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Nate96

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Hallo ihr Lieben,

mir gehts grade wirklich schlecht und ich hab mega Panik. Ich habe schon seid ungefähr 6 Wochen ein Zucken im Augenlid. Mal ist es ein Tag da, dann 4 Tage nicht und manchmal kommt es dann zurück, wenn ich meine Augen ruckartig zukneife oder huste, niese usw. ich hab es nicht durchgängig.

Jetzt hab ich natürlich im Internet wieder sehr beunruhigende Sachen gelesen.

Es ist so, dass zu dem Zeitpunkt als das Zucken begann, auch starke Schmerzen an beiden Schläfen, Kiefer, und hinten Nackenbereich dazukamen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt viel Stress.

Diese Schmerzen sind eigentlich wieder weggegangen, nur manchmal noch bemerkbar. Ich dachte deswegen schonmal, dass vielleicht mit meinem Halswirbel was nicht stimmt.

Jetzt hab ich im Internet viel über MS gelesen und hab große Angst. Im Oktober hatte ich schonmal Augenschmerzen beim bewegen für 2 Wochen, aber ohne Sehstörungen. Diese Bewegungsschmerzen hatte ich aber schonmal, wo ich danach auch wegen anderen Gründen ein MRT hatte.
Da kam nichts raus.
Ich weiß nicht ob das jetzt beruhigend sein kann.

Ich mache mich grade einfach verrückt und habe große Angst.

Ich würde euch einfach gerne fragen was ihr darüber denkt.
Ich danke euch jetzt schon für eure Antworten.

10.06.2024 #1


23 Antworten ↓
GoodFriend

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Hä? Du hast keine MS Symptome. MS ist zwar von der Diagnostik her sehr schwammig, da die Symptomatik sehr variiert, trotzdem treten statistisch als häufigste Erstsymptome Empfindungsstörungen und Sehstörungen auf. Du kannst nicht einfach alle Symptome die im Verlauf (über Jahre oder Jahrzente) auftreten, anschauen und dann die, die zu deiner Symptomatik passen auf dich beziehen und daraus ableiten, dass du diese Krankheit hast. MS hat, wie viele chronische Krankheiten, viele Symptome, aber viele davon treten erst im späteren Verlauf auf. Das alles ergibt bei dir allein vom Verlauf überhaupt keinen Sinn. Man unterscheidet auch nicht umsonst zwischen Begleit- und Leitsymptomen. Hat man nur Begleitsymptome, aber nicht die Leitsymptome einer Krankheit, kann man diese Krankheit ausschließen. Du verstehst nicht wie schulmedizinische Diagnostik funktioniert, deshalb führen dich die Informationen die dir Google liefert auch immer wieder aufs neue zu katastrophalen Diagnosen, was in deinem Fall aber überhaupt keinen Sinn ergibt.

Muskelzuckungen selbst sind total harmlos. Ich habe mal gelesen, dass es mehr Menschen mit Muskelzuckungen gibt, als Menschen ohne. Bei deinem Augenliedzucken darfst du getrost davon ausgehen, dass vielleicht bei einem aus vielen tausenden mit Augenliedzucken, eine ernste Erkrankung dahinter steckt. Das ist wirklich so gut wie nie etwas (und schon gar nicht ALS).

Was du beschreibst lässt sich alles auf Stress, Ängste und Sorgen zurückführen und gerade Kiefer, Gesichts und Augenschmerzen haben ihren Ursprung super oft in Nackenverspannungen, welche du ja zu haben scheinst. Ich würde dir raten dich lieber um deine Hypochondrie zu kümmern, du entdeckst sonst vermutlich jeden Monat eine neue schlimme Krankheit an dir zwinkern

18.03.2022 02:15 • x 5 #6


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A


Zucken am Augenlid - kann es MS sein?

x 3


silverleaf

silverleaf
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Und nochmal zur Erklärung meiner Worte:

Es ist mir wirklich ein Bedürfnis, Dir zu helfen, denn ich habe leider schon viel zu oft bei viel zu vielen Mitpatienten miterlebt, wo ein solches Verhalten hinführt, wenn man es nicht angeht: Es kann dazu führen, dass Du im schlechtesten Fall ein Leben in Angst verbringen wirst, immer neue Krankheitsängste entwickeln wirst, immer abhängig davon bleiben wirst, Dir von anderen Menschen Rückversicherung und Trost zu holen, die aber nie lang genug anhalten werden, wenn das eigentliche Problem nicht behoben wird. Es ist ein Teufelskreis, der durchbrochen werden muss.

