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alca
Hallo meine Lieben,
nachdem mein Anliegen hier in einer anderen Kategorie völlig ignoriert wurde...versuche ich es noch mal hier

wer kennt das? Beziehungsprobleme, Angst vor der Zukunft, Angst nicht zu wissen was man tun soll, Angst alleine zu sein, das alles nicht mehr stemmen zu können, sich in der neuen Heimat überhaupt nicht wohlfühlt...

Folgen: Ständig krank, immer wieder erkältet. Druck auf der Brust, hin und wieder wie ein Brennen in der Luftröhre, stechen in der Brust, beim tief einatmen leichtes "zwicken".

Sind diese Symptome eine Folge meiner Psychischen Belastung? Ich renne von Arzt zu Arzt, nie wird was gefunden?! Am Donnerstag muss ich zum Lungenfacharzt eben wegen dem komischen Brennen und dem Druck auf der Brust. Da ich auch noch unheimliche Krankheitsangst habe (in dem Fall vor Lungenkrebs) macht es das nicht leichter.

Bitte helft mir - wie sind eure Erfahrungen?
Danke

26.08.2014 14:22 • 27.08.2014 #1


13 Antworten ↓


HeikoEN
Schau in die Foren hier...

Diese sind voll von Beschreibungen wie Deiner.

Ebenso die Symptombeschreibungen. Und ja, die Symptome sind nicht umsonst da.

Was ist denn Deine "psychische Belastung"? Was meinst Du damit? Gibt es ein Ereignis, womit diese zu erklären wären? Wenn ja, raus damit

26.08.2014 14:25 • #2



Symptome und Folgen einer Angststörung

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alca
Die Dinge die mich belasten sind oben beschrieben. Ich wohne in einer neuen Stadt, fühle mich nicht wohl dort, habe Angst vor der Zukunft wie es weitergehen soll, da ich ja alles was ich hatte aufgegeben hatte, in finanzielle Schwierigkeiten gekommen bin, Beziehungsprobelem habe die sehr auf meine Psyche drücken. Ich fühle mich alleine, habe Angst das alles nicht mehr zu schaffen, habe Schulden,... Dazu kommen die ständigen Symptome, bin nie wirklich "gesund", was noch oben drauf kommt und mich sehr belastet. Ständige Angst dann auch noch an einer schlimmen Krankheit zu erkranken - aktuell eben die Angst vor Lungenkrebs...

26.08.2014 14:42 • #3


HeikoEN
Zitat von alca:
Die Dinge die mich belasten sind oben beschrieben.

Nein.

Zitat von alca:
Ich wohne in einer neuen Stadt, fühle mich nicht wohl dort, habe Angst vor der Zukunft wie es weitergehen soll, da ich ja alles was ich hatte aufgegeben hatte, in finanzielle Schwierigkeiten gekommen bin, Beziehungsprobelem habe die sehr auf meine Psyche drücken. Ich fühle mich alleine, habe Angst das alles nicht mehr zu schaffen, habe Schulden,

Nein, das sind alles KEINE Gründe.

Das sind alles Symptombeschreibungen.

Du solltest nicht aufhören auf der halben Strecke nachzudenken, vielmehr zu -fühlen, was diese Ängste denn für Ursachen haben könnten. Denn genau DORT fängt die Erkenntnisreise dann an.

Angst vor der Zukunft ist keine Ursache oder Grund für Ängste. Du musst dich fragen, was dich so ängstlich vor der Zukunft sein lässt und das wiederum möglichst NICHT-kognitiv. Also nicht was Dein Verstand für Antworten (denn die kennen wir schon!) darauf gibt, sondern sozusagen Dein Bauch.

Denn auf die Gefühle kommt es an, denn diese machen auch Deine Ängste.

26.08.2014 14:58 • x 1 #4


alca
Okay, verstanden. Ich denke, dass das sehr schwer ist - also alleine ohne professionelle Hilfe an die Antworten zu kommen. Es ist nicht so dass ich es nicht versucht hätte.

Ich weiss nur dass es mich in jeder Hinsicht fertig macht - sei es seelisch, wie auch gesundheitlich! Ich hoffe in erster Linie nur, dass meine Symptome/Beschwerden daher kommen und nicht ausgelöst von einer schlimmen Krankheit wie Lungenkrebs!

Es ist einfach alles zuviel für mich, ich will endlich wieder leben, glücklich und beschwerdefrei sein Ehrlich, ich bin mir sicher dass hier in diesem Forum viele Menschen sind die mich verstehen können - aber auch viele die denken: "...oh man, übertreibe mal nicht..."

Aber es belastet mich unheimlich, diese ständigen Arztbesuche, nie kommt etwas dabei raus - aber "gesund" werde ich auch nicht. In den letzten 2 Monaten wurde mir bestimmt 3x Blut abgenommen - immer heisst es "absolute Traumwerte"...

Ich brauche dringend Hilfe und zwar von einem Psychologen. Aber dafür fehlt mir die Zeit, wegen Arbeit, Schulden abbauen, etc. Dieser Teufelskreis macht mich fertig.

Sorry wenn ich euch so offen damit komme

26.08.2014 15:08 • #5


HeikoEN
Zitat von alca:
Okay, verstanden. Ich denke, dass das sehr schwer ist - also alleine ohne professionelle Hilfe an die Antworten zu kommen. Es ist nicht so dass ich es nicht versucht hätte.

Absolut richtig. Ein wenig Biographiearbeit schadet nie, auch wenn es um andere Erkenntnisse geht

Zitat von alca:
Ich weiss nur dass es mich in jeder Hinsicht fertig macht - sei es seelisch, wie auch gesundheitlich! Ich hoffe in erster Linie nur, dass meine Symptome/Beschwerden daher kommen und nicht ausgelöst von einer schlimmen Krankheit wie Lungenkrebs!

Dr. Google gefragt, oder wen?

Spaß beiseite. Eine gründliche Abklärung möglicher körperlicher Ursachen sollte man schon machen. Die Palette ist da sehr breit...auch an konkreten Angstzuständen, die z.B. durch diverse Schilddrüsenprobleme (Stichwort Hormone) o.ä. ausgelöst werden können...von daher.

Zitat von alca:
Es ist einfach alles zuviel für mich, ich will endlich wieder leben, glücklich und beschwerdefrei sein Ehrlich, ich bin mir sicher dass hier in diesem Forum viele Menschen sind die mich verstehen können - aber auch viele die denken: "...oh man, übertreibe mal nicht..."

Versuche es mal mit dem Denkansatz, den ich schon weiter oben geschrieben hatte.

Die Symptome sind nicht umsonst da.

Sie haben einen Sinn. Auch Ängste oder Depressionen haben einen Sinn und es ist NICHT damit getan, darauf zu hoffen oder zu beten, dass alles wieder so wird, wie vorher.

Das was vorher war, hat u.U. genau dazu geführt, dass Du heute in der Angstschleife bist!

Die Angst ist sozsuagen Dein Freund, weil sie Dich schützt bzw. dorthin bringen möchte, wo Du hin sollst. Also zu dem Punkt, an dem Du die darunterliegenden Probleme lösen kannst, sollst, musst.

Danach geht sie dann wieder, denn ist ja "nur" ein Gefühl. Gefühle sind dazu da, damit wir etwas wahrnehmen. Tun wir das nicht, bleibt das Gefühl bzw. es kommen noch mehr davon

Zitat von alca:
Aber es belastet mich unheimlich, diese ständigen Arztbesuche, nie kommt etwas dabei raus - aber "gesund" werde ich auch nicht. In den letzten 2 Monaten wurde mir bestimmt 3x Blut abgenommen - immer heisst es "absolute Traumwerte"...

Na wunderbar.

Damit hast Du es zumindest schon einmal so weit eingegrenzt, als dass es offensichtlich KEINE körperlichen Gründe hat, warum Du Ängste hast.

Es ist somit also die Psyche.

Zitat von alca:
Ich brauche dringend Hilfe und zwar von einem Psychologen. Aber dafür fehlt mir die Zeit, wegen Arbeit, Schulden abbauen, etc. Dieser Teufelskreis macht mich fertig.

Tja, siehe meine Ausführungen oben. Es hat alles einen Grund, warum Du da bist, WO Du gerade bist.

Und ja, es scheint so, als müsste sie es noch "doller" treiben, die Angst mit Dir, damit Du anfängst darüber nachzudenken. Aber keine Sorge, die Psyche findet ihren Weg und hat noch so einiges auf Lager, Dich dorthin zu bringen...

Nein, soll jetzt keine Schadenfreude sein, sondern nur klarmachen, worum es bei der Sache geht.

Mit Sprüchen wie: "Es soll einfach schnell wieder alles so sein, wie es vorher war..." kommt man da nicht sehr weit.

Also ran an den Speck!

26.08.2014 15:30 • x 1 #6


alca
Also erstmal danke an Dich, dass Du Dir die Zeit nimmst mich so ausführlich auf den richtigen Weg zu bringen! Sowas schätze ich sehr, immerhin machst Du das ja aus freien Stücken.

Ich werde nun wie folgt vorgehen: Am Donnerstag steht der Besuch beim Lungenfacharzt an. Ich nehme an, dass man da vom klassischen Lungenfunktionstest, bis hin zum röntgen der Lunge alles machen wird um schlimmeres ausschließen zu können. Bis dahin versuche ich mich damit zu beruhigen, dass meine Blutwerte immer gut waren.

Wenn diese Angst erstmal überwunden ist, werde ich mich auf die Suche nach einem guten Psychologen machen und gleichzeitig die Dinge versuchen zu ändern, die mich erst an diesen Punkt gebracht haben.

Auf in den Kampf

26.08.2014 15:39 • #7


HeikoEN
Gute Einstellung, wie ich finde.

Wenn die finanziellen Mittel stimmen, würde ich ggf. den auch aus eigener Tasche zahlen, denn 6 Monate warten macht die Sache nicht besser.

26.08.2014 15:48 • #8


alca
Ich werde es versuchen! Der Wille ist ja da. Wie gesagt, eine große Erleichterung wäre zu wissen, dass ich nichts schlimmes mit oder in der Lunge habe. Das gibt mir dann schon mal Kraft für die nächsten Schritte.

Ist alles nicht so leicht und im Prinzip weiss ich ja was zutun ist. Fällt nur schwer ohne die Finanziellen Mittel und vor allem ohne Kraft und einer starken Seele

26.08.2014 15:52 • #9


Zitat:
Wenn diese Angst erstmal überwunden ist, werde ich


Ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, aber wenn der Lungenfacharzt nichts findet, wird sich die Angst bei dir mit einem neuen Symptom bemerkbar machen. Wahrscheinlich dann das Herz etc. Danach wieder die Lunge und weil dein Arzt Besuch dann solange her sein wird, wirst du dort wieder Ängste verspüren... "könnte ja diesmal was entstanden sein"...

Es ist ein ewiger Kreislauf aus dem man sehr schwer raus kommt, bitte hole dir unbedingt psychische Hilfe!

Es ist natürlich lobenswert, dass du so denkst, aber das kenne ich nur zu gut und der Kreislauf dreht und dreht sich...


Sorry, eigentlich möchte ich nicht so negativ schreiben, aber irgendwie bin ich grad schon wieder in meiner Angst Phase stagniert. Ich kenne nur, wenn ich beim Arzt war, dann denk ich auch: Oh, ich habe nichts, gott sei dank! Na, dann brauch ich keinen Psychologen. Angst ist jetzt weg!

Paar Tage später fängt alles wieder von vorne an, deshalb mache diesen Fehler bitte nicht!

26.08.2014 16:11 • x 1 #10


alca
@LadyHope

Es wäre absolut gelogen wenn ich Dir in dem Punkt nicht Recht geben müsste! Klar ist es so dass dann wieder neue Beschwerden sich bemerkbar machen und ja, auch in dem Punkt dass es dann wieder eine Weile her ist und ich somit glauben könnte dass jetzt doch was schlimmes sein kann, muss ich Dir absolut Recht geben.

Ich versuche nur sogut es geht die Dinge positiv zu sehen. Klar, wenn man gelesen hat was ich zu dem Thema geschrieben habe klingt das nach einem Widerspruch. Aber ich versuche es zumindest.

Fakt ist: Was das Organische angeht... es ging alles los mit Magenbeschwerden, wie z.B. Krämpfe, belegte Zunge und Sodbrennen. Das Sodbrennen hatte ich ewig, von Arzt zu Arzt gerannt, Medikamente bekommen... nichts! Magenspiegelung gemacht wo dann eine leichte Magenschleimhautentzündung diagnostiziert wurde... Das Sodbrennen blieb und mein Arzt meinte dass das nicht von der Entzündung kommt - da diese zu "gering" war sondern von Stress - psychischen Stress... Und dass das solange dieser Stress bleibt nicht 100% besser werden wird. Das heisst dieses komische Gefühl hinter dem Brustkorb hatte, oder habe ich seit ca. 2 Monaten. Genau in dieser Zeit wurde mir 3x Blut abgenommen, wie gesagt, war immer alles gut. vor 3 Wochen hat mich dann eine echt fette Grippe erwischt, mit starkem Husten... Antibiotika bekommen, Grippe weg, Husten ist noch immer da. Sicher nicht so schlimm wie in der Woche der Grippe, aber es ist auch noch nicht 100% weg. Der Hausarzt meinte - akute Bronchitis... sollte nach ca. 10 Tagen weg sein. Pustekuchen! Der Hustenreiz ist noch da, muss also immer wieder mal kurz husten und der Druck im Brustkorb ist jeden Tag zu spüren.

Daher habe ich Angst dass die Lunge seit jeher der Auslöser für das Brennen, etc. war und es einfach übersehen wurde und jetzt eben zu spät ist!? Keine Ahnung, ...

Ich denke, in meinem Fall weiss ich zumindest genau was mich so sehr bedrückt, welche Sachen unbedingt geändert werden müssen... Allerdings schaffe ich das nicht wenn ich mich neben her mit meiner Gesundheit herumschlagen muss und somit keine Kraft habe für die eigentliche Probleme

26.08.2014 16:23 • #11


alca
...langsam wird es unerträglich Problem ist, ich kann meine aktuellen Symptome nur schwer in Worte fassen! Ich versuche es mal:

Druck auf dem Brustkorb, immer wieder ein Hustenreiz im Rachen und das komischste von allen ist, diese Art brennen im Rachen... Viel mehr so, als hätte ich ein Menthol Bonbon dort stecken?! Ich weiss das klingt total komisch aber so fühlt es sich an. Luft bekomme ich gut, auch keine Kurzatmigkeit. Aber ständige dieses Menthol artige Gefühl im Rachen und Luftröhre(?)

Ich habe so Angst! Morgen ist der Termin beim Lungenfacharzt... Und die Angst einen Tumor in der Lunge zu haben wächst und wächst.

27.08.2014 14:09 • #12


HeikoEN
Versuche mal folgendes:

http://ratgeber-panik.de/notfallkoffer.php

inkl. der dort angebotenen PDF's!

Auf der selben Seite findest Du auch Abschnitte zu Entspannungsübungen und praktische Hilfen dazu.

Was tust Du für deine Entspannung aktiv?

Weg vom Computer, Fernseher, Radio und Handy...einfach mal nur ein paar Stunden für sich sein, in den Garten gucken...eine Runde spazierengehen, Blätterrauschen und den Wind wahrnehmen...Dein Nervensystem fährt dadurch dann runter, was wiederum zu verringerten körperlichen Symptomen führt.

Mal versucht?

27.08.2014 14:22 • #13


Mach dich doch nicht verrückt. Fang endlich an, an etwas anders zu denken, es gibt so viele schöne Sachen, die auch Dauer nicht krank machen.

27.08.2014 15:29 • #14



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