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Celine307

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Hei,
vielleicht könnt ihr mir ja helfen.
Ich habe seit einigen Wochen immer mal wieder Panikattacken, die nach einer Krankheit entstanden ist bei der leider keine klare Diagnose gestellt wurde.
Nun merke ich selbst wie ich meiner Meinung nach langsam in eine Depression rutsche, habe keinen richtigen Antrieb mehr (wenn ich mal angefangen habe gehts), wenig Appetit, und kann mich wenig an etwas erfreuen. Dazu kommt dass ich extreme Angst habe alleine zu sein. Soweit so gut, damit kam ich ganz gut klar.
Vor einigen Tagen bin ich morgens aufgewacht und hatte einen ganz komischen Gedanken, daran dass mich meine Mutter nicht mehr erreichen kann und mich dann leblos zuhause findet weil ich mir evtl was angetan habe. Das hat mich so schockiert. Gestern dann der Gedanke daran wie sehr es meine Familie treffen würde wenn ich nicht mehr da wäre. Und heute schießt mir durch den Kopf wie sich eine weit entfernte Bekannte mal umbringen wollte durch Schlaftabletten.
Seit dem stehen meine Gedanken natürlich nicht mehr still weil ich Angst habe, dass dies Suzidgedanken sind. Womit ich mich natürlich nur noch mehr reinsteigere, was das ganze nicht besser macht.

Was sagt ihr dazu, sind das solche Gedanken oder habe ich einfach nur Angst vorm Sterben? Wenn ich eine Panikattacke mit Herzrasen bekomme ist es nämlich genau so, dass das mir Angst macht, dass mir was passiert und das ist auch meine Angst alleine zu bleiben, dass mir etwas passiert in dieser Zeit, seit einigen Tagen kam da auch noch dazu als ich diesen Gedanken hatte, dass unbedingt jemand da sein muss, dass ich mir nichts antun kann.

Bin auf jeden Fall total verwirrt und bin auf eure Meinungen gespannt, vielleicht könnt ihr mich ja beruhigen dass das keine Selbstmord Gedanken sind. Habe nächsten Donnerstag einen Therapeutenentermin aber bis dahin werden meine Gedanken kreisen.

Was noch zu sagen wäre vllt, in diesen Gedanken sehe ich mich nicht selbst sondern muss einfach nur generell daran denken.

Freue mich und Hoffe auf eure Antworten
LG Celine

04.07.2019 19:39 • 04.07.2019 #1


10 Antworten ↓


Flor


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Hey Celine307,
Bin keine Therapeutin, aber glaube nicht das du Suizidgedanken hast. Eher Angst zu sterben und für mich heißt es das du dein Leben liebst. Die Angst das deine Mutter dich tot auffinden würde, heißt für mich nicht das du irgendwelche Suizidgedanken hast, sondern Angst das deine Mutter leiden könnte.
Die Therapie wird dir helfen! Nur weil deine weit entfernte Bekannte sowas versucht hast, heißt es lange nicht das du genau so gefährdet bist.

04.07.2019 19:59 • x 1 #2


Celine307


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Danke dir schon einmal für deine Antwort, die hat mir schon einmal sehr gut getan.

Mich hat es nur so aus der Bahn geworfen, plötzlich mir so etwas vorzustellen. Bzw warum muss ich auf einmal an diese Bekannte denken, das ist schön Jahre her und ich kenne sie wirklich nur ganz entfernt. Aber so tickt unser Kopf wohl einfach und macht einem das Leben noch schwerer im Moment.

Ich denke irgendwie auch wenn ich ehrlich solche Gedanken hätte dann würde ich doch alleine sein wollen, aber grad das Alleinsein macht mir ja solche Angst.
Wie gesagt, danke nochmal für deine Antwort.

04.07.2019 20:03 • #3


Flor


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Zitat von Celine307:
Ich denke irgendwie auch wenn ich ehrlich solche Gedanken hätte dann würde ich doch alleine sein wollen, aber grad das Alleinsein macht mir ja solche Angst.


Eben deswegen! Mach dich nicht verrückt, alles wird gut. Angststörung und Depressionen heißt nicht direkt Suizid!
Kopf hoch

04.07.2019 20:10 • x 2 #4


Gaulin

Gaulin


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Also ich vermute eher eine Hilflosigkeit. Du erwähntest, dass du keine richtige Diagnose bekommen hast, also auch keine richtige Behandlung = Hilfe. Angst ist auch nix anderes als Hilflosigkeit / keinen Ausweg zu sehen. Dann spitzen sich die kreativsten und negativsten Gedanken zu. Und noch ein Anzeichen: Angst vorm Alleinsein. Das würde alles zusammenpassen und Sinn machen.
Nun musst du nur noch herausfinden, was die Ursache ist, die Muster erkennen und versuchen zu ändern. Dadurch mildert sich die Angst oder verschwindet sogar.

04.07.2019 20:12 • x 1 #5


Celine307


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Zitat von Gaulin:
Also ich vermute eher eine Hilflosigkeit. Du erwähntest, dass du keine richtige Diagnose bekommen hast, also auch keine richtige Behandlung = Hilfe. Angst ist auch nix anderes als Hilflosigkeit / keinen Ausweg zu sehen. Dann spitzen sich die kreativsten und negativsten Gedanken zu. Und noch ein Anzeichen: Angst vorm Alleinsein. Das würde alles zusammenpassen und Sinn machen. Nun musst du nur noch herausfinden, was die Ursache ist, die Muster erkennen und versuchen zu ändern. Dadurch mildert sich die Angst oder verschwindet sogar.


Danke für die Antwort, ja so fühle ich mich auch. Die Angst vorm Alleinsein rührt daher, dass ich Bedenken habe dass mir so schwindlig oder übel wird wie es eben bei meiner Krankheit war vor einigen Wochen und keiner da ist der mir helfen kann bzw mich beruhigen kann. Dadurch entsteht dieser Teufelskreis, dass ich mich reinsteigere und dadurch Panik bekomme (und somit genau diese Symptome wo ich Angst vor habe) hoffe das ist verständlich.

04.07.2019 20:19 • x 1 #6


Gaulin

Gaulin


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Zitat von Celine307:
Danke für die Antwort, ja so fühle ich mich auch. Die Angst vorm Alleinsein rührt daher, dass ich Bedenken habe dass mir so schwindlig oder übel wird wie es eben bei meiner Krankheit war vor einigen Wochen und keiner da ist der mir helfen kann bzw mich beruhigen kann. Dadurch entsteht dieser Teufelskreis, dass ich mich reinsteigere und dadurch Panik bekomme (und somit genau diese Symptome wo ich Angst vor habe) hoffe das ist verständlich.

Ja, ich weiß genau was du meinst. Ich kann dir nur raten, dich mit dem Thema zu befassen, Wissen anzueignen um zu lernen damit umzugehen. Mir hilft es enorm. Denn erst durch Wissen, weiß man wie man sich selbst helfen kann und brauch nicht mehr so extrem die Hilfe anderer und dort löst sich dann schon dein Problem.

04.07.2019 20:30 • x 1 #7


Celine307


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[/quote]Ja, ich weiß genau was du meinst. Ich kann dir nur raten, dich mit dem Thema zu befassen, Wissen anzueignen um zu lernen damit umzugehen. Mir hilft es enorm. Denn erst durch Wissen, weiß man wie man sich selbst helfen kann und brauch nicht mehr so extrem die Hilfe anderer und dort löst sich dann schon dein Problem. [/

Okay, danke für deine Tipps.
Ich dachte eigentlich auch es wäre besser bzw ich komme soweit gut klar damit, aber als ich diesen Gedanken vor paar Tagen hatte bzgl Leblos aufgefunden werden etc.. da sind mir dann bisschen die Nerven flöten gegangen weil ich selbst so erschrocken bin vor mir, dass ich überhaupt so ein Gedanke habe.

04.07.2019 20:39 • x 1 #8


Gaulin

Gaulin


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Zitat von Celine307:
aber als ich diesen Gedanken vor paar Tagen hatte bzgl Leblos aufgefunden werden etc.. da sind mir dann bisschen die Nerven flöten gegangen weil ich selbst so erschrocken bin vor mir, dass ich überhaupt so ein Gedanke habe.

Die Gedanken können einen echt umhauen, das kann zu einem Zwang ausarten. Dennoch sind es nur Gedanken, die nicht stimmen/real sind. Das muss ich mir auch immer wieder bewusst machen... aber ich habe schon viel erreicht und mir geht es auch schon besser damit. Auch wenn es noch nicht weg ist, aber das wäre perfekt und perfekt muss nix sein.
Du schaffst das auch.

04.07.2019 20:50 • x 2 #9


Celine307


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[/quote]Die Gedanken können einen echt umhauen, das kann zu einem Zwang ausarten. Dennoch sind es nur Gedanken, die nicht stimmen/real sind. Das muss ich mir auch immer wieder bewusst machen... aber ich habe schon viel erreicht und mir geht es auch schon besser damit. Auch wenn es noch nicht weg ist, aber das wäre perfekt und perfekt muss nix sein. Du schaffst das auch. [/quote]

Ich wünsche dir weiter alles Gute und Danke, dass du mir Mut gemacht hast.

04.07.2019 20:54 • x 2 #10


Gaulin

Gaulin


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Zitat von Celine307:
Ich wünsche dir weiter alles Gute und Danke, dass du mir Mut gemacht hast.

Ich helfe gerne, wo ich kann. Bitte
Danke, ich wünsche dir auch alles Gute und das du deinen richtigen Weg findest

04.07.2019 20:58 • x 1 #11



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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