Wow, was für super tolle Kommentare hier kamen
Mermaid, ich weiß, es sind "nur" Pferde, aber gerade im Bezug auf mein Hobby hab ich exakt dieselben Gedanken wie du. "Du machst das doch nur, weil du sonst nichts hast", "Du hast doch eigentlich gar keinen Bock", "Du bist doch abhängig davon, weil dir sonst nichts bleibt", "Du redest dir das ein" usw.usw. Es ist ätzend, ich weiß
Aber willst du meine Meinung dazu hören?
Es gibt ja verschiedene Arten von Abhängigkeiten... finanzielle z.B. Das würde ich definitiv auch nicht als Liebe bezeichnen, aber emotionale Abhängigkeit (und darum geht es ja bei uns) ist für mich SEHR WOHL Liebe. Extreme Liebe, ZU extreme Liebe... Der andere bedeutet einem so viel, dass man sich zu 100% auf ihn fixiert und sich völlig durch ihn definiert.
Es ist Liebe, nur eben eine derartig extreme Form, dass es für einen selber nicht mehr gut ist
Ich merk das bei meinem Hobby... gerade jetzt, wo mein Ex weg ist, ist es mein Ein und Alles... ich definier mich auch sehr stark darüber und richte meine ganzen Ziele irgendwie darauf aus. Es ist eben eine seit der Kindheit bestehende tiefe Leidenschaft und das ist ja auch ok. Aber wenn man NUR das hat, ist es völlig normal, dass die Psyche einen "warnt".
Was, wenn das wegbricht? Aus welchen Gründen auch immer? Was, wenn dein Freund sich neu verliebt oder stirbt (harter Toback gerade, sorry, ich möchte es nur klar machen). Was, wenn ich eine extreme Pferdehaarallergie kriege? Nen Wirbelbruch oder ähnliches und nie mehr reiten kann!?
Wisst ihr, ich glaube, unsere Psyche möchte uns diesen Zustand vorgaukeln, um uns zu warnen: Schau mal, was du da machst, das ist GEFÄHRLICH. Sie versucht uns dazu zu zwingen, auch andere Dinge im Leben zu haben, damit wir einen Verlust überstehen würden.
Und genau dann, wenn unser Unterbwusstsein weiß, dass es das überstehen kann, DANN wird es sich auch wieder voll und ganz einlassen und das Gefühl der Liebe kehrt zurück.
Daran glaube ich ganz fest
