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beside
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Hallo,

zum 1. Juli 2026 wurde aus dem 2023 eingeführten Bürgergeld die Grundsicherung (SGB II).

Vor dem Bürgergeld (SGB II) galt beim Schonvermögen eine Staffelung:
". ein Grundfreibetrag in Höhe von 150 Euro je vollendetem Lebensjahr für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende volljährige Person und deren Partnerin oder Partner, mindestens aber jeweils 3.100 Euro;"
https://www.buzer.de/gesetz/2602/al162672-0.htm
Alter 20 Jahre: 3.000 Euro, also 3.100 Euro.
Alter 30 Jahre: 4.500 Euro.
Alter 40 Jahre: 6.000 Euro.
Alter 50 Jahre: 7.500 Euro.
Alter 60 Jahre: 9.000 Euro.

Beim Bürgergeld (2023) galt ein Schonvermögen von 15.000 Euro.
"Von dem zu berücksichtigenden Vermögen ist für jede Person in der Bedarfsgemeinschaft ein Betrag in Höhe von 15.000 Euro abzusetzen."
https://www.buzer.de/gesetz/2602/al170686-0.htm

Seit dem 1.7.2026 gilt beim Bürgergeld wieder eine Staffelung:
"Von dem zu berücksichtigenden Vermögen ist für jede Person der Bedarfsgemeinschaft ein Betrag abhängig vom Lebensalter abzusetzen:
Alter Freibetrag in Euro
bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres 5.000
ab dem 31. Lebensjahr 10.000
ab dem 41. Lebensjahr 12.500
ab dem 51. Lebensjahr 20.000. "
https://www.buzer.de/gesetz/2602/al241472-0.htm

Zudem ist beim SGB II die Karenzzeit für höhere Sparvermögen abgeschafft worden.

Beim Sozialamt (SGB XII) galt und gilt hingegen eine andere Regelung. Diese ist nicht direkt im Gesetzbuch niedergeschrieben, sondern in der Verordnung zum Gesetz (§12 SGB XII):
"für jede in § 19 Absatz 3, § 27 Absatz 1 und 2, § 41 und § 43 Absatz 1 Satz 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch genannte volljährige Person sowie für jede alleinstehende minderjährige Person, 10 000 Euro,"
https://www.gesetze-im-internet.de/bshg. 00988.html

Bei dieser Regelung hat sich seit 1.7.2026 nichts geändert.

Bei einem Wechsel von SGB II (Jobcenter) zu SGB XII (Sozialamt) kommt dies zur Geltung. Wer 41. Lebensjahre absolviert hat, stehen bei SGB II 12.500 Euro Ersparnisse zu, aber bei SGB XII nur 10.000 Euro. Dieser Überschuss von 2.500 Euro an Ersparnissen wird auf das Sozialgeld angerechnet. Ab dem 51. Lebensjahr sind es mit 20.000 Euro ein Überschuss von 10.000 Euro, womit sozusagen kein Anspruch auf Sozialgeld besteht, bis dieses Geld aufgebraucht ist.

Die Regelung im Bezug zur "Zuflusstheorie" ist bei beiden gleich. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kontostand am Ende des Monats, also am letzten Tag des Monats um 23:59:59, relevant ist. Dies insbesondere deswegen, weil eine Rentenzahlung direkt am Ende des Monats, möglich am letzten Tag des Monats, überwiesen wird. Dadurch können die Grenzwerte überschritten werden.

Es ist also ratsam beim Wechsel von SGB II zu SGB XII von dem Überschuss des Sparvermögens (es gilt eine Summe aus allen Geldbeträgen: Girokonto, Sparkonto, Aktienfond, . ) den Hausrat zu erneuern: Neue Waschmaschine, neuer PC, . , weil das Geld ansonsten angerechnet wird, bzw. kein Sozialgeld gezahlt wird. Weil der Wechsel manchmal sehr schnell geht: Alles sofort bezahlen. Es gilt der insgesamte Geld-Betrag am Ende des Monats, speziell der Betrag auf dem Kontoauszug am letzten Tag des Monats. Wird etwas erst am 1. des Folgemonats abgebucht, ist es zu spät. Zudem die Rentenzahlung beachten, die so gesehen ungünstigerweise am Ende des Monats überwiesen wird.

