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Hallo zusammen,

seit nun ca 3-4 Monaten bin ich wieder mal in einer "depressiven Episode" verbunden mit starken Ängsten und Unruhe. Nehme (noch) keine Antidepressiva weil ich sie einfach nicht durch den Hals kriege. Bei neuen Medis krieg ich Panik.
Nehme schon ne ganze Zeit Zopiclon und komm damit gut klar. Aber seit meiner akktuellen Krise helfen sie nur noch beim Einschlafen und nach 3-4 Stunden spätestens bin ich wieder wach.
Dann versuch ich mit Meditation nochmal einzuschlafen, aber mehr als ein busschen dösen ist nie drin. Und dann kommen diese Drecks Gedanken. Wie zb das nicht durchzustehen. und und und
Und dann bin ich schon um 4-5 auf und verzweifle gerne, weil ein Tag voll Depris und Angst vor mir liegt. Therapie hab ich wieder angefangen.
Kennt ihr das und wie geht ihr damit um. Könnt ihr mir ein wenig Mut machen. Obwohl ich es aus früheren Zeiten kenne, bin ich grad nach der Nacht verzweifelt , denn die Müdigkeit tagsüber macht die Depris und besonders die Angst nicht einfacher.

Liebe Grüsse

01.06.2017 05:38 • 01.06.2017 #1


11 Antworten ↓


koenig
Ich habe mal gelesen, dass man dann erst einmal später als normal ins Bett gehen sollte, das Schlafen gehen hinauszögern sozusagen.

01.06.2017 06:37 • #2



Ich möcht so gern mal wieder durchschlafen

x 3


Hallo Koenig,
ja sowas hab ich auch schon gehört. Auch mal schlafentzug oder so.
Im Moment krieg ich aber kaum den Tag hin, bin so müde und trotzdem voll Angst und Unruhe und abends kann ich einfach nicht mehr. Meine Grübelneigung wird immer schlimmer, wenn ich lange auf bin . Ist grad nen Teufelskreis.

Danke

01.06.2017 07:01 • #3


Wie lange und in welcher Dosierung nimmst du Zopiclon? Was passiert wenn du mal keine Tablette nimmst ?Hast du denn den Eindruck das du in den ersten vier Stunden auch tief schläfst? Wann genau gehst du zu Bett? Gruß

01.06.2017 11:48 • #4


Zitat von Acanthurus:
Wie lange und in welcher Dosierung nimmst du Zopiclon? Was passiert wenn du mal keine Tablette nimmst ?Hast du denn den Eindruck das du in den ersten vier Stunden auch tief schläfst? Wann genau gehst du zu Bett? Gruß


Die Z. nehme ich mit kurzen unterbrechungen seit meinen Burnout 2010. Wenn ich nicht grad ne Krise habe komme ich mit 1/2 aus. manchmal ne 1/4. dann mach ich mal wieder 2 monate Pause. jetzt im Moment ist es 3/4-1 Tablette. Ich hab sie auch schin 2001-2 und 2005 mal nen halbes jahr genommen. Ich komm damit gut klar. Keine Nebenwirkungen und die Abhängigkeit ist wenn dann eher psychisch.
Wenn ich es hinkriege gehe ich meist zw. 22-23 Uhr schlafen.Früher hab ich dann bis 7 gut geschlafen. klar wacht man mal auf, aber eben auch wieder ein.

Nur seit meiner neuen Depressiven Phase schlafe ich höchsten 4 Std. mit viel Glück auch mal 5. Im Moment bin ich aber meist ab 2 wach und kann mit viel glück noch mal etwas nickern. aber um 4-4:30 ists vorbei und ich kann nicht mal dösen, da ich im Moment sehr zum grübeln neige. Ich bin einfach so müde. Ich versuchs mit Meditation, einschlafmusik, etc. Tagsüber kann ich auch nicht schlafen, bin einfach grad zu unruhig und mache dann eben Mittags ne Std Achtsamkeitsmmeditation.

Schlafen ist nie so mein Ding. Bei kleinsten Krisen geht nichts mehr.

01.06.2017 13:32 • #5


Das ist ja schon ein recht langer Zeitraum. Das die Dosis eher reduziert - max. 1 Tablette über so eine Zeitspanne stabil bleibt, ist auch positiv. Bei mir wirken wenn überhaupt nur 2 Tabletten und das auch nur manchmal. Durch die muskelrelaxierende Wirkung tun mir am nächsten Morgen Flanken und Bereiche des Brustkorbes enorm weh. Ich verlege mich dann quasi ohne es zu merken. Das hält tagelang an.

Kannst du denn ohne Zopiclon z. Zeit gar nicht einschlafen? Im übrigen kann der Wirkstoff als Nebenwirkung, Depressionen auslösen bzw. manifest machen, besonders wenn die Erwartungshaltung an das Medikament und den Schlaf sehr hoch ist. Die Ansicht wieder nicht ordentlich geschlafen zu haben und das trotz Schlafmittel, zermürbt enorm.

01.06.2017 13:54 • #6


Ziemlich unwahrtscheinlich, dass ein Medikament plötzlich Depressionen auslösen soll nach so vielen Jahren. In den Monaten wo ich sie mal nicht genommen habe, habe ich psychisch keinen Unterschied empfunden. Mehrere Monate voll Streß und 2 OPs haben das hier ausgelöst. Hatte auch Depressionen und Angst laaaaaaaang bevor ich iwann mal mit Zops angefangen habe.

Die ersten Nacht ohne Zopis schlafe ich normalerweise kaum, ist aber normal. Die nächsten 2 Wochen schlaf ich dann erst nach ein paar Stunden ein und irgendwann kommen die ersten Nächte wo es besser wird. Liege dann nur ne Stunde wach. Aber Stress macht das alles zunichte.

01.06.2017 15:17 • #7


So steht es exakt in meiner Gebrauchsanweisung von Zopiclon. Habe selber nicht schlecht gestaunt. Am besten man liest Sie nicht. Das fällt mir aber enorm schwer, besonders wenn ich irgendwelche Nebenwirkungen verspüre. Dir helfen Sie ja, daher zweifelst du auch nicht an deren Wirksamkeit. Das zieht dann auch keinen Rattenschwanz hinter sich her, so wie bei mir.

01.06.2017 15:26 • #8


[quote="Dörthe"]Hallo zusammen,

seit nun ca 3-4 Monaten bin ich wieder mal in einer "depressiven Episode" verbunden mit starken Ängsten und Unruhe. Nehme (noch) keine Antidepressiva weil ich sie einfach nicht durch den Hals kriege. Bei neuen Medis krieg ich Panik.
Nehme schon ne ganze Zeit Zopiclon und komm damit gut klar. Aber seit meiner akktuellen Krise helfen sie nur noch beim Einschlafen und nach 3-4 Stunden spätestens bin ich wieder wach.
Dann versuch ich mit Meditation nochmal einzuschlafen, aber mehr als ein busschen dösen ist nie drin. Und dann kommen diese Drecks Gedanken. Wie zb das nicht durchzustehen. und und und
Und dann bin ich schon um 4-5 auf und verzweifle gerne, weil ein Tag voll Depris und Angst vor mir liegt. Therapie hab ich wieder angefangen.
Kennt ihr das und wie geht ihr damit um. Könnt ihr mir ein wenig Mut machen. Obwohl ich es aus früheren Zeiten kenne, bin ich grad nach der Nacht verzweifelt , denn die Müdigkeit tagsüber macht die Depris und besonders die Angst nicht einfacher.


Hallo Dörthe,
deine Schilderungen stimmen genau mit meiner Situation überein.
Gestern bin ich irgendwann um 22.00 uhr mit hilfe einer halben Schlaftablette eingeschlafen und ab 3.00 uhr war ich wieder am dösen, wandern und wälzen. um 4.00 uhr bin ich dann aufgestanden. Fast jede Nacht geht es mir so und das Aufwachen in der Nacht ist auch sehr schreckhaft. Ich bin von einer Sekunde auf die andere hellwach, ich weiss manchmal dass ich schlecht geträumt habe, aber meistens weiss ich gar nicht warum ich so akut aufwache. Am Wochenende schaffe ich es manchmal wieder einzuschlafen bis ca. 8.00 Uhr. Tagsüber bin ich ja auch immer müde weil mir Stunden Schlaf fehlen.
Auch ist da sofort diese Angst den Tag nicht zu überstehen, die Angst vor Durchfall, Übelkeit, Herzrasen.
Ich wünsche mir einen neuen Arbeitsplatz aber im Moment habe ich sogar Angst davor, dass ich dann auch wieder diese Ängste habe. Im Moment (ver)zweifle ich an allem. Therapie hatte ich im letzten Jahr, hat mir aber immer nur kurze Zeit was gebracht. Die grundlegenden Probleme haben sich ja nicht geändert. Ich hab eine weile Trimipramin statt Schlaftablette genommen weil meine Ärztin meinte die würden nicht abhängig machen, aber ich war dann tagsüber noch viel müder und antriebsloser. Jetzt bin ich wieder auf eine viertel bis halbe Schlaftablette umgestiegen.
Der Gedanke dass dieser Zustand nicht aufhört macht mir noch mehr Angst.
In der Firma wissen sie nichts davon. Ich geh nä. Woche auf Kur und hoffe dass ich dort vielleicht ein paar Ratschläge bekomme.
LG

01.06.2017 15:27 • #9


Minkalinchen
Hallo Dörthe,

ich habe zur Zeit das gleiche Problem, kann nicht mehr so richtig schlafen nachts .
Habe viel psychischen Stress 'an der Backe', denke das es daher rührt...
Dann seit ein paar Wochen habe ich eine innerliche Unruhe, gepaart mit sehr viel Ängsten...die ich mir gar nicht
erklären kann .
Ich habe jetzt keine Lösung für dich, wollte nur schreiben, das du damit nicht alleine bist.

Ich schlafe auch mit Meditationsmusik ein, wache aber dann nach ca. 2 Stunden wieder auf. Dann muß ich zum Klo (Reizblase, anderes
Thema...), dann schlafe ich zwar wieder ein, aber auch nur 2 Stunden...ein Wahnsinn .
Ich weiß nicht, ob die Hormone durcheinander sind (Wechseljahre?, oder Schilddrüse, wurde eigentlich vor ein paar Jahren
geklärt, da ist nichts..).
Ich nehme abends eine Opipramol, die hilft mir eigentlich auch zum Einschlafen.

Am Schlimmsten ist es, wenn ich morgens aufwache, dann weiß ich jetzt fängt ein neuer Tag an, was kommt auf mich (Schlimmes) wieder zu, das macht mir die Angst, das ich am Liebsten im Bett bleiben möchte .
Das sind schon regelrechte Zwangsangstgedanken!
Und dann am Tag durchzuhalten, bei der ständigen Grübelei...einfach schlimm... .

Habe dir jezt nicht geholfen, weiß auch nicht, wie ich da rauskomme, meine Therapie war letztes Jahr im Juli zu Ende, die schon erfolgreich war.
Nur ich bräuchte wohl eine neue, über ein halbes Jahr ist rum, muß alles wieder neu beantragen.

LG

01.06.2017 15:36 • x 1 #10


Zitat von Minkalinchen:
Hallo Dörthe,

ich habe zur Zeit das gleiche Problem, kann nicht mehr so richtig schlafen nachts .
Habe viel psychischen Stress 'an der Backe', denke das es daher rührt...
Dann seit ein paar Wochen habe ich eine innerliche Unruhe, gepaart mit sehr viel Ängsten...die ich mir gar nicht
erklären kann .
Ich habe jetzt keine Lösung für dich, wollte nur schreiben, das du damit nicht alleine bist.

Ich schlafe auch mit Meditationsmusik ein, wache aber dann nach ca. 2 Stunden wieder auf. Dann muß ich zum Klo (Reizblase, anderes
Thema...), dann schlafe ich zwar wieder ein, aber auch nur 2 Stunden...ein Wahnsinn .
Ich weiß nicht, ob die Hormone durcheinander sind (Wechseljahre?, oder Schilddrüse, wurde eigentlich vor ein paar Jahren
geklärt, da ist nichts..).
Ich nehme abends eine Opipramol, die hilft mir eigentlich auch zum Einschlafen.

Am Schlimmsten ist es, wenn ich morgens aufwache, dann weiß ich jetzt fängt ein neuer Tag an, was kommt auf mich (Schlimmes) wieder zu, das macht mir die Angst, das ich am Liebsten im Bett bleiben möchte .
Das sind schon regelrechte Zwangsangstgedanken!
Und dann am Tag durchzuhalten, bei der ständigen Grübelei...einfach schlimm... .

Habe dir jezt nicht geholfen, weiß auch nicht, wie ich da rauskomme, meine Therapie war letztes Jahr im Juli zu Ende, die schon erfolgreich war.
Nur ich bräuchte wohl eine neue, über ein halbes Jahr ist rum, muß alles wieder neu beantragen.

LG



Helfen konnte ich dir ja auch nicht, aber es tut gut wenn man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

01.06.2017 15:40 • x 1 #11


Minkalinchen
@ Patrizia,

da hast du recht.

Ich nehme nicht gern Medikamente, die 2 Blutdrucksenker, die ich nehmen muß, und das Opipramol schon.
Traue mich auch nicht, Schlaftabletten zu nehmen, da ich Angst vor Nebenwirkungen habe... .
Und dann das Gefühl, das man davon abhängig wird.

01.06.2017 15:46 • #12



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser