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Thomas R.
Ich wünsche Dir alles gute. Danke für deinen Kommentar!
LG
Thomas

13.02.2017 13:50 • #21


pipkri
Hallo, ich bin neu hier, aber durch diesen Thread aufs Forum gestoßen.
Momentan habe ich auch ein ganz großes Tief. Ich war schon immer der eher Depressive Mensch und habe mich schon immer anhand von Partnern oder Freunden definiert.
Seit aber vor 3,5 Jahren meine Beziehung in die Brüche ging, wurde es immer schlimmer. Richtig schlimm wurde es dann vor 4 Monaten als mein bester Freund mir sagte, dass er seit 8 Jahren in mich verliebt ist. Da ich aber keinerlei romantische Gefühle ihm gegenüber hab, ging diese langjährige Freundschaft, die mich durch vieles begleitet hat, in die Brüche. Da wir viel zusammen unternommen haben, fehlt dies sehr.
Ich habe zwar viele Bekannte, bin regelmäßig unter Leuten, sei es auf Arbeit, auf dem Hundeplatz oder auf Gassi Runden.
trotzdem fühle ich mich sehr einsam. Keiner dieser Bekannten meldet sich von sich aus. Immer muss ich mal schreiben oder fragen, ob man sich trifft. Sonst ist Funkstille. Nach vielen Wochen wird dann mal gefragt, wie es mir geht.
Mittlerweile wird es so schlimm bei mir, dass ich fast Panik bekomme, wenn ich einen Tag mal keinen zum Gassi gehen habe oder Training ausfällt, weil ich den Nachmittag dann alleine verbringe. Auch Besuch hatte ich seit Jahren nicht mehr. Entweder ich fahre zu den Leuten, oder bin halt allein.
Ich kann zwar oberflächlich mit den Leuten reden, aber wirklich verstehen oder helfen kann mir da keiner. Dann kommt nur, ist ja nicht schön, oder das wird schon.
In den Arm genommen hat mich seit Jahren keiner wirklich. Bei meiner Mutter oder Oma kann ich es irgendwie nicht annehmen oder genießen und Freunde machen es nur zur Begrüßung (Ob es wirklich Freunde sind, kann ich nicht einschätzen, ich nenne es mal nur so)
Wenn ich Leute zu oft anschreibe oder mich mit Ihnen treffen möchte, fühle ich mich, als würde ich nerven. Also versuche ich es alles aufzuteilen, damit keiner von mir genervt ist und ich trotzdem nicht allzu oft alleine bin. Bin ich mit Leuten unterwegs, geht es mir meist recht gut. Bin ich dann wieder allein, bricht wieder alles über mir zusammen.
Bis auf meine Hunde habe ich eigentlich niemanden.
Psychische Erkrankungen sind ziemlich stark vertreten in meiner doch sehr kleinen Familie, weswegen ich mich da auch nicht wirklich mental unterstützt fühle. Wenn meine Mutter merkt, dass ich alleine eine Runde mit den Hunden gehe, wird immer angemerkt: schon wieder allein. Das zieht mich natürlich weiter runter. Und auch die Sprüche meiner Oma, warum ich noch immer alleine bin: ich muss mich nur mehr anstrengen und nicht immer nur mit den Hunden unterwegs sein. Aber das ist doch das einzige, was mich manchmal am Leben hält. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, wären meine Hunde nicht, wüsste ich nicht, warum ich noch leben sollte. Dazu noch die Gedanken, dass ich das meiner 82 Jährigen Oma nicht antun kann und dass wenn sie stirbt, meine Mutter komplett alleine wäre, lässt mich jeden Tag weiter machen.
Oft habe ich zusätzlich noch Angst, wie meine Mutter zu Enden. Sie selber ist wegen Depressionen und Burn Out wieder auf Kur. vor 10 Jahren das Gleiche. Sie ist arbeitstechnisch öfter krank geschrieben, als sie arbeiten geht. Glücklich ist sie da auch nicht. Single ist sie seit der Trennung von meinem Vater vor 28 Jahren.
Alle um mich herum werden zudem gerade schwanger, haben schon Kinder oder heiraten. Ich selber sitze Abend um Abend zu Hause mit meinen Hunden und kenne das Fernsehprogramm besser als jeder Hartz 4 Empfänger.
Ich möchte doch nur auch ein zwei Freunde, die sich bei mir melden, mit denen ich wirklich über alles reden kann und wo ich nicht das Gefühl habe, alles andere ist wichtiger als ich.
Dazu ein Partner an meiner Seite, der mich liebt.
Momentan macht mich glücklich, wenn ich Erfolge beim Training mit den Hunden sehe und ich mir irgendwas kaufe. Da ich eh schon nicht gut mit Geld umgehen kann, ist das eine schlechte Kombi. Auch Essen macht mich glücklich. schlecht, wenn man eh schon Diabetis hat und an Übergewicht leidet.
ich sehe aus diesem Ganzen einfach keinen Ausweg mehr und bin in diesem Strudel gefangen.
Ich befürchte auch, dass, wenn mein kleiner stirbt (wird demnächst 7 und hat seit meiner ersten großen Beziehung und dem ersten Studium und von zu Hause ausziehen alles mitgemacht) ich gar nicht mehr weiß wohin mit mir. Auch wenn er noch viele Jahre vor sich hat, hab ich schon jetzt Angst davor.

So, das war jetzt doch ein sehr langer Text und ich glaube, noch nie habe ich jemandem solchen Einblick gegeben.

Grüße
Kristin

14.02.2017 11:37 • x 3 #22



Hallo Thomas R.,

Gemeinsam gegen die Einsamkeit - Wege finden

x 3#3


Hallo

Ich bin neu hier seid heute ich würde mich freuen wenn mich einfach Leute anschreiben würden ich bin meistens alleine und gehe nicht viel raus nur um mit meinem Hund raus zugehen und selbst dabei habe ich immer MP3 Player an damit ich meine Ruhe habe vor Leuten .
Nicht falsch verstehen ich mag Menschen aber ich bin nicht besonders selbstbewusst und mein Selbstwerkgefühl ist nicht besonders hoch.
Ich möchte einfach nur neue Leute kennen lernen und einfach mit Leuten mehr lachen und reden. Meldet euch einfach wenn ihr Lust habt.

21.02.2017 07:22 • #23


Hallo Leute,
wie schreibe ich es, ohne dass es sich wie eine alte Leier anhört?

Also, ich bin auch zu oft alleine, was erstmal nicht soo schlimm ist. Schlimm ist eher das Gefühl der Einsamkeit, welches sich immer wieder meldet. Also habe ich mich hier angemeldet, Danke auch für diesen Thread. Auch ich würde mich über Kontakte freuen, bringt mein PF zum Überlaufen. (Frommer Wunsch, ich weiß!) Wenn ich dazu komme (zwecks Arbeitszeiten) antworte ich, telefoniere ich oder würde mich auch mit Leuten treffen (bin soweit mobil). s. auch "zwischen Bielefeld und Osnabrück" im TREFFPUNKT. Kurze Rede, langer Sinn,ich bin für --fast-- jede Schandtat bereit.

seid gegruselt--äh, gegrüßt,

lone eagle

21.02.2017 19:52 • #24


@ Kristin:
Du hast dir mal alles von der Seele geschrieben, bin beeindruckt. Würde es selber auch gerne mal so tun, aber mir fehlt noch der Stein des Anstoßes. Mal sehen...

21.02.2017 20:13 • #25


Natty
Zitat von pipkri:
...
Wenn meine Mutter merkt, dass ich alleine eine Runde mit den Hunden gehe, wird immer angemerkt: schon wieder allein. Das zieht mich natürlich weiter runter. Und auch die Sprüche meiner Oma, warum ich noch immer alleine bin: ich muss mich nur mehr anstrengen und nicht immer nur mit den Hunden unterwegs sein.
...
So, das war jetzt doch ein sehr langer Text und ich glaube, noch nie habe ich jemandem solchen Einblick gegeben.

Grüße
Kristin


Liebe Kristin,

danke für den offenen Einblick!

Da spüre ich die Belastung aus Deinen Schilderungen und kann viel davon sehr gut nachempfinden. Sehr schwierig ist für Dich, daß in Deiner kleinen Familie psychische Erkrankungen stark vertreten sind und besonders Deine Mutter anhaltend oft von Depressionen und Burn Out betroffen ist.

Die oben zitierten Anmerkungen Deiner Oma und Mutter finde ich sehr demotivierend für Dich. Versuche das nicht nah an Dich heran zu lassen. Aber ich weiß schon, das ist sehr schwierig. Ich glaube es wäre gut, wenn Du mit Deiner Oma und Mutter nicht mehr laufend in Kontakt wärst und statt dessen mit einem Menschen häufiger in Kontakt wärst, der positiver denkt und Dich motiviert. Ich weiß, leichter gesagt, als getan. Vielleicht wäre ein Umzug eine Möglichkeit? Du solltest mehr an Dich denken, sonst kannst Du auch nicht gut für Deine Mutter und Oma da sein.

Ich finde das prima, wenn Du mit Deinen Hunden raus gehst! Auch wenn Du allein gehst. Mit Hunden ist doch faßt immer nur einer alleine unterwegs, das ist doch normal! Und außerdem habe ich schon öfter gelesen, daß man mit Hunden unterwegs viel leichter Kontakt zu anderen Menschen findet. Vielleicht könntest Du ja mit den Hunden eine Hundeschule besuchen, oder einen Verein, um auch andere Hundebesitzer kennen zu lernen?

Liebe Grüße
Natty

21.02.2017 20:27 • #26


selbst hier wird man ignoriert für mich war es das hier in die kommunitie ist überall das selbe

22.02.2017 04:42 • #27


Thomas R.
Danke für deine Nachricht. Die Einsamkeit frißt sich durch die Seele. Es ist anders als Das Alleinsein, wenn man es denn genießen kann. Ich wünsche Dir alles gute und daß die Einsamkeits Gefühle nachlassen.

LG von
Thomas

22.02.2017 05:55 • #28


@pipkri, durch deine Hunde kommst du mit anderen Leuten in Kontakt, also ist es richtig viel mit ihnen unterwegs zu sein. Hast du noch ein Hobby worüber du Kontakte finden könntest?
grüße

22.02.2017 07:03 • x 1 #29


Zitat von KOCHPROFI71:
Hallo

Ich bin neu hier seid heute ich würde mich freuen wenn mich einfach Leute anschreiben würden ich bin meistens alleine und gehe nicht viel raus nur um mit meinem Hund raus zugehen und selbst dabei habe ich immer MP3 Player an damit ich meine Ruhe habe vor Leuten .
Nicht falsch verstehen ich mag Menschen aber ich bin nicht besonders selbstbewusst und mein Selbstwerkgefühl ist nicht besonders hoch.
Ich möchte einfach nur neue Leute kennen lernen und einfach mit Leuten mehr lachen und reden. Meldet euch einfach wenn ihr Lust habt.


Hallo Kochprofi,
so geht es mir auch, wenn ich raus muss (einkaufen, Termine etc.) immer Musik im Ohr in der Hoffnung, dass ich niemanden treffe und der mich anspricht. Am liebsten bin ich allein, aber nicht einsam. Das ist ja ein Unterschied. Ich meide Menschen, hängt mit Lebensgeschichte zusammen...aber andererseits tut es gut, sich mit jemanden auszutauschen, der ähnliche Probleme oder Schwierigkeiten hat.
LG Annie

22.02.2017 08:54 • #30


15.02.2020 20:15 • #31


Pusteblume83
Ablenken!
Sei es ein Spaziergang (jetzt zwecks Dunkelheit eher doof), ein Spiel auf dem Handy oder Katzenvideos, eine Fantasiereise hören, etwas im Haushalt tun, singen, mit Freunden telefonieren oder treffen.
Solange es irgendwie ablenkt gibt es da viele Möglichkeiten.

15.02.2020 20:23 • #32


NIEaufgeben
Augen zu und durch...
Es geht auch wieder vorbei

15.02.2020 20:26 • x 1 #33


Teetied
Was ist denn eine Tavor?

Im Moment gelingt mir das ablenken überhaupt nicht, bedeutet ich Weine und hadere mit meinem Leben und dieser ekelhaften Einsamkeit.

Wenn es mir mal gelingt, dann durch gute Bücher, YouTube, aber keine stupiden Videos sondern was zum lernen und weiter bilden, spazieren gehen, schwimmen, netflix hilft auch oft. Meine Gedanken aufschreiben bis der Kopf leer ist. Backen lenkt auch gut ab.

15.02.2020 20:27 • #34


Akinom
Travor ist ein Medikament,schreibe doch eine schöne Geschichte,dass lenkt auch ab. Liebe Grüße

15.02.2020 20:29 • x 1 #35


Danke für eure Tipps. Habe nun doch 1/4 Diazepam genommen.Beruhigt mich etwas.

15.02.2020 20:42 • #36


Maverick162
Stundenlang am PC zocken oder in eine Spielothek gehen

26.02.2020 02:29 • #37




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