiben und das bin ich zumindest bisher jetzt. Und natürlich schaue ich mich um. Aber wie gesagt, das ist halt einfach nicht rosig. Und zehn Jahre Zeit zu haben, ja gut, das habe ich mir vor fünf Jahren auch gesagt, aber es tut sich halt nichts.

Ja also du meinst, dass ich einfach aktiver sein soll, auf Menschen zugehen soll, so wie ich das verstehe und mich auch online vernetzen. Das mache ich auch. Ich bin jetzt mehreren Vereinen beigetrete.

Und Job, ja, auch nicht rosig. Also da sind wir einer Meinung und ja genau, lerne, dein Leben zu genießen. Wenn ich die Anleitung dafür hätte, würde ich das natürlich sehr gerne machen. Wenn du da eine Anleitung für mich hast, ich würde dir sehr dankbar sein:)

Danke so oder so für deinen Beitrag:)

• #10


User_0815_4711
Zitat von ManuelRomeike:
und ja genau, lerne, dein Leben zu genießen. Wenn ich die Anleitung dafür hätte, würde ich das natürlich sehr gerne machen. Wenn du da eine Anleitung für mich hast, ich würde dir sehr dankbar sein:)

Mal schauen, was der Computer daraus macht, ich bat um eine kurze Antwort:

" Haha, wenn ich die hätte, würde ich sie dir sofort weitergeben 😄 Vielleicht ist die Anleitung einfach: weniger denken, mehr genießen und das Leben auf sich zukommen lassen. lachen "

🤦‍♂

• x 2 #11


M
Zitat von User_0815_4711:
Bei mir ist es nicht Unzufriedenheit, ich bin sogar sehr zufrieden, sondern ein generelles Sinnlosigkeitsgefühl. Meine "kleine ...

Du bist zufrieden, aber alles ist sinnlos? Interessant.. ist das nicht irgendwo ein Widerspruch?

• x 2 #12


User_0815_4711
Zitat von ManuelRomeike:
Du bist zufrieden, aber alles ist sinnlos? Interessant.. ist das nicht irgendwo ein Widerspruch?

Zufriedenheit ist im Kopf. In Gedanken. In der Reflexion. Wo ich war, wo ich bin, was ich weitergegeben habe. Bin zufrieden damit.

Sinnlosigkeit ist das Hintergrundgefühl. Es ist da trotz gewisser Leidenschaften, die mich seit Jahrzehnten begleiten. Das Ausüben dieser Leidenschaften führt ebenfalls zu Zufriedenheit, da sie auch mit weitergeben zu tun haben können. Dennoch ist da immer eine gewisse Leere.

• x 2 #13


Azure
Zitat von ManuelRomeike:
Und zehn Jahre Zeit zu haben, ja gut, das habe ich mir vor fünf Jahren auch gesagt, aber es tut sich halt nichts.

Als mich meine Frau verließ war ich 38. Jedes Jahr sagte ich mir: "Nöchstes Jahr bin ich so weit, dass ich auf Frauen zugehe."
Jetzt bin ich.... 45.

Die letzten 7 Jahre sind einfach vorbeigerauscht. Ich habe auch mit 42 meinen körperlichen Höhepunkt überschritten.
Aber rückblickend habe ich soviel erlebt in diesen 7 Jahren und ich bin sehr dankbar für viele Begegnungen, die ich hatte und ich fühle mich geistig fit und präsent wie nie zuvor. Ich finde es auch gut, dass ich einmal ausgemistet hatte und Aktivitäten, die ich oft aber eher lustlos gemacht hatte einfach beendet habe.

Ab 43 waren mit Frauen dann auch zunehmend egal - was mich nicht davon abhielt mit ein paar Jungs, deren einziges Ziel es ist, Frauen anzusprechen, ein bis 2 mal im Monat rauszugehen. Es entsand zunehmend die Einstellung: "ich lebe mein Leben. Ich finde es gut. Wenn mich jemand dabei begleiten will darf er / sie das gerne tun - sofern er sich gut benimmt" " und ich entwickelte mein Bild von der Bergtour.

