Pfeil rechts
1

Hallo,

vielleicht hat jemand von Euch einen Rat für mich. Ich mache seit einem Monat nach der Reha Wiedereingliederung. Nach der Reha ging es mir gesundheitlich mit meiner Panikstörung auch gut. Jedoch merkte ich immer wenn ich auf Arbeit (einfach 70 km) und wieder zurück gefahren bin Panik, habe diese jedoch ausblenden können und bin trotzdem hingefahren (auch wenn dort die Atmosphäre echt gruselig ist). Eigentlich war mein Ziel die 2 Monate Wiedereingliederung durchzustehen, zu schauen, ob ich belastbar bin, und dann mit meinem Resturlaub 2 Monate mir eine neue Arbeit zu suchen und zu kündigen und wenn alle Stricke reißen wäre ich dann arbeitslos. Dazu sagen .muss ich ich, dass ich ab dem 07.03.2014 ausgesteuert werde.

Hat jemand vielleicht eine Idee, wie ich mich jetzt verhalten soll?

Vielen Dank und Liebe Grüße

05.03.2014 11:54 • 06.04.2014 #1


55 Antworten ↓


Hallo flippi,

das ist erst einmal gut das du die Wiedereingliederung machst. So kannst du langsam rein kommen in deinem beruf wieder.
das freut mich für dich, dass es dir am Anfang nach der Reha besser ging.
Was hat dir damals geholfen, besser deine Ängste zu besiegen und sie zu überwinden?
Bist du noch in therapeutischer behandlung und setzt es alles weiter um, was du in der Reha gelernt hast?

Die Anfahrt ist ja auch schon ein wenig hin. fährst du mit dem zug oder mit dem Auto? Wovor genau hast du in dem Moment Angst bzw. Panik?
lenkst du dich dann ab oder wie konntest du es einigermaßen ausblenden?

Warum ist die Atmosphäre dort so gruselig? das heißt die Arbeit ist für dich richtig Angstverbunden, ja?
Merkst du gerade das dir 2 Monate nicht reichen, oder warum meinst du schaffst du es nicht die durchzustehen? Wegen deiner Ängste? Hast du auch mediakamente, die dir helfen mit deiner Panik umzugehen?

Was für eine neue Arbeit möchtest du denn dir suchen? Weißt du da schon konkretes? Du wolltest, aber erst nach den 2 Monaten kündigen, habe ich das richtig verstanden? in diesem Fall würde ich es an deiner Stelle wirklich weiter versuchen, gerade wenn du schon konkrete weitere Pläne hattest.

Gibt es sachen die dir nach der Arbeit gut tun? Also irgendwie was du zur Abwechslung zum Arbeitstag machen kannst. Damit du auch nicht nur gedanklich bei der Arbeit bist und schon gefangen bist in der Angst vor dem nächsten Tag/Arbeitstag..

Mit lieben Grüßen,
Delphin

05.03.2014 15:48 • #2



Wiedereingliederung abbrechen und kündigen?

x 3


Was bedeutet, dass du ausgesteuert wirst? Dass du übermorgen kein Krankengeld mehr bekommst für die Diagnose, die du hast? Kündige bloß nicht selbst. Bringt dir drei Monate Sperre ein.

05.03.2014 16:14 • #3


Schlaflose
Ausgesteuert heißt normalerweise, dass man aus der Krankenkasse rausgeworfen wird. Danach übernimmt normalerweise das Arbeitsamt oder das Sozialamt die Sache und man wird über sie krankenversichert.

05.03.2014 16:32 • #4


Zitat von Schlaflose:
Ausgesteuert heißt normalerweise, dass man aus der Krankenkasse rausgeworfen wird. Danach übernimmt normalerweise das Arbeitsamt oder das Sozialamt die Sache und man wird über sie krankenversichert.

Bist du da ganz sicher bzw. auf dem neuesten Stand?

Mein Verständnis von "ausgesteuert" ist, dass die Zahlung von Krankengeld beendet wird, aber nicht, dass man aus der KK hinausgeworfen wird. M.W. darf heute sowieso keiner mehr rausgeworfen werden, es gibt ja inzwischen die Versicherungspflicht.

Die Frage ist aber wohl, WER dann ihren KK-BEITRAG weiterzahlt. Darum muss man sich sicherlich rechtzeitig kümmern.

05.03.2014 17:45 • #5


So sehe ich das auch. Eigentlich wäre dann auch ein Reha-Antrag gestellt worden. Denn bei längerer Krankheit wollen die einen doch der Rentenversicherung zuschieben.
Und wenn man noch nicht wieder arbeitsfähig ist, muss man doch rechtzeitig einen Rentenantrag stellen.
Wenn man aber doch wiedereingegliedert wird, zahlt doch sicher auch wieder der Arbeitgeber die Beiträge. Von daher würde ich den Teufel tun und selbst kündigen. Notfalls müsstest du eine andere Diagnose erhalten. Soweit ich weiß, läuft das Krankengeld dann wieder neu.

05.03.2014 17:55 • #6


Schlaflose
Ich habe folgende Information gefunden:


Hat ein Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Krankengeld mehr, und ist aber weiterhin arbeitsunfähig, deutet vieles auf eine zumindest drohende Erwerbsunfähigkeit hin. Hat der Rentenversicherungsträger aber noch keine verminderte Erwerbsfähigkeit festgestellt, trifft der betroffene Arbeitnehmer auf eine Lücke im sozialen Netz. Neben einer fehlenden Sicherung des Einkommens droht auch der Verlust des Krankenversicherungsschutzes nach der Aussteuerung des Krankengeldes.

05.03.2014 18:05 • #7


Zitat von Schlaflose:
Ich habe folgende Information gefunden:
Wo?
Oft sind Informationen veraltet oder schlicht falsch, deswegen ist eine Quellenangabe immer hilfreich.
Zitat:
Hat ein Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Krankengeld mehr, und ist aber weiterhin arbeitsunfähig, deutet vieles auf eine zumindest drohende Erwerbsunfähigkeit hin. Hat der Rentenversicherungsträger aber noch keine verminderte Erwerbsfähigkeit festgestellt, trifft der betroffene Arbeitnehmer auf eine Lücke im sozialen Netz. Neben einer fehlenden Sicherung des Einkommens droht auch der Verlust des Krankenversicherungsschutzes nach der Aussteuerung des Krankengeldes.

"Aussteuerung des Krankengeldes". Der (volle) Krankenversicherungsschutz ist natürlich bedroht, wenn keine Beiträge mehr bezahlt werden.

Man ist dann zwar trotzdem noch Zwangsmitglied in seiner Kasse, aber es häufen sich durch die ausbleibenden Beitragszahlungen Schulden für den Versicherten auf. Allein das schon ist eine gefährliche Situation. Und es werden nur noch Notfälle behandelt und von der Kasse bezahlt.

Deswegen ist es natürlich sehr wichtig, sich darum zu kümmern, woher weiterhin das Geld für die Krankenkasse - und auch das Leben! - kommen kann.

05.03.2014 18:10 • #8


Wenn man einen Arbeitgeber hat, und sie steht nach wie vor in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis, besteht noch kein Grund zur Sorge. Würde sie kündigen, würde sie dem Arbeitsamt anheim fallen und wenn sie gekündigt wird, ebenfalls. Dann läuft das über ALG I. Und wenn die 12 Monate rum sind (sind ja meistens 12 Monate), tritt das Jobcenter ein.

05.03.2014 18:23 • #9


Zitat von pumuckl:
Wenn man einen Arbeitgeber hat, und sie steht nach wie vor in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis, besteht noch kein Grund zur Sorge. Würde sie kündigen, würde sie dem Arbeitsamt anheim fallen und wenn sie gekündigt wird, ebenfalls. Dann läuft das über ALG I. Und wenn die 12 Monate rum sind (sind ja meistens 12 Monate), tritt das Jobcenter ein.

Das Jobcenter zahlt doch auch schon das ALGI, oder sehe ich das falsch?

Du meinst wahrscheinlich nicht das Jobcenter, sonder ALGII - oder?

05.03.2014 18:26 • #10


Schlaflose

05.03.2014 18:29 • #11


Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Antworten.

Hintergrund ist der dass ich vor einem Jahr über die Krankenkasse eine Wiedereingliederung versucht habe, welche ich aufgrund eines "blöden Spruches" abbrechen musste und daraufhin wurden meine Ängste erst richtig schlimm. Ich bin nicht mehr vor die Tür, habe Schwierigkeiten mit dem Autofahren gehabt (muss aber die Kinder 25 km zur Schule fahren und auch dort wieder abholen) und die Reha hat mich auch aufgrund der netten Leute dort wieder rausgeholt, indem ich die Therapien alle gemacht habe usw. Da ich auf einem kleinen Dorf wohne muss ich auch mit dem Auto auf Arbeit fahren, war vor der Krankheit 11h am Tag unterwegs bis.......im Urlaub die erste Panikattacke kam. Man hat mich vor die Wahl gestellt in der Reha, ob ich noch drei Monate krank geschrieben sein möchte (was jedoch schlecht möglich gewesen wäre, da ich dann aufs Arbeitsamt gemusst hätte und die gerne einen Rentenantrag sehen, den ich auch lt. Gutachten der Reha nie und nimmer bewilligt bekommen würde) oder Wiedereingliederung zu machen, welche bis zum 29.03.14 gehen würde. Danach hätte ich zwei Monate Urlaub und könnte in Ruhe nach Arbeit schauen, das war das Ende vor Augen, jetzt ist alles wieder offen und ich weiß nicht, ob ich wenn ich jetzt kündige evtl. aufgrund der psychischen Belastung keine Sperre bekommen würde, denn wieder auf Arbeit fahren geht nicht mehr

Liebe Grüße

05.03.2014 19:26 • #12


Hallo flippi,

wie jetzt ist wieder alles offen?
Kannst du das nicht irgendwo erfahren ob du wegen deiner psychischen Belastung keine Sperre bekommst?
Das heißt, du hast dich eigentlich schon entschieden für dich? Weil du schreibst, das auf die Arbeit fahren kannst.
Aber wenn du die Sperre bekommen würdest, würdest du doch versuchen, die letzten Wochen noch versuchen durchzuhalten oder?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

05.03.2014 22:19 • #13


Hallo und Guten Morgen,

ich werde es wohl nicht wieder schaffen, überhaupt zur dieser Arbeit zu fahren, ob es am Autofahren an sich liegt oder an der Arbeit kann ich leider nicht sagen. Heute habe ich es wieder geschafft, die Kinder in die Schule zu fahren, auch wenn es schwerer war als an den Tagen vorher, aber immerhin ich habe es geschafft.

Nachher darf ich zur Ärztin und wenn ich Glück habe bekomme ich von meinem Chef erstmal Urlaub bis Ende März, wenn nicht muss ich doch mit Krankenschein zum Arbeitsamt.......Wenn das natürlich klappt mit dem Urlaub habe ich erstmal Zeit gewonnen und fast einen ganzen Monat volles Geld Das negativste, was mir passieren könnte wäre, dass ich wieder in das "Angstloch" falle und wieder nicht alleine rauskomme

Liebe Grüße

06.03.2014 09:45 • #14


1. warum habt ihr keine Schulbusse?
2. was ist mit deinem Mann (zwecks Kinder fahren) ?
3. die einzelnen Kostenträger wollen dich nur hin und her schieben. Es ist nicht gesagt, dass du keine Rente durch bekommst. Versuch macht klug. Notfalls mit VDK oder Anwalt dagegen vorgehen. Vorteil wäre, dass du nicht kündigen musst, sondern z.B. eine befristete Rente erstmal beziehen kannst.
4. Könntest du ohne dein Einkommen leben? Oder würdest du irgendwann in ALG II fallen? Das würde ich vermeiden wollen.
5. Das Arbeitsamt bringt dir nicht viel, denn wenn du so ländlich wohnst, werden alle potenziellen Arbeitsstellen weit weg sein.

Meiner Meinung nach solltest du also die Wiedereingliederung weiter machen. Irgendwann wieder krank schreiben lassen (notfalls auf was anderes) geht immer. Selbst kündigen ist immer blöd wegen drohender Sperre. Außerdem hängt dir dann das Arbeitsamt im Nacken und es ist wahrscheinlich auch noch weniger Geld. Und wenn dann alle Stellen weiter weg sind, bringt es auch nix. Wie lange bist du schon bei deinem Arbeitgeber? Privater Arbeitgeber? Öffentlicher Dienst?

06.03.2014 10:49 • #15


Hallo,

Schulbusse haben wir, aber da meine Kinder (die Kleine hat Wahrnehmungsstörungen und Legasthenie), die Mittlere geht aus schultechnischen Gründen auf ein anderes Gymnasium und fährt mit dem Zug dorthin (muss jedoch erst zum Zug gebracht werden, somit gehen beide Kinder nicht in der Nähe zur Schule, sondern auf die jeweils für sie "Bessere" und dahin fährt zwar ein Bus, der kostet jedoch 100 Euro/Kind
Bei dem Arbeitgeber bin ich seit 14 Jahren und habe mit ihm auch schon vieles durch, da ich seit vielen Jahren sein "Assi" war und immer dann den Druck bekommen habe, wenn´s dann eben nicht mehr so gelaufen ist. Da ich typmäßig jedoch mein Selbstbewußtsein durch Leistung pusche, sind diese Epsisoden dann immer sehr schwierig und zusammen mit der Erkrankung meiner kleinen Tochter und dem Kampf die Krankheiten in der Schule überhaupt anerkannt zu bekommen, haben sehr viel Kraft gekostet, wobei ich dann im Urlaub vor fast zwei Jahren im Auto die erste PA hatte und seitdem immer wieder probiere auf die Füsse zu kommen es jedoch nicht so funktioniert. Der Krampf mit der unterdessen zweiten Wiedereingliederung ist der, dass ich erstmal dorthin kommen muss und dann auch noch die "Nichtbeachtung" durch manche Kollegen verarbeiten muss, weil diese Angst haben, dass ich wieder der "Assi" werden könnte und dann wäre ihre "Stellung" gefährdet. Ich bin jedoch ein Mensch, der versucht immer mit jedem auszukommen und mag überhaupt keinen Streit.

Ich drehe mich immer wieder im Kreis, da ich nicht weiß, ob ich nächste Woche dann wieder dorthin fahren kann. Man hat ja 7 Tage, wo man die Wiedereingliederung unterbrechen kann, was. ist wenn ich es dann nicht schaffe, dann wird die Wiedereingliederung ab gestern beendet ich bekomme bis dahin nur Geld und bin auch ab 08.03.2014 nicht krankenversichert. Ohne mein Einkommen kommen wir leider nicht über die Runden, da würde auch schon ALG reichen.

Mein Mann ist die ganze Woche auf Montage und kann mir leider nichts abnehmen.

Meine Freundin meinte ich sollte erstmal den Urlaub beantragen und dann auf eine andere Krankheit krank machen, aber das ist nicht ganz so einfach. Ich würde gern eine Umschulung machen, weiß aber nicht, ob ich überhaupt eine bekommen würde, ich war noch nie arbeitslos und weiß auch nicht wie das läuft.

Liebe Grüße

06.03.2014 11:08 • #16


Hallo flippi,

oh, dann würde so ein Schulbus ja echt viel Geld kosten bei euch. Also dann kann ich verstehen das ihr die beiden lieber immer hinbringt. Auch wenn es schwer ist, aber so musst du jedenfalls raus und kannst nicht in die volle Vermeidung kommen, weil du trotzdem raus musst diese Woche.

Dann bist du ja echt lange bei dem Arbeitgeber. Das ist echt fies, wie dich dein Arbeitgeber dann behandelt hat.
Klar, wenn du denkst du bist nur was wert wenn du Leistung erbringst oder so, dann ist es natürlich schwer für dein Selbstwertgefühl. Das du das dann auf dauer nicht aushälst ist klar.
Hattest du das schon immer so das du dich nur durch Leistung indentefizieren konntest?
Das dir das alles zu viel wurde irgendwann ist klar. Hast du denn genug Hilfe für deine jüngste Tochter? Also bekommst du da auch die Hilfen die dir zustehen?

Das ist auch keine schöne Situation wenn die Kollegen dich meiden. So stehst du dann ja alleine dort. meiden dich denn alle Kollegen oder sind da auch Kollegen mit denen du dich gut verstehst?
kenne das , mag auch keinen Streit..

Ich würde es nicht abbrechen. Wenn es nicht geht mit deiner Angst, dann lasse dich irgendwie wenn es geht kurz krank schreiben. Und probiere es dann erneut. Aber nicht einfach so kündigen. gerade wenn du dann kein Geld mehr bekommst. Und auch weil du dann nicht krankenversicherts bist. Kann dich deine Ärztin nicht krankschreiben? würde die das machen?

