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Hallo ,


Ich denke ich leide unter depressionen...
Ich habe typische Anzeichen für...

Ich ziehe mich immer mehr von der Außenwelt zurück...
mache mir Gedanken (hätte könnte... was wäre wenn )

Ich will zunehmen.... aber kann nichts essen oder muss drauf achten das ich was Esse... leide unter Appetit und Antriebslosigkeit...

Obwohl ich zunehmen möchte... .

Was hilft da einen ? habe vor paar Jahren PAs gehabt... seit dem leide ich unter Konzentrationsstörungen.. und Selbstzweifel..

bin kurz vor der Kündigung da meine Freundin sich von mir getrennt hat.. Bin nur wegen ihr hier... jetzt hält mich nichts mehr..was hat euch da rausgeholfen ?

06.09.2016 21:23 • 10.09.2016 #1


8 Antworten ↓


Hallo Lars

Sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit und Appetitlosigkeit können auf eine Depression hindeuten. Hast du noch andere Symptome?

Du schreibst, deine Freundin hat sich von dir getrennt. Könnte es auch Liebeskummer sein?

Mir half bei der Depression die Therapie, Medikamente und die Zeit. Bewegung soll auch sehr wichtig sein (ging bei mir am Anfang nicht, war zu tief unten). Auch habe ich hier im Forum tolle Tipps gekriegt (Fokus auf positive Dinge lenken, z.b. Jeden Tag ein paar Dinge aufschreiben, die positiv waren).

Eine Depression sollte in jedem Fall therapiert werden, ansonsten kann sie chronifizieren. Und das ist nicht gut...

06.09.2016 21:43 • x 2 #2



Depressionen / Essen

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Nein es ist kein liebeskummer... wir liebten uns zum ende einfach nicht mehr.. ich lebe aber noch in der Wohnung mit ihr zusammen.. .

Nur weiß ich nicht was ich machen soll... auziehen zurück zur Familie und da alles auf anfang ?
oder hier bleiben arbeit... geld verdienen.. ich habe hier niemanden und müsste ein freundeskreis aufbauen etc..

Die arbeit selbst erfüllt mich nicht.. ob das aber woanders besser werden sollte ? das ist die frage... Die PAs habe ich damals auf der arbeit bekommen... da war noch alles gut mit meier feundin.. habe mir damals selbst viel druck gemacht... .

nun habe ich konzentrationsschwirrigkeite.. bin vergesslich.. aber wenn ich mich mit menschen unterhalte geht das... kann mich auch auf gespräche etc konzentrieren und wenn es eine gesellige runde ist tau ich auch schnell auf und bin voll dabei... .

deshalb.. die frage.. sind es depressionen ...

ich merke es am meisten am gewicht... BMI ist ok bin normal gewicht... steh im unteren Mittelbereich... trotzdem an manchen tagen kriege ich kein bissen runter...

ICh will alles schmeissen am liebsten.. JOB etc... nur was ist dan mit mein einkommen ? wenn ich woanders anfange habe ich angst.. das ich nicht genug geld verdiene um mein Lebensstandart zu halten.

oder versage... habe ein Technsichen beruf... mathe ging damals alles okay.. jetzt kann ich die eifnachsten sachen nicht oim Kopf rechnen...und werde da schnell hecktisch

06.09.2016 22:07 • #3


Bist du oft müde oder erschöpft? Fühlst du eine innere Leere?

Ich würde auf jeden Fall mal zum Hausarzt, die Beachwerden schildern. Was nicht ganz zur Depression passt, ist dass du bei Gesprächen wieder auftaust und voll da bist. Aber vielleicht ist das auch genau d nie Ressource, der Bereich in dem du dich wohl fühlst. Solche Bereiche dann zu stärken kann dir helfen, dass es dir wieder besser geht.

Könntest du den auch am jetzigen Ort eine Wohnung suchen? Alles gleich hinschmeissen könnte schwierig werden, bei der Joblage. Du könntest Schritt für Schritt vorgehen, zuerst da mal eine Wohnung suchen (weg von der Exfreundin). Dann mal schauen ob du dich wohler fühlst oder doch wieder nach Hause willst. Wenn du nach Hause willst, dann könntest du von hier aus einen Job suchen in deiner Heimat. Und wenn du den Job hast, auch gleich eine eigene Wohnung. Schritt für Schritt, nichts überstürzen.

Medikamente und Therapie hast du nicht gell?

07.09.2016 10:09 • x 1 #4


Hallo Freisein,

Danke für deine Antworten,

Ja ich fühle eine innere Leere , auf der Arbeit verdiene ich gutes Geld... Aber fühle mich dort nicht richtig wohl .. An manchen Tagen.. Ich komme aus der Stadt und in dem Dorf etc .. Pass ich nicht wirklich rein .. Zumindest rede i mir das ein... Kontakte gingen alles über Freundeskreis meine Freundin. Und der will ich nicht übern weg laufen.. Den Kontakt weiter zu ihren Freunden halten, halte i für nicht richtig. .. Blödes Gefühl wenn Dan aufeinmal der neue kommt. Ne das geht. Nicht.
Ich könnte hier bleiben oder Ort weiter ziehen .. Aber ich glaube ich brauche die sozialen Kontakte .. Auf der Arbeit ist alles trostlos ... Immer die enge Halle die selben Kollegen... Die auch nicht Gerede viel reden. Geschweigedenn was unternehmen.

Ich denke ich muss was machen was noch beruflich erfüllt und Erfolgserlebnisse .. Nur wäre das mit Ende 30 eine total andere Richtung vom Handwerk zu Soetwas .. Alleine finanziell ...
Muss mich aber bald entscheiden weil ich auch nicht länger hier bleiben will/kann ...

07.09.2016 18:24 • #5


Hallo Lars,

Und zu den Leuten aus deiner Stadt hast du noch Kontakt, wo du gleich anknüpfen könntest?

Weisst du, wenn es dir auf der Arbeit nie gefallen hat und du dich auch in dem Dorf nie wohl gefühlt hast, dann ist doch Heimat eine gute Sache. Sofern du dort noch Kontakte hast, natürlich. Sonst wäre es wohl nur vom Regen in die Traufe.

Ich versteh das sehr gut, ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen. Mir gefällt die Grösse so. Hab auch mal je ein Jahr in verschiedenen Städten gelebt und 5 Jahre Agglo. Wurde aber auch nie warm dort richtig bei Agglo. Ich bin auch wieder zurückgekehrt.

Um nicht arbeitslos zu werden, könntest du den Fokus erstmal darauf legen, in der Nähe deiner Heimat eine Stelle zu finden. Alles andere wird sich dann von alleine geben, Eltern fragen ob du als Überbrückung dort wohnen kannst und dann eigene Bude.

Aber geh auf jeden Fall das mit den Depressionen an (ich glaub auch dass du eine hast). Such dir schnell einen Therapieplatz, oft muss man lange warten, und geh mal zu einem Psychiater. Das ist wichtig, aus obgenannten Gründen.

07.09.2016 20:29 • x 1 #6


Hallo Freisein,

Ja ... Nicht wirklich. Habe in meiner Stadt Verwandte und Familie.. Alte Kontakte vonseiten Schule .. Aber wie soll ich es sagen. Ich würde mich wie ein loser fühlen .. Hört sich blöd weis... Ich bin ein Typ der immer für andere da ist nur habe ich Probleme selbst mir helfen zu lassen.. Fängt schon bei Banahlen Sachen an.

Ich War wegen meiner PA mal beim Therapeuten... Aber das war nix für mich .. Sich an den Ohren kraulen etc... War befremdlich und jemanden was zu erzählen den es nicht interessiert ,finde Banane... .

Meine Arbeit erfüllt. Ich nicht stimmt.. Aber verdiene da mein Geld. Wer sagt das ich woanders es nicht schlechter habe? Oder vllt macht mir die Arbeit wegen meiner Grundeinstellung keinen Spaß... Dann wäre das wirklich an die Wand gefahren.

Und nein ich kenne hier sonst niemanden .. Müsste bei anfangen meiner Ex und deren Freunden übern weg laufen .. Fühl mich wie ein Schuljunge der nicht weiß wohin. Alle sagen komm nachhause... Aber da fühl ich mich sich nicht wohl.. Daher glaube ich das es eben an meiner Grundeinstellung Liegt und ein wohn/Arbeitswechsel nicht hilft

Danke dir

10.09.2016 18:21 • #7


Hallo Lars

Weisst du, das sich "niemanden aufdrängen wollen" kenne ich auch von mir. Ich glaube aber langsam aber sicher zu wissen, dass das so Charakterzüge sind, die typisch sind für Depressiönler und Ängstler. Eine Freundin von mir hat mal gesagt, als ich sagte ich wolle mich nicht aufdrängen "doch! Dräng dich auf!". Das fand ich klasse! Du kannst ja den Kontakt anknüpfen ohne denen gleich dein Leid zu klagen, einfach so. Loser, warum denn? Weil aus ist mit Freundin und dich deswegen im Dorf nichts mehr hält? Das ist doch total verständlich.