Letzten September begann dann eine halbjährige Beziehung in der ich viele Dinge ausprobierte. Irgendwann teilte die Frau mir mit, dass sie sich nicht in mich verliebt hätte. Ich konnte ihr das in die andere Richtung auch bestätigen und wir tranken noch ein paar Wochen lang gemeinsam Tee und spielten Spiele für Erwachsene. Im März teilte sie mir dann mit, dass sie beim Dating jemanden kennengelernt hat. Für mich war dann klar, dass wir uns noch einmal treffen und uns bei einem Tee und ohne Spiele für Erwachsene verabschieden.

Diesen August begann eine weitere Beziehung. In dieser habe ich mir vorgenommen (vereinfacht gesagt) offen und ehrlich zu kommunizieren - einfach als Experiment. Ich finde dies sehr spannend und ich habe bei den wenigen Dates, die wir hatten, Dinge erlebt und Gespräche geführt, die ich in 15 Jahren Ehe nicht erlebte.

Zitat von ManuelRomeike:
Das mache ich auch. Ich bin jetzt mehreren Vereinen beigetrete.


Ich denke, du bist auf einem guten Weg, hast aber wir ich auch, das Problem, das du du an einem hohen Abgrund stehst.

Zitat von ManuelRomeike:
Wenn du da eine Anleitung für mich hast

Ich maße mir nicht an, dir eine Anleitung zum Genießen zu geben - und dennoch gebe ich hier gerade ein paar vorlaute Kommentare über mein Leben ab.

In den Vereinen, denen ich beigetreten bin, helfe ich gerne bei Festen und bei den Putzaktionen - einfach weil es mir Spaß macht, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Bei Dingen die mich dort irritieren mache ich gerne Gegenvorschläge und packe auch mal mit an - einfach weil es mir Spaß macht, Dinge zu bewegen - und zunehmend macht es mir auch Spaß zu sehen, wenn Dinge, die ich ins Rollen bringe von anderen Leuten aufgegriffen werden.
--
Und wenn ich dann feststelle, dass eine Frau ihren Partner dazu motiviert Dinge so zu tun, wie ich sie vorgemacht habe und sich dann nacher am Lagerfeuer übertrieben nah an mich ransetzt und mir dann anscheinend auch noch eine spannende Geschichte einfällt, dann fühlt sich das kurz gut an.... und ich muss aufpassen, dass mir dies im Moment nicht in den Kopf steigt.
--
Einen kleinen Umweg durch den Park machen, dort ein paar Fotos und eine Passantin fragen, ob sie ein Foto von mir macht... soetwas genieße ich. Und wenn ich auf der Datingplattform gefragt werde: "darf ich ein Foto sehen" - dann habe ich ein relativ aktuelles, auf dem ich zufrieden wirke.
--
Auf Arbeit eine Aufgabe automatisieren... hier genieße ich auch, wenn das funktioniert.

Ich habe mich mit der KI öfters darüber unterhalten, was es bedeutet, "präsent" zu sein, schilderte ihr ein paar Szenen aus meinem Leben und schlug ihr Dinge vor, wie ich mich in Situationen, wo ich "unterging" oder mich nicht traute anders hätte verhalten können und schreibe ihr zunehmend, wie ich mich fühlte, nachdem ich z.B. 3 mal um ein Gebäude rumlief und dann doch reinging. ..

Oder auch so eine Diskussion mit der KI: "ich sitze an der Bushaltestelle, neben mir sitzt eine attraktive Frau. Ich hatte auf den Lippen, dass sie gerade Glück hat, weil die Busverspätung und der schöne sonnige Platz eigentlich ein Geschenk sind."
Während ich das schrieb stand sie auf, ging Richtung Bus, ich stand auch auf und sagte zu ihr: "Bei diesem Wetter ist die Busverspätung nicht schlimm..." und wir redeten 5 Minuten...

Es sind die kleinen Momente aus denen ich inzwischen meine Energie ziehe....

Und von einem Kollegen habe ich mir abgeschaut, diese kleinen Momente mit anderen Leuten durch Erzählungen zu teilen - ich habe bei ihm aber auch gesehen, dass es auch ein "zu viel" an Mitteilungsdrang gibt....

Es ist spät und ich schweife ab...

