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Hallo liebe Forumsmitglieder!

Ich habe mich hier angemeldet in der Hoffnung Menschen zu finden die Ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten und/oder mir eventuell eine minimale Hilfestellung geben.

Vielleicht sollte ich zunächst kurz etwas zu meiner Person sagen!? Ich bin 29, lebe in einer festen Beziehung und bin momentan im 7. Monat schwanger mit meinem ersten Kind.

Seit circa 5 Jahren habe ich Angst vor diversen Krankheiten. 2013 war ich fast der Überzeugung Magen- und Darmkrebs zu haben. Schlussendlich stellte sich heraus, dass ich lediglich eine Magenentzündung hatte. Das war für mich schwer vorstellbar da ich von einem Blähbauch bis Erschöpfung und Schlaflosgikeit alle Symptome einer ernsthaften Erkrankung mit mir herum trug. Irgendwann habe ich damit begonnen das auf die Psyche zu schieben.
In regelmäßigen Abständen zog sich diese Angst durch die letzten Jahre. Ich bekam immer Angst vor neuen Krankheiten aber ging etwas besser damit um (das ist zumindest meine persönliche Einschätzung).

Als ich letztes Jahr schwanger wurde war ich sehr glücklich dass alle erfolgten Bluttests in Ordnung waren und nahm mir vor mich jetzt mehr auf mein Baby zu konzentrieren. Nur dann kamen natürlich die nächsten Bedenken: Was wenn meine Probleme wirklich Darmkrebs waren? Niemand könnte mir jetzt helfen! Oder die Angst Toxoplasmose zu bekommen und eventuell dem Kind zu schaden - furchtbar!

Am 1. Dezember kam dann der Super-Gau. Ich hatte seit 1-2 Tagen das Gefühl dass mein linkes Bein an der Außenseite auf eine seltsame Art taub war. Ich spürte zwar jede Berührung aber es war irgendwie anders. Da ich der Meinung war das Gefühl wäre bereits auch am linken Arm existent ging ich zum Hausarzt.
Dort ging dann alles ganz schnell. Sie schickte mich zur Neurologin und die schickte mich gleich in die Notaufnahme der Uniklinik. Um sicher zu gehen wurde ein MRT (natürlich ohne Kontrastmittel) von meinem Kopf gemacht (ich zweifle heute noch an dass es meins war). Die Ärzte befanden es für unauffällig. Kein Schlaganfall, keine MS-Herde, keine Tumore. Lediglich ein Gefäß war verengt aber das wäre nicht dramatisch - zumindest sagte das auch der zweite hinzugezogene Facharzt. Meine linke Pupille war auch etwas vergrößert und irgendwas gefiel dem Arzt aber an meinen Reflexen nicht. Mir wurde vorgeschlagen mich Montags in der neurologischen Tagesklinik vorzustellen. Leider wurde der Termin erst für Mitte Januar angesetzt. Ich sollte also 6 Wochen ohne Diagnose vor mich hin leben.
Die ersten Tage nach der Notaufnahme ging es mir natürlich nicht so gut. Mein Kopf tat weh, ich hatte wieder Druck hinter dem linken Auge, mein Unterschenkel hatte ab und an ein paar Missempfindungen usw. Anhand von Kindefotos konnte ich mich etwas beruhigen und stellte fest, dass meine linke Pupille bereits auf einigen Bildern aus meiner Kindheit vergrößert war.

Ich beschloss mich bei einer Psychologin vorzustellen und wurde ab Mitte Dezember ins Beschäftigungsverbot genommen. Zudem sollte ich Physiotherapie machen. Tat ich auch.

Mit der Zeit ging es mir besser. Wahrscheinlich konnte ich diesen Angstzustand nicht konstant halten. Sogar meine Symptome ließen über Wochen hinweg von mir ab.

Nur einmal hatte ich wieder eine Missempfindung im Bein. Bis zum Termin in der Tagesklinik! Dort wurde ein MRT der Halswirbelsäule gemacht, Blut genommen und (nicht an allen Stellen wg. der Schwangerschaft) die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen. Eine Lumbalpunktion hatte ich auf Grund der Schwangerschaft abgelehnt. Somit bekam ich also keine vollständige Diagnose. Kurz gesagt war das MRT unauffällig, meine (angeblichen) Blutwerte sehr gut und die Nervenmessung etwas beunruhigend. In meinem linken Arm und linken Auge wären die Werte wohl "grenzwertig". Also nicht dramatisch aber schon etwas auffälliger. Wir einigten uns darauf die Lumbalpunktion nach der Geburt meines Kindes nachzuholen. Mir wurde gesagt eine MS oder Nervenentzündung wäre möglich.

