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Tigerlilie

Tigerlilie
Mitglied

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Liebe Forumsmitglieder,

Ich habe zur Zeit ziemlich mit Gehirnnebel zu tun. Ich fühle mich wie so ein zerstreuter Professor. Der Kopf ist voll, Konzentration ist schlecht, lasse mich schnell ablenken, Wortfindungsstörungen, habe das Gefüh, ich denke total langsam, vergesse manches usw.

Habt ihr Tipps?
Ich habe schon bisschen im Internet gelesen. Da steht z.B. Ernährung umstellen, aber das stresst mich zusätzlich, wenn ich mir noch Gedanken machen muss, wie ich mich gesünder ernähren kann und ich das zubereiten muss, . Mein Kopf hat gerade keine Kapazitäten dafür. Fühle mich auch so ein bisschen wie im Hamsterrad.

Meine Schlafqualität schwankt stark. Meistens fühle ich mich früh so müde, dass ich am liebsten liegen bleiben würde.

05.02.2026 x 1 #1


19 Antworten ↓


Flame
Zitat von Tigerlilie:
Ich habe zur Zeit ziemlich mit Gehirnnebel zu tun. Ich fühle mich wie so ein zerstreuter Professor. Der Kopf ist voll, Konzentration ist schlecht, lasse mich schnell ablenken, Wortfindungsstörungen, habe das Gefüh, ich denke total langsam, vergesse manches usw.

Das kann verschiedene Ursachen haben.
Ängste und Depressionen können das auslösen und da kann man sich dann verschiedene Hilfen holen.

Ein Antidepressivum kann u.U. helfen,hast Du das schonmal probiert?

Ich kann Dir nur sagen,dass das häufig vorkommt,wenn man Ängste und/oder Depressionen hat,ist aber nichts Schlimmes.
Das vergeht wieder,wenn es einem besser geht.

Es ist auch ratsam,mal die Mikronährstoffe checken zu lassen über eine Blutabnahme beim Hausarzt.
Wenn man da einen Mangel hat,kann das u.a. zu psychischen Belastungen führen.

x 2 #2


A


Gehirnnebel - Was hilft?

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Greta__
Lt. Profil bist du 38. Mitte/Ende 30 fangen die Wechseljahre langsam an und diese können u.a. Brain-Fog auslösen, durch das Ungleichgewicht der Hormone. Lass das mal beim Frauenarzt untersuchen (Hormonstatus).

x 2 #3


Flame
Zitat von Greta__:
Lass das mal beim Frauenarzt untersuchen (Hormonstatus).

Genau,Hormonstatus ist auch wichtig.
Hatte ich vergessen zu erwähnen.

x 1 #4


Tigerlilie
@Flame Ich nehme niedrig dosiertes Escitalopram und bei der Frauenärztin war ich wegen PMDS und Migräne. Hormonstatus wollte sie nicht machen. Erst hatte ich Mönchspfeffer verschrieben bekommen, aber des habe ich nicht gut vertragen und mir dann doch eine Pille verschreiben lassen. Seit ich die Pille nehme (halbes Jahr inzwischen), ist das PMDS weg und Migräne habe ich auch bedeutend seltener. An die Wechseljahre habe ich bei dem ganzen Hormonchaos und den Symptomen mit unregelmäßigem Zyklus, PMS und so auch schon gedacht.

Von den Mikronährstoffen hatte ich ein paar testen lassen im letzten Mai. Eisen, Folsäure, B12 und D3 waren nicht so rosig. Ich habe dann auch regelmäßig was genommen bzw. nehme noch regelmäßig was. Eisen habe ich irgendwann aufgehört, weil man das auch überdosieren kann. Und laut Internet oder Packungsbeilage das auch gereicht haben müsste, wenn ich das 3 Monate täglich nehme. Ich habe die Werte aber noch nicht wieder überprüfen lassen.

Mein Psychiater sagte, ich soll Entspannungsübungen machen. Aber ehrlich gesagt, bin ich oft so durch den Wind, dass ich das auch vergesse, dass ich mal welche machen müsste. Habe das noch nicht so in den Alltag integrieren können.

#5


weyoun
@Tigerlilie
Erzähl doch mal bisschen... was stresst Dich denn so derart?

#6


B
Zitat von Greta__:
Brain-Fog

dazu habe ich das gefunden: https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/brain-fog/
Klingt plausibel, vielleicht habe ich ja das, also dieses ME/CFS, nur halt nicht so extrem wie bei manchen, und wenn dann schon sehr lange.

#7


Tigerlilie
@weyoun
Also im Moment habe ich es oft auf die Sorgen wegen der schweren Krebserkrankung meiner Mutter geschoben. Aber eigentlich habe ich das schon seit viel längerer Zeit, dass ich mehr oder weniger solche Probleme habe.

