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Antiwirkung
Zitat von zWo3:
Armer Kranker Wahnpatient man sollte versuchen dich vor dir selbst zu Schützen. Du bist nicht Gesellschaftsfähig das lese ich schon an deinen Texten heraus. Du bist da wo du bist genau richtig nicht umsonst hast du Betreuer. Wenn du diese nicht hättest, würde man wohl eines Tages in der Bild lesen Amokläufer ...

Du bist auch nicht herzvoller durch deine ablehnende Einstellung gegenüber KRANKEN: Das macht dich nicht minder krank. Das Kranke ist in der Gesellschaft, nicht der Mensch ist das Kranke.Das sieht man doch offensichtlich!, Wie arm die Gesellschaft denkt über Kranke.

28.01.2023 16:08 • x 1 #21


Antiwirkung
Ich finde, das WIRKLICHE Gesellschaftsproblem, liegt nicht darin, dass so viele Kliniken so voll sind.
Ich finde das eigentliche Problem sind die VORURTEILE der vermeintlich NORMALEN, die Arbeiten:
Die Denken wohl, das Kranke sei unnormal. Das ist ein Irrtum. Die Menschen denken, dass der Kranke blöd, sch., ungesellschaftsfähig,unanpassbar, sch., stinking, unreflektiert, blöd, unargumentiert, kindisch wäre. Das ist alles Mumpitz. WENN DIE Gesellschaft nur meint, die Kranken aus sich raus zu nehmen, und das EIGENE LEBEN so abzutöten durch künstliche ANTIWIRKENDEN Substanzen, fragt man sich, was das bringt, wenn man das eigene Leben so retardiert, da hilft auch die Tablette nicht viel.

Die Gesellschaft ist in der Bringschuld, gegenüber den Kranken, weil die denken, wer Krank ist, ist nicht gesellschaftsfähig. Dem widerspreche ich: JEDER MENSCH hat die Gleichen Rechte wie Normale Arbeitnehmer. Ich bin doch nicht in einer anderen Welt, nur weil ich eine Erkrankung habe. Die Systemfrage kann nur gelöst werden, wenn der Patient annimmt, dass das Gesellschaftsbild Kranke als Vorurteil heran zieht und dementsprechend auch behandelt, wie man anhand von dir sieht.

28.01.2023 16:16 • #22


A


Hab ich Borderline?

x 3


zWo3
Zitat von Antiwirkung:
Du bist auch nicht herzvoller durch deine ablehnende Einstellung gegenüber KRANKEN: Das macht dich nicht minder krank. Das Kranke ist in der Gesellschaft, nicht der Mensch ist das Kranke.Das sieht man doch offensichtlich!, Wie arm die Gesellschaft denkt über Kranke.

Denkst du ernsthaft ich bin aus Spaß hier oder wie? Das es mir freude bereitet mit Psychisch Kranken Menschen mich auszutauschen und zu lesen was die für mist erlebt haben. Natürlich hat das ganze einen Grund wieso ich hier bin.. aber man hat dir anfangs schon gesagt was mit dir los ist du hörst nicht du kannst es nicht weil du im Wahn bist.

Lese doch mal deine eigenen Texte was du von dir gibst so abstrakt und wirr dein Wahn gibt dir recht denn im Wahnsystem ist es für dich Stimmig und das System ist das Problem die eigentliche Krankheit du siehst nicht wie weit du von der Realität eigentlich schon entfernt bist und dann redest du von Antiwirkenden Substanzen?! Was ist das?

Dann kommst du mit Neologismen um die Ecke die keinerlei Sinn ergeben. Ich bin sehr wohl Empathiefähig aber es hat grenzen Menschen im Wahn sind nicht zugänglich da bringt auch die beste Empathie der Welt nichts.

1.Bist du kein Borderliner aber denkst du bist es.
2.Weist du sehr wohl was für eine Diagnose du bekommen hast diese verleugnest du den das System ist Krank.
3.Schreibst du selbst in deinen Beiträgen davon das du genetisch bedingt Schizophrenie hast aber die Pfleger so böse sind und dir dein Leben so schwer machen.

Ich bleibe dabei du bist nicht gesellschaftsfähig. Ich hoffe trotzdem du findest deinen Weg in deiner begrenzten Welt.

Alles gute.

28.01.2023 16:26 • #23


Mondkatze
Zitat von Antiwirkung:
ABER ich vertrete die These, dass Das System krank ist und nicht der Mensch an sich

Unser „System“ kränkelt sicherlich an verschiedenen Stellen, da gebe ich dir Recht. Aber unser Gesundheitssystem und das soziale Auffangnetz sind schon hervorragend im Vergleich zu anderen Ländern.
Zitat von Antiwirkung:
Ich fühle mich nicht Ernst genommen, weil einem nicht individuell geholfen wird.

Wie könnte man dir denn „individuell“ helfen?
So weit ich informiert bin, wird jedes Hilfsangebot, welches irgendwann installiert wird, individuell auf die zu betreuende Person abgestimmt.
Zitat von Antiwirkung:
Mich stört, dass DAS SYSTEM mich künstlich einschränkt, weil keiner zu mir kommt.

Wer soll denn zu dir kommen, wenn du niemanden kennst?
Zu mir kommt auch keiner, wenn ich keinen dazu einlade.

Du hast den Vorteil zu „gesunden“ Menschen, die einsam sind, dass sich jemand um DICH kümmert. Nämlich das ambulant betreute Wohnen. Hast du mal dran gedacht, dass die Mitarbeiter, welche zu dir kommen, sich Gedanken über DEIN Leben machen? Sie überlegen, wie sie dir helfen können. Daran solltest du mal denken und nicht immer nur fordern und meckern.
Dann mache du doch was aus deinem Leben. Sei aktiv, mache Vorschläge was du im Leben tun möchtest, was du erreichen möchtest und dann kämpfe DU dafür. Und behaupte nicht, dass andere dich einschränken. Das machst nur du selbst, oder eben deine Krankheit. Ich weiß nicht, was für eine Erkrankung du hast. Aber es muß ja schon etwas sein, was dich einschränkt und du eben Hilfe, wie z.B. das abW benötigst.

Ich weiß, dass bei uns die Hilfsorganisationen, die das abW anbieten, sich sehr um die Betroffenen kümmern. Sie begleiten die Betroffenen, beraten, bieten gemeinsames Frühstück in der Organisation an uvm.
Ich habe nämlich selbst sehr oft abW für jemanden eingerichtet, bzw. Organisiert.
Wenn dir das abW nicht ausreicht, dann kannst du auch stationär in betreutes Wohnen gehen. Dort sind ständig Leute um dich. Aber wahrscheinlich wird dir das auch nicht zusagen.
Zitat von Antiwirkung:
Die Menschen denken, dass der Kranke blöd, sch., ungesellschaftsfähig,unanpassbar, sch., stinking, unreflektiert, blöd, unargumentiert, kindisch wäre.

Diese Eigenschaften haben leider viele Menschen, ob gesund oder krank.
Zitat von Antiwirkung:
Die Gesellschaft ist in der Bringschuld, gegenüber den Kranken

Ja? Was soll die Gesellschaft denn noch tun?
Ich glaube du weißt gar nicht, was alles schon getan wird. Mal abgesehen von den Kosten für alles was du an Hilfen bekommst, die die Gesellschaft FÜR DICH übernimmt, bekommst du Ansprache, Hilfen und Unterstützung in alle Belangen des täglichen Lebens, die du ja höchstwahrscheinlich allein nicht bewältigen kannst, sonst wärst du sicher nicht in diesem Programm des abW.
Warum verteufelst du das ambulant betreute Wohnen denn überhaupt so? Bei der Anhörung, / Antragstellung , bei der idR der Betroffene, also du, auch anwesend sein muß und auch seine Zustimmung geben muß, hast du doch sicher geschildert, warum du selbst der Meinung bist, das abW zu benötigen.

Zitat von Antiwirkung:
wer Krank ist, ist nicht gesellschaftsfähig.

Ich gehe mal davon aus, dass du psychische Erkrankungen meinst.
Und das stimmt doch auch häufig.
Es gibt Erkrankungen, da ist jemand absolut nicht gesellschaftsfähig, weil er Menschen angreift und / oder Schlimmeres passiert, aber das muß ich ja jetzt hier nicht alles aufführen.

Zitat von Antiwirkung:
JEDER MENSCH hat die Gleichen Rechte wie Normale Arbeitnehmer.

Ja, das stimmt.
Aber jeder Mensch hat auch die gleichen Pflichten.
Das wird oft und gerne vergessen.
Es kann nicht sein, dass einer nur fordert und alles verurteilt und ständig kritisiert und dennoch alles, was er zum Leben braucht, zur Verfügung gestellt bekommt, einfach so, aus Nächstenliebe ? Sozialer Verpflichtung?, nenne es wie du willst, und der andere sich tagtäglich den Hintern FÜR die Gesellschaft aufreißt, das aber in kleinster Weise gewürdigt wird und er alles, wirklich alles allein bewältigen muß?

Zitat von Antiwirkung:
Ich bin doch nicht in einer anderen Welt

Anscheinend lebst du tatsächlich in einer anderen Welt.

28.01.2023 17:18 • x 4 #24


Antiwirkung
Was mich am Meisten aufregt, ist die Tatsache, dass es im Leben IMMER NUR ums Kranke geht.
Was hast du für Diagnosen? Wie krank bist du? Auf der Arbeit, bei der ich bin, laufen auch nur Kranke rum.
Weil es alles Klienten sind. Ich bin auch nur ein Klient. Mich regt auf, dass man nur als Klient bezeichnet wird.
Ich bin doch in 1. Linie ein Mensch und kein Kranker.
die Betreuer verleiten gerne und verwechseln das Krankheitsbild mit dem Wort Betreuten.
Leistungsempfänger. Ich kann das Wort gar nicht ausstehen. Natürlich empfange ich Sozialhilfe.
Aber nur, weil der Staat sagt, dass ich krank sei ob ich das bin oder nicht.
Der Staat urteilt von Außen auf MEIN LEBEN, was ich hätte und maßt mir dann an, dass ich psychotisch gewesen war. Das ist eine Unterstellung. Nur weil es mal so aussah, dass ich psychotisch gewesen war, heißt das nicht, dass man ein Leben lang psychotisch ist.
Ich verachte es, dass die Menschheit zwischen krank sein wollen und krank machen nicht versteht.
Ich habe seit meiner Geburt die Diagnose Shprintzensyndrom, Chromosomenfehler mit Herzfehler.
Dann kam eine Epoche mit Heimerfahrung, wo mir paranoide Schizophrenie unterstellt wurde.
Was soll der Mensch denn noch alles aushalten? Dass ich Probleme habe, sehe ich ja selber ein.
Aber man muss sich nicht kranker sprechen lassen als man eigentlich ist.

Mein Leben ist und bleibt meine Entscheidung, egal, ob ich arbeiten gehe oder mich einschläfern lasse.
Das wäre alles meine Verantwortung, die ich als Pflicht gegenüber dem Leben habe.
Ich lasse mich ungern als Kranker denunzieren, weil das unterhalb meiner Würde liegt.
Jeder Mensch hat das Recht auf ein Würdevolles leben. Auch mit psych. Besonderheiten.

28.01.2023 17:50 • #25


zWo3
Zitat von Antiwirkung:
Was mich am Meisten aufregt, ist die Tatsache, dass es im Leben IMMER NUR ums Kranke geht. Was hast du für Diagnosen? Wie krank bist du? Auf der Arbeit, bei der ich bin, laufen auch nur Kranke rum. Weil es alles Klienten sind. Ich bin auch nur ein Klient. Mich regt auf, dass man nur als Klient bezeichnet wird. Ich ...

Ich werde nun die Admins einschalten finde das hier der falsche Platz für dich ist. Es gibt Psychotiker Foren da wirst du wohl mehr anklang finden für die meisten hier ist das was du von dir gibst einfach nur befremdlich sry.

Alles gute.

28.01.2023 18:17 • x 1 #26


T
Zitat von zWo3:
Ich werde nun die Admins einschalten finde das hier der falsche Platz für dich ist. Es gibt Psychotiker Foren da wirst du wohl mehr anklang finden für die meisten hier ist das was du von dir gibst einfach nur befremdlich sry.

Der Themenersteller ist auch im Elo Forum unterwegs, da mit mehreren Accounts. Ich hab seine Geschichte sofort wieder erkannt. Dort hat er viele rechtliche Hinweise bekommen, auf die er aber nie eingeht. Im Prinzip das selbe Spiel wie hier. Alle sind schuld. Die Gesellschaft hat schuld. Er ist nur Opfer.

29.01.2023 20:50 • x 1 #27


zWo3
Zitat von Tosch:
Der Themenersteller ist auch im Elo Forum unterwegs, da mit mehreren Accounts. Ich hab seine Geschichte sofort wieder erkannt. Dort hat er viele rechtliche Hinweise bekommen, auf die er aber nie eingeht. Im Prinzip das selbe Spiel wie hier. Alle sind schuld. Die Gesellschaft hat schuld. Er ist nur Opfer.

Oh ok heftig danke für die Rückmeldung gut zu wissen. Wie schon gesagt ich finde der TE ist hochgradig Psychotisch und wenn diese Menschen einen Akuten Schub haben sind Sie alles aber nicht Krankheitseinsichtig. Der würde eher die ganze Welt brennen lassen bevor er merkt das er an irgendwas Schuld hat.

Traurig aber eigentlich müsste man solche Menschen helfen aber ich weiß nicht wie man solchen noch helfen kann.

Habe die Vermutung die Denkstruktur ist komplett eingefahren und er sieht auch keinen anlass auf Veränderung. Aber dann hoffe ich das die Admins reagieren und den TE hier Löschen.

Lg

29.01.2023 22:09 • #28


Mondkatze
Zitat von zWo3:
Traurig aber eigentlich müsste man solche Menschen helfen aber ich weiß nicht wie man solchen noch helfen kann.

Solange keine Fremd-oder Eigengefährdung besteht, kann man ihm nur helfen, wenn er diese Hilfe auch selbst möchte und annimmt.
Man könnte den Sozialpsychiatrischen Dienst informieren. Die würden Kontakt zu ihm aufnehmen. Wenn er den allerdings ablehnt, kommen die auch nicht weiter.

29.01.2023 22:16 • x 1 #29


Mondkatze
Zitat von zWo3:
Aber dann hoffe ich das die Admins reagieren und den TE hier Löschen.

Ich finde es besser, wenn er hier schreibt. So hat erfährt man etwas mehr über seinen aktuellen Stand und kann notfalls einschreiten lassen durch die Moderation.
Mit Löschen ist ihm auch nicht geholfen.

29.01.2023 22:19 • x 1 #30


Antiwirkung
Ich finde das ist gemein, dass man immer nur denunziert und ausgegrenzt wird, WENN Man Hilfe sucht.
Das ist echt bitter für Deutschland, dass im Internet man so angegangen wird, von verschiedenen Seiten.
Ja, es stimmt ich bin im Elo-Forum. Aber mit nur 1 Account. Wer da sich wieder was zusammen reimt. Ich bin in diversen Foren mit 1 Account angemeldet, um mir Rat zu suchen. Wer da denkt, ich hätte Mehrere , der irrt sich.

30.01.2023 12:08 • #31


Antiwirkung
Falls es Klarheit bringen sollte, wer ich wo bin, dann könnte ich hier von anderen Foren meine Usernamen in einer Liste darstellen, damit man erkennt, dass das alles von der Gleichen Person ist, aber in jedem Forum ein anderer Username. Ich schreibe grundsätzlich in vielen Foren , um mich mit anderen auszutauschen.

Falls gewünscht, poste ich gerne eine Liste mit den Foren, und den Nicks, unter denen ich schreibe.
Falls das Klarheit reinbringt. Pro Forum lege ICH immer 1 Account an. Es sei denn, ich habs Passwort vergessen und musste mich neu registrieren.

30.01.2023 12:15 • #32


Mondkatze
Ich denke, dass du dich überhaupt nicht irgendwie hier rechtfertigen mußt, in welchen Foren du überall noch aktiv bist. Das muß nämlich niemand hier.
Schreib hier was dich bedrückt, was dir Angst macht.
Es wird sicher immer jemanden geben, der antwortet.
Allerdings möchte ich dir etwas sagen. Versuche mal nicht alles zu verallgemeinern, oder die Schuld immer nur bei anderen zu suchen. Z.B. das System ist schuld, der Staat ist schuld usw.
Zitat von Antiwirkung:
Das ist echt bitter für Deutschland, dass im Internet man so angegangen wird, von verschiedenen Seiten.

Auch das finde ich persönlich nicht sachlich. Denn ganz Deutschland ist bestimmt nicht so, wie du es beschreibst.
Da könnte man jetzt wieder andere Länder als Beispiel nehmen. Aber das bringt nicht viel und ändert nichts an deiner Situation.
Deutschland ist nämlich schon eins der toleranten Länder.

30.01.2023 12:25 • x 3 #33


Antiwirkung
Ich werde mich bemühen. Wie sagt man der Ton macht die Musik.

Ich wollte mich für meinen wutentbrannten Textinhalt entschuldigen.
Wenn ich sehr in Gedanken bin, werde ich schnell wütend.
Da beherrsche ich den Ton mal nicht. Aber das war keine böse Absicht, oder Missbilligung.
Entschuldigung, falls ich zu harsch im Ton war.

30.01.2023 13:22 • x 3 #34


K
Hier hätte der Ton insgesamt netter sein können.

Dass jemand total frustriert und aggressiv ist und gegen das System wettert, finde ich mehr als nachvollziehbar.

Deutschland ist natürlich eins der Länder, in dem viele Sozialleistungen gezahlt werden, viel getan wird, was es in anderen Ländern an Gemeinwesen nicht gibt. Aber es gibt auch genug Länder, die ein sehr viel besseres Sozialsystem für kranke Menschen geschaffen haben. Da kann man nach Österreich schauen, in die Schweiz, nach Kanada, Niederlande, Skandinavien....

Und das System ist in Deutschland auch nicht für alle gleich. Wer schön einen relativ lauen Job über 30 Jahre gemacht hat, Glück hatte, schön vorsorgen konnte, eher er psychisch krank wurde, der trifft auf ein anderes System als andere, die unter völlig anderen Voraussetzungen früh invalide wurden, mit einer psychotischen Erkrankung in einem Wohnheim/Pflegeheim gelandet sind. Und man kann es ruhig sagen wie es ist: Diese Wohnheime dienen vor allem dem Zweck, die Leute zu verwahren. Die Betreuung dort ist oft nicht gut, das Personal meist schlecht qualifiziert und wenig motiviert.

Und Sprüche wie Wir reißen uns jeden Tag zusammen und gehen arbeiten, und finanzieren das System, in dem Du in der Hängematte liegst, also beschwere Dich nicht und sei dankbar für dieses System hört jeder im Laufe der Zeit, wenn er nicht mehr funktionsfähig ist. Das kennen wir alle. Und die meisten von uns waren vorher berufstätig, haben sich Jahre und Jahrzehnte trotz Symptomen um alles gekümmert. Viele haben sich total übernommen oder haben schon von Kindheit an eine extrem überfordernde Lebensrealität aushalten und kompensieren müssen. Das sollte man auch mal sehen.

Ich würde mal gerne sehen, diejenigen, die hier so hart waren, drauf wären, wenn man sie mit ihrer Erkrankung mal für 4 Jahre in so ein Sozial-Ghetto-Wohnheim stopfen würde, wo die Perspektive für den Alltag und für die Zukunft extrem limitiert ist. Dann wären sie wohl auch eher negativ geladen als dankbar und motiviert, jetzt gegen alle Vorzeichen alles zum Guten zu wenden.

Ich bleibe bei meinem ersten Posting. Ganz allein wird man so eine Kehrtwende nicht schaffen, also sollte man sich doch zumindest um ein oder zwei gute Unterstützer bemühen.

Wo soll man denn die Grenze ziehen?

Wenn muss man ausgrenzen, darf man ausgrenzen und wen nicht?

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Es gibt auch Leute, die sich komplett über Menschen mit Panikattacken und Angststörungen lustig machen, manche ziehen über Borderliner her? Wie fühlt es sich an, wenn man selbst zu der Gruppe dazu gezählt wird, die angeblich gemieden werden müsste?

Ich habe Jahre des Mobbings hinter mir von Leuten, die sich über meine Defizite lustig gemacht haben. Fair war das nie, aber man ist dem ausgesetzt und es hinterlässt Spuren.

Jeden Tag hat man den Kampf mit diesem System. Das erlebe ich seit Jahren. Es ist einfach schlechter geworden, weil sich alles verändert hat. Früher haben die Leute, die nicht mehr konnten, eben Renten oder Sozialhilfe bekommen. Das war ganz gut finanziert. Auch die Kranken konnten noch ein lebenswertes Leben führen. Das ist heute nicht mehr drin. Es kann schließlich keiner was dafür, wenn er krank wird.

Das ist schon sehr selbstgerecht und überheblich gewesen, was hier an Statements kam.

Ich hatte letztes Jahr wegen eines Klinikwechsels ein Wahnsinnsaufwand mit der Bürokratie. Einen ganzen geschlagenen Tag habe ich wegen einer Überweisung kämpfen müssen, weil ich offiziell noch in der einen Klinik war, konnte ich mich nicht drum kümmern und habe meinen Bruder mit Krankenkassenkarte und Vollmacht ausstaffiert, um das zu organisieren. Mein Bruder hat das an dem Tag alles für mich gemacht. Der arbeitet seit er 15 Jahre alt ist Vollzeit und hat kaum jemals gefehlt. Nach dem Tag mit dem Zirkus hat er nur zu mir gemeint, dass er lieber jeden Tag arbeiten geht, als dass er diesen Stress mitmachen würde, den dieses System mit einem kranken Menschen veranstaltet.

Jeder, der sich über solche Menschen mokiert, die in diesem System jeden Tag in den Wahnsinn getrieben werden, obwohl sie schon völlig ausgebrannt sind, wünsche ich, dass ihm genau das Gleiche passiert und zwar bald. Dann darf er dieses Super-System mal genießen. Es wird jedem, der es live erlebt, bald vergehen.

Wenn ich sehe, was bei den Ärzten und Kliniken los ist.... Seit Corona ist alles, was mit Medizin und Kosten zu tun hat, ein Hexenkessel geworden, für die, die es in Anspruch nehmen müssen und für die, die da drin arbeiten. Hartz IV ist als Schikane konzipiert worden, weil die Verantwortlichen auch geglaubt haben, dass alle, die staatliche Hilfe bekommen, nur Drückeberger wären, denen man nur mal einheizen müsste. Pustekuchen! Es hat die Lage nur verschlimmert und kostet unterm Strich noch mehr Geld für die Gesellschaft als wenn man diese Menschen fairer und großzügiger behandeln würde. Es ist - in weiten Teilen - schon so, dass das System die Emfpänger schikaniert oder sie einfach zu wenig fördert, damit sie es da raus schaffen können, bzw. man engt die Möglichkeiten so sehr ein, dass es auch immer nur um kurzfristige Verbesserungen geht.


Auch die neuen Bürgergeld-Regelungen haben für die Langzeitarbeitslosen kaum Verbesserungen gebracht. Aber genau da ist die Klientel, die wirklich endlich die Entlastungen gebraucht hätte. Und da kamen sie ja wieder nicht.

Also auch bei aller Einsicht, dass es noch schlimmer sein könnte, ist das deutsche Sozialsystem in weiten Teilen nur noch eine Pharce. Man lässt die Menschen nicht verhungern, aber viel mehr wird ihnen nicht ermöglicht, schon gar nicht, gesund zu werden.

Und diejenigen, die jeden Tag auf Arbeit gehen, sind auch nicht alle Stützen des Systems. Ich habe es in so vielen Bereichen gesehen und in Firmen, dass ein paar Zugpferde den Laden geschmissen haben, und eine Menge Trantüten, Vollpfosten, die dauernd nur Mist verzapft haben, sind von denen mitgetragen worden. Ich möchte zum Teil nicht sehen, was manche Leute an Schlechtleistung abliefern und sich dann in solchen Diskussionen hervortun, als wenn sie staatstragend wären.

30.01.2023 14:58 • x 2 #35


Antiwirkung
Danke, endlich versteht mich mal jemand.
Es sollte keine allgemeingültige Aufruhr entstehen oder das ich gegen jemand wettern wollte.
Es ist nur der Umstand, dass man so lange so einsam vor sich her dümpelt,
Weil einfach nichts mehr positives passiert. Ich sitze seit 4 Jahren in der Wohnung.
Und die Tage werden von meinem Leben einfach abgezogen.
Wie als sei es eine Selbstverständlichkeit, das ich hier lebe.
Ich will ich selbst sein, ich will mich weiterentwickeln, nicht mehr dumm sein, dumm rum stehen.
Das Leben ist Langeweile pur, weil keiner Kontakt will, keiner Mich besucht.
Das Leben ist einsam und trist geworden. Wenn man Grundsicherung bezieht, dann hat man nur ein Betrag pro Woche zum Auskommen. Ich habe keinen Luxuswagen, mit dem ich meinen Allerwertesten zur Arbeit schiebe. Ich zahle auch keine Steuern, weil ich krank sei. Aber das stört mich nicht mehr.
Es istviel mehr die deutsche Genügsamkeit, dass Menschen mit Krankheiten nicht das Leben kriegen sollen,weil sie sonst ausgegrenzt werden. Egal, wo ich hingehen würde, man würde immer nur abgelehnt und ausgelacht.

Ich wurde in meinem Leben schon oft für meinen Daseinszweck ausgelacht.
Das ist nicht schön, wenn Menschen über einen lachen.
Das tut weh. Weil wenn keiner da ist, der einen Ernst nimmt, wie und wo soll die Sicherheit denn herkommen?
Leben ist für mich Freiheit, Liebe, Repsekt des Anderen und des Selbstes. Nicht des Ausbeutens, nicht desAusgrenzens, nicht des Mobbings.Da sollte die Gesellschaft mal Augen aufmachen und hinglotzen.
Und nicht dauernd nur Nachrichten glotzen.

30.01.2023 18:57 • x 1 #36


Coru
Ich kann deinen Frust verstehen. Als Arbeitnehmer ist es mit einer psychischen Erkrankung auch nicht toll. Du musst am Tag teilweise 8 bis 10 Stunden durcharbeiten. Du kommst oft an deine Grenzen musst das aber machen für Geld. Ich sitz auch morgens in der Bahn mit Angst. Nichts tun ist auch eine Belastung aber es ist ja nicht so, dass alle anderes sich gut fühlen und dabei keine Emotionen haben. Wir müssen alle für Geld arbeiten oder sonst mit weniger leben.

30.01.2023 19:20 • x 2 #37

Sponsor-Mitgliedschaft

L
Ich stimme hier mal @Kosmos zu. Finde es auch echt heftig, wie der TE hier teilweise angegangen und abgestempelt wird. Da ist man geneigt dazu, auch andere in ihren Threads mit Problemen mal so anzugehen... gibt genug Themen, wo man auch so reagieren könnte, und die Leute abstempeln könnte. Warum? Weil hier eben fast jeder irgendein Problem hat, sonst wäre er nicht hier. Schon alleine das Misstrauen von vielen hier, ist eigentlich krankhaft. Und ich denke, das wissen einige auch.

Und @Antiwirkung hat eben ein Problem mit der Gesellschaft, so wie ich auch. Und ich stimme ihm auch in vielen Bereichen zu. Aber.. du solltest nicht so viel Verallgemeinern @Antiwirkung. Das tut dir nicht gut, so gibst du nur dieser Depression immer mehr Macht. Es gibt auch positive Entwicklungen in der Welt.. wenn auch nicht unbedingt in unserem Gesundheitssystem. Und ja, wie man als psychisch Kranker behandelt wird, finde ich auch zum Teil unter aller Sau.

Hatte ja in meinem Tagebuch erst was geschrieben, wie man zum Teil auch mit Menschen in der Psychiatrie umgeht. Und hier zu lesen, dass jeder seinen Teil beitragen muss, und man als Kranker alles in den Hintern geschoben bekommt, ohne was tun zu müssen, finde ich echt beleidigend. Wie @Kosmos schon sagt, reicht es gerade mal so zum Überleben.. und selbst das häufig nur, wenn man zur Tafel geht. Und die Tafel ist auch keine staatliche Organisation. Aber wenigstens gibt es eben auch noch genügend gute Menschen, die soziale Projekte wie z.B. die Tafel wenigstens ins Leben rufen.

Die Grundsicherung ist so begrenzt, weil man in Deutschland immer denkt, die Menschen würden nur faul herumsitzen, wenn sie mehr Geld bekommen würden. Also bekommt man nur so viel, wie es zum Überleben braucht. Nicht zum Leben. Man muss mit unter 10Euro pro tag fürs Essen auskommen. Das verstehe ich bei Menschen, die evtl. wirklich noch arbeiten könnten.. aber aus meiner Sicht sollten Menschen, die dank Krankheit nicht arbeiten können.. oder Frührentner.. eben mehr erhalten, als Menschen, die wirklich noch arbeiten gehen könnten.. weil die liegen ja sicher nicht zuhause herum, weil sie faul sind. Liese sich einfach bewerkstelligen, indem man die Frührente nicht als Einkommen betrachtet, oder die Grundsicherung für diese Menschen etwas anhebt. Macht übrigens auch Sinn, nach Lösungen zu suchen @Antiwirkung .. und diese, wenn du so schreibst, auch mit anzugeben. Dann wirst du auch nicht gleich als akut betrachtet, nur, weil du mal ordentlich Dampf ablässt. Zudem hilft dir da evtl. auch bezüglich der Depression. Dann wirst du evtl. auch sehen, dass viele Menschen sich bereits auch um Lösungen bemühen. Aber die müssen eben erstmal durch kommen, und gerade in DE dauert ja alles Ewigkeiten. Wir sind seit dem Weltkrieg gegen schnelle Veränderungen.. damit nicht nochmal ein Adolf schnell nach oben kommt. Die Grundgesetze wurden extra so ausgelegt.. und gemeinsam mit den Alliierten geschrieben.

Und dass man abgestempelt wird, sieht man ja schon alleine an den Beiträgen hier. Woher wissen denn die Leute, die meckern, dass er in anderen Foren Accounts hat.. dass er dort Accounts hat? Die haben ja anscheinend auch überall Accounts, sonst wüssten sie es wohl nicht. Was ist denn bei euch der Grund dafür? Also sorry, sowas nervt mich. Und da ich auch schon solche Dinge durch habe.. und so behandelt wurde.. kann ich den TE sehr gut verstehen. Und es ist nicht so, dass in so einem betreuten Wohnen ständig alle auf einen eingehen, oder man dauernd Gespräche hat, oder Therapie. Oft gibt es gar keine Zeit dafür.. und seit Corona gibt es auch in vielen Einrichtungen nicht mehr alle Angebote. Teilweise gab es gar keine.

Es ist eher eine starke Depression, die du da hast. Wenn du auf der empathischen Ebene keine Probleme hast, ist es auch kein Borderline. Bei Borderline ist man eher etwas bipolar bezüglich Beziehungen und Nähe. Hab erst mit meiner Psychiaterin darüber gesprochen. Und bei einem akuten Schub der Psychose/Schizophrenie.. hätte der TE das alles gar nicht so sortiert hier schreiben können. Er ist eben sehr genervt von den Umständen. Und ja.. wenn man da mal festsitzt und abgestempelt wird.. kommt man auch aus der Betreuung usw. nur schwer wieder heraus. Und wenn man das kapitalistische System so betrachtet, hat man irgendwann auch gar keine Lust mehr. Und darauf solltest du etwas achten. Wie gesagt.. nichts verallgemeinern. Es betrachten dich auch nicht alle von oben herab. Gibt auch genug Menschen, die das alles verstehen, wenn du weiterhin offen damit umgehst. Nur aggressiv solltest du dabei nicht werden.. im Ausdruck. Sobald du irgendwie aggressiv wirkst mit diesem Krankheitsbild.. bekommen die Leute Angst, und denken, du wärst akut.

Achja.. gibt übrigens auch betreutes Einzelwohnen.. oder wenn du dich stabil genug für ne eigene Wohnung fühlst, sowas wie das persönliche Budget. Einfach mal recherchieren. Kannst auch bei kleinen Handwerksbetrieben oder Kunstbetrieben fragen, ob du einfach mal ohne Lohn dort helfen darfst.. auch um zu sehen, ob du evtl. wieder arbeitsfähig wärst. Habe ich auch schon getan.. und bin dabei offen mit meinen Problemen umgegangen. Möglichkeiten gibt es also durchaus. Aber das kann man eben auch mit anderen Worten vermitteln, als hier teilweise verwendet wurden.

30.01.2023 19:43 • x 1 #38


Antiwirkung
Ich lebe alleine in meiner Wohnung. Habe betreutes Einzelwohnen quasi.
Eigentlich fühle ich mich auch nicht krank.
Ich finde, es ist komisch manchmal , in D zu leben.
Manche Tage sind schattig, andere so voll Licht.
Die Krankheit mag da sein, und ich mag auch blockiert wirken,
aber ich finde immer, dass man den Respekt des Gegenübers bei sich selbst suchen muss.
Nur wer respektvoll seine Grenzen wahrt, der wahrt sich selbst
Ich finde Es gibt eine Doppelseite bei der Krankheit.
Auf der einen Seite die fest geschriebene Diagnose, und dann die persönlich-private Sicht AUF die Diagnose.
Das ist ein Unterschied. Wenn man das mal näher anschaut.Die Betreuer sehen auch immer nur mich und die Diagnose in Verbindung. Ich bin aber nicht nur das Kranke oder die Krankheit.

30.01.2023 20:00 • x 1 #39


L
Ok, ich bin auch seit 14 Jahren im Grunde nur im Haus und alleine. Letztes Jahr bin ich zum ersten mal wieder häufig raus gegangen. Bis ich Corona bekam, eigentlich täglich. Die Einsamkeit führt auch häufig dazu, dass man verallgemeinert, wenn man nur noch mit Betreuern zu tun hat.. weil man häufig nur noch die Sicht sieht, die diese Betreuer auf einen haben. Da liegt es dann wirklich auch an dir, ob du dich wieder Richtung Gesellschaft bewegst. Weiß nicht, ob du auch in so einem Kaff lebst, wie ich.. hier komme ich ohne Schein z.B. sowieso nirgends so wirklich hin. Wenn, dann muss ich gleich über 12 Std unterwegs sein, weil nur morgens und abends Busse fahren. Aber es gibt z.B. auch fast überall Kaffees für psychisch kranke.. oft von den Maltesern oder sonstigen sozialen Organisationen. Dort kann man auch mal Menschen treffen, die evtl. ähnliche Ansichten haben, und kann evtl. auch dort arbeiten. Meist eher ehrenamtlich, oder für einen eher symbolischen Stundenlohn.

Auch das persönliche Budget ist ganz gut, wenn du dich eher gesund fühlst. Das muss beantragt werden, dann musst du beim Bezirk vorsprechen, und dann wird eben geschaut, wo du Hilfe zur Wiedereingliederung brauchen könntest. Dann wird festgelegt, wieviel Stunden pro Woche du Hilfe bekommst. Bei mir z.B. 4,5 Std pro Woche. Das Geld wird dann auf ein Konto überwiesen, welches du extra dafür anlegen musst. Und davon kannst du dir dann einen Sozialpädagogen einstellen, der im Grunde alles mit dir macht, was du möchtest. Auch Ausflüge. Ich schaue bei mir gerade, ob die evtl. auch Schule oder Umschulung bezahlen würden. Hab am Freitag Termin bei ner Sozialpädagogin, um die Möglichkeiten mal auszuloten. Ich denke, dass dich auch diese Einsamkeit evtl. sehr belastet.. und das nicht verstanden fühlen.

Und ja, es gibt eine Doppelseite. Die Depression, die alles lähmt.. und die Hoffnung, dass alles gut wird. Die Tage, an welchen gar nichts geht.. und die Tage, an welchen man am liebsten in ein neues Leben starten möchte. Welche Seite gewinnt.. liegt an einem selbst. Kostet eben wirklich einiges an Kraft, nochmal neu zu starten, und die Diagnosen evtl. auch mal einfach auszublenden. Wie du schon sagst. Du bist nicht deine Diagnose. Geh zu 10 Ärzten und du erhältst 5 verschiedene Diagnosen ^^

30.01.2023 20:16 • #40


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