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Meine Mutter hat sich (mit über 70) über Depris und Ängste informiert (hat ein Heft von ihrer Krankenkasse) und seit dem reagiert sie sehr verständnisvoll und sogar aufbauend. Tante Und Onkel von mir schieben das beiseite, verstehen das überhaupt nicht, sind aber nicht ablehnend oder so. Meine Tochter hat sich zurückgezogen... es war wie ein Graben zwischen uns, wenn ich davon gesprochen habe... ich vermute, sie hatte Angst, dass ich von ihr therapeutische Hilfe erwarte (sie hat gerade ihr Psychologiestudium abgeschlossen). Seit ich ihr wenig von den negativen Seiten erzähle und wenn, dann auch sehr sehr sachlich, seitdem höre ich wieder öfter von ihr und sie ist viel lockerer. Ich glaube, man kann das Verhältnis Mutter-Kind nicht einfach so umdrehen (dass man als Mutter rumweint und jammert und sich womöglich an das Kind klammert).
Bei Kollegen und Freunden/Bekannten bin ich sehr offen. Einige können nicht damit um und gehen mir aus dem Weg, kommen erst wieder, wenn es mir besser geht. Das ist nicht böse gemeint, sie sind einfach hilflos und nicht informiert. Die meisten nehmen es so hin , und ich rede auch nicht mehr so viel darüber... bei sehr wenigen kann ich auch jammern, bzw. sie merken gleich, dass etwas los ist und fragen nach. Aber immerhin, diese Menschen gibt es auch.
Es gibt tatsächlich immer mehr Menschen., die an Depressionen und Ängsten leiden, oder achte ich da mehr drauf als früher?
Diejenige, die mit der Diagnose das größte Problem hat, bin ich selber! ich kann damit nicht um, mal gehts mir einigermaßen, dann werde ich durch irgendwas daran erinnert: ach ja, ich bin ja psychisch krank... dann geht bei mir die Angst los. Daran will ich in der Therapie arbeiten, unter anderem...
LG Moni
18.03.2017 19:50 •
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