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Sommergewitter
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Hallo liebe Gemeinde,

Mich beschäftigt es gerade sehr, daher muss ich mir das nun von der Seele schreiben und hoffe, vielleicht andere Leidensgenossen mit Erfahrungen und ein paar beruhigende Worte zu finden. 😟

Also seit Mitte/Ende Januar verschlechtert sich zusehens meine Fähigkeit zu schlafen.
Es fing an mit Durchschlaf-Problemen. Anfangs nervig aber noch nicht beunruhigend. Meist habe ich dabei um die 4-5 Stunden geschlafen und wurde dann so gegen 2-4 Uhr wieder wach und hatte Probleme wieder einzuschlafen. Zu Beginn alle paar Tage, dann durchgehend.
Meine Aufwachzeit wurde seitdem zunehmend früher und seit Mitte letzter Woche schlafe ich gefühlt gar nicht mehr ein. Ich liege einfach wach, und schaffe es nicht mal mehr wenigstens kurz zu schlafen.
Das Wochenende war für mich furchtbar, mir hat es bereits vor dem Montag (heute) gegraut und jetzt ist es Morgens, ich habe wie vermutet kein Auge zugetan und muss bald zur Arbeit.
Ich habe Angst, den Tag nicht durchzustehen. Arbeite in einer Kita. Dementsprechend laut und wuselig ist mein Arbeitsplatz. Überlege gerade ob ich mich Krankschreiben lasse. Aber das macht es sicher nur schlimmer.
Ich habe Angst irgendwann einfach zusammenzuklappen.
Am Freitag kam ich mit brennenden Kopfschmerzen nach Hause aber geschlafen habe ich trotzdem nicht.
Ich bin auch gar nicht wirklich müde, eher körperlich erschöpft. ist das normal?
Ich achte dabei natürlich auch arg auf meinen Körper. Habe nachts leichte Muskelzuckungen. Und seit heute nacht auch ziemlich unruhige Schübe die mir durch Arme, Beine und Bauch gehen. Wie latente Panikschübe. Das ging nun schon die ganze Nacht, es macht mich grad fertig.
Ich hoffe auf Tipps oder vielleicht jemand der berichten kann, dass er auch solche Phasen hatte.
Was hat euch geholfen?
Ich versuche es bereits mit Hoggar Night, Regengeräuschen, einschlafmeditation, Melatonin spray und dragees. Aber nichts hilft wenn der Kopf nicht mitmacht.

Wie geht ihr mit euren Schlafproblemen um? Ich hab Angst jetzt nie wieder richtig schlafen zu können. Irgendwann kriegt das Hirn doch einfach nen Kollaps. traurig

Müde Grüße,
Sommergewitter

04.03.2026 #1


31 Antworten ↓
Lingu

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Zitat von Sommergewitter:
Mittlerweile habe ich wirklich eine Angst vor meinem Bett, bzw. sogar dem Zimmer entwickelt. Vor allem wenn es abends dunkel wird.
Ich fühle mich den ganzen Tag unwohl, muss oft daran denken wie wohl der Abend wird.

Genau das hatte ich auch entwickelt und kann deswegen immer noch nicht richtig liegen. 😕

Bei mir war es schon unterbewusst und teilweise ohne Gedanken - Licht aus machen hat schon bedeutet es geht "bald" ins Bett und schon fing ich an zu zittern und war wieder wach. Natürlich auch am Tag ständig diese Sorgen.

Man muss den Kopf richtig um trainieren, sodass das Bett/Schlafzimmer wieder ein schöner Ort zum Ruhen ist.
Einfach dir nicht selbst glauben und gut zureden, dass alles Okay ist!
Ist es ja eigentlich auch.

Ich kann mittlerweile wieder gelegentlich im liegen einschlafen - nur nicht durch und meistens kommt noch das blöde Gefühl dabei. Vorgestern besonders wieder, da war ich natürlich auch wieder fertig und bin für einige Stunden zurückgefallen. Das darf mich aber nicht so belasten, denn es ist ganz normal auch mal ein Rückschritt zu haben.
Nur nicht weiter verzweifeln und aufgeben!

Ich habe es tatsächlich verbessern können und das nur mit "gut zureden".
Das Bett ist mittlerweile mein Ruheort - ob ich schlafe oder nicht sollte mir egal sein, dann bin ich halt mal für einen Tag wie ein Zombie - der Körper kommt einige Zeit auch mit weniger aus und würde sich früher oder später den Schlaf sowieso nachholen. Also warum sich so ein Stress machen, wenn man doch weiß, es wird dadurch schlimmer wird?🙂
Einfach alles versuchen und da gehört sich positiv motivieren dann auch dazu.

Meistes klappt es ohne Druck und man ist verwundert wie schnell man wieder eingeschlafen ist. Bei mir war da sogar ein Wechsel von gut 10-15 Minuten. Von hellwach zu unglaublich müde und das nur weil ich mir sagte: "Und wenn nicht, dann ruhst du eben nur die Augen aus." Schwupsi, war ich dann doch schneller weg als gedacht.😄

Mach es dir schön im Bett und tu da erst einmal wieder Dinge, die dich entspannen lassen. Auch erst vielleicht wieder einmal ohne mit dem Druck schlafen zu müssen. Den Kopf wieder umprogrammieren, damit du wieder gelassener mit dem Schlafen selbst wirst. 🍀

03.03.2026 16:35 • x 4 #29


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Schlaflosigkeit seit einigen Wochen

x 3


Lingu

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Zitat von Sommergewitter:
Nichts von dem was ich früher gerne gemacht habe, macht mir gerade Spaß.

Geht mir genauso in so einer Angstphase.
Oder eher gesagt, seit einigen Jahren, seitdem es mir mit dem Stress immer schlechter ging.
Daher einfach irgendwas positives tun, Hauptsache ohne negativen Ballast.

Manchmal macht es dann doch Spaß oder wenigstens - man bekommt die Gedanken weg vom ständigen "Schlafthema".

Ich mache so einiges im Bett - alles rund um die Entspannung und Erholung. Ob mit Musik und Augen zu oder Meditation, Atemübungen, Entspannung. Videos mit schönen Tönen, Hintergrundgeräuschen (Tiere, Regen etc. alles was für mich schön ist und entspannt) oder einfach nur positives Denken während ich da liege. Mach es dir so gemütlich wie es nur geht. Mit schönem leichten Licht oder in der Dunkelheit - je nachdem wie es dir lieber passt. Manchmal brauch ich eine Lichterkette und Geräusche, manchmal aber auch die Dunkelheit und Stille.
Hauptsache ich kann im Bett all mein Stress hinter mir lassen und mich entspannen.

Auch mit der "Egal" Einstellung, hat es bei mir auch schon mal mit dem Einschlafen funktioniert.
"Ich liege hier und alles ist mir jetzt egal! Egal, egal, egal..."
Ein schöner Satz sich da alle Gedanken mit weg zu wischen und mit den Gedanken im - Hier und Jetzt - zu bleiben. Beim Einschlafen braucht man keine unnötigen Gedanken, alles kann auch am nächsten Tag überlegt und verarbeitet werden.

05.03.2026 00:03 • x 3 #32


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Schlaflose
Zitat von Sommergewitter:
Wie geht ihr mit euren Schlafproblemen um? Ich hab Angst jetzt nie wieder richtig schlafen zu können. Irgendwann kriegt das Hirn doch einfach nen Kollaps

Ich habe das schon fast mein ganzes Leben. Einige Jahre habe ich Schlaftabletten genommen. Da ist aber das Suchtpotenzial sehr hoch. Dann wurden mir schlafanstoßende Antidepressiva verschrieben. Die nehme ich seit 1999. Damit geht es im großen und ganzen recht gut. Daneben hilft regelmäßiger leichter Ausdauersport gut, bevorzugt Joggen.

x 2 #2


S
@Schlaflose
Hallo, na dein Name sagt ja schon einiges aus. Wie haben dir die Schlaftabletten damals denn geholfen? Und hattest du auch Perioden in denen du gar nicht schlafen konntest?
Joggen gehe ich eigentlich auch jeden Tag ein bisschen auf dem Laufband. Die letzten Tage allerdings nicht, weil ich so kaputt war/bin. :/

Ich habe mich heute krankgemeldet, und gehe mittags zum Hausarzt. Mal sehen wohin mich das bringt.. Ich hoffe weiter.

Liebe Grüße!

#3


Waldträumerin
@Sommergewitter Guten Morgen, ich kenne Schlafprobleme auch sehr gut, seit rund 20 Jahren. Alles, was man so rezeptfrei in der Apotheke bekommt, hat mir nie geholfen. Das einzige, was mich wirklich schlafen lässt, ist Zopiclon. Seit meiner Brustkrebsbehandlung vor zwei Jahren nehme ich davon jeden Abend eine halbe Tablette (Hälfte von 7,5 mg) und schlafe damit recht passabel (auch wenn ich trotzdem ein paar Mal in der Nacht kurz aufwache). Es macht aber abhängig, wenn man es ein paar Wochen jeden Abend nimmt. Also kann ich dir nicht guten Gewissens dazu raten, es dir verschreiben zu lassen - höchstens, dass du es mal ein oder zwei Nächte nimmst, um überhaupt mal wieder Schlaf und Erholung zu finden, und dann wieder Pause davon machst. Viele liebe Grüße! 👋

x 2 #4


S
@Waldträumerin
Hallo! Auch schon so lange. Einerseits erschreckend und ich hoffe sehr, dass es bei einer zeitweilige Episode bleibt, andererseits beruhigend, dass es auch mit Schlaflosigkeit irgendwie weitergeht.
Ich hab eigentlich immer Angst vor Medikamenten und Nebenwirkungen aber gerade möchte ich einfach nur schlafen können.
Ich weiß nicht ob ich grad nochmal zusätzlich erschöpft bin weil ich so eine Unruhe und Angst gerade habe. Zittrig, schwerfällig, leicht schummrig im kopf... sind das nun Symptome der Angst oder des Schlafentzugs?

Liebe Grüße!

#5


Schlaflose
Zitat von Sommergewitter:
Wie haben dir die Schlaftabletten damals denn geholfen?

Ich nahm Zopiclon, das ist verschreibungspflichtig. Ich konnte damit recht zuverlässig einschlafen und kam so insgesamt auf 6-7 Stunden Schlaf. Aber am nächsten Tag fühlte ich mich damit immer depressiv. Aber das war mir immer noch lieber als völlig fix und alle wegen Schlaflosigkeit.

Zitat von Sommergewitter:
Und hattest du auch Perioden in denen du gar nicht schlafen konntest?

Es gab immer wieder Phasen, wo ich nur 2-3 Stunden schlief und auch mal 2-3 Tage ganz ohne. Deswegen fing ich ja mit den Medikamenten an.

Zitat von Sommergewitter:
Joggen gehe ich eigentlich auch jeden Tag ein bisschen auf dem Laufband. Die letzten Tage allerdings nicht, weil ich so kaputt war/bin. :/

Laufband ist nicht das gleiche. Viel besser wirkt es, wenn man es draußen an der frischen Luft macht. Man soll sich nicht auspowern, sondern nur leicht ins Schwitzen kommen und nur so schnell, dass man sich dabei noch unterhalten könnte. Die Dauer soll mindestens 30 Minuten betragen und das 3-4 Mal die Woche. Und vor allem nicht abends, das Putsch auf. Bei mir darf es nicht später als 15-16 Uhr werden.

Zitat von Sommergewitter:
Zittrig, schwerfällig, leicht schummrig im kopf... sind das nun Symptome der Angst oder des Schlafentzugs?

Das sind eindeutig Symptome von Schlafmangel.

#6


Waldträumerin
@Sommergewitter Vielleicht kommt bei dir gerade beides zusammen und deshalb dieses Gefühl. Das ist verständlich, und ich kann mir gut vorstellen, dass es bei dir nur eine Phase ist und sich wieder bessert. Vielleicht gibt es auch etwas, das dich zur Zeit belastet, ein Problem, das zu lösen wäre? Wie Schlaflose schon geschrieben hat, oft helfen schlafanstoßende Antidepressiva. Opipram ist zum Beispiel ein recht leichtes Medikament, das manchen ganz gut hilft (für mich war es zu schwach). Eventuell kennt sich dein Hausarzt aus und hat einen Rat? (Bei Zopiclon merke ich gar keine Nebenwirkungen.)

#7


S
Zitat:
Laufband ist nicht das gleiche. Viel besser wirkt es, wenn man es draußen an der frischen Luft macht. Man soll sich nicht auspowern, sondern nur leicht ins Schwitzen kommen und nur so schnell, dass man sich dabei noch unterhalten könnte. Die Dauer soll mindestens 30 Minuten betragen und das 3-4 Mal die Woche. Und vor allem nicht abends, das Putsch auf. Bei mir darf es nicht später als 15-16 Uhr werden.

@Schlaflose
Das ist natürlich ideal aber mit meiner Arbeits- und Familienzeit auch super schwierig zu vereinbaren. Da geht's leider meist nur spät nachmittags oder abends. Jetzt wo es wärmer und heller wird, werde ich aber definitiv öfter wieder an der Frischluft trainieren.


Zitat:
gibt es auch etwas, das dich zur Zeit belastet, ein Problem, das zu lösen wäre?

@Waldträumerin
Ja das gibt's in der Tat. Die letzten Wochen waren sehr belastend für mich durch meine Beziehung zu meinem Freund. Leider schlägt mein Körper oft direkt aus, wenn es mir psychisch schlecht geht. Normalerweise ist es "nur" Gastritis. Aber jetzt gerade stehe ich so unter Daueranspannung, dass ich nicht mehr zur Ruhe komme. Ich hoffe einfach so sehr dass das schnell vergeht und mein Körper sich das nicht merkt. :/

Ich danke euch beiden für eure Erfahrungsberichte.

Liebe Grüße,
Sommergewitter

#8


P
Wichtig ist Schlafhygiene (u.a. früh raus ins Tageslicht, Bewegung am besten draußen, entsprechende Ernährung, Schlafzimmer nach Raumklime Empfehlungen optimieren, Stresslevel runter fahren durch Sport plzs ggf Entspannung, kein Sport am Abend, kein schweres Essen, Alk., Bildschirmzeit etc ).

Und mir hat auch Promethazin geholfen

x 3 #9


S
@Pauline333
Da bin ich auf jeden Fall dran. Ich habe von der Ärztin eine Schlaf App verordnet bekommen, da kann man ein Schlaftagebuch führen und bekommt allerlei Hilfen und Informationen an die Hand.

Und siehe da, heute Nacht bin ich das erste Mal seit Donnerstag wieder eingeschlafen. Sogar ohne Tabletten. Habe mir Baldriantee gemacht und versucht, mich nicht zu früh hinzulegen. Bin 2 mal aufgewacht aber auch wieder eingeschlafen.

Allerdings habe ich die letzten Tage eine sehr unangenehme Angst vor dem zu Bett gehen entwickelt. Der Stress fließt durch meinen Körper, und vermutlich durch die lange schlaflose Zeit haben meine Muskeln immer wieder Zuckungen gehabt. Jetzt habe ich natürlich Sorge dass sich das einschleicht und ich doch wieder nicht einschlafen kann.
Es ist ja das eine wenn man von der Schlaflosigkeit genervt ist.. Aber wenn jetzt noch Angst dazukommt... im Moment bekomme ich mein Nervensystem so kaum reguliert. Auch heute fühle ich mich sehr k.o. und habe Kopfschmerzen. Daher schon etwas Angst dass ich heute Nacht wieder wach liege. Der Körper ist schon so geschwächt.
Aber zumindest weiß ich, dass mein Körper nicht verlernt hat zu schlafen. Er kanns noch. 👏

x 3 #10


P
Alles, was man sich falsch antrainiert hat (z.B. Schlafprobleme, wenn sie auf falschen Verhaltensweisen beruhen), lässt sich auch wieder abtrainieren.

Angst, dass es nicht mehr besser wird, brauchst du also nicht haben.
Nur Geduld haben und weiter den richtigen Weg gehen, dann wird das wieder.

x 2 #11


-juli
@Sommergewitter ich habe leider auch oft durch meine Traumafolgestörung, anderweitige Sorgen oder Medikamente (z. B. Cortison) mit Schlafstörungen zu tun.

Mir haben dahingehend ein paar Tipps in einer Verhaltenstherapie ganz gut geholfen. Schlafhygiene ist für mich sehr wichtig, aber das funktioniert nur langfristig und phasenweise gar nicht. Der Verzicht auf Koffein ist für mich ebenfalls hilfreich und ansonsten höre ich in solchen Phasen ganz gerne "boring history" zur Beruhigung. Das sind so Videos, wo jemand in einer ganzen ruhigen Stimme von historischen Fakten erzählt, finde ich allerdings oft ziemlich spannend. Inzwischen helfen mir auch Melatonin und Baldrian, das war früher aber anders.

Ich hoffe, dass es sich bald wieder für dich bessert.

x 1 #12


S
Zitat von -juli:
@Sommergewitter ich habe leider auch oft durch meine Traumafolgestörung, anderweitige Sorgen oder Medikamente (z. B. Cortison) mit Schlafstörungen ...

Hallo liebe -juli,
Wie setzt du die Schlafhygiene denn für dich um? Was ist da für dich am wichtigsten?
Ich habe leider kein eigenes Schlafzimmer, mein Bett ist im Grunde mein einziger Rückzugsort. Auch mit dem Vermeiden von Elektrogeräten ist es für mich schwer. Wenn ich das abends alles ausschalte, wie man das ja tun sollte, komme ich erst recht ins grübeln und die Unruhe/Angst schleicht sich ran. Eigentlich nutze ich das alles um vor mir selber wegzulaufen und mich abzulenken. Vorher habe ich etwas ruhiges gemacht. Gepuzzelt und gelesen. Aber sobald ixh mit der Absicht zu schlafen ins Bett gehe, brauche ich grad Ablenkung.
Aber das liegt gerade auch an meinem generellen Gemütszustand. Wenn es mir gut geht, kann ich auch ohne Ablenkung die Ruhe genießen. Geht nur grad gar nicht.
Koffeinhaltiges trinke ich generell nicht. Hat mein Kreislauf immer schon Probleme mit gehabt (also hauptsächlich bei Kaffee).
Boring history habe ich gestern probiert. Bin währenddessen auch so nach einer halben Stunde eingeschlafen, war ne gute Idee.
Momentan schaffe ich es, 3 Stunden am Stück zu schlafen. Dann wache ich auf. Da ich momentan krankgeschrieben bin, geht's dann auch dass ich wieder einschlafe. Wenn ich arbeite, denke ich oft daran, dass ich nur wenig Zeit habe und bald der Tag startet. Und tags bin ich grad total ausgelaugt. Richtig depressiv, könnte viel weinen.. irgendwie bin ich in einem richtig großen Tief. 😔

x 2 #13


S
Zitat von Pauline333:
Alles, was man sich falsch antrainiert hat (z.B. Schlafprobleme, wenn sie auf falschen Verhaltensweisen beruhen), lässt sich auch wieder ...

Liebe Pauline333,
Danke für deine motivierenden Worte. Die Schlafprobleme sind wohl letztlich das Symptom dass bei mir grad einiges arg im Ungleichgewicht ist. Ich weiß auch was, aber ich weiß nicht wie ich die Dinge zur Zeit ändern kann.

x 1 #14


Schlaflose
Zitat von Sommergewitter:
Wenn ich das abends alles ausschalte, wie man das ja tun sollte, komme ich erst recht ins grübeln und die Unruhe/Angst schleicht sich ran.

Also bei mir muss die ganze Nacht der Fernseher laufen. Sobald es dunkel und ruhig ist, stehe ich senkrecht im Bett. Ich schlafe immer erst beim Fernsehen auf der Couch ein und pilgere gegen1-2 Uhr rüber ins Schlafzimmer und mache sofort den dortigen Fernseher an.
Ich lebe allerdings allein und kann es halten, wie ich will.

x 1 #15


-juli
@Sommergewitter ich habe seit einiger Zeit das Privileg, ein eigenes Schlafzimmer zu haben. War auch nicht immer so und ich kann nachvollziehen, dass es schwierig wird, wenn das Bett eben auch der Rückzugsort ist, war bei mir auch lange so.

Ich hatte mir damals angewöhnt, vor dem Schlafengehen nichts aufregendes mehr zu machen und keine Inhalte mehr zu schauen, bei denen man in eine Endlosschleife kommen könnte (Insta und Co.), das hatte mir damals etwas geholfen.

Ich weiß nicht, wie das bei dir geht, aber mir persönlich hat es auch eine Zeit lang geholfen, vor dem Schlafengehen nochmal eine Runde raus zu gehen, um einen Spaziergang zu machen, das hat etwas beruhigendes. Ich hatte auch mal ein Spray mit Lavendelduft, muss man mögen, aber irgendwann hat sich das dann mit der Schlafenszeit bei mir verknüpft.

Mir hat mal eine Ärztin gesagt, dass ich es vermeiden sollte, den verpassten Schlaf tagsüber nachzuholen, damit ich dann nachts schlafe. Hab mich, so gut es ging, dran gehalten, aber das funktioniert nur sehr schwer, wenn die Erschöpfung wirklich enorm ist.

Falls es gar nicht geht, könnte es vielleicht auch sinnvoll sein, mal zum Psychiater zu gehen, um vielleicht Medikamente zu versuchen. Bei mir hat sich das Problem verloren, bevor ich den Schritt brauchte.

Ansonsten bei längeren Beschwerden sicherlich auch Therapie, um individuelle Lösungen zu suchen.

Mir hilft tatsächlich auch ein Nachtlicht, auch wenn das jetzt mega kindisch klingt. Komplette Dunkelheit löst bei mir phasenweise Anspannung aus.

x 1 #16


Schlaflose
Zitat von -juli:
Mir hat mal eine Ärztin gesagt, dass ich es vermeiden sollte, den verpassten Schlaf tagsüber nachzuholen, damit ich dann nachts schlafe. Hab mich, so gut es ging, dran gehalten, aber das funktioniert nur sehr schwer, wenn die Erschöpfung wirklich enorm ist.

In diese Versuchung bin ich nie gekommen, weil ich tagsüber nie schlafen kann, selbst wenn ich vor Müdigkeit und Erschöpfung nicht mehr auf den Beinen stehen kann. Hinlegen ja, aber schlafen geht nicht.

x 1 #17

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Lingu
Zitat von Sommergewitter:
Allerdings habe ich die letzten Tage eine sehr unangenehme Angst vor dem zu Bett gehen entwickelt. Der Stress fließt durch meinen Körper, und vermutlich durch die lange schlaflose Zeit haben meine Muskeln immer wieder Zuckungen gehabt. Jetzt habe ich natürlich Sorge dass sich das einschleicht und ich doch wieder nicht einschlafen kann.
Es ist ja das eine wenn man von der Schlaflosigkeit genervt ist.. Aber wenn jetzt noch Angst dazukommt... im Moment bekomme ich mein Nervensystem so kaum reguliert.

Ist mir leider passiert und habe das ähnlich seit November. Fragmentierter Schlaf, Hyperarousal & Hypnagogie.
Zitat von Pauline333:
Alles, was man sich falsch antrainiert hat Schlafprobleme, wenn sie auf falschen Verhaltensweisen beruhen), lässt sich auch wieder abtrainieren.

Genau. Ich versuche auch zu lernen damit neu umzugehen und ich merke, es wird dann auch wieder besser!🙂
Zitat von Sommergewitter:
Aber sobald ixh mit der Absicht zu schlafen ins Bett gehe, brauche ich grad Ablenkung.

Mein Körper fing an zu zittern sobald ich mich schlafen legen wollte und ich war wieder hell wach. Ich brauchte mir nicht einmal Gedanken machen, die Aktion selbst reichte für mein Körper schon aus. Die Erwartungshaltung und der Druck ist einfach zu groß gewesen, also musste ich irgendwie eine andere Lösung finden.

Was ist, wenn du nicht schlafen gehst - sondern dir nur sagst, du legst dich hin zur Entspannung?
Einfach nur die Augen ausruhen, egal ob man schläft oder nicht? Der Körper würde es eh tun, sobald er nicht mehr könnte.
Mir hat es ein Stück weit geholfen und bin gelegentlich auch mal eingeschlafen. Habe mich versucht selbst auszutricksen und es nur als "Entspannung"/Ruhen/Augen entlasten" abgetan und schwupps, war ich auch mal unerwartet eingenickt.

Mittlerweile kann ich wieder besser einschlafen aber leider noch nicht durchschlafen. 😅

Meine Gedanken kreisen sich im Moment auch sehr oft ums Schlafen. Ob auf die Uhrzeit schauen oder einfach nur der Gedanke "Kann ich nachher?" ist Gift und ich versuche sie so gut es geht irgendwie "umzuleiten".
Wie kann ich der Angst wieder die Kraft nehmen? Versuchen, ihr nicht so viel Bedeutung zu geben.

Leicht gesagt, ich habe auch schon alles ausprobiert und es geht nur schleppend vorran. Rückschläge gibt es auch aber man darf nicht dran verzweifeln. Saß vorgestern auch auf dem Bett und hab geheult, da ich so übermüdet war und ich mich am Tag hinlegen musste - trotzdem klappte es dann sehr unerwartet am Abend wieder mit dem einschlafen.🙂

x 3 #18


S
Zitat von -juli:
@Sommergewitter ich habe seit einiger Zeit das Privileg, ein eigenes Schlafzimmer zu haben. War auch nicht immer so und ich kann nachvollziehen, dass ...

@-juli
Danke für die weiteren Tipps. Ich hatte gestern eigentlich einen ganz guten Tag. Tagsüber in der Sonne gewesen, nachmittags ruhig beschäftigt, Abends die Lichter gedimmt, eine Stunde vor dem Schlafen Melatonin genommen und merkte dann abends auch dass der Kopf schwer und müde wurde. Und dann doch nicht eingeschlafen. Habe wieder etwas entspannendes im Hintergrund laufen lassen, habe auch nicht nachgedacht oder gegrübelt. Aber das Bewusstsein war die ganze Zeit da. Irgendwann gegen 2 bin ich dann nochmal aufgestanden, habe ein Kreuzworträtsel gemacht (ich weiß nicht ob das ne sinnvolle Beschäftigung war aber mir ist nichts anderes eingefallen), habe ein wenig EFT geklopft zur Beruhigung. Weil ich gemerkt habe, dass ich schon wieder in diese Verzweiflung gerutscht bin.
Dann bin ich wieder ins Bett, habe alles ausgeschaltet gemacht weil es mich dann auch irgendwie genervt hat. Ich bin dann ganz kurz nochmal in einen Traum gerutscht, aber gefühlt nur ein paar Minuten. Danach war ich wieder wach.
Irgebdwie bin ich grad niedergeschlagen. Dabei hatte es doch schon wieder funktioniert und jetzt wieder nicht, obwohl ich entspannt ins Bett gegangen bin.

Meine Ärztin sagte, ich solle nochmal die Schilddrüse checken lassen. Auch in Therapie bin ich bereits. Habe am Dienstag wieder einen Termin. Dann erzähle ich das alles mal. Meine Therapeutin weiß noch gar nicht von den Schlafproblemen. Das hat sich ja erst seit letzter Woche so zugespitzt.

Das mit dem Nacht Licht ist leider (oder zum Glück?) nichts für mich. Ich brauche die Reizarmut und kann mit Licht schlecht einschlafen.

Zitat:
In diese Versuchung bin ich nie gekommen, weil ich tagsüber nie schlafen kann, selbst wenn ich vor Müdigkeit und Erschöpfung nicht mehr auf den Beinen stehen kann. Hinlegen ja, aber schlafen geht nicht.

@Schlaflose
Ja ist bei mir auch so. Egal wie müde, aber schlafen geht absolut nicht am Tage. Nur Augen ausruhen.

@Lingu
Das mit dem Austricksen ist schwer. Ich weiß ja insgeheim doch, dass mein Ziel Schlafen ist. Und ich habe schon Angst vor dem Folgetag denn dann werde ich fix und fertig sein. Das vergangene Wochenende und der Montag waren so ein Horror für mich. Das steckt mir noch richtig in den Knochen. Gerade wenn jetzt wieder Arbeit ansteht nächste Woche.
Gab es bei dir im November einen Auslöser? Stress?

x 1 #19


-juli
@Sommergewitter Ich weiß nicht, ob das für dich auch einen Versuch wert wäre, aber ich habe auch mal gehört, dass man gar nicht so lange liegen bleiben sollte, wenn man nicht einschlafen kann. Ist aber auch schwierig, wenn das Bett der "Hauptausruhpunkt" ist. Manche der Tipps sind nicht unbedingt auf eine andere Lebensrealität ausgelegt, finde ich und das ist teilweise schon echt belastend.

Vielleicht kann deine Therapeutin dir noch ein paar Tipps geben, ich denke auch, dass es wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen, was das Schlafen betrifft.

Eine Kausalität mit der Schilddrüse könnte es natürlich geben, es ist wichtig, auch das abklären zu lassen.

x 1 #20


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