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98

E

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Gast

Also, ich mache es kurz, ich glaube, dass ich ein guter Zuhörer bin, dass ich lustig sein kann trotz meiner Ängste, dass ich an sich für Freundschaften geeignet bin. Aber es wird immer schwerer eine Freundschaft zu halten und Zeiten wo Leute vergessen, was sie dir gestern noch geschrieben haben und sich zu Tode reflektieren, aber leider nur andere Menschen und nicht sich selbst hinterfragen. Und viele sehen in einem wohl eine Art Ersatztherapeut obwohl man dies nie sein wollte. Und wenn Du kein WhatsApp hast, dann können viele von vornherein nix mit Dir anfangen, weil kaum noch einer SMS schreiben möchte und ich bin maximal genervt wie Leute nur noch sich selbst sehen und annehmen dass andere Menschen nur existieren um ihnen zu helfen oder stundenlang zuzuhören. Und wenn man dann einem anderen erwachsenen Menschen erzählt, dass es mit der eigenen Freundin im Bett nicht klappt und das einen aktuell am stärksten belasten tut will das auch niemand hören. Aber ich muss mir immer alles anhören 😣

08.01.2025 x 6 #1


54 Antworten ↓
DrSeltsam

DrSeltsam
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Ich habe genau 3 richtige Freunde. Eigentlich wären es vier, aber einer ist aus tragischen gründen nicht mehr da..

Zwei dieser Freunde habe ich seit meiner Schulzeit, also gefühlt schon mein ganzes Leben lang (ich bin jetzt 54). Damals haben sich Freundschaften anders entwickelt, wobei ich mit "Damals" nicht die Zeit ohne Handy usw. meine, sondern unser Alter und den Stand unserer Entwicklung.

Mit zunehmendem Alter wird das glaube ich schwieriger (aber nicht unmöglich), weil zum einen oft die Zeit fehlt die eine Freundschaft braucht um zu "reifen", und weil Zeit zwischen 10 - 20 / 30 Jahren eine viel prägendere und unruhigere Lebensphase ist. Eine Freundschaft die sich zu der Zeit entwickelt und auch die Schul- / Studienzeit überlebt, hat gute Chancen ein Leben lang zu halten.

Zitat von laluna74:
Ich habe keine großen Erwartungen und möchte auch nicht, dass man an mich große Erwartungen stellt...

Das ist glaube ich das große "Geheimnis" einer Freundschaft.

Ich sehe das so: Wenn ich keine Erwartungen an den anderen habe und dieser auch von mir nichts erwartet, können wir beide uns in unserer "reinen Form" ganz offen und ohne Ängste etwas falsch zu machen annähern und wirklich kennen lernen. Wenn diese Phase überstanden ist, ist das Vertrauen so groß dass niemand mehr etwas erwartet, aber trotzdem alles haben kann. Und dann kann auch viel einfacher etwas verziehen werden, weil die Verbindung nicht mehr auf Geben und Nehmen beruht, sondern auf Zuneigung. Es gibt dann auch kein Ungleichgewicht, weil es einfach keine Rolle mehr spielt.

So eine Entwicklung ist im jungen Alter glaube ich viel einfacher als später, weil eben die Zeit und das Vertrauen fehlt sich auf sowas einzulassen. Meine einzige wirklich gute Freundschaft nach der Schulzeit habe ich während der Therapie geschlossen, weil ich da jemanden "von innen nach aussen" kennen gelernt habe. Hätte ich denjenigen auf normalem Wege kennen gelernt, wären wir vermutlich nie Freunde geworden oder es hätte viel länger gedauert.

04.10.2024 21:47 • x 3 #46


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A


Freundschaft im Jahr 2024, ich verstehe es nicht mehr

x 3


Butterfly-8539

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Zitat von oli3000:
@Luce1 Kann ich mega verstehen, ich hatte mal ein Problem mit Internetsucht und daher aus Prinzip nur ein Handy und kein Smartphone, aber mir wird vorgeworfen, dass ich nicht ständig und über WhatsApp erreichbar bin. Die Leute sollten alle mal 2 Wochen komplett ohne Sanftphone leben und dann würden die meisten ...

