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Hallo zusammen,

mich belasten seit ca. 15 Monaten Angst- und Panikattacken bei sozialen Situationen mit Kollegen. Außerdem bin ich meistens sehr sehr müde. Bald läuft mein befristeter Arbeitsvertrag aus und ich wollte mir danach eine Auszeit nehmen.

Jetzt frage ich mich, ob ich mich nicht ein paar Wochen for dem Auslaufen noch krank schreiben lassen soll. Moralische Bedenken habe ich diesbezüglich keine, weil es mir ja wirklich nicht gut geht.

Was würdet ihr mir in dieser Situation empfehlen? Die Zeit nach meinem Arbeitsverhältnis möchte ich für meine Hobbys nutzen, mehr Sport machen und vertieft Meditation betreiben.
Bei der ganzen Post vom Arbeitsamt kann man ja nicht abschalten, außerdem bin ich ja auch nicht arbeitsfähig für einen neuen Job - von daher ist die Krankschreibung in Ordnung denke ich.

Liebe Grüße
Mak30

25.02.2019 15:57 • 29.03.2019 #1


4 Antworten ↓


Icefalki
Ich würde es anders machen. Über eine Krankschreibung, die deine psychischen Probleme attestiert, die Zeit sinnvoll nutzen, evtl. Klinikaufenthalt, um später, sofern nötig, immer noch eine Auszeit anhängen zu können.

Angststörungen sollten sinnvoll behandelt werden. Nur flüchten bringt dich nicht weiter, denn dein Problem kommt erneut, sobald du wieder eine Arbeit hast.

25.02.2019 16:06 • x 1 #2


Hi Icefalki,

vielen Dank für deine Nachricht! jetzt ist es so, dass mein Vertrag eh in einem guten Monat ausläuft und ich noch einiges an Urlaub habe. Ich kann mir im Moment nicht wirklich vorstellen, dass ich mich auf einen neuen Job bewerbe und woanders anfange zu arbeiten. Dann tauchen ziemlich sicher bereits am Anfang meine Angst- und Panikzustände wieder auf und ich bin wahrscheinlich durch eine Krankschreibung erstmal wieder weg.

Ich verstehe dein Argument schon, dass Flüchten nichts bringt und ich sobald ich wieder zu arbeiten anfange erstmal schauen muss, wie ich klar komme.

Also was ich geplant hätte, wäre demnächst zum Arzt (Psychiater) zu gehen und mit ihm zu reden, was am besten für mich ist. Ich war eh schon beim Psychiater in Behandlung. Der hat allerdings die Praxis gewechselt, weswege ich mir einen neuen Arzt suchen muss.

Seit letztem Oktober mache ich auch eine private systemische Therapie bei einer Heilpraktikerin, die viel mit Hypnose und dem Verhältnis zu meinen Eltern arbeitet. Die Erfolge sind allerdings noch nicht so gut. Vielleicht sollte ich deswegen doch noch mit einer kognitiven Verhaltenstherapie anfangen

Bin auf jeden Fall froh über eure Nachrichten
Liebe Grüße
Mak

25.02.2019 16:56 • #3


Würde mich freuen, wenn sich jemand mit Erfahrungen mit Krankschreibungen, die über das Ende des Arbeitsvertrages hinausgehen, auskennt.

Nach meiner Arbeit weiß ich auch noch nicht genau, was ich mache. Ich bin im Moment nur bei einer privaten Heilpraktikerin in Behandlung und versuche mich mit MBSR. Mit meiner Therapeutin habe ich vor 4 Wochen beschlossen, meine Dosis Escitalopram von 10mg auf 5mg herabzusetzen. Das ging auch ohne Veränderungen bis diese Woche gut. Allerdings habe ich jetzt mit starken Beschwerden zu kämpfen wie Schlafprobleme, Müdigkeit, Zittern (was vor allem meine soziale Phobie verstärkt).

Lieben Gruß
Mak30

26.02.2019 17:04 • #4


schnapper
Welche Art von Erfahrungen? Finanziell, versicherungstechnisch, behandlungstechnisch, integrativ in neue Arbeit? Kenne mich gut aus mit Arbeitsrecht und durchaus auch Sozialrecht und dem ganzen drum und dran

29.03.2019 17:55 • #5




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