BonjourSadness
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Mittlerweile bin ich seit 5 Monaten krankgeschrieben und jeder Tag ist gefühlt ein Kampf ums Überleben! Ich habe direkt angefangen Bewerbungen zu schreiben, obwohl ich dringend erst mal hätte zur Ruhe kommen müssen. Es folgten sehr langwierige Bewerbungsverfahren mit umfangreichen Präsentation und Reisen in andere Städte. Zeitgleich habe ich mit um einen Therapieplatz und um eine psychosomatische Reha bemüht - und bin hier bis heute noch nicht weitergekommen. Die Reha wurde immer wieder abgelehnt und mittlerweile läuft das dritte Widerspruchsverfahren. Bei mehreren psychotherapeutischen Erstgesprächen wurde ich nur auf lange Wartelisten verwiesen.
Nun habe ich einen neuen Job gefunden (ab September). Und konnte die alte Stelle kündigen. Aber es geht mir überhaupt nicht besser. Mich von meinem Traumjob zu trennen, war trotz der negativen Erfahrungen dort so ein Kraftakt für mich und tut mir immer noch weh. Und der neue Job ist mit wöchentlichem Pendeln in eine neue Stadt verbunden (Hamburg - Berlin). Ich brauche dort also eine Zweitwohnung und kümmere mich gerade darum. Es wächst mir nur alles so über den Kopf, ich habe Angst, diesen Neuanfang nicht bewältigen zu können. Auch meine Partnerschaft ist sehr konfliktreich und bietet vor allem gerade wenig Halt. Und ich habe schmerzlich erfahren müssen, dass auch viele Freunde sich in diesen schweren Zeiten abgewendet haben, weil sie "mit sich genug zu tun haben". Das sind teilweise Menschen, für die ich in Krisenzeiten immer mit sehr viel Empathie und Zeit da war.
Wie kann ich das alles nur schaffen?
• • 22.06.2026 #1