Es ist des Therapeuten Job, sich für die Probleme seiner Kunden zu interessieren. Wenn er das nicht tut, dann ist es ein schlechter Therapeut, der seinen Job nicht gut macht. Möglicherweise hast du da einfach Pech gehabt. Normalerweise werden dort nicht gegenseitig Öhrchen gekrault, oder hab ich da was falsch verstanden? Ich möchte dich nochmal darum bitten, dir zu überlegen, einen Therapeuten aufzusuchen. Wie bereits erwähnt können unbehandelte Depressionen chronifizieren. Das zieht nicht selten auch Jobverlust und sozialen Abstieg mit sich. Depressionen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, das ist eine Krankheit. Kein vorübergehendes Stimmungstief.
Wenn du dir das mit dem Therapeuten noch nicht vorstellen kannst, dann geh doch bitte trotzdem zum Hausarzt oder Psychiater. Du könntest es auch vorläufig mit Johanniskraut probieren. Das wirkt Stimmungsaufhellend. Und Sport machen, das wirkt auch gegen Depressionen. Bei leichten bis mittelgradigen Depressionen teilweise sogar gleich gut wie Medikamente, nur ohne negative Nebenwirkungen, sondern positiven.

Wegen Deiner Arbeitsstelle: wer sagt denn, dass du es woanders nicht besser hast? Hat es dir vorher gefallen, als noch gut war mit deiner Freundin und du noch nicht in der Depression warst?

Vorhin klang es noch so, als ob du auch nach Hause wolltest, wieder in die Stadt. Nun lieber doch nicht? Gefällt dir das Leben im Dorf? Oder gefällt dir das Leben in der Stadt?
Weisst du, es mag schon sein, dass die "Grundeinstellung" momentan unentschlossen und pessimistisch ist. Aber: sich nicht entscheiden zu können, ist auch ein Symptom der Depression. Man ist wie sich selber nicht mehr sicher.

10.09.2016 19:00 • #8


cube_melon
Hallo Lars,

in deinem Kopf schwirrt gerade wirklich viel herum.

Eine Trennung ist fast immer bitter. Es geht viel gemeinsames verloren. Aktivitäten und Freunde sind ein Teil davon.
Wo etwas verloren geht, bleibt oft eine Lücke. Diese solltest Du füllen.

Such dir wieder eine Therapie. Es gibt viele gute Therapeuten, einfach durchprobieren. Falls vorhanden hilft es auch sich die Webseite des Therapeuten anzusehen oder dort mal anrufen. Dann kann man sich ein besseres Bild machen. Mit PA kann man lernen umzugehen. Es gibt viele Dinge die dir ein Therapeut beibringen kann.

Es ist gut möglich, dass die PA durch den vorhergehenden Streß in der Beziehung ausgelöst wurden. Wenn ein Mensch zu viel Stress hat und die Psyche das nicht verarbeiten kann, ist der Körper das Notablassventil.

Das mit dem Freundeskreis kann ich verstehen. Besteht denn keine Möglichkeit sich einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen? Wie sieht es mit Kollegen von der Arbeit aus?

Ihr habt euch auseinandergelebt und ihr wohnt noch zusammen? Das stelle ich mir schwierig vor. Nach einer Trennung ist es wichtig, dass man sich seine eigene Komfortzone neu definiert, aufbaut und sich so weit wie man möchte auch abgrenzt. Was hältst Du von einer eigenen Wohnung?
Breite dein Leben wieder aus und versuche es so zu gestalten wie du es willst. Diese Leere bedeutet in gewisser Weise auch eine Art Freiheit.

Nimm Dir ein Zettel und Stift. Schreib Dir auf was Dir Spaß macht und was Du gerne ändern würdest.
Es ist Ressourcenbildung angesagt. Eine Ressource ist eine Tätigkeit, welche Dir Freude bereitet oder dich entspannt und du dadurch Kraft schöpfst.

Das was dir jeder Therapeut sagt ist "Treiben sie Sport". Ja, das klingt toll, wenn man sich leer und depressiv fühlt. So kann es sich auch am Anfang anfühlen.
Wenn du es aber eine Weile durchziehst wird es dir Kraft geben. Auch wenn du das nicht bewusst spürst. Unterbewusst hilft es.

Hast Du noch Urlaub? Vielleicht ist es ja eine Idee für ein paar Tage lang deine Eltern zu besuchen. Mal das ganze mit Abstand betrachten und andere Meinungen hören. Vielleicht fühlt sich die Heimat ganz anders an, als sich dein Radio im Kopf behauptet.
Und wenn schon - sollen die anderen doch denken was sie wollen. Wichtig ist nur, dass es dir gut geht und du glücklich bist.

Selbst wenn alle Stricke reißen, hast Du noch deine Eltern als Sicherheitsnetz. Und das ist wirklich sehr, sehr wertvoll.

10.09.2016 22:17 • x 1 #9




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser