Zitat von basedela: Man kann ja einem Behinderten auch nicht sagen du musst annehmen dass es dich unglücklich macht keine Beine zu haben, das macht ihn ja auch nicht glücklich.
Ändert aber nichts daran, dass er seine Beine verloren hat. Und wenn er noch so unglücklich darüber ist, sie sind weg. Er wird mit Prothesen laufen lernen, wird seiner Behindung Tribut zollen müssen und kann durchaus wieder ein schönes Leben führen. Wenn er loslassen lernt.
Von einfach spricht hier niemand.
Das Gleiche ist mit Ängsten und Co . Wer nicht lernt, alles dranzusetzen wieder auf die Beine kommen zu wollen, wird weiterhin sitzen bleiben. Und dann kann man Gott und der Welt Schuld zuweisen wollen, interessiert aber niemand, denn jedes Schicksal ist individuell.
Du befindest dich weit entfernt von einer Akzeptanz, die deine Ängste lindern könnte. Du hast sie selbst und nein, sie kommt nicht von der deutschen Kultur, sondern evtl. von einem Elternhaus, von Hässlichkeiten, die man erleben musste, sprich, individueller Sch . eisse, die in jedem Land vorkommen könnten.
Man könnte natürlich auch darüber diskutieren, dass Neurosen in einem reichen Land deutlich ausgeprägter sind, als in einem Land, wo es darum geht, genügend zu essen zu haben, oder tatsächlich ums Leben fürchten zu müssen, weil Armut, Verbrechen, Vergewaltigungen, wirkliche Ungerechtigkeiten usw. einen anderen Zusammenhalt unter Gleichen generieren, und die Gefahren realistisch sind.
Könnte man, ändert aber nichts daran, im Hier und Jetzt zu leben, und die einzige Veränderung die zur Verfügung steht, ist, eine Veränderung an der eigenen Denkweise vornehmen zu wollen.