Du hast Schlimmes erlebt, keine Frage, das ist furchtbar und das tut mir aus vollem Herzen sehr leid für Dich, mein ehrliches Beileid für all das, was Du durchleben musstest!

Jetzt gibt es ein Problem in der Gegenwart: Du hast Symptome entwickelt, sehr wahrscheinlich als Reaktion auf all diese Erlebnisse in Deiner Vergangenheit, und diese Symptome verursachen Dir heute Leid.
Jetzt sollte man ein bisschen sortieren und auseinanderhalten: "Hier und Jetzt" und "Dort und Damals", Ursache und Wirkung/Symptom.

Jetzt schreibst Du selber, dass Du so sehr unter Deinen Krankheitsängsen leidest, dass Du so nicht weiterleben möchtest, sondern etwas ändern möchtest:
Zitat von Nate96:
Ich will es ja ändern, ich will so ja nicht leben.


Das Gute ist: Das kannst Du auch. Es ist möglich, die Angstspirale zu durchbrechen. Wenn man offen und ehrlich an seine Probleme herangeht und sich ihnen stellt. Das eigene Verhalten mit offenen Augen reflektiert und nicht davor wegläuft, wenn man konfrontiert wird, sondern hinsieht.
Verstehen, wie Die eigenen dysfunktionalen Verhaltensmuster funktionieren und aktiv daran arbeiten, diese zu durchbrechen. Die Ursachen der Probleme angehen und bearbeiten, nicht (oder weniger) die Symptome.
Akzeptieren, dass das, was manchmal kurzfristig hilfreich erscheint, langfristig schädlich sein kann.
Wie jetzt z.B. in Deinem Fall: Immer wieder mit Krankheitsängsten Leute um Unterstützung bitten und sich Trost und Unterstützung holen, was kurzfristig dazu führt, dass Du Linderung erfährt, es Dir besser geht und Du Dich für einen Moment besser fühlst. Aber langfristig führt das dazu, dass Dein Gehirn nur lernt, dass nur andere Leute einem die Ängste nehmen und Trost spenden können. Langfristig entwickeln sich so dysfunktionale Denk-und Verhaltensmuster, die dazu führen, dass dieses Verhalten immer und immer wieder wiederholt wird. Fast wie bei einer Abhängigkeit zu andern Dingen/Substanzen: Kurzzeitig geht es einem besser, aber nur so lange, bis man den nächsten "Schuss" braucht. So entsteht oft lebenslanges Leid und Abhängigkeit.
Wenn man aber stattdessen kurzfristig den Schmerz aushält, nicht zu bekommen, was man eigentlich möchte, kurzfristig mit der Frustration und der Enttäuschung einen Umgang findet, das geliebte "Suchtmittel"/die Aufmerksamkeit/den Trost nicht von anderen Menschen zu bekommen, wenn man mit einem irrationalen Krankheitssymptom kommt, kann das langfristig dazu führen, dass man lernt, dieses ungesunden Teufelskreis zu durchbrechen. Das Gehirn kann umlernen, kann lernen, dass nicht "Krankheit" notwendig ist, um sich umsorgt und verstanden zu fühlen. Es lernt andernfalls sogar im schlechtesten Fall noch, dass "Krankheit" sich lohnt. Warum sollte es dann damit aufhören?

Das ist einer der Gründe, warum Therapeuten so sehr darauf achten, jegliches Rückversicherungsverhalten bei Patienten zu unterbinden. Und Patienten wegschicken und eben nicht "versorgen", wenn diese dysfunktionales Verhalten zeigen.

Denn es verhindert oftmals, dass man sein eigenes Leben so umgestaltet, dass dieses Verhalten irgendwann nicht mehr notwendig sein wird. Was in den meisten Fällen bedeutet: Therapie machen (oftmals Trauma-Therapie) und sein eigenes Leben aktiv in die Hand nehmen und umgestalten.

