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Köln-Süd
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Ich wünschte dieser Sch** würde endlich aufhören wie lange geht das noch gut, ich lerne es auch nicht. Warum hilft mir denn niemand, will ich schreien und dabei lenke ich von meiner eigenen Handlungsunfähigkeit ab. Es ist so hoffnungslos und langweilig, ich weiß nicht was ich will, ich weiß aber definitiv, dass ich am liebsten gar nicht mehr hingehen würde. Warum bin ich denn so? Es muss doch mal aufwärts gehen selbstverständlich auch mit Rückschlägen. Warum fühlt es sich so an und ist auch größtenteils so als würde ich nichts in der Hand halten, als wäre meine Persönlichkeit nicht greifbar. Ich habe keine Beziehung zu mir selbst und zu nichts, so fühlt es sich an. Warum bin ich schon immer anders gewesen und wurde immer so (schlecht) behandelt? Ich will kein Mitleid und auch kein Mitgefühl, ich will es doch nur verstehen... ich fühle mich allein(gelassen) und verlassen in mir.

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Danke1xDanke


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Raum Nürnberg / Fürth / Erlangen
60
  20.03.2017 19:19  
Ra87 hat geschrieben:
Warum hilft mir denn niemand, will ich schreien und dabei lenke ich von meiner eigenen Handlungsunfähigkeit ab.


Ra87 hat geschrieben:
ich fühle mich allein(gelassen)


Hi Ra87,

das kommt mir so unheimlich bekannt von mir selber vor. Nur daß ich, im Gegensatz zu Dir, privat und geschäftlich gar nicht weiß was ich von den vielen "Bergen" zuerst machen soll. Es führt aber auch dazu daß ich öfter privat dann gar nichts mache und die Berge immer größer werden. Ich fühle mich wie eine Maschine die ständig fremdgetrieben funktionieren muß und die kaum mehr Entscheidungsfreiheit darüber hat, was sie machen soll.

Ich glaube, bei mir ist es die Gewissenhaftigkeit, Sicherheitsbedürfnis und der Perfektionissmus, der mich aus diesem Hamsterrad oft nicht ausbrechen läßt. Verursacht wird dergleichen in den ersten Lebensjahren, heißt es und glaube ich.

Nachdem die Erträumten Wunder nicht passieren und man selbst nicht in der Lage ist einen radikalen Schritt zu machen, dann bleibt nur sich die aktuelle Situation so erträglich wie möglich zu machen und in kleinen Schritten versuchen etwas zu ändern.

Ich schicke Dir eine große Portion Zuspruch und Trost

Liebe Grüße
Natty

Danke2xDanke


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  21.03.2017 17:43  
Ra87 hat geschrieben:

Ich glaube Unterforderung ist ebenso kein gewollter Dauerzustand wie Überforderung. Wobei ich ehrlich gesagt sagen muss, dass ich bei Überforderung wenigstens noch was dazulernen würde und die Zeit doch auch schneller vergeht. Ich stecke hier momentan fest und die Ziele sind klar definiert und dafür muss ich mit dem Chef reden, damit diese auch eintreffen können. In den Sommer gehe ich nicht mit 40 Stunden! Das mit dem Schmerzensgeld ist auch so eine Sache... es ist ja eben nur kostendeckend und viel bleibt da nicht übrig.

Wenn ich überlege, dass unsere Aushilfe (Stundentin) fast 10 Jahre jünger ist und ständig reist und Urlaub macht, wie jeder "normale" Mensch auch. Da geht gleich wieder die Kiste auf und der Clown schreit "Du Versager, du hast es eben nicht verdient!" Ich habe so vieles im Leben verpasst und die Zeit kann man nicht zurückdrehen. UNd aktiv werden und was ändern fällt mir auch sehr schwer, es ist ein Rattenschwanz.. in 5 Jahren - falls ich da noch lebe - kann ich mir nicht vorstellen ein geregeltes und normales, erfülltes Leben zu haben. Es ist ziemlich abstrakt und das ist keine Momentaufnahme und getrübt von schlechter Laune. Denn ich bin heute ganz normal/nüchtern gelaunt...


Lieber Ra!

Ich kenne das auch sehr gut! Unterforderung hat mich in meinem Job auch zum ersten Mal so richtig leiden lassen. Und dabei war es einfach der Anfang, mal darüber nachzudenken, ob ich mich eigentlich nicht vorher eher überfordert habe. Für einen Job, den man gut in der Zeit hinkriegt, beneiden einen ja die anderen oft. Ich konnte aber nur tatenlos zusehen, wie ich vier Stunden pro Tag im Internet gesurft bin, alles, was mir so Spaß gemacht hätte, konnte ich nicht wahrnehmen, stattdessen die ständige Konfrontation mit mir selbst.

Ich kenne das Gefühl, dass die Zeit bedrohlich wirkt, dass ich mich wie 70 fühle, weil ich morgens schon über das Mittagessen nachdenke und am Morgen nicht aufstehen kann für etwas, das Spaß macht. Das sind alles bedrohliche Dinge und an denen kann man sicher nur Schritt für Schritt etwas ändern und das kostet viel Kraft.

Was aber sicher ein Schritt ist, den man trotz allem Leiden versuchen könnte, ist, die eigene Arbeit so zu gestalten, wie man es gerne hätte. Mach dir einen Plan, wie so ein Tag aussehen könnte oder was in ein paar Jahren sein soll. Mega schwer ich weiß. Aber Leiden muss nicht die Alternative sein. Ich glaube, vieles entsteht im Kopf, im Denken. Und wenn es da heißt, du hast so vieles verpasst, dann wird es auch weiter so heißen, selbst wenn du etwas unternimmst. Vielleicht kannst du da auch ansetzen und dich selbst gut behandeln. Dann hast du nämlich den Versager-Gedanken etwas entgegen zu setzen. Ich weiß, dass das schwer ist, es ist nur eine Anregung...

Ich wünsche dir alles Liebe und viel Kraft!

Danke1xDanke


  14.04.2017 10:15  
Ra87 hat geschrieben:
Warum hilft mir denn niemand

1) Warum sollte dir jemand anderer helfen? Die anderen sind für dich nicht zuständig, sondern jeder nur für sich!
2) Warum hilfst du dir selbst nicht?

Ra87 hat geschrieben:
ich weiß nicht was ich will

Schonmal darüber nachgedacht, dass genau das dein Problem ist? Tu was du willst, sei das ganze Gesetz. Aber wenn du nicht weißt was du willst - wie soll dann etwas Vernünftiges aus dir werden?

Setze dir am besten nur EIN Ziel, und strebe es mit aller deiner Energie an! Alles andere lass links liegen, weil es nur von deinem Ziel ablenken würde. Verzettele dich nicht. Wenn du zb viel Geld haben und dadurch finanziell unabhängig werden willst, dann richte dein ganzes Leben so ein, dass du den gewünschten Betrag kriegst, koste es was es wolle. Und den Betrag muss du schon vorher genau definieren und stets vor deinem geistigen Auge sehen. Nur wenn du deine ganze Energie darauf richtest, wird diese Vision mit der Zeit auch Realität. Es funktioniert, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber du darfst dich nicht davon ablenken oder abbringen lassen.





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Köln-Süd
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  18.05.2017 17:53  
Maro hat geschrieben:
1) Warum sollte dir jemand anderer helfen? Die anderen sind für dich nicht zuständig, sondern jeder nur für sich!
2) Warum hilfst du dir selbst nicht?


Schonmal darüber nachgedacht, dass genau das dein Problem ist? Tu was du willst, sei das ganze Gesetz. Aber wenn du nicht weißt was du willst - wie soll dann etwas Vernünftiges aus dir werden?

Setze dir am besten nur EIN Ziel, und strebe es mit aller deiner Energie an! Alles andere lass links liegen, weil es nur von deinem Ziel ablenken würde. Verzettele dich nicht. Wenn du zb viel Geld haben und dadurch finanziell unabhängig werden willst, dann richte dein ganzes Leben so ein, dass du den gewünschten Betrag kriegst, koste es was es wolle. Und den Betrag muss du schon vorher genau definieren und stets vor deinem geistigen Auge sehen. Nur wenn du deine ganze Energie darauf richtest, wird diese Vision mit der Zeit auch Realität. Es funktioniert, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber du darfst dich nicht davon ablenken oder abbringen lassen.


Mag ja nett gemeint sein, nur glaube ich nicht, dass du die Depressionen und alles andere unterschätzt, dass es weitaus schwieriger und komplexer macht als für einen Normalo!





