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Sommergewitter
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Hallo liebe Gemeinde,

Mich beschäftigt es gerade sehr, daher muss ich mir das nun von der Seele schreiben und hoffe, vielleicht andere Leidensgenossen mit Erfahrungen und ein paar beruhigende Worte zu finden. 😟

Also seit Mitte/Ende Januar verschlechtert sich zusehens meine Fähigkeit zu schlafen.
Es fing an mit Durchschlaf-Problemen. Anfangs nervig aber noch nicht beunruhigend. Meist habe ich dabei um die 4-5 Stunden geschlafen und wurde dann so gegen 2-4 Uhr wieder wach und hatte Probleme wieder einzuschlafen. Zu Beginn alle paar Tage, dann durchgehend.
Meine Aufwachzeit wurde seitdem zunehmend früher und seit Mitte letzter Woche schlafe ich gefühlt gar nicht mehr ein. Ich liege einfach wach, und schaffe es nicht mal mehr wenigstens kurz zu schlafen.
Das Wochenende war für mich furchtbar, mir hat es bereits vor dem Montag (heute) gegraut und jetzt ist es Morgens, ich habe wie vermutet kein Auge zugetan und muss bald zur Arbeit.
Ich habe Angst, den Tag nicht durchzustehen. Arbeite in einer Kita. Dementsprechend laut und wuselig ist mein Arbeitsplatz. Überlege gerade ob ich mich Krankschreiben lasse. Aber das macht es sicher nur schlimmer.
Ich habe Angst irgendwann einfach zusammenzuklappen.
Am Freitag kam ich mit brennenden Kopfschmerzen nach Hause aber geschlafen habe ich trotzdem nicht.
Ich bin auch gar nicht wirklich müde, eher körperlich erschöpft. ist das normal?
Ich achte dabei natürlich auch arg auf meinen Körper. Habe nachts leichte Muskelzuckungen. Und seit heute nacht auch ziemlich unruhige Schübe die mir durch Arme, Beine und Bauch gehen. Wie latente Panikschübe. Das ging nun schon die ganze Nacht, es macht mich grad fertig.
Ich hoffe auf Tipps oder vielleicht jemand der berichten kann, dass er auch solche Phasen hatte.
Was hat euch geholfen?
Ich versuche es bereits mit Hoggar Night, Regengeräuschen, einschlafmeditation, Melatonin spray und dragees. Aber nichts hilft wenn der Kopf nicht mitmacht.

Wie geht ihr mit euren Schlafproblemen um? Ich hab Angst jetzt nie wieder richtig schlafen zu können. Irgendwann kriegt das Hirn doch einfach nen Kollaps. traurig

Müde Grüße,
Sommergewitter

23.02.2026 #1


6 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Sommergewitter:
Wie geht ihr mit euren Schlafproblemen um? Ich hab Angst jetzt nie wieder richtig schlafen zu können. Irgendwann kriegt das Hirn doch einfach nen Kollaps

Ich habe das schon fast mein ganzes Leben. Einige Jahre habe ich Schlaftabletten genommen. Da ist aber das Suchtpotenzial sehr hoch. Dann wurden mir schlafanstoßende Antidepressiva verschrieben. Die nehme ich seit 1999. Damit geht es im großen und ganzen recht gut. Daneben hilft regelmäßiger leichter Ausdauersport gut, bevorzugt Joggen.

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Schlaflosigkeit seit einigen Wochen

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S
@Schlaflose
Hallo, na dein Name sagt ja schon einiges aus. Wie haben dir die Schlaftabletten damals denn geholfen? Und hattest du auch Perioden in denen du gar nicht schlafen konntest?
Joggen gehe ich eigentlich auch jeden Tag ein bisschen auf dem Laufband. Die letzten Tage allerdings nicht, weil ich so kaputt war/bin. :/

Ich habe mich heute krankgemeldet, und gehe mittags zum Hausarzt. Mal sehen wohin mich das bringt.. Ich hoffe weiter.

Liebe Grüße!

#3


Waldträumerin
@Sommergewitter Guten Morgen, ich kenne Schlafprobleme auch sehr gut, seit rund 20 Jahren. Alles, was man so rezeptfrei in der Apotheke bekommt, hat mir nie geholfen. Das einzige, was mich wirklich schlafen lässt, ist Zopiclon. Seit meiner Brustkrebsbehandlung vor zwei Jahren nehme ich davon jeden Abend eine halbe Tablette (Hälfte von 7,5 mg) und schlafe damit recht passabel (auch wenn ich trotzdem ein paar Mal in der Nacht kurz aufwache). Es macht aber abhängig, wenn man es ein paar Wochen jeden Abend nimmt. Also kann ich dir nicht guten Gewissens dazu raten, es dir verschreiben zu lassen - höchstens, dass du es mal ein oder zwei Nächte nimmst, um überhaupt mal wieder Schlaf und Erholung zu finden, und dann wieder Pause davon machst. Viele liebe Grüße! 👋

x 1 #4


S
@Waldträumerin
Hallo! Auch schon so lange. Einerseits erschreckend und ich hoffe sehr, dass es bei einer zeitweilige Episode bleibt, andererseits beruhigend, dass es auch mit Schlaflosigkeit irgendwie weitergeht.
Ich hab eigentlich immer Angst vor Medikamenten und Nebenwirkungen aber gerade möchte ich einfach nur schlafen können.
Ich weiß nicht ob ich grad nochmal zusätzlich erschöpft bin weil ich so eine Unruhe und Angst gerade habe. Zittrig, schwerfällig, leicht schummrig im kopf... sind das nun Symptome der Angst oder des Schlafentzugs?

Liebe Grüße!

#5


Schlaflose
Zitat von Sommergewitter:
Wie haben dir die Schlaftabletten damals denn geholfen?

Ich nahm Zopiclon, das ist verschreibungspflichtig. Ich konnte damit recht zuverlässig einschlafen und kam so insgesamt auf 6-7 Stunden Schlaf. Aber am nächsten Tag fühlte ich mich damit immer depressiv. Aber das war mir immer noch lieber als völlig fix und alle wegen Schlaflosigkeit.

Zitat von Sommergewitter:
Und hattest du auch Perioden in denen du gar nicht schlafen konntest?

Es gab immer wieder Phasen, wo ich nur 2-3 Stunden schlief und auch mal 2-3 Tage ganz ohne. Deswegen fing ich ja mit den Medikamenten an.

Zitat von Sommergewitter:
Joggen gehe ich eigentlich auch jeden Tag ein bisschen auf dem Laufband. Die letzten Tage allerdings nicht, weil ich so kaputt war/bin. :/

Laufband ist nicht das gleiche. Viel besser wirkt es, wenn man es draußen an der frischen Luft macht. Man soll sich nicht auspowern, sondern nur leicht ins Schwitzen kommen und nur so schnell, dass man sich dabei noch unterhalten könnte. Die Dauer soll mindestens 30 Minuten betragen und das 3-4 Mal die Woche. Und vor allem nicht abends, das Putsch auf. Bei mir darf es nicht später als 15-16 Uhr werden.

Zitat von Sommergewitter:
Zittrig, schwerfällig, leicht schummrig im kopf... sind das nun Symptome der Angst oder des Schlafentzugs?

Das sind eindeutig Symptome von Schlafmangel.

#6

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Waldträumerin
@Sommergewitter Vielleicht kommt bei dir gerade beides zusammen und deshalb dieses Gefühl. Das ist verständlich, und ich kann mir gut vorstellen, dass es bei dir nur eine Phase ist und sich wieder bessert. Vielleicht gibt es auch etwas, das dich zur Zeit belastet, ein Problem, das zu lösen wäre? Wie Schlaflose schon geschrieben hat, oft helfen schlafanstoßende Antidepressiva. Opipram ist zum Beispiel ein recht leichtes Medikament, das manchen ganz gut hilft (für mich war es zu schwach). Eventuell kennt sich dein Hausarzt aus und hat einen Rat? (Bei Zopiclon merke ich gar keine Nebenwirkungen.)

#7





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