Und dann ging das Drama los: Das seltsame Gefühl auf meinem Auge kam zurück. Ebenfalls der Kopfschmerz an einer bestimmten Stelle an der linken Seite (hatte ich schon vor Monaten zeitweise) und Missempfindungen.

Eigentlich wollte ich letzte Woche anfangen mich zu beruhigen aber keine Chance. Das war nicht möglich da mir seit einigen Tagen auch kurze Schauer über die linke Kopfseite laufen. Jeden Tag spüre ich hier und da ein anderes Zipperlein - natürlich alles nur auf der linken Körperhälfte.

Meine Psychologin hat bisher einen Verdacht auf eine Somatisierungsstörung gestellt. Daran wollen wir jetzt arbeiten. Und jetzt kommen wir zu meinem Gedankenkarusell auch wenn ich weiß, dass mir keiner diese Frage eindeutig beantworten kann.

Bin ich nun wirklich krank oder kann eine "psychische Krankheit" mir wirklich solche Streiche spielen? Vielleicht könnte mit mir jemand seine Erfahrungen teilen!? Selbst wenn ich mich nicht darauf konzentriere spüre ich ab und zu z. B. eine kurze Missempfindung am linken Oberschenkel (an nur einer Stelle) oder tausend andere Dinge. Das kann doch eigentlich nicht sein wenn man gesund ist, oder!? Meine Psyche kann doch nicht "hinten rum" solche Dinge tun ohne dass es eine körperliche Ursache gibt, oder!?

Ich versuche zwar mich zu beruhigen damit aber ich denke ich bin krank. Eine MS wäre schrecklich. Auch dass ich immer noch glaube am 1. Dezember wurde mein MRT vertauscht macht mich wahnsinnig. Somit habe ich auch Angst dass in meinem Kopf vielleicht doch ein Tumor sitzt! Selbst mein Freund glaubt langsam dass ich eine MS habe. Diese kommt ja meist in Schüben - das würde auch erklären wieso es mir wochenlang auch gut ging vor meinem Tagesklinik-Termin. Bis zur Geburt sind es noch ca. 3 Monate. In etwa 4 Monaten weiß ich also eventuell bescheid. Das macht mich verrückt und traurig. Eigentlich will ich mich doch nur auf mein Baby freuen.

Es tut mir leid dass ich das so umfangreich notiert habe aber ich würde mich sehr freuen eure Meinung dazu zu hören. Vielleicht hat euer Körper ja auch schon Dinge getan die mit Sicherheit psychische Ursachen haben! Natürlich erwarte ich hier keine Diagnostik - nur einen Erfahrungsaustausch! Vielen Dank!

30.01.2018 14:52 • 16.07.2020 x 1 #1


20 Antworten ↓


nadine185
Hallo und herzlich willkommen.

So wie dir geht es hier viele, auch mir. Angefangen hat es bei mir nach der Geburt meiner Tochter, sie wird im Februar 2. Ich war anfangs teilweise 3 mal in der Woche beim Arzt weil ich ständig andere Symptome hatte und auch noch habe. So schlimm wie am Anfang ist es jetzt nicht mehr. Ich bin nicht mehr alleine raus gegangen und konnte auch heute nicht wirklich alleine bleiben. Das ist jetzt nicht mehr so extrem, nur wenn mein Mann länger zu Hause war oder die Ferien wieder vorbei sind ist es manchmal schwierig.

Man darf sich nicht verrückt machen, gerade du in deinem Zustand nicht. Ich weiß, daß ist leicht gesagt.

Alles Gute für dich.

30.01.2018 15:36 • #2



Somatisierungsstörung oder doch krank?

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Hallo Nadine185.

Danke für deine Antwort. Darf ich dich nach deinen Symptomen fragen?

Ja das mit dem nicht verrückt machen höre ich oft. Ich gebe mir auch große Mühe!

Liebe Grüße

30.01.2018 21:22 • #3


nadine185
Guten Morgen. Ich hatte/habe viele Symptome. Zum Beispiel Schluckbeschwerden, Schwindel, Kloßgefühl im Hals, Herzrhythmusstörung, Herzrasen, Benommenheitsgefühl, es ist sehr belastend.

