Lala0809
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Ich komme aus einer sehr belastenden Familiengeschichte. Meine Mutter war Alk., und ich hatte schon früh das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein und an allem schuld zu sein. Ich habe immer versucht, alles für alle zu regeln und es allen recht zu machen.
2017 hatte ich eine Fehlgeburt, die mich auch sehr geprägt hat.
Danach ging es weiter: Ich habe meine demente Oma väterlicherseits gepflegt und betreut, während mein Opa Krebs hatte. Sie hat mich nachts um 2 Uhr geweckt, obwohl ich arbeiten musste, und ich habe sogar meinen Urlaub mit der Pflege verbracht.
Auch meine Großeltern mütterlicherseits waren sehr schwierig und toxisch, aber ich habe trotzdem immer alles für sie gemacht. Ein Beispiel: Wir wollten nachts in den Urlaub fahren, und kurz vorher kam der Anruf, dass mein Opa ins Krankenhaus muss und fast gestorben wäre – natürlich habe ich mich auch da wieder um alles gekümmert.
Ich habe mein ganzes Leben eigentlich immer zurückgestellt. Wenn ich mal nicht da war, kamen Sprüche wie „Na, lebst du auch noch?“. Dazu kamen ständige Kritik an meinem Aussehen und meinem Gewicht.
2021 ist meine Mutter an den Folgen ihres Alk. gestorben. Meinen Vater habe ich danach psychisch aufgefangen und unterstützt.
2024 kam dann der nächste Schock: Mein Opa mütterlicherseits wäre fast gestorben. Kurz darauf wurde meine Oma plötzlich schwer krank. Eines Morgens hat mein Opa mich völlig aufgelöst angerufen, ich soll sofort kommen. Wir wohnen im selben Haus, also bin ich runter – wie immer mit dem Gefühl, ich muss alles regeln.
Und dann ist meine Oma trotz Notarzt vor meinen Augen gestorben.
Danach habe ich wieder alles übernommen, meinen Opa aufgefangen, mich gekümmert. Gleichzeitig ist er aber sehr schwierig, narzisstisch, hört nicht zu und kritisiert viel.
Ich habe das Gefühl, ich habe mein ganzes Leben lang funktioniert und alles getragen.
Jetzt bin ich Mama – und seitdem habe ich wahnsinnige Angst um meine Tochter. Bei jeder kleinen Erkältung habe ich sofort Panik, dass etwas Schlimmes passiert. Ich bin ständig innerlich angespannt.
Ich kann mich auf nichts mehr freuen, weil ich immer denke, dass dann wieder etwas passiert. Es ist, als dürfte ich kein gutes Gefühl haben.
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich das letzte Mal wirklich Ruhe oder Frieden in meinem Kopf hatte.
Vielleicht kennt das jemand oder kann mir sagen, wie man da wieder rauskommt. Ich fühle mich einfach nur noch erschöpft.
• • 28.04.2026 #1