Desweiteren gab es keine Änderung bei der Regelung zum Freibetrag bei Zuverdienst ab 33 Jahre Grundrentenzeiten. Wer weniger als 33 Jahre Grundrentenzeiten hat, hat keinen Anspruch auf die 100 Euro Freibetrag pro Monat beim Zuverdienst (Einkommen). Bei diesen wird Zuverdienst (Einkommen) ab dem 1. Cent angerechnet. Einkommen ist Einnahmen minus Ausgaben. Aber Vorsicht: nicht alle Ausgaben werden genehmigt.

24.07.2026 x 7 #1


55 Antworten ↓
Lokalrunde

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Zitat von Islandfan:
Quatsch, die Reichen bzw jeder, der arbeitet, hat hohe Steuerabzüge, damit die Armen versorgt werden. Vollzeit lohnt sich aufgrund der Steuerabzüge für manche gar nicht mehr. Und wer nach vielen Jahren arbeitslos wird, bekommt nach einem Jahr ALG 1 (ab 50 gestaffelt bis zu 2 Jahre), die gleiche Versorgung wie der, ...


Da gab es vor einigen Wochen einen Bericht im Fernsehen, wie sich der Sozialstaat betrügen lässt! Von nicht einmal so wenigen, die schwarz arbeiten und Sozialleistungen kassieren, ganze Banden, die darauf abfahren. Darunter war sogar ein seit über 30 Jahren Selbstständiger, der sogar drei Angestellte hat und so bis zu 50.000Euro Gewinn im Jahr für sich hat. Sehr traurig und schade vor allem für die Menschen, die wirklich aus der Not heraus darauf angewiesen sind!

Ich kenne persönlich eine Person, die früher gearbeitet hat und sehr sparsam, wenn nicht gar geizig, gelebt hat, keine Vollzeit und immer wieder nebenbei. Jetzt Bezieher einer Grundsicherungsrente, wovon auch die Miete gezahlt wird, mit einem Schließfach bei einer Bank, in dem sich 150.000Euro in bar befinden, teilweise aus einer Erbschaft vor sehr vielen Jahren.

Ich würde auch gern einmal erfahren, wie viel Gelder im Ausland liegen und wo deren Besitzer als Schutzsuchende in Deutschland Sozialleistungen beziehen! Und ja, es wird viel zu wenig dagegen unternommen. Die Zahlmeister sind die Menschen, die jeden Tag arbeiten und Steuern zahlen und denen man gerade jetzt wieder im Bereich Gesundheit/Pflege/Rente eine Reform untergeschoben hat wo weniger Leistungen und mehr Zahlen drauf steht!

21.07.2026 15:02 • x 4 #5


Zum Beitrag im Thema ↓

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Wechsel von Jobcenter zu Sozialamt Schonvermögen

x 3


Islandfan

Islandfan
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Solidarität ist eine Einbahnstraße nach unten geworden. Die, die den Staat finanzieren, werden immer mehr im Regen stehen gelassen, die Abgaben steigen bei gleichzeitiger Reduktion der Leistungen.
Zum Beispiel die Miete. Man kann eine Wohnung selbst in einer nicht noblen Stadt kaum noch bezahlen, das wird aber dem Bürgergeldempfänger gezahlt, der Arbeitende kann selbst immer mehr von seinem Lohn abzweigen. Vergünstigungen gibt es auch nur für Bürgergeldbezieher, Sozialticket, ermäßigter Eintritt, Zugang zur Tafel, etc. GEZ wird auch bezahlt. Wenn es hoch kommt, schaue ich pro Woche kaum mehr als 4-5 Stunden fern, muss aber trotzdem GEZ zahlen.
Familien mit mehreren Kindern, die Bürgergeld beziehen, haben oft mehr Geld als Familien, deren Väter Mindestlohn bezieht und der bekommt keinen Cent als Härtefallregelung beim Zahnarzt, wenn die Waschmaschine kaputt geht oder bei der Medikamentenzuzahlung.
Das ist das ungerechte dabei, dass viele, die arbeiten und sich kaputt buckeln, auch noch bestraft werden.
Ich wäre dafür, dass auch manche Dinge vom Bürgergeldbezieher selbst bezahlt werden sollten.
Im Altenheim hat man bei einer hohen Rente auch eine enorme Zuzahlung, hat man Eigentum, muss das erst verkauft werden, etc.
Wieso sollte man dann überhaupt einen Schonbetrag gewährleisten?

21.07.2026 16:13 • x 3 #9


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B
Zu der aktuellen Änderung des Schonvermögens beim Bürgergeld: Da der Anteil bei den jüngeren Leuten größer ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Änderung ein Kalkül war, so dass den Sozialleistungsberechtigten ihr überschüssiges Sparvermögen angerechnet wird.

Der Sozialstaat plündert die Sparbücher der Armen, um sie den Reichen zuzuschieben.

x 3 #2


Islandfan
Zitat von beside:
Der Sozialstaat plündert die Sparbücher der Armen, um sie den Reichen zuzuschieben.

Quatsch, die Reichen bzw jeder, der arbeitet, hat hohe Steuerabzüge, damit die Armen versorgt werden. Vollzeit lohnt sich aufgrund der Steuerabzüge für manche gar nicht mehr.
Und wer nach vielen Jahren arbeitslos wird, bekommt nach einem Jahr ALG 1 (ab 50 gestaffelt bis zu 2 Jahre), die gleiche Versorgung wie der, der nie gearbeitet hat. Und später oft nicht viel mehr Rente.
Das ist nicht gerecht.

x 8 #3


Donnie_Darko
Zitat von Islandfan:
Quatsch, die Reichen bzw jeder, der arbeitet, hat hohe Steuerabzüge, damit die Armen versorgt werden. Vollzeit lohnt sich aufgrund der Steuerabzüge für manche gar nicht mehr. Und wer nach vielen Jahren arbeitslos wird, bekommt nach einem Jahr ALG 1 (ab 50 gestaffelt bis zu 2 Jahre), die gleiche Versorgung wie der, ...

Wenn von Reichen geredet wird, sind wahrscheinlich nicht Menschen gemeint die 50.000Euro Jahresgehalt haben, sondern mehrfache Millionäre und Milliardäre, bei denen es mitunter nur ein paar Minuten dauert, bis die 50.000Euro angehäuft sind.

x 3 #4


Lokalrunde
Zitat von Islandfan:
Quatsch, die Reichen bzw jeder, der arbeitet, hat hohe Steuerabzüge, damit die Armen versorgt werden. Vollzeit lohnt sich aufgrund der Steuerabzüge für manche gar nicht mehr. Und wer nach vielen Jahren arbeitslos wird, bekommt nach einem Jahr ALG 1 (ab 50 gestaffelt bis zu 2 Jahre), die gleiche Versorgung wie der, ...


Da gab es vor einigen Wochen einen Bericht im Fernsehen, wie sich der Sozialstaat betrügen lässt! Von nicht einmal so wenigen, die schwarz arbeiten und Sozialleistungen kassieren, ganze Banden, die darauf abfahren. Darunter war sogar ein seit über 30 Jahren Selbstständiger, der sogar drei Angestellte hat und so bis zu 50.000Euro Gewinn im Jahr für sich hat. Sehr traurig und schade vor allem für die Menschen, die wirklich aus der Not heraus darauf angewiesen sind!

Ich kenne persönlich eine Person, die früher gearbeitet hat und sehr sparsam, wenn nicht gar geizig, gelebt hat, keine Vollzeit und immer wieder nebenbei. Jetzt Bezieher einer Grundsicherungsrente, wovon auch die Miete gezahlt wird, mit einem Schließfach bei einer Bank, in dem sich 150.000Euro in bar befinden, teilweise aus einer Erbschaft vor sehr vielen Jahren.

Ich würde auch gern einmal erfahren, wie viel Gelder im Ausland liegen und wo deren Besitzer als Schutzsuchende in Deutschland Sozialleistungen beziehen! Und ja, es wird viel zu wenig dagegen unternommen. Die Zahlmeister sind die Menschen, die jeden Tag arbeiten und Steuern zahlen und denen man gerade jetzt wieder im Bereich Gesundheit/Pflege/Rente eine Reform untergeschoben hat wo weniger Leistungen und mehr Zahlen drauf steht!

x 4 #5


Feuerschale
Zitat von beside:
Zu der aktuellen Änderung des Schonvermögens beim Bürgergeld

ganz kurz nur, es heißt schon wieder gar nicht mehr Bürgergeld. Zur Verwirrung heißt es ab 01.07.26 jetzt Grundsicherungsgeld.

Die Vermögensgrenzen werden oft wirksam bei den Neuantragstellern im Job Center. Wer bis zur Rente im Job Center bleibt, hat in der Regel keine 20000 Euro mehr am Ende übrig an Vermögen. Aber wens betrifft ( z B kurz vor der Rente arbeitlos, Agentur dann JC dann Grundsicherung), da kann man da schon drauf achten.

Ich fände es auch unfair wenn man lange gearbeitet hat, ggf. sich ein kleines Polster fürs Alter angeschafft hat, und sobald was passiert dass man in die Grundsicherung müsste wegen Krankheit z B dann wäre jegliches Alterspolster für Notanschaffungen o ä sonst weg.

x 2 #6


Feuerschale
Zitat von beside:
Der Sozialstaat plündert die Sparbücher der Armen, um sie den Reichen zuzuschieben.


Zitat von Donnie_Darko:
Wenn von Reichen geredet wird, sind wahrscheinlich nicht Menschen gemeint die 50.000Euro Jahresgehalt haben, sondern mehrfache Millionäre und Milliardäre

klingt für mich aber irgendwie nach Verschwörungstheorie.
Also wie soll den Reichen Geld zugeschoben werden durch Einsparungen aus Steuergeldern?
Wieiviele Superreiche gibt es?

Grundsätzlich sehe ich eher den Zusammenhang, dass Sozialleistungen nach Subsidiaritätsprinzip ausgezahlt werden. Soviel Eigenverantwortung wie möglich. Eigenverantwortung heißt: eigene Arbeitskraft, eigenes Vermögen einsetzen, erst DANN werden Steuergelder wirksam - also Zusatzkosten, die die Allgemeinheit zahlt und die nicht bedingungslos vom Himmel fallen...Steuern die entstanden sind in einem hohen Anteil auch durch Abzüge in Unter- und Mittelschicht der Arbeitenden.

Sozialleistungen sind ja nicht in erster Linie ein Einkommen mit dem man rechnen kann, sondern es greift nur in der Not.
D h es wird einem auch nicht"genommen" und man muss es auch nicht "zur Seite schaffen" man wird auch nicht "darum betrogen". Wenn man dem ein "Schnippchen schlagen will" um viel rauszuholen, holt man das von den Abgaben anderer Menschen. Und dieser Mentalität möchte man wohl auch entgegenwirken als Gedanke im Gesetz.

x 2 #7


Feuerschale
Zitat von Lokalrunde:
Die Zahlmeister sind die Menschen, die jeden Tag arbeiten und Steuern zahlen und denen man gerade jetzt wieder im Bereich Gesundheit/Pflege/Rente eine Reform untergeschoben hat wo weniger Leistungen und mehr Zahlen drauf steht!

Jepp die Belastung wird immer höher, Einkommenssteuer und sonstige Steuer, Mehrwertsteuer ect....die Sozialleistungen im Bereich Versicherung, Krankenversicherung werden immer geringer, höhere Zuzahlungen.
Hohe Lebenhaltungskosten...Zolle...hohe Spritkosten (ohne Mobilität keine Arbeit usw...)
Irgendwann ist die arbeitende Mittelschicht halt dann auch mal mehr als gemolken.

x 3 #8


Islandfan
Solidarität ist eine Einbahnstraße nach unten geworden. Die, die den Staat finanzieren, werden immer mehr im Regen stehen gelassen, die Abgaben steigen bei gleichzeitiger Reduktion der Leistungen.
Zum Beispiel die Miete. Man kann eine Wohnung selbst in einer nicht noblen Stadt kaum noch bezahlen, das wird aber dem Bürgergeldempfänger gezahlt, der Arbeitende kann selbst immer mehr von seinem Lohn abzweigen. Vergünstigungen gibt es auch nur für Bürgergeldbezieher, Sozialticket, ermäßigter Eintritt, Zugang zur Tafel, etc. GEZ wird auch bezahlt. Wenn es hoch kommt, schaue ich pro Woche kaum mehr als 4-5 Stunden fern, muss aber trotzdem GEZ zahlen.
Familien mit mehreren Kindern, die Bürgergeld beziehen, haben oft mehr Geld als Familien, deren Väter Mindestlohn bezieht und der bekommt keinen Cent als Härtefallregelung beim Zahnarzt, wenn die Waschmaschine kaputt geht oder bei der Medikamentenzuzahlung.
Das ist das ungerechte dabei, dass viele, die arbeiten und sich kaputt buckeln, auch noch bestraft werden.
Ich wäre dafür, dass auch manche Dinge vom Bürgergeldbezieher selbst bezahlt werden sollten.
Im Altenheim hat man bei einer hohen Rente auch eine enorme Zuzahlung, hat man Eigentum, muss das erst verkauft werden, etc.
Wieso sollte man dann überhaupt einen Schonbetrag gewährleisten?

x 3 #9


Feuerschale
Zitat von Islandfan:
Ich wäre dafür, dass auch manche Dinge vom Bürgergeldbezieher selbst bezahlt werden sollten.

Naja die meisten sind da durchaus auch schon am Limit und an der Armutsgrenze, also neidisch muss man da nicht sein.
Und Dinge wie Brillen, Zahnersatz, Hörgerät o ä da müssen sie auch zuzahlen...nur von paar Hundert Euro im Monat was dann für Strom, Essen, Klamotten da ist ist das dann auch kaum machbar.
Einmalzahlungen wie für kaputte Waschmaschine gibts schon viele Jahre nicht mehr, das ist alles im Regelsatz mit drin.

Irgendwas funktioniert aber im Staats-Haushalt nicht....ist ja schon länger dieses Loch bekannt was noch irgendwie gedehnt wird....Man müsste ja auch schauen wo es sonst hinfließt...Zuschuss zum Krieg....in die Verwaltung sehr hoher Teil....das Soziale ist ja nur ein Teil.

Schnell wird auch mal ein Buhmann gefunden, Bürgergeld ist zu hoch, Therapien zu teuer...dabei ist das oft nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und purer Aktionismus...seht her wir regieren und machen doch was. (Schnarchnasen, nach eineinhalb Jahren jetzt mal halbseiden paar Gesetze durchgedrückt mit der neuen Grundsicherung).

Aber da fehlt mir natürlich auch der Durchblick wegen dem Haushalt, welches Budget da ist und wofür draufgeht, dass ich da höchstens auf Stammtischniveau paar Vorurteile loswerden kann.

x 1 #10


Islandfan
Zitat von Feuerschale:
Und Dinge wie Brillen, Zahnersatz, Hörgerät o ä da müssen sie auch zuzahlen...nur von paar Hundert Euro im Monat was dann für Strom, Essen, Klamotten da ist ist das dann auch kaum machbar.

Geringverdiener müssen auch dafür sparen. Und viele Dinge werden einfach immer teurer. Heute morgen der Liter Super E10 2,25 Euro, da kann man dann so viel Geld für den Weg zur Arbeit blechen. Marode Bahnsysteme, bei denen man stundenlang an Bahnhöfen hängt vor und nach der Arbeit, höhere Krankenkassenbeiträge bei schlechterer Leistung, Renteneintrittsaltererhöhung, damit man sich länger kaputt arbeiten kann, etc.
Es ist ja nicht so, dass ein Arbeitnehmer durchschnittlich in einem Palast wohnen kann.
Und die ganz Reichen zahlen hohe Steuern, viele Millionäre wandern ab, was ich voll und ganz verstehen kann.

x 1 #11


Feuerschale
Zitat von Islandfan:
Es ist ja nicht so, dass ein Arbeitnehmer durchschnittlich in einem Palast wohnen kann.

Nee überhaupt nicht. Weiß gar nicht wie meine Eltern oder Großelterngeneration (bzw Aufbau nach 2. WK) das noch konnte mit 1 Verdienst und dabei Haus finanzieren, Auto, Kinder, Frau blieb Hausfrau....

Jetzt kann man mit mittlerem Einkommen froh sein, wenn man halbwegs rundkommt, vielleicht noch Hund oder Katze finanzieren, aber Haus bauen und Kinder und Partner unterhalten? 🤔

x 3 #12


Donnie_Darko
Zitat von Feuerschale:
klingt für mich aber irgendwie nach Verschwörungstheorie. Also wie soll den Reichen Geld zugeschoben werden durch Einsparungen aus Steuergeldern? Wieiviele Superreiche gibt es? Grundsätzlich sehe ich eher den Zusammenhang, dass Sozialleistungen nach Subsidiaritätsprinzip ausgezahlt werden. Soviel ...

Wie man den Reichen Geld zuschiebt? Erstmal tut das fast jeder der Geld ausgibt oder arbeiten geht, da man damit diese Menschen finanziert, ob man will oder nicht. Zudem hat ein Milliardär der alle paar Minuten 50000Euro bekommt, in Deutschland einen geringeren Steuersatz als der, der 50000Euro im Jahr verdient.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...-1.6563369

Nicht umsonst heißt es, Steuern zahlen ist was für die Armen.

Und wenn ein Großunternehmen in eine finanzielle Schieflage gerät, das in der Hand von Millionären oder Milliardären ist, dann springt der Staat gerne mal großzügig mit Steuergeldern ein.

Nicht ohne Grund nimmt die ungleiche Verteilung von finanziellen Ressourcen ständig zu.

x 1 #13


Islandfan
Zitat von Donnie_Darko:
Nicht umsonst heißt es, Steuern zahlen ist was für die Armen.

Das müsstest du mehr differenzieren, jemand, der 5000 brutto verdient, zählt nicht zu den Armen, muss aber hohe Steuern zahlen. Da hat man schnell mal Abgaben von 2000 Euro und das ist viel zu viel.

#14


Donnie_Darko
Zitat von Islandfan:
Das müsstest du mehr differenzieren, jemand, der 5000 brutto verdient, zählt nicht zu den Armen, muss aber hohe Steuern zahlen. Da hat man schnell mal Abgaben von 2000 Euro und das ist viel zu viel.

Aus Sicht eines Menschen der 5000Euro pro Minute bekommt, ist jemand der 5000Euro pro Monat verdient bettelarm.

Ja, die Menschen aus der Mittelschicht müssen die Hauptlast tragen. So sollte es aber nicht sein. Wenn man auf finanzielle Ungerechtigkeiten schauen will, sollte man weniger nach denen treten die noch weniger haben, sondern auf die schauen, die sich dumm und dämlich verdienen.

#15


Islandfan
Zitat von Donnie_Darko:
Aus Sicht eines Menschen der 5000Euro pro Minute bekommt, ist jemand der 5000Euro pro Monat verdient bettelarm.

Wenn jemand so viel verdient, finde ich es nicht verwerflich. Jeder, wirklich jeder, würde das Gehalt sofort annehmen, da wird keiner zum Samariter.

Zitat von Donnie_Darko:
sondern auf die schauen, die sich dumm und dämlich verdienen.

Viele haben aber auch Unternehmen aufgebaut und wurden erfolgreich. Warum gönnt man es den Reichen nicht, dass sie Geld haben? Ich verstehe es nicht.

Aber in einer Sache gebe ich dir Recht, die normal Arbeitenden sind die, die es am schwersten haben, weil sie sich kaputt buckeln und immer mehr ausgebeutet werden.

#16


Donnie_Darko
Zitat von Islandfan:
Wenn jemand so viel verdient, finde ich es nicht verwerflich. Jeder, wirklich jeder, würde das Gehalt sofort annehmen, da wird keiner zum Samariter. Viele haben aber auch Unternehmen aufgebaut und wurden erfolgreich. Warum gönnt man es den Reichen nicht, dass sie Geld haben? Ich verstehe es nicht. Aber in einer ...

Die meisten Superreichen kommen nicht durch Arbeit zu ihrem Geld, sondern durch Erben. Und dieses Geld wächst weiter indem man z.B. Arbeiter weiter ausbeutet und den Mehrwert abgreift den diese produzieren. Glaubst du wirklich, dass ein Milliardär 100.000 mal so viel Geld bekommt wie ein normaler Arbeiter, weil er 100.000 mal so produktiv ist?

Nicht zu vergessen, dass Menschen mit sehr viel Geld gerne unsere Politiker finanziell unterstützen und somit in die Politik eingreifen, wie es dir oder mir nicht möglich ist.

Wie mit so vielen Dingen ist es auch beim Geld so, dass man sowohl zuviel, als auch zu wenig haben kann. Geld und Ressourcen sind genug da um unsere Bedürfnisse zu befriedigen, aber nicht genug für unsere Gier. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass ab einem gewissen Einkommen die Zufriedenheit nicht mehr steigt. Warum sollte man wenigen Menschen erlauben, auf Kosten anderer ihrer Gier ausleben zu dürfen.

#17

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Islandfan
Die Erbschaftssteuer ist ungerecht, weil sie bereits versteuertes Vermögen nochmals besteuert.
So wie du etwas gegen Vorurteile gegen Arme hast, bedienst du dich der Vorurteile den Reichen gegenüber. Klar gibt es in den Kreisen auch Korruption und vieles bekommt man auch nicht mit, aber Steuerbetrug etc kommt sicherlich in vielen Schichten vor.

Zitat von Donnie_Darko:

Wie mit so vielen Dingen ist es auch beim Geld so, dass man sowohl zuviel, als auch zu wenig haben kann.

Ich glaube nicht, dass man zu viel haben kann, jeder würde es dankend annehmen.

Zitat von Donnie_Darko:
Untersuchungen haben auch gezeigt, dass ab einem gewissen Einkommen die Zufriedenheit nicht mehr steigt.

Das kann sein, klar macht Geld allein nicht glücklich, aber es beruhigt. Wenn man keine finanziellen Sorgen hat, dann kann man besser schlafen. Jeder hat da so seine Vorstellung, mit wie viel er glücklich ist.

#18


B
Wow, Islandfan geht in die vollen! Soviel Missgunst den Armen gegenüber! Soviel Zuspruch den Reichen gegenüber!
Zitat von Islandfan:
Und wer nach vielen Jahren arbeitslos wird, bekommt nach einem Jahr ALG 1 (ab 50 gestaffelt bis zu 2 Jahre), die gleiche Versorgung wie der, der nie gearbeitet hat.

Die, die nie gearbeitet haben, sind zu 99 % die mit voller Erwerbsminderung wegen Behinderung. Denen soll also alles genommen werden, am besten ihr Leben, weil taugen ja eh zu nichts?

Zitat von Islandfan:
Man kann eine Wohnung selbst in einer nicht noblen Stadt kaum noch bezahlen, das wird aber dem Bürgergeldempfänger gezahlt,

Achso, und die sollen gefälligst auf der Straße wohnen, aber da will man sie auch nicht, also wegmachen den Dreck?

Zitat von Islandfan:
Vergünstigungen gibt es auch nur für Bürgergeldbezieher, Sozialticket, ermäßigter Eintritt, Zugang zur Tafel, etc. GEZ wird auch bezahlt.

Milchmädchen können besser rechnen. Wieso dies aus Steuergelden zahlen, wenn es eh wieder zurückfließt? Eben, spart Überweisungen, also Bürokratie. Aber nein, so ist das ja nicht gemeint. Den Armen soll gar nichts gegeben werden? Sie sollen auch nichts haben? Weder Radio noch Fernsehen oder Computer und schon gar kein Smartphone, also absolut keine Teilhabe? Die sollen gar nichts haben und das wenige was sie haben soll sich jeder nehmen können? Die Armen, die in Armut und an der Armutsgrenze leben, denen aber stetig zugeschoben wird, sie seien vieeeeeeeeeel zu reich und es würde ihnen vieeeeeeeel zu gut gehen, weil sie auf der Straße leben ohne alles, bzw. nur das was in einen Rucksack passt, sowie ohne Geld, leben sollen? Die Armen sollen am besten kurz vorm Verrecken sein und dies gefälligst auch baldigst tun?

Zitat von Islandfan:
Das ist das ungerechte dabei, dass viele, die arbeiten und sich kaputt buckeln, auch noch bestraft werden.

Soziales Verhalten als Strafe zu empfinden, nur weil das eigene Vermögen mit anderen geteilt werden muss, weil alles und immer noch mehr nur für sich behalten werden will, ist asozial. Das ist wie Kinder, die ihr Spielzeug nicht mit anderen teilen und lieber alleine damit spielen.

