@amyg.Dala Ich habe eben aufmerksam deinen Beitrag aus 2013 gelesen und muss sagen: Das könnte in weiten Teilen auch von mir geschrieben worden sein. Das macht den Austausch für mich noch interessanter

Ja mir ist klar, dass ich einen größeren psychischen Anteil an meiner Problematik habe, leider aber auch einen organischen (nach heutigem Wissen zumindest mal vorübergehend) in Form der Rhythmusstörungen.
Zu deiner Frage: Ansprechpartner habe ich einige. Der Hausarzt ist ganz brauchbar, wenn er auch nicht zu tief in den Fachthemen drin ist. Aber er schreibt mir Überweisungen soweit sinnvoll und unterstütz dahingehend sehr gut. Für mein Rhythmusstörungen habe ich einen guten Kardiologen, der mich regelmäßig untersucht. Meine Therapeutin ist wie bereits beschrieben auf VT spezialisiert.
Ich hatte gelesen, dass du auch mit Extrasystolen bzw. Helzstoplerern zu kämpfen hattest. Darf ich dir mal meine Symptome und deren Entwicklung schildern. Eventuell erkennst du parallelen bzw. kannst mir Tipps geben: Die Herzproblematik begann ja Anfang des Jahres. Klar hatte ich in den ersten Tagen nach dem ersten meiner 7 Anfälle dann einen starken Fokus auf mein Herz. Habe es oft schlagen spüren, dachte oft es wäre unregelmäßig, auch wenn es das in dem Moment dann nicht war. Das hat sich dann relativ schnell gelegt. Und kam bei den nächsten Anfällen auch nicht mehr so stark zurück. Dann kamen aber weitere Sorgen hinzu im Laufe des Jahres und zwischenzeitlich hatte ich dieses nervöse Hochschrecken und Zucken im Schlaf. Ich bin immer in der Übergsngsphase zum Schlaf zusammengezuckt und mein Organismus hat plötzlich von 0 auf 100 geschaltet, also Herzschlag erhöht, plötzlich hellwach und eben das zucken entweder einzelner Extremitäten oder des ganzen Körpers. Das hat mich ne ziemliche Weile sehr genervt. Ich bin dann schließlich so damit umgegangen, dass ich es auf die seelisch Anspannung geschoben hab und es akzeptiert hab in der Erwartung, dass es nach einiger Zeit und besserer Entspannung wieder verschwindet. Dem war dann auch so. Zumindest zwischenzeitlich.
Bis es vor kurzem (wieder in einer Hochphase der emotionalen Anspannung) wieder kam. Dann habe ich leider den Fehler gemacht, zu recherchieren und habe glaube sogar hier im Forum gelesen, dass jemand anderer das auch hat und das bei ihm sogar im Wachzustand auftritt. Bis dahin war mir nicht klar, dass das möglich wäre so ganz normal im Wachzustand diese Erschrecker mit den erwähnten Symptomen zu haben. Was dann kam, kannst du dir sicher schon denken... plötzlich ging es bei mir auch im Wachzustand los. Es fühlt sich an wie ein Stocken des Herzens und ein Adrenalinschub der 5 sekunden lang den körper on beschlag nimmt. Wenn ich abgelenkt bin (Büro, Ausgehen mit der Frau) oder so passiert es nicht. Aber im Home Office oder Abend auf der Couch... es nervt unendlich.
Die große Sorge nun: Es ist doch wieder was neues mit meinem Herz, eine fortschreitende Krankheit wurde übersehen und zeigt sich jetzt usw.... Ich habe schon versucht es mit meinem Smartwatch EKG einzufangen, aber das ist mir bislang nicht gelungen.
Nun die Frage: Kommt dir das bekannt vor und wie werde ich es schnellstmöglich wieder los? Hat es sich bei dir ähnlich angefühlt? Und wie schaffe ich es nicht immer mehr solcher Themen einzusammeln?
Sorry langer Text und viele Fragen...
