Zitat von Emelieerdbeer:Ich frag mich dann ganz oft, auch wenn wir hier von erwachsenen Menschen sprechen, haben eure Eltern euch nicht beigebracht sich dür schwächere einzusetzen? Haben sie euch nicht beigebracht dem Kind das auf dem Schulweg verprügelt wird zu helfen? Zu Teilen, zu Unterstützen bei denen wo es notwendig ist? Habt ihr alle kein soziales Gewissen? Wo ist das geblieben, wann ist es euch verloren gegangen?
Der Beitrag ging zwar nicht an mich,aber mir ist etwas dazu durch den Kopf gegangen was mir in dem Zusammenhang oft durch den Kopf geht,wenn ich solche Beiträge lese.
Für Schwächere einsetzen ja.Teilen ja.Unterstützen ja.Helfen,wenn man kann und es nötig ist,ja.
Bei einem Unfall ist Erstversorgung selbstverständlich und Pflicht-und dennoch ist die oberste Regel,dass man sich selbst nicht in Gefahr zu bringen hat.Was die aktuelle Situation angeht:Ich trage Maske,um andere zu schützen und das obwohl ich Panikattacken habe.Es gibt aber Menschen,die vom Masken-Tragen befreit sind und Kinder unter ich glaube 6 müssen sowieso keine tragen-und bumm,da sind die ersten Lücken,die aber mich in Gefahr bringen.
Ich verstehe Deine Sorge,und Deine Ängste,aber wenn man nichts mehr hat,das man noch geben kann,dann blutet man einfach aus.Es mag Menschen geben,die in Deine Annschauung rein gehören,aber nicht jeder,der sagt:
"Hey!
Leute,die nicht zur Risikogruppe gehören,sind auch noch da.Wir haben auch ein Leben,wir haben Verantwortung.Wir haben vielleicht andere Ängste,Sorgen.Wir haben Kinder,wir sind wegen anderen Krankheiten in Behandlung,aber die werden ausgesetzt.Die Kinder können nicht in die Schule oder in die Kita.Wir sind überlastet.Wir haben Angst um unseren Job oder haben gar keinen mehr,die Unterstützungen kamen bisher nicht oder reichen nicht aus.Wir haben Angst unseren Kindern keine sichere Zukunft bieten zu können.Unsere Firmen gehen kaputt,weil keiner kaufen kann.Bitte denkt auch an uns!Wir werden zu Hause bedroht und wissen nicht wohin,ist ja ohnehin alles übervoll,aber wir können nicht mal zu Freunden und da untertauchen."
ist gleich dissozial oder sowas.
Während also Du-und ichmeine das nicht als Vorwurf-möchtest,dass man Dich vor Ansteckung schützt-frag ich mich:
Kannst Du denn andere davor schützen arbeitslos zu werden?Kannst Du andere davor schützen überfordert zu sein,weil ihnen die Beschäftigungsideen mit den Kindern ausgehen?Kannst Du andere davor schützen,dass ihre Behandlungen nicht unterbrochen werden,obwohl die genauso wichtig sind?Kannst Du andere vor dem finaziellen Ruin schützen?Vor seelischen Schäden?
Da liegt nämlich meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer:
Es wird nur eine Seite betrachtet.Nur eine,häufig die eigene.
Ich sage nicht,dass Du ja leicht haben müsstest,denn das hast Du bestimmt nicht.Ich sage auch nicht,dass es ja leicht ist sich zu isolieren,gerade wenn Mann udn Kinder alles sind was man hat.Aber es gibt Menschen,die haben zB nur ihre Job.Es gibt Menschen,die haben keinen Mann,keine Kinder.Man kann es von so vielen Seiten btrachten,denn natürlich gibt es auch Menschen,die das alles gar nicht stört,wiel sie entweder keine Freund ehaben,keine Hobbies oder Jobs oder sontiges,aber viele wollen aktiv am Leben teilnehmen-genau wie Du.
Mir gehen übrigens alltägliche Dinge durch den Kopf,Kleinigkeiten,kein exzessives Shopping oder sowas.Kleinigkeiten.
Ich selbst trage Maske,ich halte Abstand.Aber ich möchte gerne wieder in den Tierpark gehen,weil mir Tiere manchmal ganz gut tun,für meine eigene Gesundheit,denn die ist wichtig.Ich möchte gerne wieder in eine Bibliothek,weil ich die Stille mag und trotzdem unter Menschen bin.
Also frag ich mich:
Ich schütze die anderen davor,dass sie nicht krank werden,aber schützen mich,die ich schütze,auch vor irgendwas?Nicht zwangsläufig,denn manche derer,die man der Risikogruppe zuordnen könnte,tragen nicht mal ne Maske.Andere sprechen sehr leise,ich höre schlechter,wenn die was wollen muss ich unter dem Radius 1,5m an die Menschen heran treten,bzw.tun sie es von sich aus,wenn sie selbst schlechter hören.
Wer,von denen,die ich schütze,schützt mich davor,dass es mir seelishc nicht noch schlechter geht?Dass meine Therapien nicht ausbleiben?Ich trau mich nicht zum Arzt zu gehen aus Angst mich mit dem Virus anzustecken-aber auch nur Angst vor Isolationshaft=Quarantäne,nicht vor dem Virus selbst.Klar könnte man sagen,dass es ja meine eigene Schuld sei,wenn ich nicht zum Arzt gehe,aber verstehst Du,was es mental mit Menschen macht,die eh schon psychische Krankheiten haben und schlecht oder gar nicht mehr klar kommen in der Welt und wenn denen dann auch noch das bisschen was sie für sich selbst brauchen um halbwegs klar zu kommen,genommen wird?
Was kann ich für Menschen tun,die wie Du zur Riskogruppe zählen:
Mich fernhalten,Maske tragen,auch wenn ich zB jetzt grad denke "Ich würde Dich gerne einfach umarmen,weil ich mir vorstellen kann,dass es nicht einfach für Dich ist mit der Angst vor Ansteckung zu leben."
Mein Papa würde,wäre er noch da,auch zur Risikogruppe zählen und ich würde alles und jeden von ihm fernhalten damit er nicht krank wird..Menschen gehen aber auch ein,wenn sie keine sozialen Kontakte haben.
Da scheiden sich die Geister.
Wie bereits gesagt,ich bin ehrenamtlich in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche tätig.
Die derzeit jüngste hat vorgestern zu mir gesagt "Warum kann denn das Gesundheitsamt nicht sagen,dass wir Kinder wenigstens wieder in die Schule gehen können?"
Was den Kinder fehlt,ist der soziale Kontakt zu anderen,gleichaltrigen und nicht ausschließlich den zur Familie.Sie ist von ihrer Schwester häufig nur noch genervt,klar,kann man ja nicht verübeln.Geht vielen so.
Jugendliche bangen um ihre berufliche Zukunft.Ausbildung und alles.
Überall sind Ängste,überall,aber letzendlich sind es doch Kinder,Jugendliche,junge Erwachsene und Erwachsene,die nicht zur Risikogruppe gehören,die letzendlich dafür sorgen,dass das System läuft.Nicht alleine nur das wirtschaftliche sondern das gesamte.Es gibt zB Menschen,die nie Besuch bekommen-und sich wie Bolle über welchen freuen.Kinder,die so keine Freunde haben und froh sind,wenn sie mit anderen spielen können.
Gesellschaft ist ein System aus mehreren kleineren Bereichen,aber betrachtet wird aber derzeit nur eine Seite-und das ist genauso rücksichtslos oder unverantwortlich.
Und ich betone es noch mal:
Ich verstehe Dich,vielleicht besser als Du aufgrund meiner Meinung vermutest,aber wenn man nichts mehr hat,dann blutet man einfach aus.
Was mich selbst,abschließend gesagt,angeht:
Ich schütze Dich und andere Menschen,die zur Risikogruppe zählen,mit Abstand und Maske,aber mir geht es selbst sehr schlecht,aber für mich tut keiner etwas,das muss ich selbst machen,aber ich kann es nicht,weil mir die wenigen Möglichkeiten dazu (Bibliothek,Tierpark,Therapien) genommen worden sind um mich fürn Moment gut zu fühlen.Ich gehe eigentlich auch gerne wandern in anderen Gegenden,aber auch das ist abgeraten worden.So hab ich also mein Ehrenamt,das,egal wie schön es ist und wie gerne ich es mache,trotzdem wahnsinnig anstrengend ist und Kräfte zehrt und mir das bisschen Energie auch noch nimmt.
Warum ich es mache?Weil ich anderen damit helfe,andere unterstütze,für mich selbst bleibt am Ende davon das wenigste,was hat es also von dissozialem Verhalten/Meinungen,wenn ich mir wünsche statt abends häufig da zu sitzen und zu weinen,zu sagen "OKay,ich geh jetzt zu meiner Schwester auch wenn ihr Freund grad da ist,aber ich frag trotzdem,ob ich vorbei kommen kann,denn es stört sie nicht."?
Was hat es von dissozialem Verhalten,wenn ich mir bei meinen Bemühungen für die Gesellschaft wünsche,auch etwas für mich selbst zu tun zu dürfen,für meine Gesundheit,indem ich sage "Ach ich fühl mich nicht gut,ich geh mal in den Tierpark."
Was ist daran so schlimm?Doch nichts-und trotzdem alles,weil es in der heutigen Gesellschaft verwerflich ist auch an sich zu denken,owbohl viele nicht begreifen,dass Gesellschaft nur funktioniert,wenn es
allen gut geht oder zumindest alle die Chance haben dafür zu sorgen,dass sie weiterhin existieren können-in welcher Form auch immer,denn wichtig ist jedes Leben udn jede Form von Gesundheit.
Zitat von Emelieerdbeer:Ich frage mich wann diese Eigenschaft so vielen Erwachsenen verloren gegangen ist.
Erwachsene müssen in jeder Hinsicht sorgen,für sich selbst und für andere.Kinder müssen das nicht,sie können es und ihnen gestattet man auch,dass in dem Rahmen zu tun,in dem sie dazu in der Lage sind.
Wieso hat man gleiches Verständnis nicht auch für Erwachsene?
Liebe Grüße und entschuldigt für den langen Text,
Unruhe_in_Person