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Luki2882
Huhu!

Wer kennts?

Klingt wahrscheinlich bescheuert, aber kennt Ihr das, dass es Euch auf unerklärliche Weise kurzzeitig "besser" geht und Ihr das aber nicht "glauben" könnt, weil es irgendwie in dem Moment einfach keinen "Sinn" macht?

Und DAS dann noch mehr Angst macht!?

Ist schwer zu beschreiben.

18.11.2021 14:57 • 25.11.2021 #1


10 Antworten ↓


Darth_Vader
Luke, die Furcht ist stark in dir. Lerne sie zu beherrschen, mache sie zu deinem Verbündeten, dann wirst du unfassbar mächtig werden.

Ja, ich kenne diesen Zustand. Wie ein kleiner Vogel der zeitlebens in einem Käfig saß und mit der Freiheit die ihm geschenkt wurde, nichts anzufangen weiß. Nicht zuletzt die Angst, dass das bisschen Normalität schon im nächsten Moment wieder verloren gehen könnte, schafft eine neue Angst.

18.11.2021 15:26 • x 1 #2



Unbehagen wegen plötzlicher "Normalität"

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Luki2882
@Darth_Vader Ganz genau so! Gut beschrieben..

18.11.2021 15:27 • x 1 #3


kosta
Ja kenne ich. Leider sind das nur kurze Momente und die machen wirklich Angst. Man erwartet dann das es einem langsam wieder schlechter geht.
Quasi wieder in den "Normalzustand "
Die Erinnerung an den schönen Moment bleibt im Gedächtnis.

19.11.2021 02:11 • x 1 #4


moo
Nicht umsonst erfüllen Ängste u. a. eine kompensatorische Funktion.

19.11.2021 17:34 • #5


Chingachgook
Zitat von Darth_Vader:
Wie ein kleiner Vogel der zeitlebens in einem Käfig saß und mit der Freiheit die ihm geschenkt wurde, nichts anzufangen weiß.

Das erinnert mich an eine Geschichte, die Bernhard Grzimek mal erzählt hat. Er leitete ein Projekt, bei dem wild gefangene Schimpansen auf eine Insel in einem afrikanischen See verbracht werden sollten, um sie dort anzusiedeln.
Man wollte das Verhalten der Affenhorde unter diesen Bedingungen studieren. Die Schimpansen wurden in schwer gesichterten Käfigen transportiert, da sie sehr wehrhaft und gefährlich sein können.
Die Käfige wurden nach der Anlandung auf den Strand gestellt und die Zoologen brachten sich in Sicherheit, weil sie damit rechneten, dass die intelligenten Affen nach dem Öffnen der Käfige sofort herausstürmen würden. Aus dem Gefängnis in die Freiheit quasi.
Das Gegenteil war der Fall. Die Schimpansen blieben beharrlich in ihren Käfigen, wagten sich nur kurz hinaus, gingen immer wieder zurück. Die Käfige waren unbequem, aber vertraut.
Es dauerte ewig, bis sie sich die Affen in die Freiheit wagten.

19.11.2021 18:00 • x 5 #6


Darth_Vader
Zitat von Chingachgook:
Das erinnert mich an eine Geschichte, die Bernhard Grzimek mal erzählt hat. Er leitete ein Projekt, bei dem wild gefangene Schimpansen auf eine ...

Danke, dass du das mit uns geteilt hast. Sehr aufschlussreich!

Gestern 02:17 • #7


fearhunter
Hey meine Lieben,

dazu kann ich euch nur sagen, dass Emotionen stets in Eigenregie erzeugt werden.

Hat man ständig Angst ist der bewusste Modus sich mit den eigenen Gedanken runter zu drücken und in ein Gefängnis der immer kleiner werdenden Komfortzone zu sperren. Fühlen wir uns dann kurzzeitig gut, kann das aus heiterem Himmel durch ein unbewusst (automatisch) ablaufenden Hirnprozess erzeugt werden. Dafür gibt es scheinbar keinen Grund, aber ein äußeres Ereignis hat so starken Einfluss, dass wir uns direkt kurz gut fühlen, bis...

Bis wir uns wieder lange genug in der negativen Gedankenspirale gedreht habe, die viel vertrauter und gewohnter ist, dass wir uns dann letztenendlich zwangsläufig wieder mies fühlen werden. Natürlich wird das dann so wahrgenommen, als ob die gerade gut erlebten Gefühl noch mehr Angst machen - nein wir sind auf dem besten Weg uns wieder in unsere vertrauten Emotionen zu steuern - unsere Lieblingsgeschmacksrichtung (die jeder Mensch hat), wenn man so will.

Genießt die Freiheit so gut es geht...

Alles Liebe,
Martin

Gestern 11:33 • x 2 #8


Darth_Vader
Zitat von fearhunter:
Hey meine Lieben, dazu kann ich euch nur sagen, dass Emotionen stets in Eigenregie erzeugt werden. Hat man ständig Angst ist der bewusste Modus sich ...

Bist du Psychologe?

Gestern 15:01 • x 1 #9


fearhunter
Ja, ich bin seit über 5 Jahren als praktischer Psychologe und Coach tätig und habe vor kurzem (Oktober) ein Unternehmen gegründet, das sich auf die Erstellung von psychologischen Contents spezialisiert hat. Steckt alles noch ein wenig in den Kinderschuhen, aber ich bin guter Dinge, dass das ein erfolgreiches Projekt wird.

Alles Liebe,
Martin

Vor 8 Stunden • x 2 #10


Wenn man sich lange genug mit diversen diffusen Symptomen beschäftigt hat, fällt es schwer, dem Körper wieder zu vertrauen, dann kommen in der Tat so Gedanken wie "Heute habe ich gar nichts ... da kann irgendwas nicht stimmen"
Das zeigt, dass du zu lange im Symptombeobachtngssumpf warst ... Nach Erschütterungen braucht es einfach Zeit, bis man dem Körper wieder vertrauen kann...
aber: ein symptomfreier, gesunder Körper ist kein Anlass zur Besorgnis, sondern durchaus möglich im Leben.

Gerade eben • #11



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