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Gallerich
Guten Morgen zusammen,

mein Papa ist am 27.04. plötzlich und unerwartet mit 58 Jahren an einer Sepsis verstorben. Das hat uns alle umgehauen und uns den Boden unter den Füßen weggerissen....

Bis dahin hatte ich meine Ängste wirklich sehr gut im Griff...

Seit ein paar Tagen merke ich aber, wie ich zunehmend unruhiger werde und wieder anfange, meinen Körper genau zu durchleuchten und zu bewerten, was mir grad so weh tut. Dann kommt als nächstes der unweigerliche Schritt: ich befrage Dr. Google. Und schon dreht sich mein Kopf und die Angst steigt...

Wie komme ich aus dieser Spirale denn nun wieder raus?

Es ist momentan schwer genug, da brauch ich den "Mist" jetzt nicht auch noch wieder...

Lieben Dank für Eure Antworten...

Angelika

31.05.2016 08:39 • 31.05.2016 #1


18 Antworten ↓


waage
Hallo Angelika,

tut mir sehr leid, mit deinem Papa...das ist erstmal ein Schock und muß verarbeitet werden.
Gib dir Zeit ...daß dein Körper mit Symptomen reagiert ist sicher normal. Dr. Google unbedingt lassen, denn das verunsichert nur...

wünsche dir alles Gute

L.G. Waage

31.05.2016 08:46 • #2



Nach Tod vom Papa

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Gallerich
Danke für deine Antwort.

Wie aber lasse ich nicht zu, dass es wieder überhand nimmt?

31.05.2016 09:07 • #3


waage
Nimmst du Medis? Therapie? die dir über die schwere Zeit hinweg hilft...

L.G.

31.05.2016 09:17 • #4


meinemackeundich
für meine eigene überwindung mal wieder was öffentlich schreiben

schreib lieber

Viell solltest du posetiven erfahrungen mit deinem papa aufschreiben und verschollene freudige erinnerungen wieder beleben, während des schreibens mit ihm lachen wie auch weinen und dich selbst zu dem fragen wer du bist, was er für dich wollte und wer deine papa für dich war..

31.05.2016 09:33 • #5


Vergissmeinicht
Hallo Angelika,

mein herzlichstes Beileid?

Wie war das Verhältnis zu Deinem Pa?

Leider sind solche Geschehnisse prädistiniert für die Angst. Denke, Du solltest Dir zügig fachliche Unterstützung holen.

31.05.2016 09:36 • #6


Gallerich
Nein, Medikamente nehme ich keine - das soll auch so bleiben.
Wir lachen und weinen viel innerhalb der Familie, aber vielleicht ist das mit dem Schreiben keine schlechte Idee... Wir reden sehr viel über ihn und erinnern uns so an ihn....

Aber dass nun meine Ängste wieder auftauchen wollen ist echt mies... Dafür hab ich momentan so überhaupt keine Zeit und Lust...

Auch sollte ich vielleicht meine Therapeutin anrufen. Nur ist es so, dass meine Therapie ja letztes Jahr abgeschlossen war und ich lt. Krankenkasse nun zwei Jahre warten muss, ehe eine neue Therapie bewilligt wird.. schei. System...

31.05.2016 09:38 • #7


Hallo Gallerich,

Das mit deinem Papa tut mir sehr Leid. Es muss sehr schwer zu verkraften sein.

Ich bin ein Mensch der genau gleich, auf Schicksalschläge dieser Art, reagiert wie du. Ich bekomme meine Ängste mittlerweile nach so einer Situation die sich Anfang letztes Jahr ereignete langsam wieder in Griff. Es ist nicht einfach, aber ich habe sehr dafür gekämpft und wollte nun wirklich wieder raus aus diesen Ängsten und hab mir immer wieder gesagt: Was gibt es denn für einen Grund solche Ängste zu haben? Die Antwort war dann immer eigentlich gibt es wirklich gar keinen Grund dafür.
Vielleicht solltest du auch ganz bewusst versuchen dir das immer und immer wieder so klar zu machen.

Wenn du jemanden zum reden oder ein bisschen Unterstützung dabei brauchst darfst du dich jederzeit gerne an mich wenden.

Lg

31.05.2016 09:41 • x 1 #8


Gallerich
Ach ist das Lieb von dir EvilSadness...

Ich sag mir genau das von dir geschriebene jeden Tag... Aber dann kommt eine Kleinigkeit, wie z.B. meine Verspannungen und dann geht's los... ich weiss schon, dass es mit dieser sehr schweren Situation zusammenhängt, aber ich hab halt auch keine Lust wieder auf tägliche Panikattacken. Zum Glück habe ich die nicht, sondern "nur" Ängste, dass mir auch was passiert... Aber schwer ists trotzdem...

31.05.2016 09:47 • #9


meinemackeundich
das schreiben gibt dir einfach nur noch mal eine eigene persönliche art mit ihm zu komunizieren um daraus zu lernen... die angst ist nicht das problem.. das gehirn projeziert das problem nur zur angst weil das für dich am verständlichsten ist un du sie als schlimm empfindest und sie das erste ist was dir einfählt zu schlimmen situationen, glaube auch nie du hast etwas verabeitet durch eine therapie du kannst nur lernen durch die richtigen fragen.. es ist ein sehr großer irrglaube der menschen.... ich versteh auch nicht wer diesen zusammenhang in die köpfe der menschen gepflanzt hat ..

31.05.2016 09:48 • #10


Gallerich
Das Verhältnis zu meinem Papa war sehr innig und eng... Ich vermisse ihn wirklich jeden Tag... Immer wieder denke ich: das muss ich ihm jetzt erzählen und dann kommt die harte Realität, die sagt, das geht jetzt nicht mehr so wie noch vor ein paar Wochen...

31.05.2016 09:49 • #11


Lass etwas Zeit vergehen. Du wirst sehen, es wird wieder besser.
Es ist ja wirklich noch nicht lange her.
Ich weiß im Moment ist das alles leichter gesagt als getan, aber vertrau mir, irgendwann kommt die Zeit wo es wieder gut ist.

31.05.2016 09:56 • #12


Gallerich
Ich hoffe es so sehr... Klar, keine Zeit - grad mal fünf Wochen sind seitdem vergangen... Aber dass die Psyche in der ganzen Trauergeschichte jetzt auch wieder mitmischen muss, ist echt extrem anstrengend...

31.05.2016 10:00 • #13


meinemackeundich
natürlich ist es anstrengend wenn die psyche mit mischt, der richtige umgang ist die lösung, zeit heilt wunden , aber die dauer wird nur durch richtigen handlungen, umgang und durch die richtigen fragen verkürzt ..
natürlich ist es schwer jemanden zu verlieren vor allem wenn es auch noch der eigene vater ist, für mich unvorstellbar und ich wüsste gar nicht ob ich es schaffe würde denn richtigen weg zu wählen.. aber ich denke ich würde schreiben und alles was ich noch sagen würde wollen ihm ins gesicht sagen, ( bildlich gedacht )

fühl dich gedrückt

31.05.2016 10:18 • #14


Vergissmeinicht
Hey Angelika,

alles was Du ihm sagen willst, würde ich ihm schreiben und dann den Brief mit ins Grab legen; hilft ungemein. Mit Lust hat Angst leider nichts zu tun und wie Du selber schreibst, ist es erneut eine schwierige Zeit für Dich.

31.05.2016 12:13 • #15


Erst mal mein Herzliches Beileid zum Verlust deines Papas. Ich bin gerade in der gleichen Situation wie du. Mein Vater ist im Juli letztes Jahr gestorben und seit Oktober habe ich Pannikatacken die ich auf eine Zahn OP vor 3 Monaten projeziere. Versuche zu einen Psychologe zu gehen es ist sehr schwer ohne es zu schaffen das musste ich auch einsehen. Hattest du ein gutes Verhältnis zu deinem Vater? Ich wünsche dir und deiner Familie viel viel Kraft. Versuche drsnzudenken jeder Verlust ist auch ein neuer Anfang.

31.05.2016 13:38 • #16


Vergissmeinicht
Hey wima,

gut erkannt und geschrieben

31.05.2016 13:49 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ja es ist ja das gleiche Problem das ich auch habe. Ich habe lange gebraucht bis ich erkannt habe das ich Hilfe brauche. Es kostet so viel Kraft. Trauer ist immer ein Ausnahmezustand

31.05.2016 13:58 • #18


Schlaflose
Zitat von Gallerich:
Das Verhältnis zu meinem Papa war sehr innig und eng... Ich vermisse ihn wirklich jeden Tag... Immer wieder denke ich: das muss ich ihm jetzt erzählen und dann kommt die harte Realität, die sagt, das geht jetzt nicht mehr so wie noch vor ein paar Wochen...


Das kann ich sehr gut nachempfinden. Meine Mutter ist am 6. Januar auch ziemlich plötzlich gestorben, sie war allerdings schon 79. Wir hatten auch ein sehr enges Verhältnis und ich vermisse sie extrem, und es wird immer schlimmer statt besser. Die ersten Wochen war ich irgendwie im Schockzustand und habe funktioniert aber je mehr Zeit vergeht, umso schmerzhafter ist es ohne sie. Dazu kommt, dass ich jetzt völlig allein bin, denn mein Vater ist schon vor 33 Jahren gestorben, Geschwister oder eigene Familie habe ich nicht.

31.05.2016 14:18 • #19



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