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201711.01




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Hej, ich hab seit einer Woche mein Loch wieder überwunden! Ein Glück nur ein kurzer Fall, aber heftig depressiv wars diesmal. Geholfen hat mehr Distanz, sich auf sich selbst und Bedüfrnisse außerhalb der Partnerschaft zu konzentrieren, sobald ich angefangen habe zu "prüfen" bzgl. meines Partners, hab ich innerlich "Stop" gesagt und was anderes gemacht. Ich hab mir aber noch Gedanken gemacht, wie es dazu gekommen ist und dachte, ich schreib es auch nochmal auf.
Ich denke, dass da unterschiedliche Anteile in einem eine Rolle spielen. Zumindest ist es bei mir so...
Ängstlicher Anteil: Der hat unglaublich große Angst, Panik, will auf keinen Fall alleine sein, glaubt auch, dass er alleine gar nicht leben kann
Kritischer Anteil: Ist total abwertend, hat maximale Ansprüche, ist total distanziert, unzufrieden, nichts ist gut genug
Zweifelnder Anteil: Will Kontrolle, alles richtig machen, keine Fehlentscheidungen treffen, braucht 100%ige Gewissheit, ordnet
Pubertierender Anteil: möchte frei sein, keine Verantwortung, keine Erwartungen erfüllen müssen, sich nicht unterordnen
Erwachsener Anteil: Hat eine Ahnung, wie ich leben möchte, hat Pläne und Ziele und weiß was ich kann und will!

(Gibt glaub ich noch ne Reihe von anderen Anteilen...)

Aber manchmal sind die anderen Anteile so stark, durch irgendwas getriggert und "ploppen" plötzlich auf! Und dann kommt es zu starken Konflikten zwischen den Parteien und alles wirkt völlig unkontrollierbar, Gefühle von früher kommen hoch, irgendwelche Glaubenssätze und Erwartungen und dann ist es irgendwie ein Mechanismus geworden, dass der "Zweifler" das Steuer übernimmt!
Und aus irgendwelchen Gründen, ist das für meine Psyche "attraktiver" als das Chaos und die Gefühle der anderen Anteile zu spüren!
So erklär ich mir das.
Und der Trigger ist bei mir leider auch oft mein Partner! Wobei meist vorher irgendwas passiert oder ich KOntakt hatte zur Familie und die alten Muster/Anteile dadurch schon schneller anspringen. Je mehr Abstand ich von einem Teil der Familie habe, desto weniger springen die alten Dinge an!
Ich wünsch euch auch weiterhin viel Durchhaltevermögen!

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


  11.01.2017 17:03  
@Nicky89 das ist doch die immer gleiche Frage, die Du seit Tagen stellst. Fakt ist doch, dass Dir das keiner hier sagen kann, ob er nun wirklich anders zu Dir ist, wir kennen ihn ja nicht.
Aber ganz ehrlich: bei so einem Terror, wie du ihn gerade bei ihm veranstaltest, wundert es dich da, wenn er sich zurück zieht? Wenn jemand ständig über das "ich liebe dich-sagen" redet, dann hab ich doch keinen Bock mehr das noch zu sagen. Sorry, dass ich das so direkt sagen muss. Aber Du sägst gerade an dem Ast auf dem Du sitzt.

Danke2xDanke


  11.01.2017 17:19  
@pübbilo, dass sind meine Gedanken und nicht das was ich ausspreche. Ich sage nicht zu meinem Partner Du sagst gar nicht das Du mich liebst. Das spielt sich in meinem Kopf ab. Und bitte, dass als Terror zu bezeichnen ist ziemlich frech. Ich kann Dir gerne deine gleichen Fragen von vor wenigen Wochen unter die Nase reiben. Wir alle hier sind krank und Du machst genau das was man bei einem psychisch Erkrankten nicht tun sollte! Du sagst indirekt damit selber Schuld bei dem Terror den Du machst das er geht. Du sagst zu einem schwer depressiven Menschen auch nicht ach reiß Dich mal zusammen, ist doch alles nicht so schlimm!

Danke3xDanke


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  11.01.2017 18:04  
Es ist immer ein schmaler Grad zwischen Schuld und Verantwortung.

Und grade bei dieser Erkrankung ist doch das Thema Verantwortung ein ganz Sensibles. Es geht doch darum, dass man die absolute Sicherheit braucht, weil man weiß, dass man selbst die Verantwortung trägt. Voll und ganz die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, darum geht es ja! Dass ist ja das, wovor viele von uns im Grunde Angst haben, diese Verantwortung zu übernehmen und dann wars das doch nicht, weil wir uns nicht genug Gedanken gemacht haben, nicht den Richtigen ausgesucht haben, nicht rechtzeitig bemerkt haben, dass er genau die Eigenschaften hat, die nicht zu uns passen, wir doch jemand anderen lieben usw usw... und dass dann im Choas, im Unglück endet!
Das verrückte ist ja, dass wir mit dieser Erkrankung unsere Verantwortlichkeit am Ende schmälern, denn wie kann man verantwortlich sein für eine Entscheidung, die man nie richtig getroffen hat ? (und man ist ja auch noch krank)
Wenn wir bereiter wären Verantwortung zu übernehmen und das auch für Dinge, die nicht 100% sicher sind (für sowas übernimmt ja jeder Depp Verantwortung), dann hätten wir die Fragen nicht in unserem Kopf!?

Danke2xDanke


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  11.01.2017 18:29  
Nicky ich stimme dir da vollkommen zu und finde es auch nicht okay. JA, du hast schon tausend mal das gleiche gesagt/ gefragt... und JA, es kann manchmal echt helfen direkt zu sein! Aber nicht so. Das hätte mich damals auch geärgert, denn ich wollte ernst genommen werden im Forum, dafür sind wir ja hier. Man kann ruhig sagen, dass es nichts bringt zu "jammern", man kann darauf aufmerksam machen dass es doch nur wieder ZG sind und von mir aus auch etwas doller, aber man sollte eine Grenze kennen. Damals hab ich hier jeden Tag mehrmals geschrieben, so wie zB Liliane aber wir haben uns alle gegenseitig geholfen da rauszukommen. Keiner meinte: ja Pech ist deine Schuld alles! So doof wie du bist, kein wunder! (Jetzt mal ganz übertrieben ausgedrückt...). Man kann es auch anders sagen, denn im Endeffekt ist das eine psychische Krankheit, da sollte man doch etwas feinfühliger sein... wer hier kein "Bock" mehr auf deine Beiträge hat, der soll doch einfach nicht darauf antworten! =)
Also mach dir bitte nichts draus, übe dich in Geduld mit dir selbst und sage dir, dass bald alles gut werden wird. Ich glaube nämlich dass dein Freund einige von den Sache , die du hier beschrieben hast, auch schon davor getan/gesagt hat, aber da du ja jetzt für Beweise suchst dass deine Gedanken stimmen, fällt dir plötzlich ALLES auf... verstehst du wie ich es meine? Davor hast du einfach nicht so drauf geachtet! Ich bin mir sicher, deine Wahrnehmung wird enorm vom Zwang beeinflusst, so ist es bei mir auch immer!

Danke1xDanke


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  11.01.2017 18:53  
Annelin hat geschrieben:
Es ist immer ein schmaler Grad zwischen Schuld und Verantwortung.

Und grade bei dieser Erkrankung ist doch das Thema Verantwortung ein ganz Sensibles. Es geht doch darum, dass man die absolute Sicherheit braucht, weil man weiß, dass man selbst die Verantwortung trägt. Voll und ganz die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, darum geht es ja! Dass ist ja das, wovor viele von uns im Grunde Angst haben, diese Verantwortung zu übernehmen und dann wars das doch nicht, weil wir uns nicht genug Gedanken gemacht haben, nicht den Richtigen ausgesucht haben, nicht rechtzeitig bemerkt haben, dass er genau die Eigenschaften hat, die nicht zu uns passen, wir doch jemand anderen lieben usw usw... und dass dann im Choas, im Unglück endet!
Das verrückte ist ja, dass wir mit dieser Erkrankung unsere Verantwortlichkeit am Ende schmälern, denn wie kann man verantwortlich sein für eine Entscheidung, die man nie richtig getroffen hat ? (und man ist ja auch noch krank)
Wenn wir bereiter wären Verantwortung zu übernehmen und das auch für Dinge, die nicht 100% sicher sind (für sowas übernimmt ja jeder Depp Verantwortung), dann hätten wir die Fragen nicht in unserem Kopf!?

@Annelin
Kannst du das vielleicht nochmal bisschen erläutern ich steh Grad aufmerksam Schlauch. Deine Beiträge find ich immer sehr hilfreich weil ich mich bei dir immer wieder finde aber den Beitrag schnall ich Grad nicht sorry :)
@frani22
Ich bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen mit meiner Therapeutin darüber zu reden aber nächstes mal wollte ich das ansprechen

Danke1xDanke


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  11.01.2017 20:13  
Ich finde es blöd, dass mir keiner heute antwortet, hab ich Blödsinn geschrieben? :(



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  11.01.2017 21:02  
PoohMaus hat geschrieben:
@Annelin
Kannst du das vielleicht nochmal bisschen erläutern ich steh Grad aufmerksam Schlauch. Deine Beiträge find ich immer sehr hilfreich weil ich mich bei dir immer wieder finde aber den Beitrag schnall ich Grad nicht sorry :)


Oh man, da hab ich mich wohl etwas undurchsichtig ausgedrückt, sorry!
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass das Thema "Verantwortung" für Menschen mit ZG ein ganz besonders empfindliches ist. Und damit wollte ich auch ein bisschen einen Wink geben, dass es dann auch wichtig ist, sensibel und feinfühlig insbesondere bei dem Thema zu sein!
Und dann hab ich versucht einen Bogen zu schlagen zu unserer generellen Thematik:
Wir fühlen uns oft ohnehin schon übermäßig verantwortlich, deshalb wollen wir ja auch die absoluteSicherheit/Gewissheit/Kontrolle! Keiner will sich für Dinge oder Situationen verantwortlich fühlen, die wir nicht beeinflussen können, die völlig außerhalb unserer Kontrolle sind.
Da wir die KOntrolle aber in einer Beziehung nicht haben können, denn wir können weder den anderen noch unsere Gefühle kontrollieren, "drehen wir hier ein bisschen am Rad". Wir wollen Beziehnung und Kontrolle, geht aber nicht! Wir brauchen aber übermäßig viel KOntrolle, wegen des hohen Verantwortlichkeitsgefühl. (Gibt auch viel Forschung zu Verantwortung und Zwangsstörungen)

Und das alles hatte ich geschrieben, weil ich dachte, dass es sich lohnt, dass grade wir vorsichtig sind mit Formulierungen. Jemandem Verantwortung zuzumuten ist ja erstmal positiv, aber es fühlt sich für uns nochmal schneller an wie ein Schuldvorwurf! Und das wäre doch sehr schade.

Danke2xDanke


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  11.01.2017 22:13  
@Annelin
Jetzt hab ich es glaub verstanden. Das mit der Kontrolle versteh ich , am besten für alles eine absolute Sicherheit haben wollen, dass alles genau so wird wie man es sich erhofft. So hart es auch klingt aber keiner weiss ja was in 20 Jahren mal ist. Aber ich sehe da schon eine Chance auch in der Therapie anzusetzen. Für sich selber besser sorgen, mehr für sich tun und wenn das Vertrauen in sich wieder kommt einfach auch in die Beziehung zu vertrauen und auch für sich selbst Liebe und Glück in der Beziehung mehr Freiraum zu geben. Also weg von irgendwelchen Vorstellungen wie Liebe sein muss oder nur wenn xyz so läuft, dann ist die Beziehung glücklich. Vielleicht geht man dann auch anders mit Verantwortung um. Ich hoffe ich bin jetzt nicht zu sehr abgeschweift



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  12.01.2017 09:52  
PoohMaus hat geschrieben:
@Annelin
Jetzt hab ich es glaub verstanden. Das mit der Kontrolle versteh ich , am besten für alles eine absolute Sicherheit haben wollen, dass alles genau so wird wie man es sich erhofft. So hart es auch klingt aber keiner weiss ja was in 20 Jahren mal ist. Aber ich sehe da schon eine Chance auch in der Therapie anzusetzen. Für sich selber besser sorgen, mehr für sich tun und wenn das Vertrauen in sich wieder kommt einfach auch in die Beziehung zu vertrauen und auch für sich selbst Liebe und Glück in der Beziehung mehr Freiraum zu geben. Also weg von irgendwelchen Vorstellungen wie Liebe sein muss oder nur wenn xyz so läuft, dann ist die Beziehung glücklich. Vielleicht geht man dann auch anders mit Verantwortung um. Ich hoffe ich bin jetzt nicht zu sehr abgeschweift


Hallo meine Lieben! Hier ist ja ganz schön was los!

Ich habe bewusst diesen Post gewählt, um mal etwas loszuwerden. Das was sie beschreibt, ist zu 100% richtig. Es ist sooo wichtig für alle hier sich von dem "Liebe MUSS so und so sein, eine Beziehung MUSS so und so sein, damit sie gut ist." lösen!

Ich gebe dazu mal ein paar Beispiele!

Thema Sex... dauernd wird darüber gesprochen, wie oft man in einer Beziehung Sex haben muss, damit es eine funktionierende Beziehung ist. Ich hingegen setze mich da nicht mehr unter Druck. Es ist mir egal, ob jemand 3x die Woche Sex hat und das als Norm genannt wird für eine harmonische Beziehung! Wenn ich nur 1x in der Woche Bock habe, dann ist das so! Eine Beziehung besteht aus weitaus wichtigeren Dingen! Klar, gar kein Sex ist auch nicht gut, ich meine nur dass man auf sich selbst hören soll und sich nicht durch irgendjemanden beeinflussen lassen soll.

Thema Freiheiten in einer Beziehung: Ständig wird einem eingetrichtert, dass es nichts wichtigeres und schöneres gäbe, als 24/7 mit seinem Partner Zeit zu verbringen! Schwachsinn! In meinen Augen ist es das schlimmste was man machen kann. Ich brauche mein eigenes Leben, auch in einer Beziehung, was ich trotzdem mit meinem Partner teile! Ich gehe meinen Hobbies nach, treffe mich mit meinen Freundinnen etc. Das ist ein ganz wichtiges Thema in Beziehungen! Ich war am Wochenende mit zwei Freundinnen weg, in einer anderen Stadt und es hat soooo verdammt viel Spaß gemacht, es ist was anderes ob man mit seinem Freund sowas macht oder eben mit seinen Freundinnen. Gleichzeitig war mein Freund eine Woche vorher für drei Tage mit seinen besten Freunden in London und es war schön mal alleine zu hause zu sein, es war schön, mal nur so zu leben, wie man das möchte. Ich habe mich trotzdem gefreut, als er wieder da war. Und trotzdem konnte ich die Zeit alleine genießen!

Thema Silvester: Mein Freund wollte gerne mit seinen Freunden feiern und ich mit meinen Mädels... also haben wir uns dazu entschlossen den Abend getrennt zu verbringen. So what? Wo ist das Problem. Es ist EIN Abend und Silvester ist für mich eh immer so ne Zwangsgeschichte. So nachher hatte es sich doch noch so ergeben, dass wir zusammen gefeiert haben, ABER wir wären beide dazu bereit gewesen, damit beide zufrieden sind, den Abend getrennt zu verbringen!

Was ich damit sagen möchte, löst euch von den Normen, die die Gesellschaft vorgibt oder die ihr im Bekanntenkreis mitbekommt. Es ist nicht alles schwarz weiß vor allem nicht in einer Beziehung! Jeder Partnerschaft muss seine eigenen Vorstellungen, Bedürfnisse etc. erkennen und das Beste daraus machen.

Danke5xDanke
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