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Köln-Süd
460
  27.06.2017 12:57  
Ich muss mich nochmal melden mit der Hoffnung aufmunternde Worte zu erhalten, denn ich bin jetzt wieder ziemlich weit unten. Ich hatte vor 4 Wochen frei und habe in dieser Zeit nur in den Tag hineingelebt und mir ging es - wie so oft wenn ich mal nicht arbeiten gehen musste - schlecht (sehr paradox wie ich finde).

Aufgrund vielen Stresses habe ich mich jetzt die letzten Tage sehr schlapp gefühlt und bin komplett ausgelaugt und habe ständig nur negative Gedanken und fühle mich von allem wirklich von allem gestresst. Ich müsste mir was zu essen machne, aber eigentlich müsste ich doch auch noch dieses und jenes machen. Wenn ich abschalten will denke ich daran, dass ich jetzt erstmal gestern und heute krankgeschrieben wurde und noch mal zum Arzt gehen wollte, weil ich nicht mehr kann.. aber ich habe auch - was so oder so immer der Fall ist - schlechtes Gewissen und merke wie sich die negativen Gedanken gegen mich richtigen "Du bist schwach" "Du kriegst nichts auf die Reihe" .... was soll ich nur tun? Ich komme seit Tagen nicht mehr aus dieser Spirale raus und würde am liebsten alles hinschmeißen.... wozu das ganze? Ich habe mein Leben lang das Gefühl immer nur zu tun buw. es zu müssen, aber nicht zu wollen und nicht zu können, doch was ich will weiß ich auch nicht. Ich fühle mich wie ein kleines Kind und absolut ausgeliefert und nicht selbstständig



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Niedersachsen
6448
  27.06.2017 14:31  
Du musst doch kein schlechtes Gewissen haben , weil es dir nicht gut geht.
Für mich klingt das nach einer depressiven Episode.
Hintergrund ist natürlich, daβ du allgemein mit deiner Lebenssituation
unzufrieden bist.

Danke1xDanke




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Köln-Süd
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  27.06.2017 14:41  
Cati hat geschrieben:
Du musst doch kein schlechtes Gewissen haben , weil es dir nicht gut geht.
Für mich klingt das nach einer depressiven Episode.
Hintergrund ist natürlich, daβ du allgemein mit deiner Lebenssituation
unzufrieden bist.


Danke Cati!

Seit dem ich einen anderen Arzt gesucht habe und hier sitze geht es mir schon besser. Musste mehrfach meine Tränen unterdrücken so als würde ich mich frei machen und .... ihm sagen wie es ist .... nicht (nur) dass es mir körperlich sondern vor allem seelisch sehr mies geht.

Ich bin sehr unzufrieden mit allem leider und habe keine kraft mehr... will nicht wieder aufzählen was es ist aber neben der ganzen Umstände werde ich sehr sehr bald 30 Jahre alt. Was zum Geier habe ich getan?!



8545
7
Niedersachsen
6448
  27.06.2017 14:56  
Jetzt komm erst mal zur Ruhe.

Danke1xDanke




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Köln-Süd
460
  08.08.2017 05:51  
Mal eben von Anfang bis Ende - natürlich zu nehmend immer weniger durchgelesen und eher überflogen - den Thread durchgegangen. Es hat sich nichts geändert, leider. Mein 2 wöchiger Urlaub ist in einigen Tagen rum, ist das Glas halb leer oder halb voll? Auf jeden Fall eher halb leer vielleicht auch weniger. Es muss mich jemand packen und schütteln. Zum ganzen "Schlamassel" sind in der Zwischenzeit auch weitere ernsthafte Probleme hinzugekommen. Auto schrott gegangen, was mich in meiner Unabhängigkeit eingeschränkt hat, Schulden, die der Staat ab November von mir fordert (BAföG) mit ner happigen Rate (für 8 Jahre, einen Studienkredit zahle ich schon ab) und was noch auf mich zukommen kann: eine mögliche Gerichtsverhandlung wegen eines sehr, sehr, sehr blöden "Unfalls", der keiner war, jedoch sieht das ganze von außen betrachtet nicht so gut aus. Ich weiß nicht was noch kommt, ich weiß nicht wie ich das alles schaffen soll. Suchte nach Jobs die Tage, überlegte, machte Pläne wegen eines neuen Gefährts, eines Jobs in dem ich nicht so wenig verdiene, wo ich dann auch wenn der Job nicht so prickelnd ist wenigstens die Kohle stimmt. Schmerzensgeld ist hier eine passende Bezeichnung. Ich merke aber immer wieder die Spannung, den druck, die Angst, Unsicherheit... ich will das nicht, ich kann das nicht...... jedenfalls habe ich seit meinem Jobantritt nüchtern betrachtet mit Sicherheit so um die 2-300€ weniger verdient als ich könnte, ab sofort wäre es doch drin. Das wäre dann übrigens schon mal der "neue" Gebrauchtwagen für den ich das Geld zusammenkratzen muss und da ich mich mit Entscheidungen sehr schwer tue dann ohne Auto da stehe. Das Geld muss langsam mal fließen... Und mein Urlaub? Mal wieder nicht! Peinlich... ich komme nach 2 Wochen SOMMERURLAUB zurück in diesen Mistjob und kann mir schon überlegen was ich dann sage, wenn es heißt na wo bist Du gewesen? Ich habe nichts getan, nicht mal in die Sauna/Therme oder ins Kino bspw. und das frustriert mich sehr.

Will einerseits eine Anleitung haben SO ERLEBEN SIE ETWAS IN IHREM LEBEN und andererseits auch echt paar Hiebe und das jemand eingreift mich packt, an die Hand nimmt... ich bin so ein kleiner Junge und es nervt mich so sehr. Ich habe Angst, dass es immer so weiter geht, immer weiter. Mit der Zeit werden die "Missetaten" bzw. die Verschwendung von BEWEGUNG, ERFÜLLUNG, dem Streben nach einem guten Leben eben, unerträglicher?! Ich weiß, dass Verbesserungspotenzial vorhanden ist, da ich unzufrieden bin in sovielen Bereichen!). Ich habe Angst vor dem Tod, weiß nicht was danach kommt und mich umbringen wäre feige und, das hört sich schon ziemlich pathetisch an, zu spät. Dann wäre ja das ganze Leid und die Qual umsonst gewesen und ... vielleicht gehört das auch zu mir: Durchhalten bis zum Ende, egal wie, aber durchziehen.... nur ist das ein nie endender Tunnel... und wie angesprochen neue Probleme kommen hinzu, die mein Leben nicht angenehmer machen.

warum habe ich denn wieder soviel geschrieben? Es tut gut... ich merke wie verdammt einsam und allein ich bin, so einsam war ich noch nie in meinem Leben, hatte ich doch immer wieder Kontakt zu Mitmenschen. ich merke wie sich der Kreis schließt die letzten Jahre. Es wirdi mmer anstrengender Kontakt zu halten. Klar ich habe meine Freundin. Ich habe ein paar Freunde, wobei das auch schon sehr lose ist... ich erwische mich dabei wie die Phasen in totaler Abschottung (zuhause vor dem PC) immer länger werden, ich Menschenkontakt auch gerne mal tagelang meide, nachts am liebsten aktiv bin. Kann ich mit dem Text hier irgendwie Geld machen? Ach ja ... ich bin ein seltsamer Mensch. Das lustige ist, dass ich glaube ich 0,0 so aussehe und mich im Alltag verhalte wie jemand der so sehr in sich gekehrt und gefangen ist. Oh, da kommen langsam positive Gedanken: Ich sehe gar nicht aus wie ein einsamer "Nerd" (ist das der natürlcih Überlebenstrieb? Ich muss schon lachen über meine Gedankengänge..) Und dann gleich wieder negative Gedanken: Oh, du bist überheblich.. so gut siehst du nun auch wieder nicht aus.



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RGB-West
4768
  08.08.2017 21:41  
Ich kann's nur nochmal schreiben: Du musst raus aus der ollen Firma; solltest aber was sicheres für danach haben. Findet man natürlich alles nicht so leicht. So abgef. wie es auch ist, das ist kein Grund für 'nen Suizid. In meinen Augen zumindest nicht. Falls Du 'nen Heist planst, bin Ich dabei.