Also ich gebe deiner Freundin recht, das du es nicht abbrechen solltest!
Was würdest du gerne für eine Umschulung machen? Hast du da schon eine Idee?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

06.03.2014 17:04 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo,

so jetzt habe ich erstmal meinen Chef um Urlaub bis Ende März gebeten, mal sehen, wie er reagiert. Ich habe von einer Bekannten von einer Umschulung zur "Kauffrau im Gesundheitswesen" gehört, was sich lt. Internet ganz gut anhört. Leider kann ich sowas wie Sozialtherapeut nicht machen, da mir das Ausgangsstudium fehlt. Leider definiere ich mich schon immer über Leistung und wie meine Therapeutin und ich im Nachhinein rausgefunden haben, war ich für mich selbst nie "gut genug" habe dies aber nie selbst gemerkt, weil immer beschäftigt und abgelenkt. Auch meine Bedürfnisse sind mir gänzlich unbekannt, ich weiß auch bis jetzt nicht wie ich die rausbekommen soll? Ansonsten sind schon immer die Kinder das Wichtigste für mich und für die würde ich auch alles tun, was in meiner Macht steht. Somit muss ich halt auch immer abwägen, das ich Normalschicht arbeiten kann und auch so viel Geld verdiene, dass ich die "besseren" Schulen incl. Fahrtkosten finanzieren kann.

Wenn alle Stricke reißen, muss ich halt am Dienstag wieder zur Arbeit fahren und versuchen Dienst nach Vorschrift zu machen. Es gibt ja auch nette Kollegen nur leider bin ich so abhängig davon, dass mir jemand freundlich gegenübertritt und sehe oder denke auch Ablehnung im Gesicht zu sehen.

Liebe Grüße

07.03.2014 08:51 • #18


Hallo flippi,

das ist gut, das du erst einmal nur deinen Chef um Urlaub gebeten hast . ich hoffe auch das er genehmigt wird bei dir. Hast du schon bescheid bekommen ob es klappt?

Das klingt ja nach einer guten Umschulung. das heißt, du magst gerne menschen helfen wollen. ist doch schön . Meistens kennen sich Menschen die psychische Probleme haben auch viel besser damit aus und gehen in diesen berufen auch mehr auf als andere.
Wie lange dauert denn die Umschulung? Und irgendwie Studium noch mal nachholen wäre nicht mehr möglich? Es gibt ja einige die noch mal später Studieren....hört man ja jetzt immer häufiger. Also ich meine nur wenn es dein Wunschberuf gerade ist...

Das ist ja schade, das du dich nie als gut genug betrachtest. Ich kenne das auch. Fühle mich auch nie gut genug und denke ich muss nur immer was leisten, sonst bin ich nicht gut genug.
Es ist schade das du deshalb deine bedürfnisse noch nicht rausgefunden hast. Ich habe einige Bedürfnisse von mir rausbekommen, wenn ich mich mal ganz in Ruhe hingesetzt habe und aufgeschrieben habe, was ich eigentlich will und möchte. Und meistens mache ich das ja nie, selbst schon so im Alltag nicht, weil ich ja das Gefühl habe ich muss erst einmal alles andere leisten(haushalt und mich um alle anderen kümmern) und erst dann darf ich kommen. Also wenn alle anderen zufrieden sind und ich alle Aufgaben abgeklapert habe. Und meine großen Bedürfnisse was ich im Leben erreichen will, das war am anfang nicht so schwer. ich weiß schon von anfang an welchen berufs wunsch ich habe. ich hole per fenrschule jetzt gerade den hauptschulabschluss nach. Und dieses Ziel ist ein ganz großes Ziel und mir auch ein Bedürfniss es zu schaffen.
Aber es ist ja schon mal ein bedürfniss von dir, wenn du genau weißt welche Umschulung du haben möchtest. Und für die alltäglichen bedürfnisse, versuche dich doch einfach mal in einer freien Minute hinzusetzten und ganz in dich reinzuspüren. Mit der Frage:"Was will und möchte ich gerade jetzt eigentlich tun? Was ich heute geplant habe alles, ist das nur für andere oder auch mal was für mich dabei?" Wenn da nur für die anderen was dabei ist, mache eine Sache weniger für die anderen und einfach mal was du möchtest.
Ja ich weiß das es schwer ist. Mir fällt es auch unheimlich schwer, einfach mal irgendwas stehen zu lassen und dafür mal zu basteln oder so. das erlaube ich mir viel zu wenig...leider !

