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Chris333
Mitglied
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Zitat von moo:Guten Morgen Chris, danke für Deine Rückmeldung. Wie ich im Forum immer wieder vor Augen geführt kriege, hat man am meisten von (s)einem Thema, wenn man die Dialoge selber auch konsequent weiterführt. Insofern geben und nehmen wir hier uns m. E. gleichermaßen viel oder wenig - je nach Engagement und ...
Hallo moo,
du bringst wie immer wertvolle Gedanken vor. Ich muss mich immer etwas reindenken sozusagen, aber es ist immer eine Bereicherung!
Bei dem von dir vorgeschlagenen Rollentausch bin ich natürlich sofort in die Falle getappt, alles auf mich zu beziehen und mich zu verurteilen. Wird ein bisschen dauern das in Gänze abzustellen. Aber ich glaube, dass das für mich eine Schlüsselübung sein könnte. Danke!
Zur gewünschten Unterstützung der Schwiegereltern. Ich weiß nicht genau, womöglich hätte ich mir gewünscht, dass sie zumindest im Interesse der Kinder meine Frau noch einmal ins Gebet nehmen. Zumindest sie bitten zu warten, bis ich die Klinik hinter mir habe. Aber sie halten sich völlig heraus, sagen sie zumindest.
Zur Vorwegnahme der Ablehnung hinsichtlich sozialer Kontakte war es mir meistens lieber, es nicht darauf ankommen zu lassen ob ich Ablehnung erfahre oder nicht. Allein der Gedanke nur hatte so etwas vernichtendes. Habe auch ewig keinen Geburtstag gefeiert vor lauter Angst. Dabei waren meine Erfahrungen eigentlich immer gut. Wirklich unbeliebt war ich wohl nie. Ist wohl alles in der eigenen Rübe. Zumindest spiele ich in der Hinsicht jetzt mit offenen Karten was meine Erkrankung angeht. Es können meine engstens Kontakte jetzt gerne wissen. Früher undenkbar.
Zur Etikettierung der Genügsamkeit könntest du auch mal wieder ins Schwarze getroffen haben. Ebenso bei der Gefühlslage die ich beim Verlassen des Hauses empfinde. Viel Stoff um nachzudenken und zu lernen.
Habe mit den Kindern noch mal zwei schöne Nachmittage verbracht. Auch wenn ich beide Male zu meinen Eltern mit ihnen gefahren bin. Hat sich besser angefühlt, in meinem Zustand nicht allein mit ihnen zu sein. War auch okay, denke (hoffe) ich.
Präsent werden für mich jetzt die Gedanken, was aus unserem Haus wird, sollten wir uns scheiden lassen. Sie will es nicht und ich würde es gerne behalten, weiss aber nicht wie ich es mir leisten soll. Wir hätten es in ein paar Jahren abbezahlt gehabt und meine Frau hätte ihre Stelle reduzieren können. Unser Lebensabend wäre bequem gesichert gewesen. Tja, war wohl nix. Der Gedanke, nicht mehr ausreichend Geld zu haben macht mich jetzt aktuell sehr fertig...
Beim Nachdenken über unsere Beziehung ist mir auch noch einmal eine Sache bewusst geworden, die vielleicht für meinen jetzigen Zustand nicht ganz unerheblich war. Seit dem Beginn unserer Beziehung wollte meine Frau eigentlich so gut wie nie intim sein. Wenn ja, dann eher widerwillig. Ich habe eigentlich meistens Ablehnung erfahren. Sicherlich im Zusammenhang mit ihrer vergangenen Erkrankung. Habe mich soweit es ging damit arrangiert. Gut, ich sagte einmal, ich wäre langsam so verzweifelt, dass ich zu einer Prost. gehen wolle. Das war nicht okay. Und ich habe einmal ganz offen Kond. auf einen Kongress mitgenommen und sie das sehen lassen. Das war dämlich. Wie auch immer, seit etwa 1-2 Jahren klappte es mit ihr aber immer besser. Sie hatte Spaß daran gefunden. Tja, was soll ich sagen... Es spielt sicher eine Rolle, dass sie mich verließ als sie "Das" wieder konnte.
Liebe Grüße,
Chris
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