Hey

ich (42) klinke mich hier mal mit ein.
Ich habe langem Probleme mit meinem Zyklus. Habe dann angefangen alles aufzuschreiben, weil mir niemand glaubte, dass das eben zyklusbedingt ein Muster ergibt und das Ganze meiner Meinung nach hormonell ist.
Meine Beschwerden reichen von typischen Hitzeschüben zu trockenen Schleimhäuten (Mund, vaginal, Augen), gereizt, panisch, vergesslich, Stimmungsschwankungen ohne Ende, Depri-Phasen, Gelenk- und Muskelschmerzen. Das Gefühl, der innerlichen Unruhe. Komme phasenweise einfach nicht mehr richtig runter. Mein Nervensystem ist eine Vollkatastrophe. Habe das Gefühl, dass mir einfach alles zu viel wird und mag oft keine sozialen Kontakte mehr, weil mich das nur noch mehr Stresst und ich einfach so viele Ruhephasen brauche. Bin nicht mehr so belastbar, plötzlich nur noch erschöpft und kraftlos und bin auch infektanfälliger.
Habe jetzt eine Ärztin gefunden, die mich Ernst nimmt.
Sie meinte direkt, dass das stark nach Prämenopause klingt und es wurden Blutwerte genommen und der Hormonstatus gecheckt. Blutwerte alle top. Eisenspeicher könnte etwas höher sein und VitB ist an der unteren Grenze, aber sonst alles gut. Die Hormone dagegen sind total verschoben... zusammen mit einer anderen Ärztin (Hormonspezialistin) in der gleichen Praxis wurde dann vorgeschlagen, dass ich erstmal schauen muss, dass mein Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht kommt. Nehme jetzt seit vier Tagen Gynokadin (je ein Hub morgens und abends) und 100mg Progestan.
Ich habe schnell festgestellt, dass abend die zeitgleiche Einnahme von Gynokadin und Progestan nicht gut für mich ist und nehme die beiden jetzt zeitversetzt. Gynokadin abends und Progestan wirklich direkt unmittelbar vor dem Schlafen.
Trotzdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass mein Körper nicht einfach 'umswitchen' kann. Bei vielen lese oder höre ich, dass da keinerlei Nebenwirkungen auftreten.
Ich fühl mich dagegen oft sehr benommen. Schlafen kann ich gut, aber ich wache auf uns fühl mich wie neben mir.
Nach Rücksprache mit meiner Ärztin sei das bei so einem riesigen Ungleichgewicht wohl normal, dass der Körper Zeit zur Anpassung bleibt.
Ich habe in den letzten Jahren hormonell soviel mitgemacht, dass ich da aber leider etwas naiv rangegangen bin und einfach gehofft habe, dass es besser wird. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen... mich frustriert das. Ich habe aktuell das Gefühl als würde das nie besser werden. Als wenn es jetzt nur 'ander schlimm' wird...
Und dann lese ich den Beipackzettel von Gynokadin und bin erstmal geschockt... ich dachte immer, bioidentische Hormone seien nicht so gefährlicn wie zB die Pille...
Ich nehme beides jetzt mal weiter bis ich Ende kommender Woche nochnal ein Gespräch mit neiner Ärztin gabe. Sie will engmaschig wissen, wie es mir geht.