Ich benutze weder What´s App, noch facebook und den ganzen Zeug. Werde sehr oft mit dummen Sprüchen deshalb angemeckert, doch da ich kein Herdentier bin, ändere ich es auch nicht. Mein kleines Handy reicht aus, wenn ich es brauche, telefonieren muß, fotografieren müßte ggf. bei wichtigen Dingen wie vor kurzem einen Autoschaden von einem Bekannten. Ansonsten sende ich weiterhin SMS, oder ab und an auch MMS. Im Endefekt spare ich mir einiges da ich weder Flatrate noch sonstwas brauche. Diese einmaligen Nachrichten im MMS Verfahren sind es mir wert.
Ein Android habe ich seit einiger Zeit auch, aber es liegt daheim. Es ist mit dem Haus- W-lan verbunden was völlig ausreichend ist. Ich hasse es wenn überall nur noch Menschen, leider auch Kinder mit diesen Geräten vor der Nase herumlaufen und von der Umwelt gar nichts mehr mitbekommt. Leider auch mit den Ohrenstöpseln im Verkehr unterwegs sind und nicht mal rechts und links schauen. Eine schlimme Zeit ist das geworden und leider sind alle dermaßen abhängig geworden. Zum Glück könnte ich ohne weiterhin gut auskommen. Wir waren früher nicht erreichbar und es ist genug im Beruf erreichbar zu sein. Irgendwann braucht man auch seine eigene Ruhe.
Um dich zu beruhigen, auch mir ging es sehr oft so das ich anderen half und für sie da war, umgekehrt aber selten das der Fall war. Leider ist es auch heute noch oft so das meinen Hilfsbereitschaft gerne genutzt wird, doch kaum ein Gleichgewicht wie das Beispiel mit der Waage zustande kommt. Irgendwie bleibt oft der Beigeschmack ausgenutzt worden zu sein. Glaube in der heutigen Welt mit der Menge an Oberflächlichkeit und Egoismus, das es für viele normal ist ständig Hilfe haben zu wollen, aber nichts entgegenzubringen. Früher galten Freundschaften noch viel, sie wurde gepflegt, auch mal nachgefragt wie es geht, einem was besorgt wenn es von Nöten war und so wie aus meinen früheren Freundschaften, hält es auf ewig.
Die späteren Generationen kennen es leider nicht mehr so intensiv, oder haben es nicht gelernt was richtige Freundschaft bedeutet.

03.10.2024 23:49 • x 2 #33


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J
Lies Das indoktrinierte Gehirn von Dr. Nehls, dann weißt du, warum das so ist

x 2 #2


E
@oli3000

Mhm. Menschliche Treidel mit dem Fixpunkt Bauchnabel suchen sich ja häufig ihre seelischen Mülleimer danach aus, dass diese theoretisch gute Freunde wären - weil die eigene K. nur dort versenkt werden kann, wo es auch Platz dafür gibt. Du bist also ein guter Freund. Muss ja so sein, sonst würdest du nicht dafür ausgewählt.

Die Frage ist mMn, warum sammelst du, scheinbar überwiegend solche Menschen?! Liegt es vllt. auch daran, dass du am Anfang, also wenn man sich kennenlernt und so, zu lange die Tür für die falschen Menschen offen lässt und bei den richtigen Menschen zu schnell die Tür verschließt, um dich zu schützen?

Auf erstere geht man zu (durch die Hilfe). Letztere gehen auf dich zu. Beim Thema Angst spielt das vllt. auch eine Rolle, hinsichtlich der Kontrolle der Situation.

x 3 #3


E
@illum Das ist gut möglich, oft bin ich vorsichtig, wenn Leute gleich so begeistert von mir sind und möchte mir die Freundschaft lieber "erarbeiten" und dabei verkaufe ich mich oft unter Wert, weil ich denke dass ich als Freund nur interessant bin, wenn ich dafür mehr gebe als ich bekomme. Schlechter Selbstwert auf meiner Seite.

x 2 #4


Luce1
@oli3000

War im Urlaub.

Hab mein Handy absichtlich immer in der Wohnung gelassen. Hab’s nur für Fotos machen mitgenommen.
Möchte selber auch nicht immer erreichbar sein.

War geschockt, wieviele Urlauber selbst am Strand am handy hingen.

x 1 #5


E
@oli3000

Ich verstehe. Das leuchtet ein. Quasi ein Leistungsprinzip, das du dadurch integriert hast, obwohl eine Freundschaft ja keine Knechtschaft von Oli sein sollte, sondern im Gleichgewicht. Du verschiebst das Gewicht der Waage aber praktisch schon in deine Richtung und die andere Seite hebt dadurch ab - hält es für selbstverständlich, dass du sie trägst.

Mal angenommen du würdest das Gewicht nicht verschieben. Keine Leistung tragen. Wie verhalten sich die Menschen deiner Erfahrung nach als Reaktion darauf?

x 2 #6


E
@Luce1 Kann ich mega verstehen, ich hatte mal ein Problem mit Internetsucht und daher aus Prinzip nur ein Handy und kein Smartphone, aber mir wird vorgeworfen, dass ich nicht ständig und über WhatsApp erreichbar bin. Die Leute sollten alle mal 2 Wochen komplett ohne Sanftphone leben und dann würden die meisten sehen, was für eine krasse Abhängigkeit das ist.

x 1 #7


E
@illum Ich denke einfach, dass ich so als Mensch nicht ausreichend bin, das war schon immer so und ich habe das mit der Waage im Gleichgewicht noch nie ausprobiert aus Angst, dass es nicht klappt.

