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Guten Tag liebe Forumgemeinde,
Ich dachte nie, dass ich mit meiner Hypochondrie mal an einen Punkt kommen werde, an welchem nichts mehr geht, an welchem ich mich so hilflos und allein fühle dass mich selbst die Anwesenheit scheinbar geliebter Menschen nicht von meinen Ängsten ablenken kann. Ich weiß nicht mehr weiter und diese Situation setzt mir mehr als extrem zu.
Es begann alles Anfang dieser Woche; es ging mir soweit gut, sowohl körperlich als auch geistig befand ich mich in einer Phase, in welcher ich mich in meinem Körper wohlfühlte. Alles verlief mäßig bis gut und ich sah nach einer lang anhaltenden Down-Phase endlich wieder Licht am Ende des Tunnels.
Dies hielt an, bis ich durch Zufall einen Artikel über Long-COVID, also die Corona Spätfolgen entdeckte. Ich kam nicht umhin diesen zu lesen und von da an ging es rasant bergab. Es dauerte nicht lange bis ich von Long-COVID zu CFS kam und was ich las verängstigte mich auf eine bisher selbst für mich unbekannte Weise. Ich bildete mir schon sehr häufig Krankheiten ein aber diese Krankheit sorgt in mir für regelrechte Panik.
Ich fürchte mich so sehr sie irgendwann zu bekommen, dass mein Tag nur noch aus Googeln und Erfahrungsberichten lesen besteht. Ich finde mich mental quasi schon damit ab, irgendwann unter jenem Krankheitsbild zu leiden. Ich weine täglich, esse kaum noch und habe mehrere Panikattacken pro Tag. Und das obwohl ich nichtmal Symptome für diese Krankheit aufzuweisen scheine. Allein ihre Existenz und der Fakt dass es jeden treffen könnte, dass ich mich nach einer Corona Infektion in solch einer aussichtslosen Lage befinden könnte macht für mich ein normales Leben unmöglich.
Es beschleicht mich diese Vorahnung, dass dies wohl mein Schicksal sein wird und ich schaffe es nicht diesem Gedankenkreis zu entrinnen.
Vielleicht klingt das übertrieben und vollkommen nicht nachvollziehbar, mir zerstört es derzeit aber mein Leben und ich weiß nicht wie ich mit dem Wissen über die Existenz einer solchen Krankheit, von der jeder betroffen sein kann, jemals wieder einen psychisch gesunden Status erreichen kann.
Ich habe Angst wie noch nie zuvor in meinem Leben, Angst mein jetziges ich, mein Leben durch diese Krankheit plötzlich zu verlieren.
Ich weiß nicht ob mir jemand helfen kann, wusste allerdings nicht was ich sonst noch tun kann, da ich alleine nicht aus diesem Kreis herauskomme, was ich sonst immer schaffte wenn mal ein stark Hypochondrischer Zug auftrat.
Zu mir: Ich bin 19 Jahre alt, leide bereits lange unter Angststörungen im Bezug auf Krankheiten und befinde mich in therapeutischer Behandlung, jedoch noch nicht wieder seit diese Probleme auftraten. Ich wurde Anfang des Jahres von meiner 4 jährigen Freundin verlassen, was die Angst noch verstärkt, da ich einer möglichen Erkrankung mit CFS alleine gegenüberstehen würde. Auf familiäre Unterstützung kann ich nicht Ideen Ur bedingt bauen.
Meine Angst raubt mir Tag und Nacht. Ich weiß nicht wie ich den Stand von letzten Wochenende jemals wieder erreichen soll, jetzt wo ich solch ein immenses Wissen und eine solch immense Panik über und vor dieser Krankheit aufgebaut habe.
Ich hoffe es kann mir hier jemand helfen und hoffe ebenfalls mein Text wird nicht als lächerlich abgetan, was ich privat leider bereits erfahren musste.
Danke bereits im Voraus an jeden der sich Zeit für mich nimmt, sei es auch nur kurz.
Mit freundlichen Grüßen