Zitat von Islandfan:
Ich wäre dafür, dass auch manche Dinge vom Bürgergeldbezieher selbst bezahlt werden sollten.

Was denn zum Beispiel? Soll hiermit die Höhe des Existenzminimums nach unten geschraubt werden? Ja, das sicher auch? Aber vielmehr soll vieles was in der Grundsicherung inkludiert ist, wie Kosmetik und Schuhe, gestrichen werden. Das sollen sie sich vom Geld fürs Essen vom Munde absparen? Sie sollen hungern? Sie sollen gefälligst auch wie Arme aussehen? Wie Lumpen? Denen wird gar nichts, rein gar nichts gegönnt, außer vielleicht Wasser und Brot?

Zitat von Islandfan:
Wieso sollte man dann überhaupt einen Schonbetrag gewährleisten?

Die Goldzähne sollen ihnen gezogen werden? Da stimmst du doch sicher voll zu!?

Zitat von Islandfan:
Marode Bahnsysteme, bei denen man stundenlang an Bahnhöfen hängt vor und nach der Arbeit, höhere Krankenkassenbeiträge bei schlechterer Leistung, Renteneintrittsaltererhöhung, damit man sich länger kaputt arbeiten kann, etc.
Es ist ja nicht so, dass ein durchschnittlich in einem Palast wohnen kann.
Und die ganz Reichen zahlen hohe Steuern, viele Millionäre wandern ab, was ich voll und ganz verstehen kann.

Achso, die Arbeitnehmer sollen in Palästen wohnen? Tun die meisten eh, in Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, on mass.Die müssen keine Miete zahlen. Die haben am Ende des Monats mehr raus. Ach deswegen soll auch den Armen die Miete nicht gezahlt werden?

Zitat von Feuerschale:
Weiß gar nicht wie meine Eltern oder Großelterngeneration (bzw Aufbau nach 2. WK) das noch konnte mit 1 Verdienst

Dieser deiner Frage solltest du mal auf den Grund gehen, aber da besteht kein Interesse, außer die Wissenslücke mit Vorurteilen zu füllen.

Zitat von Islandfan:
jemand, der 5000 brutto verdient, zählt nicht zu den Armen, muss aber hohe Steuern zahlen. Da hat man schnell mal Abgaben von 2000 Euro und das ist viel zu viel.

Was, nur 40 %? Die mit 3000 brutto zahlen 1500 Euro, also 50 %. Und die müssen ALLES mit den verbliebenen 1500 Euro zahlen. Die mit 3000 netto haben dann noch 1500 zum Verplembern um sich noch reicher zu machen. Aber klar doch. Den Armen geht es besser! Den Armen geht es sowieso viel zu gut! Den Reichen geht es schlecht!

Zitat von Islandfan:
Aber in einer Sache gebe ich dir Recht, die normal Arbeitenden sind die, die es am schwersten haben, weil sie sich kaputt buckeln und immer mehr ausgebeutet werden.

Ach, und die Armen nicht? Aber genau das forderst du ja für die Armen. Die Armen sollen ausgebeutet werden. Ausgesaugt, ausgenuckelt, bis sie nichts mehr haben, nicht mal mehr ihr Leben - von denen die ihnen nichts, rein gar nichts gönnen. Am Leben der Armen schmarotzen ist erbärmlich.

Zitat von Islandfan:
Wenn man keine finanziellen Sorgen hat, dann kann man besser schlafen.

Das trifft dann ganz sicher nicht auf die Armen zu? Weil denen geht es eh viel zu gut, also sollen sie schlecht schlafen.

Wow, soviel Menschenverachtung ... Wo das nur her kommt? Hast du das schon mal in einer Therapie angesprochen?

x 1 #19


Islandfan
Zitat von beside:
Wow, Islandfan geht in die vollen! Soviel Missgunst den Armen gegenüber! Soviel Zuspruch den Reichen gegenüber!


Ich glaube, du machst dich lächerlich. Ich habe ganz andere Sorgen als Geld und komme mit meinen knapp 3000 netto bestens über die Runden. Geld ist nicht alles, aber es macht mich glücklich und vor allem sorgenfrei. Lass mich doch einfach in Frieden mit deinem Sozialismusgeschwätz.

x 1 #20


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