x 1 #8


Sonnenzauber
@oli3000 ja gibt’s wohl viele die jahrelang einen voll gequasselt haben aber sobald es einem selbst schlecht geht im Untergrund verschwinden.

x 3 #9


E
@Sonnenzauber Die meine ich! Da fragt man sich, warum man so lange zugehört hat und am Ende beleidigt wird von denen.

x 1 #10


Sonnenzauber
Aber noch viel mehr fällt mir auf wer von meinen Freunden mich mal anschreibt wie es mir geht. Und da kommen von 15 Leuten genau eine Person in frage das finde ich eher traurig.

x 5 #11


Sonnenzauber
@oli3000 Beleidigt wurde ich auch.

x 1 #12


E
@Sonnenzauber Ich verstehe nicht, warum diese Menschen denken, dass sie einen zum Abschied noch unbedingt weh tun müssen, sie hätten auch einfach nett gehen können. Und was mich ärgert ist, dass wenn ich ein Problem habe es dann oft hieß da geh mal in Therapie und ich aber nie so was gesagt habe, wenn die sich nur im Kreise gedreht haben und keinerlei Fortschritte machen.

#13


K
@oli3000


Vielleicht kann man sich jetzt einmal auf diese immer wiederkehrenden Muster in freundschaftlichen Beziehungen konzentrieren und sie genauer betrachten ? – was du ja bereits tust!@oli3000 Ohne das leidige Thema Kindheit und Bindung in den Vordergrund rücken zu wollen, wäre es vielleicht dennoch sinnvoll zu überlegen, ob dir diese Muster bekannt vorkommen. Falls nicht, kannst du deinen Blick auf andere Bereiche richten.

x 2 #14


K
Zitat von Sonnenzauber:
Und da kommen von 15 Leuten genau eine Person in frage das finde ich eher traurig.

Ähnliches Problem hier..

x 1 #15


E
Zitat von oli3000:
@Sonnenzauber Ich verstehe nicht, warum diese Menschen denken, dass sie einen zum Abschied noch unbedingt weh tun müssen, sie hätten auch einfach ...


Man muss auch nicht alles verstehen. Wichtig ist, dass du keine Schuld daran trägst. Es hat nichts damit zu tun, dass du falsch oder zu wenig wert bist, sondern das diese Menschen ein Problem mit sich selbst haben. Sie sehen uU nicht mal, was sie anrichten, weil ihnen dafür das Verständnis fehlt wie es anderen Menschen damit geht.

Dieser Selbstbezug, dass du eine Mitschuld trägst, kommt nicht von ungefähr. Das wird sich auch nicht in Luft auflösen. Aber ein Anfang wäre es vllt. dieses Warum abzubrechen. Es gibt kein Warum. Manche Menschen sind einfach so. Das hat nichts mit dir zu tun. Da muss ne Mauer zwischen. Du bist nicht verantwortlich für die Fehler anderer Menschen, nur weil du vllt. das Bedürfnis hast, auch die Fehler von anderen Menschen zu tragen wie ihre Sorgen und Probleme.

x 1 #16


Sonnenzauber
Ich halte nix von prüfe mal deine beziehungs Muster von früher aus der Kindheit manche Menschen haben einfach keinen Anstand das war’s. Ich halte auch nix davon dass Menschen aus toxischen Kindheits Mustern sich toxische Partner suchen. Jeder hat ja noch ein Gehirn und weiß genau wer einem gut tut und wer nicht.

x 2 #17

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K
Genau, der eine hält was davon der Andere nicht..

x 1 #18


E
@illum Das hast Du mega gut gesagt, das trifft es si genau, Danke Dir!

#19


Lerchen
Ich kann dich da sehr gut verstehen, @oli3000 . Heutzutage ist es praktisch ein Glücksfall einen Freund zu finden, dem der persönliche, unverfälschte und direkte Kontakt wichtiger ist, als ein belanglose Zwei-oder Dreizeiler per WA.

Viele Menschen haben es einfach schlicht verlernt. Die jungen Menschen kommunizieren ja praktisch nur noch per Smartphone. Sie kennen es einfach nicht anders. Schon 8jährigen laufen mit dem Ding herum und sehen die Welt um sich herum nicht oder höchstens durch den Bildschirm. Klingt extrem und ist es auch.

Ich persönlich lege im direkten Kontakt immer das Handy zur Seite. Wenn ich dann doch mal was schauen möchte, ist es mir direkt unangenehm und ich versuche es so schnell wie möglich zu erledigen um sich wieder auf den Menschen zu konzentrieren. Etwas anderes kommt mir nicht in die Tüte. Bin halt die Generation, welche ohne Mobiltelefon aufgewachsen ist. Hatte mein erstes Handy mit 20. Smartphone mit Anfang 30.

x 3 #20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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