Zitat von Sydaemeni:Und dann kamen sie mir mit "wer weiß wie lange sie noch da is und sir hat die urenkelin kaum gesehen"...
Das sehe ich tatsächlich auch so. Mein Vater ist 90, meine Tochter und ich versorgen ihn und wir passen gut auf ihn auf, aber wir ermöglichen ihm alles, was er sich wünscht. Dazu gehört, dass er seinen Urenkel regelmäßig sieht.
Meine Tochter und ihr Mann arbeiten mit permanentem Menschenkontakt, ich selbst als Lehrerin ebenfalls. Und der Kleine ist 5. Wir Erwachsen tragen konsequent Maske, der Kleine aber nicht, weil ihn der Uropa damit nicht gut genug versteht. Außerdem will er sein Gesicht sehen.
Wir verlegen viel ins Freie, aber wenn die beiden miteinander Rommee oder Schach spielen wollen, tun sie das auch drin. Mein Vater ist Schach-Großmeister, hat mir und meiner Tochter das Spielen beigebracht und nun beschreibt er es als seine letzte große Aufgabe, das Spiel auch seinen Urenkel zu lehren.
Wir haben anfangs echt gerungen, aber dann beschlossen, dass sein Wille über jeder Fürsorge stehen muss. An irgendetwas wird er in absehbarer Zeit sterben, und die soll er mit dem füllen, was ihm lieb und wichtig ist.
Gerade sind wir sehr dankbar, dass er noch alleine lebt, und wir nicht irgendwelchen Heimvorschriften unterworfen sind.