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Hallo zusammen,
Ich bin 24 Jahre alt und leide seit 2 Jahren an Panikattacken. Anfangs immer wenn ich mit dem Auto gefahren bin, wenn ich alleine durch die Stadt gehen musste oder beim Einkaufen. Das wurde dann so schlimm dass ich nicht mehr in die Arbeit (20 km) fahren konnte und nach einem Jahr Quälerei meinen Job gekündigt habe. War dann 4 Monate im Krankenstand in denen ich langsam wieder gelernt habe einzukaufen, spazieren zu gehen, unter Leute zu gehen. Habe in dieser Zeit auch eine ambulante Therapie gemacht, jedoch nur 5 Sitzungen, da meine Therapeutin der Meinung war es ginge mir e schon besser und sie kann im Moment nichts mehr für mich tun. Es ging mir zu diesem Zeitpunkt auch schon ein wenig besser also dachte ich ok...dann werd ich das schon schaffen. Nach 4 Monaten Krankenstand habe ich langsam wieder stundenweise angefangen zu arbeiten bis ich dann im Juli 2013, nach sieben Monaten, wieder Vollzeit gearbeitet habe. Ich schaffte es schon wieder sehr gut alltägliche Dinge zu meistern, allerdings wurde es nie wieder das selbe wie vor den Panikattacken, alles kam mir nach wie vor so unwirklich vor, als wäre ich nicht wirklich im Hier und Jetzt. Immer irgendwie benebelt. Aber damit hatte ich mich abgefunden, ich dachte mir alles ist besser als der Zustand so wie er anfangs war. Dann im Dezember 2013 auf einmal eine heftige Panikattacke wie ich sie noch nie vorher hatte. Ich war daheim auf der Couch an einem Sonntag und plötzlich ging es los. Die Panikattacke dauerte 3 Stunden und war so schlimm dass meine Hände verkrampft waren. Dachte ich drehe durch weil ich ein so schlechtes Gefühl in mir hatte. Dachte jetzt muss man mich einliefern weil ich gleich wahnsinnig werde. Nam dann eine Halbe Tavor und die hat mich dann ausgeschalten. Ich sagte mir jetzt ist Schluss und bin drei Tage später in eine psychosomatische Klinik und war da für drei Wochen. Doch in diesen drei Wochen wurde es nochmal so viel schlimmer das ich mir dachte lieber sterbe ich als noch länger mit diesem Gefühl Leben zu müssen. Habe mich drei Wochen durch gequält und die Therapie abgebrochen weil ich nicht mehr konnte...ich war am Ende, sodass ich nicht mal mehr einen Termin in der Klinik wahrnehmen konnte. Und jetzt bin ich seit 2 Wochen wieder daheim und es ist wieder wie vor der Klinik. Bin am Ende...würde mich freuen wenn jemand einen Tipp hat denn ich weiß nicht mehr weiter.
Danke im Voraus

24.01.2014 15:51 • 23.04.2019 #1


13 Antworten ↓


Hi Zola24,

ich kenne deine Symptome nur allzu gut. Leide selbst auch unter Ängsten, Depressionen und PAs. Ich nehme zur Zeit eine Medikament gegen meine Ängste und PAs. Eine Verhaltenstherapie mache ich auch. Hier mein Rat: Gehe zu deinem behandelnden Arzt und sprich ihn auf deine Symptomatik an. Tavor ist halt nur ein Notfallmedikament. Er wird dir sicher ein AD verschreiben. Dieses braucht so ca. drei Wochen , bis die Wirkung eingesetzt hat. Dann sollte es dir deutlich besser gehen. Begleitend wäre eine Verhaltenstherapie nicht die schlechteste Wahl. Ich weiß, am Anfang wird alles schlimmer, was sich aber im Laufe einer Therapie bessert.Hab den Mut und versuche es noch einmal. Und halte bitte durch. Und noch einen Tipp: Mir hilft es immer gut, wenn ich spazieren gehe. Nimm dir Jemanden mit, damit du nicht nur an deine PAs denken muss. Es lenkt einen ab, glaube es mir

