Hi Mitleidende,
muss mir mal wieder was von der Seele schreiben und vl findet sich ja der ein oder andere wieder oder kann mir ein paar Tipps geben...
Ich mache generell sehr gute Fortschritte mMn, habe jetzt öfters sogar relativ normale Wochen (also ich schaffe es schon ~4 Wochen ohne EXTREME Symptome)
Durch Sport, meditieren, etc. komm ich immer weiter voran. Versuch auch auf nichts zu verzichten. So weit so gut.
Was ich aber in den letzten Wochen merke und das in mir so eine Wut aufsteigen lässt, gepaart mit einer Tendenz zur Depression, ist der Umstand, dass ich zwar versuche alles zu machen, aber jeden noch so kleinen Fehler extrem bezahlen muss. Und ich habe das Gefühl, dass das immer schlimmer wird.
Also ich gebe ein paar kurze Beispiele:
- gestern war ich in einem Pub Fußball schauen, hab 2 B. getrunken und dann bin ich wieder sofort nach Hause --> die Nacht fast gar nicht geschlafen, Herzrasen, heute extrem ausgelaugt, fühl mich total schwach
- letzte Woche ein paar Tage keinen Sport gemacht --> danach plötzlich wieder extremer Schwindel, Unwohl sein, etc. --> wenn ich dann Sport mache ist es "zu spät" dann gehen die Symptome nur mehr gaaanz langsam weg (über Tage)
- vor 2 Wochen am späteren Abend was schwereres gegessen --> tagelang aufgebläht, Druck am Oberbauch, etc. --> Wärmeflasche hilft nur noch bedingt, genau so wie Sport
Warum zum Teufel muss ich jeden Tag eine Disziplin an den Tag legen, die ich nicht mal im Wehrdienst haben musste? Eigentlich sollt ich mit meiner Krankheit das Unbeschwerte wieder erlangen, aber wie soll ich das nur schaffen wenn ich bei jeden kleinen Fehler tausend Tode sterben muss?!?
An solchen Tagen fühl mich dann immer wieder noch schwächer, auch wenn es dann wieder Tage gibt, an denen ich mich halbwegs wohl fühle....
Es fühlt sich so an als würde ein langsamer Prozess mich von Tag zu Tag schwächer machen und mich langsam dahinraffen, was mir auch wieder Angst macht...
Ich muss einfach jeden Tag genau überlegen was ich mache und was nicht... und das macht mich wahnsinnig
Mir geht es nicht darum, dass ich nicht auf Alk. verzichten könnte, oder nur mehr vor 19 Uhr etwas esse...aber warum bin ich immer wieder eingeschränkt? Wer trinkt nicht gerne mal 1-2 B. wenn man mit Freunden in geselliger Runde ist? Wer legt sich nicht lieber auf die Couch, wenn der Tag extrem anstrengend war, ich MUSS hingegen laufen gehen oder sonst was....
Ich hoffe es ist nachvollziehbar... mir geht es nicht um die Auslöser, die mich vermutlich einen schlechteren Tag haben lassen, mir geht es darum, dass das viele Auslöser sind und offensichtlich immer mehr werden und mich mehr und mehr einschränken...
Ich hasse es so sehr ...
Kennt wer diesen "Prozess"? Wird das irgendwann auch mal wieder besser?