Danke1xDanke




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Köln-Süd
460
  09.08.2017 17:53  
Veritas hat geschrieben:
Ich kann's nur nochmal schreiben: Du musst raus aus der ollen Firma; solltest aber was sicheres für danach haben. Findet man natürlich alles nicht so leicht. So abgef. wie es auch ist, das ist kein Grund für 'nen Suizid. In meinen Augen zumindest nicht. Falls Du 'nen Heist planst, bin Ich dabei.


ja und ich meinte auch nicht wirklich micj umzubringen. eher einen cut zu machen von wegen krankschreiben/ sagen was Sache ist "kein Bock mehr auf diese dumme fette verbitterte giftschlange und die und miese Bezahlung ohne jegliche Wertschätzung bzw. mir macht der Mist kaum Spaß, Bye!" ernsthaft... ich kann in meinen 2 Wochen Urlaub anfangs was abschalten aber dann geht es los uns die letzte Woche jetzt ist purer Horror.

lustigerweise denke ich immer mal wieder an einen real life heist bzw. denke auf konventionelle Art uns Weise wird das alles nichts. selbstverständlich ohne das Menschen wirklich zu schaden kommen, jedenfalls keine die es nicjt verdient hätten

Danke1xDanke


6587
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RGB-West
4768
  09.08.2017 19:41  
Ja, Ich auch seit Jahren, kein Witz. Bank heist bevorzugt. Legitim. Wer Tante Emma beklaut, schmeckt den Bordstein. ÄÄh, ja. Wenn Du den Abgang machen solltest, sag' der Schlam, ää, Schlange mal was Sache ist, denn das befreit etwas.

Danke1xDanke


  13.08.2017 20:56  
Gude Ra,

ich kann nur eins sagen. Verändere etwas.

Ohne das wirst du dich zunehmend ohnmächtiger deinem stupiden Alltag ausgesetzt sehen. Ob es dann besser wird? Wer weiß das schon. Es wird wenigstens erträglicher, weil du der Handelnde bist und nicht das getretene Opfer. Es ist nicht entscheidend, ob am Ende das ökonomisch optimale Ergebnis herauskommt. Sondern etwas, das du selbst entschieden und erreicht hast.

Dieses Jahr wollte ich an meinen sozialen Kontakten arbeiten. Erreicht habe ich in der Hinsicht effektiv nichts. Zu versuchen und zu scheitern fühlt sich dennoch viel besser an als alles beim Alten zu lassen.

Danke2xDanke




1128
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Köln-Süd
460
  14.08.2017 18:51  
1. Arbeitstag und da ist es wieder: Warum nicht einfach - möglichst klug - das ganze beenden?! Keine Perspektive, das Klima wg. der Mitarbeiterin dort ein gutes Stück verpestet, hatte total viel zu tun und kann mich manchmal gar nicht mehr konzentrieren. Fühle mich unter Druck und muss mich zusammenreißen. Ein paar Fehler, was natürlich dann schön per Mail während meiner Abwesenheit bzw. heute gleich verbal angesprochen wird. Es geht um das WIE und nicht um das WAS. Immer diese sehr kurzen antworten auf meine Fragen, dann dieser Unterton (und das sieht man auch an den Mails "Wie kann es sein, dass .... bitte verstärkt darauf achten ... der Ablauf bei Mitarbeiter XY stockt sonst DANKE") habe mehrere Screenshots und das schön gespeichert. Frage mich auch, ob es an mir liegt, aber kriege dann von meiner Freundin oder nem Freund zu hören "ohne das mal sie kennt merkt man wie unsympathisch und frech sie ist" ... wozu tue ich mir das an? 0 Perspektive.... ich muss irgendwas machen (möglichst nicht im Büro, wo ich Ruhe habe), so gehe ich kaputt und ich will das alles nicht mehr Da ich ja wie gesagt ab November dann 105€ monatliche Raten abzwacken muss, was nicht ohne ist, wäre es ohnehin ein weiterer wichtiger Grund entweder noch weniger zu arbeiten/Hartz4 bzw. dann ein Job in dem ich meine 2-300 € mehr verdiene was ja auch realistisch wäre. Nur ich will das doch alles nicht. Es wird nicht besser, nicht dort und sonst auch nicht in diesem Bereich denke ich mir. Wie kann man mit 30 nur so vercheckt sein :/ manchmal kommt es mir so vor ich bilde mir meine Schwierigkeiten ein. Auf dem Papier sind es so einige Punkte, die mich (sehr) belasten und da kommen mal mehr mal weniger hinzu, öfter genau wenn man es so gar nicht gebrauchen kann und in Sorgen ertrinkt.




8545
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Niedersachsen
6448
  21.08.2017 19:01  
Ich traue mich kaum zu fragen, wie das Mitarbeitergespräch am
Freitag lief...

Danke1xDanke




1128
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Köln-Süd
460
  21.08.2017 21:21  
@Cati Abend Cati! Also das Gespräch hat statt 1 angesetzten Stunde ganze 2 Stunden gedauert. ("wir" sind etwa 10-12 Mitarbeiter in diesem Bereich von insgesamt über 60 wobei ich direkte Kollegen in der Abteilung 4-5 habe inkl. Chef und stellv.)

Habe angesprochen: Enttäuschung bzw. fehlende Wertschätzung, da ich weder Mitarbeitergespräche hatte (nach Hälfte Probezeit bzw. nach der Hälfte des Vertrages nur weil jeder in der Abteilung dann mit dem Chef ein MA-Gespräch hatte) und vor allem das ich mich arbeitssuchende melden musste, da <3 Monate vor Vertragsende. Sie war sehr erstaunt und war auch unangenehm, weil ich dachte ich hätte mich falsch verhalten "Aber Du hast den (Chef) darüber informiert bzw. er weiß davon?!". "Es tut mir leid, denn es hängen Existenzen davon ab..." gibt eben kein gutes Bild und da wird es auch Anschi55 geben. Ein befreundeter Arbeitskollege von mir - und sie weiß das wir gut miteinander sind - hat ein ähnliches Problem was sie dann auch zur Sprache brachte, von wegen das beide unsere Chefs (er ist in einer anderen Unterabteilung) Ärger kriegen. Hinzu eben das mit der fehlenden Bereitschaft wegen der geringen Stundenreduzierung, die dann monatelang später abgewiesen wurde. Da meinte sie dann auch ich hätte recht dazu und das das nicht mit der Geschäftsführung abgesprochen war, sondern nur abteilungsintern. Ich meinte dann, dass mein Fehler wohl war nicht zum Betriebsrat zu gehen und sie stimmte zu.... Naja ... ansonsten das mit der Mitarbeiterin (die beiden kennen sich lange)( habe ich gar nicht zur Sprache gebracht und generell alles vertragliche muss ich eh mit dem Chef klären. Muss man sehen... ich will endlich mal Gewissheit haben und am besten dann nächste Woche wenn mein Vorgesetzter wieder da ist. Ist irgendwie alles nicht so gut und weiß auch nicht so recht, ob ich nicht aufs ganze gehen sollte: deutlich mehr Geld und von mir aus mehr Aufgaben oder tschüss bzw. dann krank schreiben lassen die können zu sehen wie sie die 2-3 Monate jemanden finden bevor das Hauptjahresgeschäft los geht. Was ich auch interessant fand, dass sie von sich aus angesprochen hat wie schnell sie immer gewechselt ist in ihrem Berufsleben, sie brauchte was neues hat sich schnell gelangweilt und kann Menschen nicht verstehen, die jeden Morgen mit so einer Fre.. zur arbeit kommen und eigentlich innerlich gekündigt haben und sich selbst auch.... tja :/ da wollte ich gerne was zu sagen, aber das wäre nicht gut geendet.

Letztlich mache ich ehct so einiges und meiner Kollegin, die wegen einer ziemlich lächerlichen Lappalie ab Montag letzte Woche gefehlt hat, würde ich echt am liebsten mal sagen wie dreist es ist. Sie ist 10+ Jahre da und man merkt es ... imer wieder Privatgespräche, dann so unwichtige Dinge und 20% Arbeit. Bei mir sieht das eher umgekehrt aus und sie ghet dann schön gegen Mittag nach hause... ich weiß, dass ich ENTWEDER mehr Kohle will (Schmerzensgeld, weil ich mir nichts so richtig leisten kann unjd vor allem wenn mal was nicht geplantes eintritt das Kosten verursacht) ODER weniger dort arbeiten, was aber a) abgewiesen wurde und b) hätte ich ja noch weniger Geld als jetzt. Also ehrlich müsste ich schon 1-2 Kellen mehr aufm Teller kriegen oder tschüss. Berufserfahrung für Unterbezahlung und giftige Mitarbeiterin und nicht so optimales Arbeitsklima erhalten.

