✔ Empfohlene Antwort
Um dir etwas Angst zu nehmen... Herzgesunde Menschen sterben nicht so einfach an Vorhofflimmern. Im Alter steigt zwar die Gefahr eines Blutgerinnsels infolge von Vorhofflimmern, was zum Schlaganfall führen kann, aber auch hierfür bist du noch viel zu jung.
Du kannst tatsächlich einfach Pech haben. Entschuldige für die Ausdrucksweise, aber anders kann man es leider dann auch nicht bezeichnen. Du bist in einem Alter, in dem sich das Herz gerade umstellt. Bei manchen fängt dann tatsächlich an die Elektrik zu spinnen. Und es ist so wie dir bereits gesagt wurde: wenn das Vorhofflimmern immer wieder kommt, sollte man über eine Katheterablation nachdenken. Diese garantiert vlt nicht ein vollständiges Verschwinden (bei einigen klappt es allerdings), aber die Anzahl der Anfälle wird oft stark reduziert.
Was du machen kannst:
1) ab zum Kardiologen und Meinung einholen.
2) BB nehmen, die den Puls konstant niedrig halten (kann bei deiner Angststörung allerdings auch nach hinten losgehen und sollte sorgfältig abgewogen werden)
3) Finger weg vom Alk. Egal ob ein Glas Rotwein oder drei. Gestresste Menschen sollten auf Alk. verzichten. Dieser belastet den Organismus zusätzlich. Dasselbe gilt für Koffein und für zuckerhaltige Nahrung.
4) Den eigenen Lebensstil ändern (Stressabbau). Das klingt zwar wieder abgedroschen, ist aber leider Tatsache. Angststörungen, also Stress, kann im ungünstigsten Fall tatsächlich Vorhofflimmern begünstigen. Wenn dann noch Alk. ins Spiel kommt, schlägt das Herz gern mal Purzelbäume. Bei drei Kindern musst du dir auch entsprechend Entlastung schaffen. Jeder Mensch würde irgendwann am Rad drehen, wenn er unter Dauerstrom stehen würde.
5) Ausreichend Wasser trinken können. Eine Verschiebung des Elektrolytehaushalts belastet den Körper auch hier wieder zusätzlich, wenn man eh schon gestresst ist.
6) Wegen deiner Hypochondrie solltest du tatsächlich mal über therapeutische Hilfe nachdenken. Gesund ist so ein Zustand auf Dauer nie. Je länger du mit Hilfe wartest, umso langwieriger ist dann auch der Genesungsprozess, da sich bei diesen Störungen nachweislich die Stress-Hormonachse verschiebt. Anders ausgedrückt, der Körper verlernt ab einen gewissen Zeitpunkt sich zu entspannen. Ein Antidepressivum könnte zusätzlich helfen.
Möglicherweise ist bei deinem Vorhofflimmern wirklich alles zusammengekommen. Wenn du aber als herzgesund eingestuft wirst, hast du bei stressbedingtem Vorhofflimmern wirklich so Einiges selbst in der Hand.
04.08.2018 19:12 •
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