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NeonPixie
Zitat von Lokalrunde:
Richtig, die Zeiten sind zu unsicher geworden, weil ein Gefühl der Sicherheit fehlt...! Und es sind heute andere Zeiten als damals bei uns. Andere ...

Der Punkt mit der inneren Zufriedenheit und „wie man sich bettet” ist gut finde ich. Und ja, jede Generation hat ihre Krisen, der Kalte Krieg und Tschernobyl waren sicher sehr belastend.

Beim Bürgergeld und der Jugend von heute möchte ich aber einhaken. Die ZDF-Doku die da zitiert wird ist nicht gerade für ausgewogene Berichterstattung bekannt. Der Anteil der Menschen die dauerhaft und ohne Not im Bürgergeld verbleiben obwohl sie arbeiten könnten ist statistisch sehr klein. Der Großteil sind Menschen die trotz Arbeit aufstocken müssen oder nicht arbeitsfähig sind.

Und die Jugend die „alles ohne Arbeit bekommt“ steht vor Wohnungskosten die in vielen Städten das Drei- bis Vierfache von dem sind was eine Generation früher gezahlt wurde, bei Löhnen die das nicht annähernd gespiegelt haben. Das ist kein Wollen-Problem.

#21


Lokalrunde
Zitat von NeonPixie:
Der Punkt mit der inneren Zufriedenheit und „wie man sich bettet” ist gut finde ich. Und ja, jede Generation hat ihre Krisen, der Kalte Krieg und Tschernobyl waren sicher sehr belastend. Beim Bürgergeld und der Jugend von heute möchte ich aber einhaken. Die ZDF-Doku die da zitiert wird ist nicht gerade für ...

Nein, missverstanden, in der Doku geht es nicht um die Jugend von heute. Dort geht es "überwiegend" um Menschen, die ihre 30 Lenze schon erreicht haben. Alles andere aber entspricht der heutigen Normalität und wird auch von den Arbeitsagenturen so bestätigt! Und das hätte man noch vor wenigen Jahren als Lüge abgestempelt, die Zeiten ändern sich aber auch da wieder einmal. Ich war vor allem erschüttert das die derzeitige Arbeitsministerin keinen Bock auf ein Gespräch hatte nach dieser Doku, kein Wunder, wenige Tage vorab ihre Aussage es würde keine Unterwanderung in den Sozialsystemen geben!

#22


A


Einsam und hobbylos - war früher alles besser?

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NeonPixie
Zitat von Lokalrunde:
Nein, missverstanden, in der Doku geht es nicht um die Jugend von heute. Dort geht es "überwiegend" um Menschen, die ihre 30 Lenze schon ...


Im Bundeshaushalt 2026 sind rund 51 Milliarden Euro für Bürgergeld reserviert. Die Zahl der Widersprüche bei Jobcentern stieg 2025 auf über 500k. Ein Teil davon kommt von Betroffenen die zu Unrecht zur Rückzahlung aufgefordert wurden, ein anderer durch Behördenfehler.

Das Hauptproblem das Jobcenter-Insider benennen ist nicht primär Faulheit sondern die Diskrepanz zwischen Bürgergeld und Mindestlohn. Der Hebel wäre entweder den Mindestlohn anzuheben oder das Bürgergeld zu kürzen. Ob letzteres bei den aktuellen Lebenshaltungskosten machbar ist bleibt zu bezweifeln.

Es gibt also reale Systemprobleme, aber die sind komplexer als “Leute wollen nicht arbeiten”.

#23


NeonPixie
Zitat von Lokalrunde:
Wenn ich der heutigen jüngeren Generation zuhöre, denke ich manches Mal: Was wollt ihr? Allein die unendlichen Debatten zum Thema "Pflichten" wie beispielsweise der Bundeswehr. Ich musste zur Musterung mit 18 und wäre ich weggeblieben, gab es die Androhung, von den Feldjägern abgeholt zu werden. Und war man tauglich eingestuft, fand man sich ganz schnell in einer Kaserne wieder, bei mir 15 Monate.