Ich brauche irgendwie viel Ruhe, Ordnung und Zeit für mich und das habe ich wohl zu selten. Auf Arbeit wird immer wieder gebaut, da bohrt und klopft es im Grunde schon seit Jahren. Dann noch Anrufe, E-Mails, Kolleginnen und Kollegen in der Tür, also immer wieder Arbeitsunterbrechungen. Mit den Stunden bin ich schon runtergegangen. Im Moment ist allerdings eher nicht viel zu tun. Da sitze ich manchmal nur rum. Das nervt mich aber auch, weil die Zeit dann nicht vergeht. Zu Hause ist mir manchmal zu viel, wenn mein Mann viel erzählt. Ich kann das dann kaum noch aufnehmen, als wäre der Speicher im Kopf einfach voll. Und dann habe ich den Kopf meistens mit To-Dos voll. Denke dann dran "Ich muss noch dies, das und jenes erledigen, ... " Ich kann schlecht abschalten. Mir ist das mit Haus und Garten oft zu viel. Renovieren müssen wir auch noch einiges im Haus. Da muss ich zwar nicht handwerklich was machen, aber dieses Entscheiden, wie was werden soll, überfordert mich auch manchmal schon. Bin ständig verspannt.
Ich fühle mich energielos und dem Ganzen, was ich machen muss/soll oder will, deshalb nicht gewachsen.

#8


Tigerlilie
@beside Was ist bei dir nicht so extrem?
" die Erkrankten vergessen im Satz, was sie sagen wollten. Multitasking ist nicht mehr möglich. Dazu können Wahrnehmungs- und sensorische Störungen wie Desorientierung, räumliche Unsicherheit, verschwommene Sicht und Fokussierungsprobleme kommen " passt bei mir gar nicht.

#9


B
Die Extremfälle kommen noch nicht einmal aus dem Bett, so erschöpft sind sie. Aber nicht jeder Fall ist so extrem. Sie nennen es Brain-Fog, du Gehirn-Nebel und ich Rauschen.
Bei mir trifft das mit der Erschöpfung bei Gesprächen zu.
Zitat von Tigerlilie:
Zu Hause ist mir manchmal zu viel, wenn mein Mann viel erzählt. Ich kann das dann kaum noch aufnehmen, als wäre der Speicher im Kopf einfach voll.

In Gesprächen mit anderen Personen bin ich schnell erschöpft. Dann brauche ich längere Zeit, manchmal einen ganzen Tag, um zu regenerieren. Ich brauche auch viel Schlaf und im Winter könnte ich den ganzen lieben langen Tag schlafen ... naja, mit tagsüber Radio hören oder so.
Ich musste mit einer Freundin Schluss machen, musste sie bitten zu gehen, weil ich ihre Stimme nicht mehr ertragen hatte. Ihre Stimme, also die Töne, hatte mich extrem gereizt.

Ich hatte ja schon geschrieben, auf deine Anfrage hin, dass es bei mir anders ist, weswegen ich hier nicht geantwortet hatte. Aber mein Thema ist da ja was anderes. Aber scheinbar gibt es da bei mir Überschneidungen hin zu ME/CFS. Aber es gibt auch Überschneidungen mit Multipler Sklerose. Aber alles nichts halbes und nichts ganzes.
depressionen-f99/vergesslichkeit-ohne-medikamente-t137453.html

#10


Tigerlilie
@beside Überschneidungen entdecke ich bei mir auch manchmal, wenn ich im Internet recherchiere.
Habe auch schon gedacht, ich könnte ME/CFS haben oder einfach nur Hochsensibilität, ADS, Autismus?
Meine Ärztin meint, es ist alles psychisch.
Meine letzte Therapie scheiterte übrigens unter anderem, dass die Therapeutin der Meinung war, ich sollte doch dies das und jenes machen in der Freizeit und ich habe mit Mühe und Not geschafft, neben der Arbeit noch zur Therapie zu gehen. Meistens saß ich dann total vernebelt dort und konnte keinen klaren Gedanken fassen, wusste nichts zu erzählen und saß dann schweigend da.

#11


Trauerweide65
@Tigerlilie Schau dir mal die Videos von Robert Franz an auf YouTube zuerst denkste was ist das denn! aber gib nicht auf,er hat mir viel geholfen.

x 1 #12


B
Das mit der Therapie nach der Arbeit kenne ich. Therapien waren für mich aber auch ansonsten immer anstrengend. Außer es war nur Larifari Kaffeeklatsch, dass heißt, ich konnte mich erst gar nicht öffnen.
Ende der 1990er Jahre hatte ich nach Feierabend einen Lehrgang gemacht und bin jedesmal dabei eingeschlafen und habe es dann sein gelassen.

Diese Post-Exertionelle Malaise (PEM) werd ich wohl haben. Das ist ziemlich sicher. Laut der ME/CFS Symptomliste habe ich auch das ziemlich sicher, aber wird schwierig, weil wegen Abgrenzung zu Fatigue, sowie Fatigue schwierig. Bei mir ist es eher rein kognitiv und nicht muskulär, bzw. einiges andere noch, aber nicht muskulär. Postviral ist auszuschließen, bzw. schon weit vor Covid.

