Zitat von AUbng: Es fühlt sich dann an, als würde ich ihm nicht ausreichen. Dann habe ich auch noch Sorge, dass er sich irgendwas besonderes anschaut, was er sonst in der Beziehung nicht kriegt. Z.B. eine sehr schlanke Frau oder bestimmte Handlungen.
Das ist wohl der Kern der Sache. Du bist damit nicht allein. Mir ist das von anderen bekannt, allerdings durch anderes.
Um was es dabei gehen könnte: Verlustängste, Selbstwertgefühl, Ansprüche an sich selbst.
Ob es auch um irgendeine Art Eifersucht, ist noch unklar. Minderwertigkeitsgefühle nur im Bezug zu Selbstwertgefühl.
Die Personen denken ... das ist mal wieder schwierig zu erklären ... es ist ähnlich dem, dass wenn ein Handwerker von einem Auftraggeber einen Auftrag bekommen hat, der Auftraggeber aber noch einen zweiten Handwerker arrangiert, der erste sich sozusagen irgendwie "betrogen" fühlt, als würde gedacht werden, er kriege das nícht alleine hin. Es fühlt sich für ihn so an, als sei er nicht gut genug. Ihm fehlt die Sichtweise des Aufraggebers, der sich ohne schlechte Absichten etwas dabei gedacht hat. Dieses Phänomen gibt es in vielen verschiedenen Erscheinungsformen.
Bekannt ist dies, wenn Männer Sexarbeiterinnen in Anspruch nehmen. Da reagieren einige Frauen vollkommen über, weil sie denken, das hätte etwas mit ihnen zu tun. Sie erklären das dann zum absoluten No-go in einer Beziehung und manche lassen sich auch deswegen scheiden.
Aber das gibt es auch umgekehrt, wenn Frauen fremdgehen.
Es entstehen dann so Gedanken wie: Bin ich dir nicht gut genug?
Die Person will für Sex in der Partnerschaft allein zuständig sein. Es wäre ihr exklusiver Job.
Bei Exklusivverträgen in allerlei anderen Gebieten ist es ähnlich. Da wird auch keine weitere Person geduldet.
Historisch gesehen, Steinzeit und vorher, könnte das etwas mit der Ernährung und Absicherung der Familie zu tun haben. Deswegen Paarnormativität, weil es sich scheinbar als das Besten ermittelt hat. Wenn dann eine weitere Person dazu kommt, und sei es nur fiktiv, könnten berechtigte Ängste entstehen.