• x 1 #14


Azure
Zitat von ManuelRomeike:
Du bist zufrieden, aber alles ist sinnlos? Interessant.. ist das nicht irgendwo ein Widerspruch?

Das ist gerade das das schöne am Leben...

Ich schrieb vorhin von meinen Kumpels, die gerne Frauen ansprechen:

- Der eine arbeitet um die Uhr, hat zig-tausende Euro vor und während der Scheidung verloren
- Der nächste sagt von sich, dass er hofft, noch verzweifeltere Frauen zu finden als er es ist.
- Dass ich auch nicht nur den sinnvolles sonniges Leben sehe, ist manchen hier im Forum klar.

Und dennoch stehen wir an der Tanzfläche und motivieren uns gegenseitig, dass wir trotz unserer Schicksale attraktiver sind, als viele andere Männer, die einfach nur planlos an der Tanzfläche stehen.

Ps. Ich hatte oben vom Bild der Bergtour geschrieben: post2835613.html?hilit=Bergtour#p2835613

• x 1 #15


M
Zitat von Azure:
Ich denke, du bist auf einem guten Weg, hast aber wir ich auch, das Problem, das du du an einem hohen Abgrund stehst

Was genau meinst du damit?

• #16


M
Zitat von Azure:
Als mich meine Frau verließ war ich 38. Jedes Jahr sagte ich mir: "Nöchstes Jahr bin ich so weit, dass ich auf Frauen zugehe."
Jetzt bin ich.... 45

Ich mein hast du doch geschafft oder? Hattest eine weitere Beziehung und jetzt noch eine Beziehung

• #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

M
Zitat von Azure:
Ich schrieb vorhin von meinen Kumpels, die gerne Frauen ansprechen:

- Der eine arbeitet um die Uhr, hat zig-tausende Euro vor und während der Scheidung verloren
- Der nächste sagt von sich, dass er hofft, noch verzweifeltere Frauen zu finden als er es ist.
- Dass ich auch nicht nur den sinnvolles sonniges Leben sehe, ist manchen hier im Forum klar.

Darf ich fragen wie ihr das macht? Zieht ihr dann einfach los zum ansprechen?

• #18


Azure
[Du hattest gefragt was ich mit hohem Abgrund meine]

Irgendwo weiter oben wurde geschrieben, dass du über Luxusprobleme klagst.

Du hast einen guten Job, du trauerst einer Frau nach, du bist gesund und du hast eine leichte depression.

Wir haben/hatten viel und sehen vor uns oft die Gefahr, dass vieles von dem, was wir besitzen bald weg sein könnte. Uns geht es noch zu gut, als dass wir aktiv werden, bzw. wir werden erst tätig, wenn wir merken, dass wir abstürzen bzw. bereits im Fall sind. (Ich nenne das jetzt einfach mal Wohlstandsdepression - nicht wertend, eher beobachtend)

Mir persönlich hilft diese Einschätzung ein wenig. (Gibt mir etwas Sicherheit und hilft, den Absturz so zu lenken, dass ich mich vom Steilhang in Richtung Böschung, wo die eine oder andere Dornenhecke den Absturz etwas abbremst begebe.

• x 1 #19


Azure
Zitat von ManuelRomeike:
Zieht ihr dann einfach los zum ansprechen


Im Grunde genommen ja. es ist aber sogar noch planloser... mal sind wir in diskos, mal auf Parties, mal 70 km in die nächstgrößere Stadt...

Oft klagen wir uns gegenseitig unser Leid, mal berichtet der eine oder andere, dass er wieder einen Korb bekommen hat oder nach dem dritten Date versetzt wurde.

Mir hat es geholfen, im Forum das zu schreiben was ich gerade denke. Dieses öffnen praktiziere ich auch bei diesen Jungs - somit erlebe ich mit ihnen gute, offene Gedpräche unter Männern - über Unterhalt, Rechtsanwälte, Sex. Frauen, Musik... und oft landen wir um halb zwei im berüchtigste Club der Stadt, in dem jeder von uns bereits eine Frau auf oder neben der Tanzfläche geküsst hat. Ich gehe inzwischen eine Viertelstunde vor den anderen und esse noch einen Däner.

• x 1 #20


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Dr. Reinhard Pichler
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