Ich glaube das Problem ist oft, dass wie Krankheitsängstler ( Hypochonder ist so abgedroschen) immer denken wir könnten etwas anderes haben als eine Angsstörung welcher Art auch immer. So ein Parkinsonpatient akzeptiert eben seine Diagnose und weiß ok wie lebe ich damit. Da wird nicht beim Zittern gedacht: hilfe was habe ich nur...der weiß das ist die Parkinson?
SO und deswegen ist auch bei einer Krankheitsangst die Lösung, was hier echt oft im Forum steht zu akzeptieren, dass es Angst ist. Also wenn man sich hat durchchecken lassen und es kam nichts raus un dman hat die Diagnose Angsstörung, dann muss man sich beim Schwindel, Herzrasen usw. immer wieder sagen: es ist die Angst! Auch wenn man anfängt zu denken....hilfe kriege ich wieder einen Schlaganfall....dann auch sagen ok da ist die Krankheitsangst wieder...die Dinge beim Namen benennen, bis der Verstand es versteht. Ich hatte starke Herzangst, nun wache ich auf, Herz rast, ich sage mir; ist nur die Angst drehe mich um und schlafe weiter. Es ging nicht von heute auf morgen aber in paar Monaten kann man den dreh raus haben. Die Angst erkennen, anerkennen, akzeptieren, entlarven als das was sie ist: unangenehm aber nicht gefährlich.
Hatte mal ein Interview mit einem Professor für Psychologie aus der Angstforschung gesehen, er meinte Angstpatienten geben an stärker zu leiden als Patienten im Krebsendstadium.
Also nur MUT! Ich fahre gleich eine Stunde mit dem Zug und dann noch Straßenbahn und bin ganz nervös.Das hatte ich in den letzten Monaten vor lauter Angst und Symptome nicht mehr gemacht. Morgen auch, da treffe ich mich mit Freunden, wir gehen essen und wahren mit dem Aufzug sehr hoch um über die Stadt zu schauen...um die zu treffen muss ich auch mit dem ICE fahren. Ich frage mich wie es werden wird, aber ich will es machen! Ich mache es, ich ziehe es durch, auch mit Symptomen...
Arbeiten kann ich im Moment übrigens noch nicht und frage mich ob ich in den Bereich zurück kann, weil es eben viel um Krankheit geht und ich sehr oft mit den Klienten bei Ärzten und Kliniken bin und na ja wenn ich mich hier heraus gearbeitet habe dann ist so ein Bereich vielleicht nicht der Richtige zumal ich auch Klienten mit Angst und Panik habe....

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Ja das verlassen der Angst ist ARBEIT ob mit Medis oder ohne. Da kommt man nicht drumrum. Aber in gegensetz zur MS und co. kann man sich da herausarbeiten und gut damit zurecht kommen.