liebe Grüße Manfred

24.01.2014 16:40 • #2



Panikattacken, Agoraphobie und Depressionen

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Ich nehme schon seit einem Jahr Mirtazapin, das erste Jahr 15 mg und die haben eigentlich ganz gut geholfen, als es jedoch wieder schlimmer wurde, hab ich die Dosis auf 30 mg erhöht. Von der Dosiserhöhung merke ich allerdings gar keinen Unterschied zu vorher. Was das Tavor angeht hast du recht, ich hab's auch nur einmal genommen als es gar nicht mehr anders ging...seither rühr ich das Zeug nicht mehr an. Das hat mich einfach ausgeschalten...Spazieren hilft mir auch immer ganz gut, das geht allerdings wirklich mir wenn ich nicht allein bin, alleine geh ich gar nicht mehr aus dem Haus im Moment bin jetzt auch wieder ambulant in Therapie weils ja mit der stationären Behandlung unter so vielen Leuten im Moment leider gar nicht geklappt hat. Aber ich geb nicht auf Vielen lieben Dank für die Antwort

24.01.2014 16:52 • #3


Ich würd auch zu deinem Facharzt gehen und ihm das sagen!

Ich bin auch gleich zu meinem Facharzt gegangen, nachdem es mir trotz Medikamente immer schlechter ging und ich es auch nicht mehr ausgehalten habe. Der hat mir dann eine geringere Dosis meines Notfallmedikaments zur täglichen Einnahme verordnet... Nur damit ich mal runterkomme! Das war echt eine Erleichterung und ich konnte mich mal wieder entspannen...

In dieser Zeit wurde ich auf andere Medikamente eingestellt und nachdem ich das Notfallmedikament ca. 2 Wochen täglich genommen hab, wurde es dann wieder ausgeschlichen.

Wär mal eine Idee von mir:)

24.01.2014 18:04 • x 1 #4


@Zola24,


Hi, vielleicht kannst du ja auch mal ein anderes Medikament ausprobieren. Relativ gut verträglich ist Citalopram Sprich deinen Arzt mal auf dieses Medi an. Ich nehme zurzeit Opipramol, allerdings die maximale Dosis von 300mg am Tag. Dadurch gelingt es mir meine Ängste usw. einigermaßen unter Kontrolle zu halten.Ich habe mir jedoch vorgenommen die Opi während meiner Therapie runter zufahren und vielleicht ganz auszuschleichen.
Es ist doch schon einmal gut , dass du wieder in einer Therapie bist Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei deiner Therapie. Ich denke an Dich !

Liebe Grüße Manfred

24.01.2014 18:41 • x 1 #5


Danke für die Tipps
Habe jetzt von meinem Psychologen erfahren, dass Mirtazapin zwar bei Depressionen und Schlaflosigkeit sehr gut hilft, was eigentlich auch der Fall ist bei mir, aber gegen die Angst nur wenig. Deshalb solle ich evtl. zum Neurologen gehen und mir noch etwas gegen die Angst verschreiben lassen. Hab mich lange gegen Medikamente gewehrt aber bin mittlerweile an einem Punkt wo ich es gerne versuche...Dann kann ich mich gleich mal erkundigen. Vielen Dank nochmal

26.01.2014 19:25 • #6


Hi,

ja, lass dir was anderes verschreiben.Das Medikament Cipralex soll auch ganz gut sein, habe ich aber nur gehört

Hey, hab ich sehr gerne gemacht

Lg Manfred

26.01.2014 20:07 • #7


Hi, bin 25 Jahre und habe Depressionen vererbt bekommen. Hab mit 19 angefangen mir ein Therapeuten zu suchen, 2 Jahre hat's gedauert bis ich meine Heilpraktikerin gefunden hab. In 2 Jahren Therapie kann ich sagen ich hab's geschafft es in den Griff zu bekommen, keine Depressionen mehr, aber ich war Single auf dem weg der selbstfindung, jetzt habe ich einen Partner den ich liebe und meine Gefühle hab ich noch nicht im Griff, also weiter zur Therapie! Das ist mein Schatten.

14.02.2014 14:33 • #8


BarneyZeus

23.04.2019 18:16 • x 1 #9


Lea2311
Guten Abend, herzlich willkommen im Forum.
Ich denke hier bist du genau richtig. Ich finde es auch immer beruhigend zu wissen, dass noch andere so fühlen wie ich.
Lg

23.04.2019 19:04 • x 2 #10


herzlich willkommen
So Rückschläge sind nicht ungewöhnlich. Ich glaube das kennt fast jeder hier.

23.04.2019 19:09 • x 2 #11


Herzlich willkommen!

Zitat von BarneyZeus:
Ich weiss gar nicht genau wie ich anfangen soll und ob ich hier schon meine Probleme schreiben kann/darf?

Kannst du schon, nur ist ein eigener Thread dafür besser, weil hier im Vorstellungsthread nur 5 Antworten möglich sind und ein guter Austausch somit nicht möglich ist. Gibt es einen Auslöser, der die Panikattacken, die schon weg waren, wieder gebracht hat?

23.04.2019 19:11 • x 1 #12


BarneyZeus
Unter welcher Kategorie muss ich mich denn wenden ? Bin gerade etwas verwirrt hier

Also ich bin im 7. Monat Schwanger und bis Januar war alles gut. Dann wurde bei meinem Hund den ich 11 Jahres hatte ein Nasentumor festgestellt. Dann kamen Anfälle Nächte mit fast keinem Schlaf.......musste dann das erste mal ins kkh wegen vorzeitigen wehen. In der 20.ssw. das wäre der Tod für die kleine gewesen. Dann wurde es wieder besser aber der Zustand von meinem Hund leider nicht. Dann kam der Tag an dem ich ihn gehen lassen musste......2 wichen später wieder kkh das selbe. Und einen Tag nach dem kkh hat mein puls beim ctg angefangen wie verrückt hoch zu gehen was sich dann aber wieder legte. Am nächsten Tag beim ctg das selbe. Ich dachte da oh man was ist jetzt los und meine Mama meinte direkt du hast wieder Attacken es geht wieder los.....seitdem habe ich fast ständig Hitzewellen Nasenbluten zittern der ganze Körper fängt so komisch an.......aber ich weiss halt bixjt ob es wirklich wieder Attacken sind ausgelöst durch die Sachen die in letzter Zeit passiert sind. Um mal auf den Punkt zu kommen. Wenn man einen Rückfall bekommt sind die Symptome dann anders als vorher ? Wie kann ich jetzt am besten bis zur Entbindung einen Weg finden das ich keine Attacken mehr bekomme?
Un der schwangerschaft kann Nasenbluten wohl vorkommen und es ist nicht schlimm aber als es gestern einfach so lief war das natürlich ein gesundes fressen für meine Attacken und ich bekam sofort herzrasen schweissausbrüche Schwindel......dachte das kommt vom zu hohen Blutdruck. Heute achte ich ständig auf meine Nase......dann diese wäre hitze das zuttern die Angst mich macht das alles verrückt. Ich dachte ich hätte diese Zeit hinter mir und jetzt fängt es wieder an.......ich hoffe das mir jemand helfen kann

23.04.2019 19:20 • #13


LouDoccu
Hallo ich bin der Lou, bin noch relativ jung aber habe seit dem ich 15 Angststörungen und starke Psychosomatische Symptome. Im letzten Jahr kam dann die Diagnose Schizoide Persönlichkeitsstörung hinzu. Ich habe im letzten Jahr meinen Uni platz und Job verloren, momentan läuft bei mir ein Antrag auf berufliche Reha. Momentan habe ich wieder eine starke phase was Zwangsgedanken und Angstsymptome betrifft. Ich finde wenige Leute im meinen Umkreis mit ähnlichen Problemen, kannte nur die Leute mit denen ich zur Uni ging. Ich bin immer noch relativ Frisch in der Stadt, also sind meine Sozialen Kontakte bescheiden. Ich möchte einfach einen Austausch mit Menschen finden, die auch struggle haben.

23.04.2019 22:43 • x 1 #14



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser