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User_0815_4711
Zitat von sarah2:
Ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass es heißt du musst mehr reden.

Wer hat das gesagt?

Du bist eine Frau, vielleicht mach das die unterschiedliche Erwartung aus? Die alten stereotypischen Zuschreibungen: Frau redet, Mann schweigt.

Zu mir hat ein einziges Mal jemand gesagt, warum ich beim ersten Treffen (es waren mehrere Leute bei einem fachlichen Ausflug) nichts geredet habe. Soooo schlimm sei es mit mir doch gar nicht.

#41


Soulmate_2026
@sarah2
Hey Sarah,
ich habe einmal fast drei Stunden lang schweigend mit jemandem auf einem Steg am See gesessen. Auch das war eine tiefe Form der Verbundenheit und steht für das innere Gefühlsleben und die Gedanken. Die ruhige, sprachlose Beobachtung der Natur und der Frieden im Moment zeugen von der tiefen Verbundenheit zu einem anderen Menschen oder zu sich selbst in dieser Stille. Man muss nicht immer das „große Besteck“ herausholen.
Alles Liebe 👋

#42


A


Das Gefühl haben nirgends hinzupassen

x 3


S
Gerade wenn man sich in diesen subklinischen Autismus oder subklinische Neurodiversität befindet passt man nirgends rein.
Bei Neurotypischen Menschen eckt man an.
Bei Autisten und neurodiversen Menschen eckt man an.
Man passt nicht ins Nerdtum.
Und auch nicht ins Einzelgängertum.

#43


Soulmate_2026
@sarah2
Das stimmt genau. Man muss sich aber nicht verändern, um dazuzugehören. Der richtige Platz nimmt einen so, wie man ist. Man mag dich genau so, wie du bist. Verstellung kostet nur Kraft und macht auf Dauer müde. Dein Wert hängt nicht davon ab, ob du einer Gruppe gefällst 🙂

#44


S
Zitat von Soulmate_2026:
Das stimmt genau. Man muss sich aber nicht verändern, um dazuzugehören. Der richtige Platz nimmt einen so, wie man ist. Man mag dich genau so, wie du bist. Verstellung kostet nur Kraft und macht auf Dauer müde. Dein Wert hängt nicht davon ab, ob du einer Gruppe gefällst

Nur diesen Platz zu finden ist sehr schwer.

#45


Soulmate_2026
@sarah2
Das stimmt voll und ganz, Sarah. Es ist oft ein weiter Weg, bis man die richtigen Menschen findet. Umso schöner ist es dann, wenn man feststellt, dass es diesen guten Austausch und das echte Verständnis tatsächlich gibt. Manchmal dauert es eben etwas, bis man jemanden trifft, der einen wirklich versteht. Aber solche Momente zeigen dann doch, dass es sich lohnt, offen zu bleiben. 🍀

#46


R
Nach meinem Erleben ist dieser Platz vor allem in einem selbst. Natürlich ist man dann nicht der extrovertierte Spaßmacher in der Öffentlichkeit, aber ist Einzelgänger mit gelegentlichen Kontakten, der sich mit sich wohlfühlt nicht auch o.k.? Warum von allen geliebt werden wollen während man genau weiß, dass man anders ist, warum nicht nur von einigen wenigen? Zwischenmenschlichen Kontakt gibt es in vielfältiger Form, sogar eine Verkäuferin gehört dazu, der Arzt, der Therapeut usw. dazu braucht es keine engen Beziehungen. Nur wenn man locker darauf ist, nimmt man auch Kontakt zu fremden auf, das ist meist kurz und schmerzlos. Wenn ich spüre, dass ich zu mir gehöre, was dann noch im Außen?

x 1 #47


Soulmate_2026
Doch wer ist dann da, um dich in den Arm zu nehmen, deine Hand zu halten und zu sagen: „Gemeinsam schaffen wir das”? Diese Person, die dir in schweren Zeiten den Rücken stärkt, wartet oft an Orten, an denen du sie vielleicht nicht direkt vermutest.

#48


S
Naja. Erst einmal ist da mein Ehemann. Auch wenn er das mit den ständigen Schmerzen nicht immer wirklich versteht.

#49


Rudi
@sarah2
Hallo,das hat mich neugierig gemacht darf ich fragen was das für besondere Hobbys sind.
Lieber Gruß

#50


User_0815_4711
Zitat von Soulmate_2026:
Doch wer ist dann da, um dich in den Arm zu nehmen, deine Hand zu halten und zu sagen: „Gemeinsam schaffen wir das”?

Diese Person ist in dir, also du selber.
Auf das Außen ist sowieso kein Verlass.
Und am Ende ist man immer alleine.

#51


F
@sarah2
Ja, mir geht es im Grunde auch so. Small talk interessiert mich einfach nicht.
Aber was meinst du mit Normen und Ritualen?

#52


S
Zitat von Fjedor:
Ja, mir geht es im Grunde auch so. Small talk interessiert mich einfach nicht.
Aber was meinst du mit Normen und Ritualen?

Damit meine ich so Dinge wie: Smalltalk, etwas verschenken, gratulieren, etwas ausgeben, Lächeln, zusätzliche Floskeln z.b in Briefen, Aussagen verpacken oder nicht direkt aussprechen, genug Emotionen zeigen so in diese Richtung vor allem eben wenn es mehr oder weniger gezwungen ist.

#53


S
Smalltalk ist auch nicht so mein Ding. Ich kann es zwar wenn es sein muss, aber nicht zu lange, dann schalte ich innerlich einfach ab. Komme bestimmt dann auch manchmal merkwürdig rüber, insbesondere in Gruppen. Macht mir aber auch nichts aus, bin eben wie ich bin.

x 1 #54


User_0815_4711
Zitat von sarah2:
Smalltalk, etwas verschenken, gratulieren, etwas ausgeben, Lächeln, zusätzliche Floskeln z.b in Briefen, Aussagen verpacken oder nicht direkt aussprechen, genug Emotionen zeigen so in diese Richtung vor allem eben wenn es mehr oder weniger gezwungen ist.

Habe versucht, mich daran anzupassen.
Hat nicht geklappt, ist aber auch vollkommen egal, es hat mir nicht geschadet.
Bin aber auch schon "alt".

#55


Soulmate_2026
@sarah2
Das ist eine extrem starke und reife Einstellung. Heutzutage erfordert Authentizität, also wirklich man selbst zu sein, ohne Maske oder Schauspielerei, eine Menge Mut. Es ist einfacher, Erwartungen zu erfüllen, als zu den eigenen Ecken und Kanten zu stehen. Menschen, die echt sind, wirken oft wie ein Magnet. Sie strahlen eine innere Ruhe und Sicherheit aus, da sie keine Energie dafür verschwenden müssen, eine Fassade aufrechtzuerhalten. Es ist oft ein längerer Prozess, diesen Punkt zu erreichen, da der gesellschaftliche Anpassungsdruck – besonders durch soziale Medien – sehr groß ist. Umso beeindruckender ist es, wenn Menschen diesen Weg konsequent gehen. Und das meine ich genau so 💯

#56


A


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Dr. Reinhard Pichler
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