Hochsensibilität (HSP) hab ich, bzw. weiß ich schon lange, weil ich da schon vor vielen Jahren einmal eine Symptomliste ausgefüllt hatte. Aber das war schwierig, weil ich diese nur schwer neutral ausfüllen konnte, also dafür einen klaren Geist brauchte. Das war eine Schwierigkeit. Da musste ich sehr lange überlegen bei jedem gelisteten Symptom. Weil ich auch mit einem falschen Selbstbild zu tun hatte.

x 1 #13


Luce1
Zitat von Tigerlilie:
Liebe Forumsmitglieder, Ich habe zur Zeit ziemlich mit Gehirnnebel zu tun. Ich fühle mich wie so ein zerstreuter Professor. Der Kopf ist voll, Konzentration ist schlecht, lasse mich schnell ablenken, Wortfindungsstörungen, habe das Gefüh, ich denke total langsam, vergesse manches usw. Habt ihr Tipps? Ich habe schon ...



regelmäßige Bewegung - ganz wichtig, rausgehen und zwar taeglich - fördert die Durchblutung des Gehirns - ich habe selber Depressionen und es hilft ungemein, und zwar am besten schnell gehen.

Hoffe, es geht Dir bald besser, ich kenn' das alles auch, in schlimmsten Zeiten hatten meine Eltern fuer mich gesund gekocht

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Tigerlilie
@Luce1 Da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin, habe ich schon auf dem Arbeitsweg schon Bewegung. Hin und zurück insgesamt 3,5 km zu Fuß. Auf Arbeit nehme ich die Treppe statt Fahrstuhl, ... Denke nicht, dass es mir so sehr an Bewegung mangelt.
Da versuche ich schon drauf zu achten.
Wenn ich mal Home-Office habe, sieht es anders aus, aber das ist nicht so oft.

Zitat von Luce1:
Hoffe, es geht Dir bald besser, ich kenn' das alles auch, in schlimmsten Zeiten hatten meine Eltern fuer mich gesund gekocht

Für mich kocht leider keiner, also gibt es bei mir unter der Woche auf Arbeit Fertiggerichte in der Mittagspause.

Ansonsten versuche ich mich gesünder zu ernähren. Haferflocken, Obst und Nüsse esse ich täglich.Aber zwischendurch auch mal Süßes und Obst und vor allem Gemüse könnte ich insgesamt mehr essen von der Menge. Abends gibt's belegte Schnitten.

#15


Luce1
Was zum Beispiel schnell geht und sehr gesund ist,

ist Lachs 🍣 und Makrele.

Lachs einfach in Alufolie und 20 Min in den Ofen.

Du hast bestimmt schon gegoogelt, hier nochmal andere Sachen

Wichtige Lebensmittel gegen Depressionen:
Fetter Fisch: Lachs, Makrele und Sardinen liefern wichtige Omega-3-Fettsäuren.
Nüsse und Samen: Walnüsse, Leinsamen, Chiasamen enthalten wertvolle Fette und Mineralien wie Magnesium.
Gemüse und Obst: Grünes Blattgemüse (Spinat), Beeren und Zitrusfrüchte sind reich an Antioxidantien, die Entzündungen reduzieren.
Vollkornprodukte: Bieten komplexe Kohlenhydrate für einen stabilen Blutzuckerspiegel.
Fermentierte Lebensmittel: Joghurt und Sauerkraut unterstützen die Darm-Hirn-Achse.
Dunkle Schokolade: Mit mindestens 70 % Kakaoanteil in Maßen genießen, wegen der enthaltenen Flavonoide.

Zu meidende Lebensmittel:
Verarbeitete Lebensmittel, zuckerhaltige Snacks, Weißmehlprodukte und Chips sollten vermieden werden, da sie Stimmungsschwankungen fördern können.

Es ist ratsam, viel Wasser zu trinken, um die Gehirnfunktion zu unterstützen.

Eine ausgewogene Ernährung dient als Unterstützung, ersetzt jedoch keine therapeutische Behandlung.

x 1 #16


Tigerlilie
Seit gestern geht es mir besser, ohne dass ich irgendwas anders gemacht habe. 🤷‍♀

#17

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B
@Tigerlilie , du hast hier darüber geschrieben und wir haben darüber geschrieben. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Jetzt geht es dir besser.
Nicht nur die Psyche kann verrückt spielen, sondern auch der Körper.

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Tigerlilie
@beside Das ist durchaus möglich, dass es dadurch besser geworden ist.

#19


Tigerlilie
War leider nicht von langer Dauer. Gestern Abend merkte ich schon, dass es wieder komisch wird.

Heute steht auch wieder Migräne im Biowetter. Vielleicht hängt es auch damit zusammen.

#20


A


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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