Alice321
Mitglied
- Beiträge:
- 93
- Themen:
- 4
- Danke erhalten:
- 143
- Mitglied seit:
ich bin in der Vergangenheit öfter in Situationen geraten, in die ich eigentlich gar nicht rein wollte, vor allem auf sexueller Ebene.
Beispielsweise wollte jemand, mit dem ich etwas hatte oder den ich gerade kennengelernt hatte Sex mit mir.
Eigentlich habe ich mich dabei unwohl gefühlt und wollte es nicht wirklich.
Gleichzeitig fiel es mir aber oft extrem schwer, Nein zu sagen bzw. konnte ich es in dem Moment einfach nicht. Es war wie eine Blockade.
Irgendwann wusste ich dann oft gar nicht mehr, was ich machen oder sagen sollte, und habe dann einfach gar nichts mehr gemacht.
Ich bin dann wie in eine passive Rolle gegangen, habe die Situation weiterlaufen lassen und mich ihr quasi unterworfen, obwohl ich es eigentlich nicht wollte.
Wenn es extrem "schlimm" war hab ich auch oft dissoziert währenddessen um den Sex gegen meinen Willen auszuhalten.
Ich würde sagen, dass manche Männer das wahrscheinlich nicht einmal richtig bemerkt haben.
Andererseits bin ich aber auch häufig an ziemlich dominante Männer geraten, denen meine Bedürfnisse schlichtweg egal waren und die sehr drängend waren oder eine gewisse Erwartungshaltung vermittelt haben.
Dadurch hatte ich dann oft das Gefühl auch irgendwie in der Pflicht zu sein.
Seit ich mit meinem jetzigen Freund zusammen bin, ist das zum Glück sehr viel besser geworden bzw. besteht dieses Problem eigentlich gar nicht mehr.
Was mich aber bis heute extrem beschäftigt, sind die Vorwürfe und Schuldgefühle wegen der Situationen aus der Vergangenheit. Gerade weil ich eben nicht klar Nein gesagt, sondern die Situationen teilweise einfach habe weiterlaufen lassen, fällt es mir schwer, mir da selbst zu verzeihen bzw. mit den Schuldgefühlen umzugehen.
Kennt jemand dieses Verhalten oder hat vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Und falls ja: Was hat euch geholfen, mit diesen Schuldgefühlen umzugehen?
• • 22.08.2026 x 5 #1