31.01.2018 08:34 • #4


koenig
Zitat von Mummy2018:
Bin ich nun wirklich krank oder kann eine "psychische Krankheit" mir wirklich solche Streiche spielen?


Die Psyche kann dir erzählen, du hättest alle Krankheiten dieser Welt. Deine bisherigen Krankheitsängste und auch deine Symptome jetzt sprechen für weitere Krankheitsängste.
Ich hatte auch vor 20 Jahren einmal eine Phase in der ich glaubte, MS zu haben. Aber irgendwo hier im Forum habe ich mal einen älteren Beitrag gelesen und da hat jemand gesagt, dass MS nicht toll ist, aber oft nicht so schlimm wie viele glauben und dass man damit gut leben kann. Irgendwie hat mich das beruhigt.

Es gibt ein gutes Beispiel: Denk einfach daran, du beißt in eine Zitrone, was passiert dann bei dir?
So ist es das mit Krankheitsängsten. Indem man sich darauf fokussiert, wird dein Körper dir alle möglichen Symptome bringen, um deinen Glauben an diese Krankheit zu unterstützen.

31.01.2018 10:14 • x 1 #5


Guten Morgen zusammen!

Das mit dem Herzrasen hatte ich auch immer phasenweise. Da kam praktisch alle paar Jahre. Nur jetzt ist es so dass ich es fast nicht glauben kann dass mein Körper so
etwas tut. Sonst habe ich mir ja immer selber "Krankheiten gesucht". Also hatte ich Bauchweh - Magenkrebs. Aber diesmal wurde mir das mit der MS ja in den Kopf gepflanzt.

Das Leben ist verrückt. Ich bin gespannt ob noch ein paar Andere ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten. Im Alltag fühlt man sich mit einem solchen Problem sehr allein!

31.01.2018 10:44 • #6


Oja auch ich kenne das. Immer wieder andere und neue Symptome. Dazu hänge ich in einer depriphase die das nicht leichter macht. Jeder piekser egal wo macht mir Angst. Das mit den missempfindungen kenne ich auch. Das Gefühl als ob an koerperstellen iwas runterläuft. Schwer zu erklären. Man ist manchmal wirklich am Ende.

31.01.2018 10:54 • #7


FeuerWasser
Das mag schon sein, dass da eine Somatisierungsstörung vorhanden ist. Das Bild gehört auch in die Hypochondrie.
Mir wurde vor 10 Jahren eine chronische Konversionsstörung diagnostiziert. Ich habe Körpersymptome seit meinem 5. Lebensjahr. Darin enthalten waren halbseitige Lähmungen (deswegen war ich 4 Wochen stationär + Reha), hatte Krampfanfälle sowie großflächige Gewebseinblutungen.
Eine Angst davor krank zu sein hatte ich nie da mir schon immer die Zusammenhänge und teils auch Auslöser bewusst waren.

31.01.2018 11:03 • #8


Zitat von deprihase79:
Oja auch ich kenne das. Immer wieder andere und neue Symptome. Dazu hänge ich in einer depriphase die das nicht leichter macht. Jeder piekser egal wo macht mir Angst. Das mit den missempfindungen kenne ich auch. Das Gefühl als ob an koerperstellen iwas runterläuft. Schwer zu erklären. Man ist manchmal wirklich am Ende.


Hast du schon mal Hilfe in Anspruch genommen? Manchmal habe ich auch die Erfahrung gemacht dass viel Ablenkung durch andere Menschen sehr hilft. In diesen Momenten sind fast alle Symptome wie weggeblasen. Jetzt klappt das bei mir auch nicht mehr so richtig aber es hat oft geholfen!

Zitat von FeuerWasser:
Das mag schon sein, dass da eine Somatisierungsstörung vorhanden ist. Das Bild gehört auch in die Hypochondrie. Mir wurde vor 10 Jahren eine chronische Konversionsstörung diagnostiziert. Ich habe Körpersymptome seit meinem 5. Lebensjahr. Darin enthalten waren halbseitige Lähmungen (deswegen war ich 4 Wochen stationär + Reha), hatte Krampfanfälle sowie großflächige Gewebseinblutungen. Eine Angst davor krank zu sein hatte ich nie da mir schon immer die Zusammenhänge und teils auch Auslöser bewusst waren.


