Zitat von Mondscheintarif:Hallihallo,
momentan wird ja darüber gesprochen,dass diese innere Stimme,die dann immer wieder rumzweifelt,wieder neue Wege findet...was wenn es doch so ist?
Ich glaube,irgendwie wird diese Stimme nur dann besser,wenn man akzeptiert,dass sie da ist.
Ich weiß,dass das total schwer ist und in Phasen kann ich das auch nicht.Jeder von uns hat seine individuelle Geschichte,deshalb gibt es kein Patentrezept.
Aber zum Beispiel hat es bei mir nur irgendwann klick gemacht durch Aufarbeitung,dass ich mehr und mehr wusste,dass das alles nichts mit dem Partner zu tun hat,sondern mit der eigenen Geschichte.Dadurch entsteht mehr Verständnis und Akzeptanz und weil ich das da ist,ist es nicht mehr so allmächtig.Beispiel: Abwertungsgedanken,sind bei mir da,weil ich Angst vor Nähe habe bzw.mich einzuassen/zu lieben.Deshalb gibt es Gedanken,die alles rigoros schlecht machen müssen...ich verstehe,dass durch Aufarbeitung nun (langer Prozess),aber dadurch werden die Gedanken machtloser,ich weiß nun,dass das quasi ein Distanzmechanismus ist.
Versteht ihr?
Bei mir ist es jetzt so,dass ich auch sehr oft viel Liebe spüre,auch wenn zwischendurch auch solche Gedanken und Gefühle von Abweisung usw.aufkommen...Öfter auch das Gefühl,dass ich meinen Partner nicht verlieren will.
Von den Gedanken,dass man Angst bekommt,wenn die Th.solche Sachen sagen.
ich kenne das auch....schon alleine...sie haben sich jetzt ERSTMAL für ihren Partner entschieden,das ist toll...in mir:wie erstmal?etc.Hilfe,komisches Gefühl,Angst...Weiß nicht,warum das so ist.
und auch unser Bauchgefühl ist von dieser ganzen Zwangssache betroffen...was denkt die denn?Dann wäre unser Problem ja schnellstens gelöst,aber mein Bauch sagt eben oft auch,renn weg,lass es,es macht kein Sinn usw und da fühlt sich mein Bauch auch nicht nach Liebe an.
Wie gehen die,die berichten mit ihrer Liebe um?
also ich kann oft aus Distanz,in Gedanken mir Sex vorstellen,was ich toll finde an meinem Freund,ihm meine Liebe "gestehen",also quasi,dass er für mich wichtig ist...aber wenn er dann da ist,bin ich oft blockiert,kann wenig Komplimente machen und Sexualität ist noch immer so schwer Ok,Gefühle und so körperliche Nähe sind wirklich besser geworden,freier,aber in der Sexualität bin ich total blockiert.
und ich weiß,viele hier sagen,dass sei nicht so wichtig,aber für mich ist es das.Ich will mich freier fühlen und ich finde 1x im Monat wenig,vor allem weil ich weiß,wenn Sex stattfindet und man zuammen kommt oft alles so viel leichter ist...zumal mein Freund das natürlich sich mehr wünschen würde bzw.mehr,dass es auch von mir ausgeht,ich freier bin.
kennt ihr dieses unfreie,blockierte Gefühl auch?
wie geht ihr mit dem Thema Sexualität um?
Ich denke mir,es hängt damit zusammen,zum einen Fantasien und sexuelle Bedürfnisse bei sich selbst zuzulassen und aber auch dass Sex eben das i-Tüpfelchen ist.Sex schafft Bindung,sogar hormonell...und davor haben wir ja Angst.
Nur wie das konkret ändern,Blockaden lösen...wenn das so ist wie jetzt,für immer.Dann find ich das keine tolle Lebensqualität und auch für eine Beziehung und mich selbst,kaum tragbar.
Also es gibt ja,einfach kein Sex wollen und damit ok sein.
aber ich erlebe es eben mehr,ich wünschte ich würde öfter Sexualität wahrnehmen etc.,bin aber total blockiert.
Ich versteh auch,dass das ein ziemlich intimes Thema ist,aber wir packen ja alles mögliche hier aus und vllt kennen das ja manche hier...
Hallo Mondscheintarif,
ich finde es völlig in Ordnung und auch wichtig das Thema Sexualität hier mit einzubringen. Ich finde es auch nicht mal intimer als all die anderen Sachen über die wir hier tollerweise so offen sprechen können.
Deine Situation kann ich gut verstehen. Am Anfang meiner Beziehung hatten mein Partner regelmäßig Sex, und ich konnte mich allgemein viel mehr in Berührungen verlieren. Dann mit der wachsenden Problematik ist nicht nur meine Lust auf Sex geschrumpft, sondern eben auch die Freude an jeglichen Berührungen. Mein Kopf hat gesagt,- mach mal. Aber mein Bauch hat immer mit verstärkten schlechten Gefühlen und Distanz reagiert. Was damit gekommen ist war auch Unzufriedenheit meinerseits. Weil es für mich auch ein wichtiger Teil meiner Beziehung ist und ein super "Kleber". Und auch das schlechte Gewissen meinem Partner gegenüber, der sich immer öfter zurückgewiesen gefühlt hat.
Mein Freund hat es zum Glück irgendwann verstanden und respektiert das.
Wenn es mir besser geht und mein Bauch warm und ruhig ist, dann läuft es viel besser in solchen Dingen.
Und seit dem ich keine Medikamente mehr nehme, habe ich den Eindruck das meine Libido wieder viel aktiver ist. Ich schreibe das nur, weil ja eben eine Ursache nicht "nur" Depression und Angst sein können. Sonder auch AD's und andere Psychopharmaka. Oder wie bei mir noch zusätzlich eine Schilddrüsenunterfunktion.
Für mich war die Lösung also die möglichen Ursachen zu erkennen und so meinem Partner meine Unlust zu erklären. Und einfach weiter zu machen, im Kampf gegen die Angst, und aktiv gute Zeiten schaffen. Und ich habe mich auch oft eben gezwungen. Und es war dann ehrlich gesagt manchmal echt schön. In anderen Momenten habe ich mich schlecht danach gefühlt, weil es nicht leidenschaftlich war.
Auch wenn es schon lang bei Dir vllt. so läuft, alles ist in Bewegung!