Ich habe nicht gefragt und wurde nicht gefragt, wieso ich mein Leben für dieses Land einsetzen muss. Es war, weil es ein Muss war. Man konnte Ersatzdienst machen, aber der war noch länger. Das Einzige, was ich nicht gemacht habe: Ich habe keinen Eid abgelegt!

Und findest du Zwangsdienste an der Waffe gut?

#24


Lokalrunde
Zitat von NeonPixie:
Im Bundeshaushalt 2026 sind rund 51 Milliarden Euro für Bürgergeld reserviert. Die Zahl der Widersprüche bei Jobcentern stieg 2025 auf über 500k. Ein Teil davon kommt von Betroffenen die zu Unrecht zur Rückzahlung aufgefordert wurden, ein anderer durch Behördenfehler. Das Hauptproblem das Jobcenter-Insider ...

Ja das ist wahr, der Mindestlohn müsste rauf das weiß ich aber... das erzähle man einmal einer Reinigungsfirma wo überwiegend nur Aufstocker tätig sind.

#25


Lokalrunde
Zitat von NeonPixie:
Und findest du Zwangsdienste an der Waffe gut?

Zwangsdienste absolut NEIN, da hast du mich falsch verstanden, aber ich habe es gemacht weil es zu den Pflichten gehörte, wir sind uns einig dass in der Gesellschaft Pflichten notwendig sind, für jeden!

#26


NeonPixie
Zitat von Lokalrunde:
Zwangsdienste absolut NEIN, da hast du mich falsch verstanden, aber ich habe es gemacht weil es zu den Pflichten gehörte, wir sind uns einig dass in ...

Was du aber beschreibst war ein Zwang. Wobei ich nicht weiß wann du den Wehrdienst absolviert hast, aber zumindest den Dienst an der Waffe konnte man ja schon einige Zeit verweigern.

Wehrpflicht galt in Deutschland immer nur für Männer und im Prinzip auch nur für jene, die sich nicht entsprechend entziehen konnten.

#27


NeonPixie
Zitat von Lokalrunde:
Ja das ist wahr, der Mindestlohn müsste rauf das weiß ich aber... das erzähle man einmal einer Reinigungsfirma wo überwiegend nur Aufstocker ...

Nun, so unterstützen alle die in die entsprechenden Kassen einzahlen letztlich diesen niedrigen Lohn und dieses Geschäftsmodell.

#28


Lokalrunde
Zitat von NeonPixie:
Was du aber beschreibst war ein Zwang. Wobei ich nicht weiß wann du den Wehrdienst absolviert hast, aber zumindest den Dienst an der Waffe konnte man ja schon einige Zeit verweigern. Wehrpflicht galt in Deutschland immer nur für Männer und im Prinzip auch nur für jene, die sich nicht entsprechend entziehen ...

Natürlich war es ein Zwang, ich habe 1980 meinen Wehrdienst antreten müssen und war 15 Monate im Gebirgsjägerbataillon 232, und war in Bischofswiesen stationiert, bekam dort auch eine Einzelkämpferausbildung und war sehr oft unter Wetterbedingungen im schwer zugänglichen Gebirge. Ich sollte damals erst zu den Panzern nach Delmenhorst, worauf ich absolut keinen Bock hatte. Und ja, ich hätte Ersatzdienst schieben können, aber wie schaut eine Verteidigungspflicht aus? Ich nehme jede Bequemlichkeit und Freiheit unseres Landes gern an, das ist keine Selbstverständlichkeit, in Freiheit leben zu können, wie die Tatsachen uns belehren. Was also muss "ich" dafür zurückgeben? Und ich habe damals nicht lange überlegen müssen!

#29


Lokalrunde
Zitat von NeonPixie:
Nun, so unterstützen alle die in die entsprechenden Kassen einzahlen letztlich diesen niedrigen Lohn und dieses Geschäftsmodell.

Und dennoch ist es eine Tatsache, dass in einigen Bereichen, in denen Mindestlohn gezahlt wird, die Bediensteten nur aufstocken. Meine Ex arbeitet als Projektleiterin in einer großen Hamburger Reinigungsfirma. Die Aufstocker dort erhalten meist Bürgergeld und dürfen, ich glaube, zirka 150 Euro netto, zu ihrer Unterstützung pro Monat dazuverdienen. Und da gibt es grundlegende Probleme mit der Organisation. Du hast zwei Drittel nur Aufstocker und keiner von denen möchte fest einen Job mit diesem Mindestlohn! Keiner ist bereit, 8 Stunden an 5 Tagen in der Reinigung zu arbeiten, der Lohn liegt gerade bei 13,90 Euro. Und so ist man immer am Kämpfen, um die Objekte zu besetzen, weil Aufstocker nur 10–15 Stunden arbeiten dürfen. Da bist du als Unternehmer ganz schön am unteren Limit.

#30


Feuerschale
Zitat von Lokalrunde:
Und dennoch ist es eine Tatsache, dass in einigen Bereichen, in denen Mindestlohn gezahlt wird, die Bediensteten nur aufstocken. Meine Ex arbeitet als Projektleiterin in einer großen Hamburger Reinigungsfirma. Die Aufstocker dort erhalten meist Bürgergeld und dürfen, ich glaube, zirka 150 Euro netto, zu ihrer Unterstützung pro Monat dazuverdienen.

Nein, die können soviel verdienen wie sie können und am besten auch sozialversicherungspflichtig tätig werden, da zahlen sie dann ja auch selbst in die Alg Versicherungen, Rentenversicherung und KV ein. Es wird auch nicht 100 % abgezogen vom BüG sondern prozentual gestaffelt. Ziel soll aber ja sein, dass möglichst eigenes Einkommen erzielt wird und sie ggf. mit einem vollem Einkommen aus dem Bürgergeld rausgehen, ggf. noch mit Wohngeld oder Kindergeld.

Mini Jobber gelten nicht unbedingt als Aufstocker, sondern als noch gar nicht vermittelt und werden auch im BüG in der Regel weiter aktiviert, bis dass sie eine "volle" Tätigketi haben....

Also im Bereich Aufstocker werden eigentlich die gemeint, die neben Alg1 noch BüG beziehen....Aber umgangssprachlich kann man auch Aufstocker sagen, die nebeni hrem Einkommen noch BüG beziehen, das können und sind aber durchaus dann eher Leute mit einer SV pflichtigen Tätigkeit über Mini Job Grenze.

#31


Lokalrunde
Zitat von Feuerschale:
Nein, die können soviel verdienen wie sie können und am besten auch sozialversicherungspflichtig tätig werden, da zahlen sie dann ja auch selbst in die Alg Versicherungen, Rentenversicherung und KV ein. Es wird auch nicht 100 % abgezogen vom BüG sondern prozentual gestaffelt. Ziel soll aber ja sein, dass ...

Ja, aber bleiben wir doch mal realistisch: Wenn jemand im Bürgergeld einen Nebenjob aufnimmt und, sagen wir mal, damit 1200 Euro brutto verdient, was bleibt ihm dann "zusätzlich zum Bürgergeld-Regelsatz" und wie viele Stunden muss er dafür arbeiten? Es verbleiben ihm grob 350 Euro, wenn alles mit rechten Dingen zugeht und nicht "schwarzgearbeitet" wird. Wer wäre also so dumm, dafür noch zu arbeiten? Und dies oder andere noch krassere Beispiele zeigte man ja auch in der Dokumentation.

Quelle: https://hartz4widerspruch.de/ratgeber/f...einkommen/

#32


Rick
Ich habe hier nicht alles durchgelesen, aber kennst du @Christian_81_ Postcrossing?

Das habe ich für mich entdeckt und kann es sehr empfehlen. Das ist eine tolle Sache.

Über die Postcrossing-Seite erhältst du Adressen (weltweit), und für jede Postkarte, die du verschickst, erhältst du eine Postkarte.

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Feuerschale
@Lokalrunde was heißt dumm, ich nenne es Eigenverantwortung. Man lebt als erstes aus eigenen Kräften und Einkommen, der Staat ist nur da, um Not zu vermeiden falls DANACH trotzdem etwas fehlt. Und viele halten das auch so.

#34


A


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Dr. Reinhard Pichler
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