ich finde es echt tapfer von dir, das du dann versuchst weiter zu arbeiten ! das schaffst du dann auch. Aber ich hoffe für dich, das du Urlaub nehmen kannst. Drücke dir da echt die daumen!
Versuche dich davon dann ein wenig zu distanzieren, wenn dich jemand nicht so nett anschaut und versuche dich dann mehr an die Kollegen zu halten, die dir freundlich gesinnt sind.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

07.03.2014 12:30 • #19


Ich finde, dass das nicht zielführend ist. Was bringt dir denn eine Umschulung, wenn du dann wieder nicht dahin kommst? Außerdem muss man die in Regel, wenn man schon eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung hat, selbst bezahlen.
Dein Mann ist dir und den Kindern gegenüber nun mal unterhaltspflichtig! Wenn er auf Montage ist, kann er doch so schlecht nicht verdienen. Und wenn das nicht reicht, müsst ihr halt ergänzende Leistungen beantragen wie Wohngeld, ergänzendes ALG II, Kindergeldzuschlag. Wenn eines deiner Kinder behindert (oder krank?) ist, kannst du vielleicht Pflegegeld erhalten.
Ich denke, dass dein Problem viel eher in der Arbeit an sich liegt. Sonst würdest du nicht mit aller Gewalt nach einer anderen Lösung suchen, nicht mehr dahin zu müssen.
Hast du noch so viele Urlaubstage? Ansonsten wird dein Chef dir ja sicher nicht einen ganzen Monat Geld bezahlen, obwohl du nicht da bist.
Alternativ könntest du natürlich kündigen und dir im Ort eine Arbeit suchen. Wenn du so ländlich wohnst wie ich, wird das aber wahrscheinlich nicht über Putzstellen hinaus gehen. Ist halt die Frage, ob du das möchtest. Und das Fahrproblem mit den Kindern bleibt ja auch weiterhin.
Wobei ist das auch nicht verstehe. Normalerweise stellt der Landkreis ja eine Fahrkarte. Wenn du die Kinder auf eine Schule außerhalb schickst, fällt das wahrscheinlich unter "Luxus" und dann musst du dich fragen, ob du dir den weiterhin leisten kannst. Wenn eines deiner Kinder krank ist und eine spezielle Schule aufsuchen muss, trägt meiner Meinung nach irgendein Kostenträger diese Kosten und die Kinder werden auch entsprechend mit Bussen daheim abgeholt und in die Einrichtung gebracht.
Ich finde es nicht in Ordnung, dass du einerseits ein krankes Kind hast, vor allem eh mehrere Kinder, selbst krank bist, dich allein um die Kinder kümmern musst und dann noch des Geldes wegen so einem Streß ausgesetzt bist.
Dann muss dein Mann eben zusehen, dass er noch einen Nebenjob annimmt oder sich eine andere Arbeit sucht, wo er mehr verdient, damit er euch als Familie ernähren kann. So sehe ich das.
Selbst kündigen würde ich trotzdem nicht. Aber auf dem Arbeitsamt wird es auch nicht besser, wenn dein Chef dir kündigt.
Ich sehe folgende Möglichkeiten:

1. Du kündigst selbst = riskierst Sperre.
2. Du lässt dir kündigen = du bekommst zwar keine Sperre, hast aber das Arbeitsamt an den Hacken
3. Du versuchst, dich finanziell irgendwo einzuschränken, so dass es klappt, ohne dass du arbeiten gehen musst und prüfst gleichzeitig, ob dir dann irgendwelche Sozialleistungen zustehen
4. Du beantragst eine Rente (hast du das schon gemacht?)

In meinen Augen ist Kündigung die schlechteste Alternative.
Außerdem verstehe ich nicht, warum du dann nicht mehr krankenversichert bist. Du kannst dich und die Kinder kostenfrei über deinen Mann familienversichern. Wenn dein Mann auf Montage ist, hört sich das für mich so an, als stünde er in einem Angestelltenverhältnis, weshalb ich davon ausgehe, dass er nicht privat versichert ist. Notfalls müsstest du dich, sofern dein Mann privat versichert ist, freiwillig gesetzlich versichern, was mit monatlichen Kosten von rund 150 Euro zu Buche schlägt. Wäre dem tatsächlich so, würde dein Mann aber auch entsprechend verdienen und dann dürfte das auch kein Problem darstellen.
Was sagt dein Mann überhaupt zu der ganzen Sache? Das hört sich an, als wärst du ziemlch allein mit deinem Problem.

07.03.2014 12:45 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag