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petrus57
Entzündungswerte steigen mit Dauer der Erkrankung an
Fortschreitende Erkrankung: Im Laufe einer Depression verändert sich das Gehirn immer mehr. Eine Studie zeigt: Je länger das Leiden unbehandelt bleibt, desto stärker entzündet sich das Denkorgan. Ein ähnliches Phänomen ist von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer bekannt. Zu denen zählen Depressionen zwar nicht. Trotzdem scheine es unterschiedliche Stadien der Erkrankung zu geben - die womöglich auch unterschiedlich behandelt werden müssen, schreiben die Forscher.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22 ... 02-27.html

27.02.2018 14:37 • 16.03.2018 x 1 #1


10 Antworten ↓


seventeen
Hmmm. Hier ein Auszug aus der referenzierten Studie:

"Microglial activation, as shown by TSPO VT, is greater in patients with chronologically advanced major depressive disorder with long periods of no antidepressant treatment than in patients with major depressive disorder with short periods of no antidepressant treatment, which is strongly suggestive of a different illness phase. Consistent with this, the yearly increase in microglial activation is no longer evident when antidepressant treatment is given."

Dazu ist nirgends erwiesen, dass tatsächlich Entzündungen im Gehirn vorlagen. Lediglich die Mikroglia, die bei Entzündungen die Erscheinungen im Gehirn bekämpfen, sind vorhanden. Und diese können durch alles mögliche vorhanden sein, wenn ich mich nicht täusche.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikroglia

27.02.2018 14:47 • x 1 #2



Depression entzündet das Gehirn

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Dann müßte Ibuprofen gegen Depression helfen?

27.02.2018 15:35 • x 1 #3


seventeen
Zitat von mamamia75:
Dann müßte Ibuprofen gegen Depression helfen?


Den Gedanken hatte ich auch schon, wäre doch mal praktisch

27.02.2018 15:36 • #4


Im Sommer hat ein User hier den Versuch mit Antibiotika gestartet.
Da geht es um einen ähnlichen Ansatz

www.psychic.de/forum/depressionen-f99/m ... 83248.html

27.02.2018 15:42 • #5


Das ist ja unter anderem die Theorie der Studie Minocyclin bei der Charite in Berlin. Da wird Minocyclin(Anitbiotika)zur Behandlung von Depressionen zu getestet.
Weil unterschwellig ein Entzündung im Gehirn scheinbar vorhanden ist bzw vorhanden sein kann.

https://psychiatrie.charite.de/forschun ... rd_studie/

27.02.2018 15:50 • #6


Demnach müßte wenn man wegen "egal was" Antibiotika bekommt danach die Depression auch weg sein.

27.02.2018 16:37 • #7


Pivou
Zitat von mamamia75:
wenn man wegen "egal was" Antibiotika bekommt danach die Depression auch weg se


Vielleicht wissen alle nur noch nicht, dass sie eigentlich gesund sind

27.02.2018 17:01 • #8


Man kann es auch anders herum sehen, eine Entzündung des Gehirns oder andere Körperteile kann Depressionen verursachen.


Es müssen Antibiotika sein, die die Bluthirnschranke passieren können. Doch Vorsicht, manche AB haben beträchtliche z.T. irreversible Nebenwirkungen.

28.02.2018 18:00 • x 2 #9


AaronH
Hi,

ich habe es bis jetzt auch immer so verstanden, dass die Entzündung Ursache des Gehirns Ursache der Depression ist, nicht umgekehrt.

Bei weitem nicht alle Entzündungen sind bakteriell. Wenn das Gehirn bakteriell entzündet ist, hast du eher eine Hirnhautentzündung. Es geht hier eher um die chronische unterschwellige (leichte) Entzündung.

Viele Grüße, Aaron

16.03.2018 13:48 • #10


Die Stoffwechselstörung im Gehirn ist halt immer noch die hochgehaltene These. Ausgelöst wodurch auch immer. Ein Umdenken findet aber langsam statt, die postive Ansprechrate von Antidepressiva ist mit ca 50-60% nicht gerade umwerfend. Aber jeder zweite darf sich immerhin freuen zumindest Symptome zu unterdrücken.

16.03.2018 18:09 • x 1 #11



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