Frage ist..... Entfristung forcieren und dann mal endlich suchen: Vorteil wäre weniger Druck und mehr Sicherheit, Nachteil wohl, dass ich wieder nichts ändere bzw. ändern muss
oder endlich aussprechen was ich denke und fühle (macht mir kaum Spaß, die Mitarbeiterin ist unerträglich immer wieder und alles drum herum vor allem das Geld ist leider deutlich zu wenig) und dann..... Vorteil: Ich zwinge mich zur beruflichen Bewegung... heute war ich z.B. so müde, aber diese Unzufriedenheit gab auch etwas Kraft und animierte mich innerlich "komm Junge mach doch mal endlich was..." naja und da kommen wir zum Nachteil: Ich weiß nicht so recht was ich will und wo ich hingehöre :/ ich bin ja eigentlich relativ faul und "bequem", aber an sich zuverlässig und ein "guter" Typ... Karriere machen will ich nicht und vor allem werde ich auch nicht, nur das hier und jetzt bedeutet Sackgasse und Perspektivlosigkeit: Ich bin deutlich zu überqualifiziert einerseits und andererseits habe ich keine speziellen (praktischen) Kenntnisse... zwar durch die BE jetzt was besser auf dem Markt, doch auch nicht so richtig (was habe ich denn gemacht außer zu verwalten und Sachbearbeitung... naja meine Freundin hat es gut zusammengefasst was ich alles so erreicht habe und ich sehe so wenig davon, kann es nicht wertschätzen was ich erreicht habe trotz Depressionen und Unwohlsein wegen der Arbeit)

:Z



8545
7
Niedersachsen
6448
  21.08.2017 22:01  
Vielleicht wäre es wirklich gut für dich, ' auf's Ganze zu gehen'... ich glaube auch,
du hast mehr drauf, als du denkst.
Es ist eben immer die Zwickmühle...Sicherheit oder Risiko...aber du bist doch noch
jung !
Abnehmen kann dir die Entscheidung letzlich niemand.

Danke1xDanke




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Köln-Süd
460
  21.08.2017 22:50  
@Cati ja ich habe weniger zu verlieren, nur die Konsequenzen müssen klar sein :/ und weiß nicht .... was da auf mich zukommt, brauche konkrete Pläne und Vorgehensweisen

Danke1xDanke


1021
3
NRW
593
  21.08.2017 23:32  
@Ra87 ich denke, du braucht eine Entscheidung für dich selbst, damit du eine Grundlage hast, aufgrund der du was unternehmen kannst. So drehst du dich ja scheinbar nur im Kreis.

Du willst doch nicht wirklich dort bleiben, oder? Wenn das Geld nicht stimmt und die Kollegen nicht passen und dazu die Aufgaben dich nicht interessieren, dann passt da ja gar nichts.

Könntest du dir nicht zum Beispiel eine Frist bis Ende das Jahres setzen. Bis dahin versuchst du einen neuen Job zu finden. Nimm dir ganz fest bestimmte Zeiten vor, in denen du dich darum kümmerst. Und den jetzigen Job machst du einfach, ohne drüber nachzudenken. Du weisst, was du an dem Job hast (wohl eher im negativen Sinne, aber vielleicht fällt dir ja auch irgendwas positives ein?) also brauchst du dich nicht weiter drüber aufzuregen. Läßt sich halt jetzt grad nicht ändern, aber du arbeitest ja an einer Veränderung Die dumme Kollegin ignorierst du auch soweit es eben geht.

Denk auch nicht weiter über diese Vertragsverlängerung nach. Wenn sie nicht kommt, bist du den ungeliebten Job los und kriegst erstmal Geld vom Amt (hast du über 1 Jahr gearbeitet, dass du ALG1 bekommen würdest?) Sollten sie dir die verlängerung anbieten, überleg ob du einfach so annimmst oder ob du Bedingungen stellst, weniger Stunden fürs gleiche Geld, oder sowas. Wenn sie sich drauf einlassen, schön. Wenn nicht...siehe oben...

Ich weiss, dass das sehr leicht geschrieben ist. Aber ich weiss auch, und zwar aus eigener Erfahrung, dass man einen Mist-Job sehr viel besser machen kann, wenn ein Ende absehbar ist. Und noch einfacher geht es, wenn man eine echte sch...egal-Haltung angenommen hat. Aber das ist echt schwer...


viel Erfolg - du schaffst das schon. Geh den erten Schritt, der ist am schwersten, danach gehts besser.

grüße vom kleinen Igel

Danke1xDanke


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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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