So lässt sich der Kreislauf durchbrechen.

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG Silver

19.03.2022 02:16 • x 4 #22


Zum Beitrag im Thema ↓


NaFu
Also was das Augenlid zucken angeht, das kommt in 99% der Fälle wirklich durch Stress oder Magnesiummangel. Meistens einfach Stress und Angespanntheit. Ich kann gar nicht mehr zahlen, wie oft ich dieses Zucken habe. Mal am oberen Augenlid, Mal unten und jetzt Grad wo ich drüber schreibe schon wieder Very Happy
Denke nicht, dass das in irgendeinem anderen Zusammenhang steht, hab ich auch noch nie von gehört, jenseits von Google. Und mit MS hat das auch nichts zu tun. Zumal das dann nicht Mal ein Tag da ist und wieder weg und wieder da und wieder weg Smile

Also ich würde Mal behaupten, da musst du dir echt keine Sorgen machen, auch wenn das immer leicht gesagt ist. Aber manchmal hilft es ja, zu lesen, das andere auch solche Beschwerden haben, wo nix hintersteckt.

x 5 #2


Nate96
@NaFu Super vielen Dank Hast mir wirklich weiter geholfen, danke das du dir die Zeit genommen hast

x 1 #3


N
Ich kann NaFu da auch zustimmen. Ich habe sehr sehr oft augenzucken, oder auch ab und an woanders. Oft in Phasen wo ich viel Stress, Angst habe. Das ist einfach zu erklären, denn der Körper schaltet bei angst ja in den Notfall Modus und verbraucht deutlich mehr mineralien. 😄
Supplementier mal Magnesium zu, dass hilft bestimmt.

x 1 #4


Nate96
@Nussî Vielen Dank für deine Antwort 😘 es ist immer schön Zuspruch zu kriegen von anderen, die diese Symptome auch manchmal haben 😅❤

x 1 #5


GoodFriend
Hä? Du hast keine MS Symptome. MS ist zwar von der Diagnostik her sehr schwammig, da die Symptomatik sehr variiert, trotzdem treten statistisch als häufigste Erstsymptome Empfindungsstörungen und Sehstörungen auf. Du kannst nicht einfach alle Symptome die im Verlauf (über Jahre oder Jahrzente) auftreten, anschauen und dann die, die zu deiner Symptomatik passen auf dich beziehen und daraus ableiten, dass du diese Krankheit hast. MS hat, wie viele chronische Krankheiten, viele Symptome, aber viele davon treten erst im späteren Verlauf auf. Das alles ergibt bei dir allein vom Verlauf überhaupt keinen Sinn. Man unterscheidet auch nicht umsonst zwischen Begleit- und Leitsymptomen. Hat man nur Begleitsymptome, aber nicht die Leitsymptome einer Krankheit, kann man diese Krankheit ausschließen. Du verstehst nicht wie schulmedizinische Diagnostik funktioniert, deshalb führen dich die Informationen die dir Google liefert auch immer wieder aufs neue zu katastrophalen Diagnosen, was in deinem Fall aber überhaupt keinen Sinn ergibt.

Muskelzuckungen selbst sind total harmlos. Ich habe mal gelesen, dass es mehr Menschen mit Muskelzuckungen gibt, als Menschen ohne. Bei deinem Augenliedzucken darfst du getrost davon ausgehen, dass vielleicht bei einem aus vielen tausenden mit Augenliedzucken, eine ernste Erkrankung dahinter steckt. Das ist wirklich so gut wie nie etwas (und schon gar nicht ALS).

Was du beschreibst lässt sich alles auf Stress, Ängste und Sorgen zurückführen und gerade Kiefer, Gesichts und Augenschmerzen haben ihren Ursprung super oft in Nackenverspannungen, welche du ja zu haben scheinst. Ich würde dir raten dich lieber um deine Hypochondrie zu kümmern, du entdeckst sonst vermutlich jeden Monat eine neue schlimme Krankheit an dir zwinkern

x 5 #6


Nate96
@GoodFriend

Hallo, vielen Dank für deine ermutigende und aufweckende Nachricht. Du hast ja vollkommen recht… ich kriege einfach jedes Mal wenn mein Augenlid zuckt wieder Panik. Wenn es dann mal still ist und paar Tage weg, dann beruhige ich mich wieder. Aber sobald es anfängt, kommen die Ängste. Ich werde mir das nächste Mal auf jeden Fall wieder eure Beiträge durchlesen, damit ich mich garnicht so sehr drauf fokussiere.
Meinst du denn grundsätzlich, dass das Augenzucken anhalten würde, wenn eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken würde? Und kann das sein, dass das alles von den Verspannungen kommt? Gibt es überhaupt Verspannungen die über mehrere Wochen andauern? Diese letzten Fragen einfach nochmal um das ganze Thema abzuschließen.

Ich wollte noch zu einem anderen Thema fragen, ob du evtl. eine Idee hättest, wie ich mir wegen der Hypochondrie helfen kann.

Ich bin mir darüber bewusst, dass ich krank bin also psychisch. Ich will mir auch Hilfe holen. Die Psychiater melden sich nicht zurück, kein Platz usw. Ich möchte einfach normal leben und mich nicht in jedes kleinste Detail reinsteigern.

danke nochmal wirklich vielmals, so Menschen wie du sind Goldwert. Ich brauche einfach manchmal jemanden der mir klipp und klar sagt das alles oke ist. Und ich finde es toll, wenn man wie du diesen Job übernimmt. Vielen vielen Dank

x 1 #7


E
Zitat von Nate96:
Und kann das sein, dass das alles von den Verspannungen kommt

Ich antwortete einfach mal . Ja ,kann es ,kriege das regelmäßig, wenn ich mal wieder meine, nachts die Zähne aufeinander zu pressen .
Zitat von Nate96:
Gibt es überhaupt Verspannungen die über mehrere Wochen andauern

Und auch da : oh ja . Frag mal meinen Nacken ^^

x 2 #8


Nate96
@kleinpübbels vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast mir gut zu zu sprechen 😘 liebe Grüße

x 1 #9


E
@Nate96 Grüße zurück ^^ und mach dir ned son Kopf. Mich überkommt das lidzucken auch öfter. Ausser das es nervt und beim schminken sehr hinderlich ist, ist es harmlos

#10


GoodFriend
@Nate96 versteh es bitte nicht falsch, aber ich kann über deine Symptome nur schmunzeln. Von allem was man so haben kann, zählt Augenliedzucken wirklich zu dem harmlosesten Zeug. Das ist wirklich nur ein "Komfortproblem".Selbst Blähungen würden mir da mehr zu denken geben 😅

Augenliedzucken könnte dein ganzes Leben anhalten und wäre nciht weiter schlimm. Es gibt da draußen Menschen die haben jahrelang Zuckungen am ganzen Körper und es ist harmlos, nennt sich benigne Faszikulationen. Es gibt chronische Verspannungen und viele Menschen plagen sich mit sowas ihr ganzes Leben rum. Gerade Verspannungen und Augenliedzucken haben eine sehr psychische Komponente. Würdest du einfach ruhig und gelassen reagieren und nicht so ein Wind machen, stünden die Chancen gut, dass sich das alles von selbst wieder legen würde, aber du hälst leider an diesen Dingen fest, indem du sie problematisierst, was deine eigentliche Krankheit ist (Hypochondrie eben). Hypochonder zu sein bedeutet nicht nur Krankheitsängste zu haben, sondern solche Leute entwickeln im Rahmen ihrer Ängste tatsächlich viele Symptome, bzw bestehende Symptome bleiben bestehen.

Es ist auch ehrlich gesagt keine gute Idee, sich von anderen Menschen abhängig zu machen. Man wird dir hier gerne helfen, aber dass du im Äußeren nach Hilfe suchen musst, ist Teil deines Problems. Du brauchst die Rückversicherung anderer Leute um deine Ängste zu regulieren, weil du kein Vertrauen in dich selbst und in deinen Körper hast. Indem du immer wieder nach Hilfe suchst, wird es langfristig nicht besser, sondern eher schlimmer werden. Der gängige Weg wäre wohl Verhaltenstherapie.

Ich würde dir raten, einfach immer wieder konsequent die Vorstellung das du diese oder jene Krankheit haben könntest, zuzulassen. Dann wird der Zwang darüber nachzudenken und mit Angst und Sorge zu reagieren nach und nach verschwinden.

x 4 #11


G
Hab das auch oft. Sogar auf der Zunge. :/

#12


Nate96
@GoodFriend hallo,
Ich nehme dir deine Worte natürlich nicht böse, du hast vollkommen recht. Ich denke mir auch manchmal Ohje, wenn ich mir einige Storys durchlese.

Das Problem ist, dass ich mir zwar über meine Angststörung bewusst bin,
Jedoch in so Panikmomentan nicht weiß damit umzugehen. Dann suche ich Zuflucht bei anderen. Ich weiß das sowas nervig ist.

ich danke dir auf jeden Fall für deine Worte, ich versuche nochmal bisschen Druck bei Psychologen zu machen um endlich einen Therapieplatz zu bekommen.

ich wünsche dir alles gute

#13


Nate96
@GiMaria dann haben das ja echt einige 😅 vielen Dank für deine Nachricht

#14


G
Zitat von Nate96:
@GiMaria dann haben das ja echt einige 😅 vielen Dank für deine Nachricht


Hab auch noch Schmerzen in den Füssen und Mühe beim Gehen. Das macht mir sehr grosse Sorgen.

#15


Nate96
@GiMaria Guck mal wir machen uns immer Sorgen. Wir dürfen uns darauf nicht so konzentrieren. Alles wird gut.

#16


silverleaf
Hallo Nate96,

ich habe selber MS und habe Dir aus genau diesem Grund bislang noch nicht geantwortet, einfach weil ich ziemlich baff war (sagen wir es mal so, um andere Worte zu vermeiden) über das, was Du geschrieben hast. Ich war @GoodFriend einfach nur dankbar, dass er ein paar Dinge auf den Punkt gebracht hat, hätte ich gestern geantwortet, wäre ich vermutlich übers Ziel hinausgeschossen.
Ich habe wirklich immer ein offenes Ohr für die MS-Ängste der Leute hier und habe auch schon häufiger auf entsprechende Threads von Usern geantwortet, aber es muss zumindest eine minimale Grundlage für diese Sorge geben. Du hast ja schon selber erkannt, dass es die bei Dir nicht gibt. Aber um MS geht es hier auch meiner Meinung nach gar nicht.

Nichts von dem, was ich jetzt schreibe, ist irgendwie böse oder vorwürflich gemeint, im Gegenteil, ich möchte Dir helfen, ich bin aber auch ein Freund offener Worte, wenn ein Problem quasi mit dem Zaunpfahl winkt. Und ich glaube auch, dass Du Hilfe brauchst, aber für ein ganz anderes Problem, wie einige User hier ja auch schon geschrieben haben.

Du hast Folgendes geschrieben:
Zitat von Nate96:
Ich brauche einfach manchmal jemanden der mir klipp und klar sagt das alles oke ist

Ich denke, Du brauchst einfach jemanden, der Dir Aufmerksamkeit schenkt. Darum wirst Du auch immer wieder Angst vor irgendwelchen "Symptomen" bekommen, weil es Dir eine Möglichkeit gibt, Fürsorge einzufordern. Es geht vermutlich um eine Art von sekundärem Krankheitsgewinn: Du ziehst also einen "Gewinn" aus tatsächlichen oder vermeintlichen Symptomen, Du bekommst Aufmerksamkeit von anderen Menschen. Das spielt sich oftmals unbewusst ab und ist auch, wie gesagt, nicht vorwürflich gemeint, aber es ist ein Verhalten, dass therapeutisch beleuchtet werden sollte, um der Wurzel dieses Verhaltens auf den Grund zu gehen, damit Du es abstellen kannst. Ansonsten wird es nicht aufhören, dass Du immer wieder "Angst" vor Symptomen bekommst und das auch kommunizierst.

Du scheinst das Problem ja ansatzweise auch bereits erkannt zu haben. Hier geht es meiner Meinung nach nicht um MS, hier geht es um Dein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Fürsorge von anderen Menschen, was Deine Antworten imho recht deutlich zeigen:
Zitat von Nate96:
danke das du dir die Zeit genommen hast

Zitat von Nate96:
es ist immer schön Zuspruch zu kriegen

Zitat von Nate96:
vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast mir gut zu zu sprechen

Das ist es, was Du eigentlich suchst.

Das ist nichts Schlimmes, es ist eher ein häufig anzutreffendes Symptom. Und dieses Symptom solltest Du therapeutisch bearbeiten.

Ich sehe das genauso wie @GoodFriend:
Zitat von GoodFriend:
Es ist auch ehrlich gesagt keine gute Idee, sich von anderen Menschen abhängig zu machen. Man wird dir hier gerne helfen, aber dass du im Äußeren nach Hilfe suchen musst, ist Teil deines Problems. Du brauchst die Rückversicherung anderer Leute um deine Ängste zu regulieren

Diese Art der Außenregulierung, der Rückversicherung, usw. ist eine Einbahnstraße, die Dich immer nur tiefer in Deine Symptome hineinführen wird.
Ich würde Dir einen Therapeuten wünschen, der Dir helfen kann, selber für Dich und Deine Bedürfnisse sorgen zu lernen. Verantwortung für Dich und Dein Leben zu übernehmen und Dich dabei nicht immer auf andere Menschen zu verlassen, dies für Dich zu tun.
Es ist, wie gesagt, kein selten anzutreffendes Symptom, und wenn Du offen damit umgehst, wird man Dir auch gut damit helfen können!

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG Silver

x 4 #17

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silverleaf
P.S.: Ein guter Startpunkt dafür kann auch sein, sich einfach mal ganz offen und ehrlich mit sich selber auseinanderzusetzen und einen ehrlichen Blick auf sein Leben zu werfen.
Was ist es, was mir wirklich im Leben fehlt? Was versuche ich durch diese "Symptome" zu erreichen und dadurch zu kompensieren?
Was muss ich an meinem Leben ändern, um glücklicher zu sein?
Auf den Punkt gebracht die Frage:
Was fehlt?

LG Silver

x 4 #18


Nate96
@silverleaf hallo, tut mir leid, wenn ich da übertrieben habe. Ich wollte niemanden damit beleidigen oder aufregen.
Meine Angst begann als mein kleiner Bruder einen Hirntumor hatte. Das war eine schlimme und traumatische Zeit. Das hat einfach Narben hinterlassen. Seitdem Steiger ich mich in Kleinigkeiten rein.

Ich will es ja ändern, ich will so ja nicht leben.

Ich möchte das Thema damit jetzt auch abschließen, weil ich einfach merke, dass ich damit für Aufregung gesorgt habe und das möchte ich nicht.


ich wünsche allen alles gute

#19


silverleaf
@Nate96,

Du hast leider nicht ganz verstanden, was ich Dir mit meinem Beitrag sagen wollte. Vielleicht liest Du ihn Dir einfach nochmal in Ruhe durch.
Niemand hat behauptet, Du hättest hier jemanden beleidigt, also versuche bitte, solche Sinnverdrehungen zu unterlassen und Leuten, die Dir nur helfen wollen, Worte in den Mund zu legen, sie so nie gesagt wurden, das ist nicht so ganz fair.
Es ging darum, ein dysfunktionales Muster aufzuzeigen, dass Dich in einem Verhaltensmuster hält, das Dir nicht guttut.

Also bitte nochmal genau und in Ruhe lesen, was hier eigentlich gesagt wurde und was nicht!

Denn auch Deine Reaktion hier entspringt genau diesem Muster: Du magst nicht konfrontiert werden, und wenn das jemand tut, dann reagierst Du mit einem kindlich-verletzten Verhalten, dass Dich wieder nur darauf ausgelegt ist, Trost und Verständnis zu bekommen und davon ablenkt, das eigentliche Problem anzugehen und die Eigenverantwortung angehen zu müssen. Du lenkst vom eigentlichen Thema ab, indem Du jetzt Argumente anführst und schwierige Geschichten erzählst, die sicherlich traurig sind, aber hier imho nur von dem aktuellen Problem ablenken.
Auch das ist eine sehr typische Reaktion von Leuten, die an einer Problematik wie Deiner leiden.

Alles Gute weiterhin!

x 3 #20


A


x 4


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Dr. Matthias Nagel
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