Zitat von Hysterie-Girl:Das dein Vater immer dazwischen schiesst, ist sicher sehr schwierig. Wie reagiert er wenn Du ihn bittest das er sich daraus haltet?
Ja leider habe ich das noch nicht gemacht. Und ich glaube auch, dass das der Grund ist, warum es mir im Moment so schlecht geht. Ich habe richtig Angst davor mich ihm zu stellen. Ich weiß einfach nicht, ob ich diese Anfeindungen gewachsen bin. Mein Vater hat eine sehr geringe Tolleranzschwelle und fängt gerne und schnell an zu motzen, schimpfen und brüllen, wenn etwas nicht nach seiner Nase geht. Das war letztendlich auch der Grund, der mich dazu veranlasste erstmal Sendepause zu machen. Mich wieder zu sammeln. Ich hatte ihm dann einen Brief geschrieben, wo ich sehr sachlich versuchte zu erklären, was alles schief gelaufen ist und dass sowohl ich Fehler gemacht habe, als auch er.
Diesen Brief hat er mehr oder minder total zerpflückt und nur mit Anfeindungen und Vorwürfen reagiert. Und immer mit dem Motto: Wer hat dir bloß so einen Schwachsinn eingeredet". Oder anders gesagt, er sieht einfach nicht, dass ich nicht mehr will, sondern denkt, andere würden mich beeinflussen. Und ganz vorne weg mein Partner.
Mein Vater und ich haben seit Feb. Sendepause. Im März schrieb ich meinen Brief und Ende Juni hatte er geantwortet (wohl auf Druck von meiner Mutter hin, die diese Situation gar nicht aushält, mir aber indirekt die Verantwortung zuschiebt, alles wieder ins Lot zu bringen, damit der Familienfrieden wieder hergestellt ist und ihre kleine, feine Welt wieder strahlt). Seitdem schiebe ich es vor mir her, darauf zu reagieren. Ich weiß, ich muss mich ihm stellen, ich weiß nur nicht wie. Und ich denke, weil ich mich der eigentlichen Angst nicht stelle, kommen diese Gedanken nach Trennung und eigentlich nach Flucht.
Echt verzwickt.