Ich habe bisher noch nie davon gehört aber allein deine aufgeführten Probleme klingen sehr angsteinflößend! Und dass so etwas mit 5 Jahren beginnt!? Ich hoffe du hast Möglichkeiten das behandeln zu lassen. Du hast meinen Respekt wenn du sagst die Angst krank zu sein ist nicht existent. Wirklich!

31.01.2018 11:20 • #9


Liebe Mummy2018,

im Moment geht es mir mal wieder sehr schlecht und auf der Suche nach Hilfe bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen und hab mich direkt angemeldet, um mich mit Dir austauschen zu können. Da ich finde, dass wir in ähnlichen Situationen sind.
Dann kurz (oder auch länger ) zu mir und meiner Geschichte:
Ich bin 30 Jahre alt und habe letzten Oktober mein erstes Kind entbunden. Meine Ängste schleppe ich bereits seit fast 15 Jahren mit mir rum. Damals ist meine Mutter sehr dramatisch und plötzlich gestorben. Im Anschluss habe ich körperliche Anzeichen bei mir sehr überbewertet und hatte lange Zeit große Angst vor allen Arten von Gefäßverschlüssen (Herzinfarkt, Embolie, Schlaganfall, Thrombose). Bis ich kapiert habe, dass mein Problem eher psychischer Natur ist, sind einige Jahre ins Land gegangen. 2007/08 habe ich dann eine Therapie gemacht; die auch sehr erfolgreich verlief. Ich hab mich danach und auch währenddessen sehr gut gefühlt. In den folgenden Jahren hab ich mir zwar auch den ein oder anderen Gedanken zuviel über meine Gesundheit gemacht, aber noch im erträglichen Rahmen. Seit der Geburt meiner Tochter ist aber alles wieder auf den Kopf gestellt. Zum einen liegt das daran, dass alte Wunden durch die Mutter-Tochter-Beziehung wieder aufgerissen sind ( meine allergrößte Angst ist es, dass ich meine Tochter durch Krankheit bzw. Tod verlassen muss, wie meine Mutter mich damals) und zum anderen, dass ich jetzt natürlich viel allein zu Hause bin und auf meinen Körper und Symptome "achten" kann.
Angefangen hat es mit Schmerzen im Bein, also Thromboseangst. Diese Angst konnte meine Ärztin mir nehmen. Dann fing es an mit Magenbeschwerden (habe ich die letzten 10 Jahre sehr oft gehabt). Diese halten seit 4 Wochen trotz Gastritis-Medikation und Schonkost an. Ich hab mich die letzten Tage so verrückt gemacht, dass es Krebs sein könnte, dass ich jetzt über Umwege schnell einen Termin zur Magenspiegelung am kommenden Montag habe. Meine Ärztin hat auch en Screening des Blutes veranlasst, um mich zu beruhigen. Leider ging das etwas nach hinten los. Meine Leberwerte sind leicht erhöht und dem muss auf den Grund gegangen werden. Den ganzen Tag mache ich mir nur Sorgen, dass ich bald sterben muss und mein Kind dann ohne mich aufwachsen muss. Im Umkehrschluss bin ich dadurch so mit mir beschäftigt, dass ich das Gefühl habe mich nicht gut genug um unser Kind zu kümmern, sodass ein schlechtes Gewissen oben drauf kommt. Im Moment weiß ich kaum weiter... Seit 2 Wochen mache ich jetzt wieder eine Therapie und eigentlich weiß ich auch, dass bessere Zeiten kommen werden, ich muss nur durchhalten. Aber die Stimme in meinem Kopf hört nicht auf zu zweifeln, ob ich nicht doch todkrank bin...

Soweit erstmal zur aktuellen Situation. Ich hoffe, es ist nicht zu lang geworden?
Hast du denn auch nur bestimmte Krankheiten im Kopf oder kann sich aus allem der Gedanke enwickeln?

31.01.2018 12:26 • #10


Übrigens finde ich es auch sehr hilfreich unter Menschen zu sein und richtige Ablenkung zu haben. Ich guck jetzt ganz viel nach Kursen mit Baby. Auch um neue Leute kennen zu lernen. Denn leider habe ich durch diverse Faktoren sehr sehr wenig Freunde und die, die ich habe müssen natürlich den ganzen Tag arbeiten. Den ganzen Tag allein zu Hause werde ich noch verrückt! Ab Oktober gehe ich wieder arbeiten, aber ich kann die Zeit bis dahin ja nicht einfach in Angst nur absitzen... Vorallem möchte ich mir das erste Babyjahr doch auch nicht so "versauen". Alle die davon wissen, sagen immer ich soll die Zeit doch einfach genießen... Gar nicht so einfach!

Ach und ist dein größter Feind auch google? Das ist bei mir teilweise wie eine Sucht und macht das Ganze natürlich auch nicht besser...

31.01.2018 12:45 • #11


Hallo Tuffy - ich habe deinen 2. Beitrag jetzt erst gelesen. Ich habe dir gestern mal eine private Nachricht geschickt

01.02.2018 21:28 • #12


hallo @Mummy2018

ich kann dir sooooooo gut nachfühlen, wenn auch mit anderen Symptomen.
ich habe auch starke Krankheitsängste. Und im Moment ist es ganz schlimm. Kennst du das auch, wenn du zu anderen sagst "Aber diesmal ist alles anders! Diesmal ist wirklich was! ?

Im moment bin ich davon "Besessen" das WIRKLICH was ist.

Ich denke immer bei anderen, so auch bei dir. Es ist alles in Ordnung. Es ist die Psyche die aufs übelste mitspielt. Aber bei einem selber?

Ich wünsche dir gute Besserung und gute Gedanken.

02.02.2018 21:17 • #13


Hi @schneemann2018

Was hast du denn für Symptome wenn ich fragen darf?

Das mit dem "Bei anderen ist alles sicher in Ordnung aber bei mir eben nicht" kenne ich auch. Warum kann man nicht einfach so "locker" sein und alles positiv sehen wie bei anderen?

Ich wünsche dir auch alles, alles Gute

02.02.2018 21:43 • #14


@Mummy2018
danke dir. Schwankschwindel seit 4 Wochen 24/7 ..bissl weniger Gewicht, und in der linken Brust ein ziehen (seit kurzem), kommt immer mehr dazu... und natürlich große Angst

LG

02.02.2018 22:38 • #15


@schneemann2018 aber du hast das bisher nicht abklären lassen? So ein Ziehen in der Brust kann auch vom Rücken kommen (hatte mein Freund erst)! Oder dein Kopf spielt dir einfach nur einen Streich . Sei mutig und geh zum Arzt - teil deine Bedenken mit. Ich kann das nur jedem immer wieder raten. Ich habe mir bisher vorgenommen dass ich nach der Schwangerschaft immer alles untersuchen lassen werde was mich bedrückt. Mal sehen ob ich das dann auch durch ziehe .

04.02.2018 11:18 • #16


Hallo Schneemann,

Diese Gedanken "Diesmal ist wirklich was! So schlimm war es noch nie!" Habe ich jedes Mal und natürlich ist jedes mal alles ok. Das man nicht einfach daraus lernt! Ich kapier die Psyche da irgendwie nicht.
Aber gut zu wissen dass es auch anderen so geht und ich nicht total bescheuert bin.

05.02.2018 16:46 • x 3 #17


Hallo

leider ist es so, dass die Psyche wirklich alles an Symptomen im Repertoire hat die nur erdenklich sind. Dann macht man evtl. noch den Fehler und googelt und dann ist es schon perfekt. Meine Psyche macht das schon richtig professionell. Ich habe einige Sachen zu einem bestimmten Symptom gelesen und jetzt spielt die Psyche ihr Programm ab - und das sieht so aus: Krankheit Nr. 1, durch Arzt xy ausgeschlossen, na gut denkt sich die Psyche dann nehmen wir Krankheit Nr. 2, auch das kann aus welchem Grund auch immer nicht sein, dann nehmen wir halt die nächste......und so weiter und so fort. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt darüber lachen. Erst heute war ich wieder bei meinem Hausarzt und er sagte, es bringt nichts weitere Diagnostik zu machen, denn das hilft nur einen Moment, denn der Kopf sagst morgen, jaaaaa du hattest gestern nichts, aber heute vielleicht sieht das anders aus.....

Ich wünsche allen viel Kraft hier und das man immer ein offenes Ohr findet, wenn man denkt es geht nicht mehr
LG trauriger Engel

05.02.2018 17:38 • x 4 #18


Rena57
Hallo Mummy2018 ,
erstmal freu ich mich sehr für Dich, dass Du bald Nachwuchs bekommst - das wird bestimmt einiges in Deinem Leben zum Positiven ändern

Ich habe bei Dir hier mal mitgelesen, weil auch ich zu den 'Kandidatinnen' gehöre, bei denen nicht ganz klar ist, ob es das Huhn oder das Ei oder beides ist - also psychosomatisch oder somatisch oder auch nur ne Somatisierungsstörungen (nur...räusper)

Fakt war aber bei mir:
Auch ich habe (sogar jahre-)lang Schmerzen in der linken Körperhälfte gehabt. Zeitweise konnte ich nur noch ne halbe Stunde spazieren gehen, um mich dann nahezu nachhause zu schleppen, weil ich solche Schmerzen von Kopf bis Fuss hatte. Und manchmal sogar erhöhte Temperatur und das Gefühl, krank zu sein.
Auch bei mir zogen die Schmerzen seitlich am Gesicht ins Auge, bis hinter die Augen. Und irgendwann wurde auch mal ne Lymphdrüse am Unterkiefer links dick.

Ich war auch beim Zahnarzt. Genauer gesagt: bei fünf versch. Zahnärzten, weil irgendwie ein Backenzahn immer so druckempfindlich war. Nicht immer, aber doch recht häufig. Auf 8! Röntgenbildern inkl. 3-D-Aufnahme wurde nichts gesehen - angeblich alles ok.

Zum Schluss bekam ich Trigemiusschmerzen. Und hab den letzten Zahndoc angefleht, mir endlich den Zahn aufzubohren. Tat er dann auch. Und herauskam: hinter einer fetten Plombe hatte sich versteckt ein gespaltener Zahn, von oben bis unten in zwei Hälften und ne Eiterzyste an der Wurzel!
Natürlich wurde alles sofort rausgeholt.
Und diese Schmerzen waren auf einen Schlag futsch!

Das mir jetzt der ganze Körper weh tut, ist ne andere Sache

Ok, also, ich weiß nicht, ob Dir das weiterhilft, aber manchmal gibt es durchaus gute Gründe, warum man sich nicht immer mit der Diagnose 'Psyche' abfinden lassen sollte. Aber einfach ist es nicht, und manchmal ist es auch wirklich die Psyche.

Ich weiß nicht, was ich Dir jetzt wünschen soll - nen faulen Zahn als Ursache Deiner Probleme oder nen abgebrochenen Fingernagel als mögliche Ursache oder vielleicht doch nur eine kleine versteckte seelische Baustelle, die sich hinter den körperlichen Missempfindungen versteckt.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir und Deinem Nachwuchs noch ein paar schöne gemeinsame Wochen/Monate und eine superschöne Geburt und nen tollen gemeinsamen Start in eine gesunde Zukunft!

Ganz liebe Grüße
Rena

05.02.2018 21:13 • x 1 #19


Hallo Rena57,

das mit deinem Zahn ist natürlich ein ganz schönes Ding . Also das sollte heutzutage eigentlich nicht mehr passieren - vor allem nachdem du ja scheinbar Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hast um das gründlich abzuklären. Manchmal weiß man eben doch dass mit dem eigenen Körper etwas nicht in Ordnung ist. Mir wäre momentan auf jeden Fall lieber ich rede mir alles nur ein . Ich würde auf den faulen Zahn auf jeden Fall gerne verzichten .

Es klingt so als wäre der Grund für deine Schmerzen im Körper aber nicht aufgeklärt!?

Ich danke dir für deine lieben Wünsche für die Zukunft mit Baby . Der kleine Bauchbewohner darf sich jetzt noch ein paar lange Wochen ausbreiten und wachsen bis wir dann hoffenltich endlich zu dritt durchstarten können .

Liebe Grüße

@trauriger_engel du hast Recht - man sucht sich förmlich immer eine neue Krankheit. Irgendwie kann man keine Ruhe geben. Und das obwohl man doch gesund sein möchte! Von Google sollte man wirklich die Finger lassen aber wenn wir ehrlich sind lesen wir ja doch nach. So habe ich ja überhaupt erstmal hier her gefunden!

Aber du hast den Mut zum Arzt zu gehen und vielleicht kann ja aus dem traurigen Engel doch ein fröhlicher Engel werden . Viele Liebe Grüße.

06.02.2018 17:29 • x 2 #20



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Dr. Matthias Nagel